DD275705A1 - Verfahren zur vorbehandlung von fluessigem roheisen - Google Patents

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DD275705A1
DD275705A1 DD88320105A DD32010588A DD275705A1 DD 275705 A1 DD275705 A1 DD 275705A1 DD 88320105 A DD88320105 A DD 88320105A DD 32010588 A DD32010588 A DD 32010588A DD 275705 A1 DD275705 A1 DD 275705A1
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DD
German Democratic Republic
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pig iron
desulfurization
pretreatment
calcium carbide
iron
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Application number
DD88320105A
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English (en)
Inventor
Baerbel Heinlein
Detlef Heddrich
Joachim Radaczek
Wolfgang Hornauer
Peter Kuhnert
Horst Paumer
Eberhard Kruschke
Georg Kuhnert
Werner Holzhey
Original Assignee
Bke Hermann Matern Veb
Agrochemie Veb
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    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P10/00Technologies related to metal processing
    • Y02P10/20Recycling

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  • Refinement Of Pig-Iron, Manufacture Of Cast Iron, And Steel Manufacture Other Than In Revolving Furnaces (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vorbehandlung von fluessigem Roheisen, das fuer den Einsatz in einem Stahlerzeugungsaggregat bestimmt ist. Ziel und Aufgabe der Erfindung ist es, durch ein einfaches Verfahren und unter Nutzung kostenguenstiger Abprodukte eine effektive Vorentschwefelung des Roheisens zu erreichen bei gleichzeitiger Erhoehung des Siliziumgehaltes, um die chemische Waerme des Einsatzes bei der Stahlerzeugung zu erhoehen. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass Gemische aus Kalziumkarbid und Ferrosilizium vor oder beim Umfuellen dem Roheisen zugegeben werden.

Description

Charakteristik der bekannten technischen Lösungen Die Anforderungen an die Qualität der zu erzeugenden Stähle 'uhren dazu, daß das flüssige Roheisen als Haupteinsatzmaterial
der modernen Stahlerzeugungsverfahren wie das Sauerstof iblasstahlverfahren oiner Vorbehandlung unterzogen wird, die hauptsächlich der Entschwefelung dient. Mit dieser Vorbehandlung wird sowohl der Hochofen von einer teuren und koksintensiven Fahrweise zur Absicherung niedriger Schwefelgehalte im Roheisen als auch das Stahlerzeugungsaggregat von übermfißiger Entschwefelungsarbeit entlastet.
Es ist bekannt, daß die Entschwefelungsbehandlung mit Hilfe von Tauchlanzeninjektionsverfahren in speziellen Anlagen erfolgt,
in denen feinkörnige Entschwefelungsmittel, wie Pulvergemische aus Kalziumkarbid und bestimmten gasabspaltenden
Zusätzen in das Roheisenbad eingeblasen werden (BRD-OS 2709062). Mit den Tauchlanzenverfahren wird eine hohe Treffsicherheit der Entschwefelungsbehandlung und ein guter Ausnutzungsgrad des Entschwefelungsmittels erreicht. Es ist für
diese Verfahren aber erforderlich, daß neben der Errichtung der speziellen Behandlungsanlagen die verwendeten
Entschwefelungsmittel eine besondere Aufbereitung erfahren müssen und somit einen nicht unbeträchtlichen Kostenfaktor bei
der Stahlerzeugung darstellen. Außerdem muß bei den Injektionsverfahren mit einer bestimmten Behandlungszeit gerechnet werden, die besonders bei hohen Ausgangsschwefelgehalten zu Störungen im zeitlich exakt einzuhaltenden Produktionsablauf führen kann.
Es ist bekannt, daß in der Stahlwerkspraxis unter bestimmten Randbedingungen eine Vorentschwefelung des Roheisens vor der
eigentlichen Injektionsbehandlung vorgenommen wird. Diese erfolgt üblicherweise mit einfachen Entschwefelungsmethoden, die keinen hohen Anforderungen an die Treffsicherheit genügen müssen, aber in kurzer Zelt zu einem hohen Schwefelabbau führen. Einfache und schnellwirkende Entschwefelungsverfahren sind Gießstrahlmischverfahren entsprechend dem Beitrag von Ulrich KaIIe u.a. in der Zeitschrift Stahl und Eisen 97 (1977) Nr.8 S.382-393 unter Einsatz von Soda. Die Nachteile der
Sodaentschwefelung tlnd dünnflüssige, auf die feuerfeste Zustellung aggressiv wirkende Schlacken, deren Entsorgung
außerdem erhebliche Umweltprobleme hervorruft. Bei der Sodaentschwefelung kommt es über dem B>«handlungsgefäß zu starken Wärme- und Rauchentwicklungen, die entsprechende Entstaubungsanlagen erforderlich machen.
Nach OE C21C 2349156 werden Sodapreßlinge verwendet, um die Staubentwicklung beim Entschwefelungsvorgang zu
reduzieren.
Eine Roheisenentschwefelung mittels speziellen Formkörpern wird in AS C 21C 2042934 beschrieben. Difise Verfahren haben
den Nachteil, daß die Staubbelästigung nur teilweise gelöst wird und die übrigen Nachteile der Sodaentschwefelung nicht behoben werden. Dazu kommt, daß durch das geringe spezifische Gewicht des Entschwefelungsmittels ein Teil durch
Aufschwimmen und Verstaubung unwirksam bleibt. In AT186193916 ist ein entschwefelndes Zusatzmittel in Brikettform, bestehend aus einer Ferrolegierung, Zement und
kalziumfluoridhaltigen Materialien beschrieben. Neben dem Nachteil der hohen Aufwendungen für die Herstellung des
Formlinges werden keine ausreichenden Entschwefelungseffekte erzielt. Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung Ist es, durch ein einfaches Verfahren unter Nutzung kostengünstiger Abprodukte eine effektive und umweltfreundliche Vorentschwefelung des Roheisens vor seinem Einsatz in einer Entschwofelungsanlage durchzuführen.
Darlegung de· Weieni der Erfindung
Überraschenderweise wurde gefunden, daß ein effektiverer Einsatz von festen Entschwefolungsmlttoln beim Gleßstrahlmischverfahren möglich wird, wenn diese Im Gemisch mit einem Einsatzstoff zugegeben werden, der ein hohes spezifisches Gewicht besitzt und sich im flüssigen Rohelson auflöst.
Erilndungegomäß wird die Aufgabe dadurch golöst, daß ein Gemisch bostehend aus Ferrosilizium und Kalziumkarbid vor dem Umfüllen des Roholeone In den Auftreffberolch des Gloßstrahls im Aufnahmogofäß vorgologt wird. Es kommt ein Abprodukt zum Einsatz, das einen Anteil von 60-90% Forrosilizlum mit Süiziumgehalten von 8-30% und 10-50% Kalziumkarbid enthält. Das Abprodukt wird In elnor solchen Menge zugogobon, daß 1-20kg dieses Produktes pro Tonne Roheisen zur Anwendung kommon.
Die Zugabe des Gemisches erfolgt in geschlossenen Blechtrommeln. Damit werden sowohl die sicherheitstechnischen Fragen
beim Umgang mit Kalziumkarbid gelöst als auch die Wirksamkeit des Entschwefelungsmittels erhöht.
Durch die Zugabe dee Gemisches aus Ferrosilizium und Kalziumkarbid wird die Dauer der nachfolgenden Feinentschwefelung
verringert.
Die Verwendung des Gemisches hat gleichzeitig iioch den Vorteil, daß eine Erhöhung des Siliziumgehaltes und damit der
chemischen Wärme des Roheisens erfolgt. Dadurch können bei der Stahlerzeugung höhere Schrottsäue verarbeitet werden.
Aujführungsbelspiele Vor dem Umfüllen einer Roheisenmenge von 190t aus der Roheisentransportpfanne in die Chargierpfanne werden 12 Trommeln
a 200kg Gemisch aus 70% Ferrosilizium (Si-Gehalt 12,5%) und 30% Kalziumkarbid in den Auftreffbereich des Umfüllstrahls vorgelegt.
Ausgangswerte des Roheisens vor dem Umfüllen:
Temperatur 1379"C Siliziumgehalt 0,71% S-Gehalt 0,043%
Roheisenwerte nach dem Umfüllen:
Temperatur 13490C Siliziumgehalt 0,76% S-Gehalt 0,032%

Claims (1)

  1. Verfahren zur Vorbehandlung von flüssigem Roheisen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gemisch bestehend aus einem Anteil von 50-90% Ferrosilizium mit Siliziumgehalten von 8-30% und 10-50% Kalziumkarbid in einer Menge von 1-20kg pro Tonne Roheisen in geschlossenen Trommeln vor dem Umfüllen des Roheisens in den Auftreffbereich des Umfüllstrahls vorgelegt wird.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Vorfahren zur Vorbehandlung von flüssigen Eisenschmelzen, vorzugsweise Roheisenschmelzen, die für den Einsatz in einem Stahlerzeugungsaggregat bestimmt sind.
    Das Verfahren dient der Vorentschwefelung der Eisenschmelzen vor ihrem Einsatz in speziellen Entschwefelungsanlagen oder vor ihrer Verwendung in einem Stahlerzeugungsaggregat.
DD88320105A 1988-09-26 1988-09-26 Verfahren zur vorbehandlung von fluessigem roheisen DD275705A1 (de)

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