DD275775A3 - Verfahren zur verbesserten verarbeitung von rohsaft aus sanddornbeeren - Google Patents

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DD275775A3
DD275775A3 DD30859987A DD30859987A DD275775A3 DD 275775 A3 DD275775 A3 DD 275775A3 DD 30859987 A DD30859987 A DD 30859987A DD 30859987 A DD30859987 A DD 30859987A DD 275775 A3 DD275775 A3 DD 275775A3
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Willy Bock
Willi Fetkenheuer
Gerhard Dongowski
Juergen Kroll
Christoph Schneider
Hermann Baars
Bernd Sievert
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur verbesserten Verarbeitung von Rohsaft aus Sanddornbeeren zu Saeften, Mischsaeften, Saftkonzentraten, Saftpulvern oder Mischsaftpulvern. Nach dem erfindungsgemaessen Verfahren erfolgt die Trennung der fuer Sanddornrohsaft typischen zwei Phasen, naemlich in eine Oel-Wasser-Phase und in eine weitgehend oelfreie waessrige Saftphase, durch Membrantrennverfahren, vorzugsweise mit Membranen mit einem Trennschnitt von Molmassen groesser als 100 000. Die getrennten Phasen koennen gesondert aufbereitet, z. B. aufkonzentriert, getrocknet, gelagert, mit anderen Komponenten vermischt und gegebenenfalls auch wieder zusammengefuehrt werden.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur verbesserten Verarbeitung von Rohsaft aus Sanddornbeeren zu Säften, Mischsäften, Saftkonzentraten, Saftpulvern oder Mischsaftpulvern für vielfältige Verwendungen zu Lebensmittelzwecken sowie als funktioneile Bestandteile >n diätetischen und pharmazeutischen Erzeugnissen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Sanddornbeeren sind ein vitamin-C-reicher pflanzlicher Rohstoff, der eine Reihe weiterer Vitamine (Ccrotine, Tocopherole) sowie Mineralstoffe, Proteine, Fruchtsäuren, Gerbstoffe, Ballaststoffe (Pektin, RohfacGr) Aromastoff (Terpene), Anthocyanfarbstoffe (Paeonin) und als Besonderheit für Beerenobst bis zu 7% Öl enthält. Bei der üblichen Verarbeitung der Sanddornbeeren zu Saft· oder Trockenprodukten tritt die Ölkomponente in der Regel negativ hervor und bewirkt eine Qualitätsminderung der Erzeugnisse, so daß der ansonsten hohe Gebrauchswert dos Sanddornbeerensaftes nicht ohne weiteres zur Geltung gebracht werden kann. Das Sanddornbeerenöl besteht hauptsächlich aus Triglyceriden und unterscheidet sich in seinen Eigenschaften grundsätzlich von den bei der Vorarbeitung herkömmlicher Fi üchte, beispielsweise von Citrusfrüchten, zu berücksichtigenden Ätherischen Ölen. Die spezielle Ölkomponente verleiht andererseits den Erzeugnissen aus Sanddornbeeren den typischen und excluslven Charakter.
Es kommt daher bei der Verarbeitung von Sanddorr.beeren .iuf spezifische technologische Maßnahmen an, die eine Stabilisierung der ölkomponente In der im Überschuß vorhandenen wäßrigen Phase ohne wesentliche Wirkstoff- und Qualltatsverluste ermöglichen. Bei der üblichen Verarbeitung der Sanddornbeeren zu Rohsäften oder Süßmosten erfolgt relativ schnell ein unerwünschten Lntmiochen der daboi entstehenden Öl-in-Wasser-Emulsion. Mit dem abgesetzten Sanddornöl werden Trubstoffe an die Oberfläche gobrocht. Gleichzeitig flocken und sodimentieren Trubstoffe. Ein erneutes Vermischen ist In Abhängigkeit von der Alterung der getrennton Phasen mohr oder weniger gut möglich, abor generell mit Verarbeitungs- und/oder Qualitätsvorlusten verbunden. Aus diesem Grunde wurde verschiedentlich versucht, das Sanddornöl vor der Verarbeitung des Preßrohsaftes zu Süßmost abzutrennen, wobei Extraktionsverfahren mittels Sonnenblumenöl oder Freon und anderweitig aufwendige Behandlungsverfahren mittels Zeolith· (Tuff-) Präparaton sowie Gärungsverfahren mittels Hefe odor Wein nach Zuckerzugabo odor Stabilisierungsvorfahren mittels Hydrokolloiden erprobt worden sind. Alton diesen bokannton technischen Lösungen ist gemeinsam, daß sie mit erheblichen Wirkstoff· und Qualitätsverlusten bei gleichzeitigen hohen ökonomischen Aufwendungen vorbunden sind. Elno zufriedenstellende technische Lösung llogt blshor nicht vor.
Ziel der Erfindung
Es ist Ziel der Erfindung, ein Verfahren zur verbesserten Verarbeitung von Rohsaft aus Sanddornbeeren zu Saft- oder Trockenprodukten ohne wesentliche Wirkstoff- und Qualitätsverluste aufzuzeigen. Die erhaltenen Produkte sollen eine hohe Lagerstabilität besitzen.
Darlegung des Wesens der Erfindung Es ist die Aufgabe der Erfindung, mittels ausgewählter technischer Mittel eine schonende und verlustarme Auftrennung des
ölhaltigen Rohsaftes aus Sanddornbeeren zu erreichen und dadurch eine verbesserte Verarbeitung für Lebensmittel-, diätetische und pharmazeutische Zwecke zu ermöglichen.
Erfindungsgemäß wird die Trennung von ölhaltigem Rohsaft aus Sanddornbeeren in eine Öl-Wasser-Phase und in eine
weitgehend ölfreie wäßrige Saftphase dadurch erreicht, daß die Phasentrennung des unmittelbar nach dem Pressen der
Sanddornbeeren anfallenden Rohsaftes mittels Membrantrennverfahren erfolgt und dann gegebenenfalls nach einer getrennten Zwischenlagerung oder nach getrennter Konzentrierung und Zwischenlagerung die getrennten Phasen, Phasenkonzentrate
und/oder weitere Säfte bzw. Saftkonzentrate bevorzugt aus pektinreichen Obst- und Gemüsearten, in gewünschton
Mengenverhältnissen vermischt und schließlich entweder zu stabilisiertem Sanddornbeerensaft bzw. -mischsaft oder zu
instantisiertem Sanddornbeerensaftpulver bzw. -mischsaftpulver unter Einsatz von Saccharose und Viskositätserhöhenden
Hydrokolloididen und/oder Hydrokolloidgemischen aus wasserlöslichen Polysacchariden und/oder aus wasserlöslichen Proteinen bzw. Proteinpartialhydrolysaten vorarbeitet werden. Es wurde gefunden, daß unter Erhalt der Wirkstoff- und Qualitfttseigenschaften zur Abtrennung des Öls aus Sanddornbeerenrohsaft in Form einer konzentrierten Öl-Wasser-Phase semipermeable Membranen unterschiedlicher Rohstoffbasis und Einsatzform mit einem Trennschnitt bei Molmassen von größer als 100000 Ultra'iltrationsanlagen einzusetzen Derartige Membranen, beispielsweise aus Celluloseacetat, Polyurethan, Polysulfon, retenieren die in Fetttröpfchen größer als
2 pm vorliegende Ölphase und bewirken somit eine Konzentrierung der Öl-in-Wasser-Emulsion bei gleichzeitiger Abtrennung von Trubstoffen. Außerdem wird dadurch eine vergleichsweise hohe Permeatstromdichte, ausgedrückt im Permeatanfall, gemessen in Liter pro Quadratmeter Membranfläche und Stunde, erzielt. Als Permeat resultiert schließlich eine klare und ölfreie Saftphase.
Der Konzentrierungsgrad der Öl-in-Wasser-Emulsion, gemessen als Verhältnis des eingesetzten Rohsaftes zum anfallenden Retenat, und damit der Fettgehalt dieser Öl-Wasser-Phase kann in weiten Grenzen variiert werden Konzentrierungsgrade von
10:1 bis 15:1 haben sich beispielsweise bei Verwendung von Celluloseacetat-Membranen als günstig erwiesen. Der
Konzentrierungsgrad der Öl-in-Wasser-Emulsion wird bestimmt durch die mit zunehmendem Konzentrierungsgrad absinkende Permeatstromdichte, die ihrerseits darüber hinaus von weiteren Parametern der Ultrafiltration, wie Durchlässigkeit der Membranen, Überströmgeschwindigkeit, Modulart, Temperatur, abhängig ist. Die nach dem urfindungsgomäßen Verfahren anfallenden Permeate (ölfreie Saftphase) und Retenate (Öl-Wasser-Phase), bei
dem überraschenderweise zwei flüssige Phasen der spezifischen Art durch Membrantrennoperation voneinander trennbar sind, ermöglichen erstmals eine vorteilhafte getrennte Lagerung der Komponenten gegebenenfalls nach einer weiteren
Konzentrierung einer oder beider getrennter Komponenten und eine getrennte bzw. kombinierte Weiterverarbeitung. So wird
auf diesem Wege u.a. eine Zumischung von anderen ölfreien Obst- und Gemüsesäften zu Mischsäften problemlos möglich.
Auch das Einbringen von natürlichen oder künstlichen bzw. naturidentischen Zusatzaromastoffen ist in Abhängigkeit vom Lösungszustand der Aromastoffe ohne weiteres gewährleistet. Als vorteilhaft hat sich weiterhin die mögliche separate Stabilisierung der Öl-Wasser-Phase, z. B. mittels verträglicher
vlskositätserhöhender Hydrokolloidzusätze, insbesondere Pektine mit hohem Veresterungsgrad sowie mit Molkenproteinen und Molkenproteinpartialhydrolysaten und anderweitigen wasserlöslichen Proteinen unterschiedlicher Herkunft und deren
Partialhydrolysate, erwiesen. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren lasson sich schließlich auch Produkte mit einem bestimmten ölgehalt, der über den
natürlichen ölgehalt des Rohsaftes aus Sanddornbeeren hinausroichen kann, vorteilhaft herstellen.
Weiterhin wurde gefunden, daß zur Herstellung qualitativ hochwertiger Sanddornbeoronsaftpulver bzw. -mischpulver In einor
instantlslorten Form die vorhergehende Trennung dee Rohsaftes in eine ölfrelo Safiphase und in eine Öl-Wasser-Phase bzw. in ein Saftkonzentrat bzw. Öl-Wasser-Konzentrat zweckmäßig ist. Dadurch können die einzelnen Phasen getrennt getrocknet und gelagert werden, ohne daß eine Lipidoxidation, wie sie bei geringen Wasseraktivitäten (aw etwa 0,2) bevorzugt auftritt, befürchtet werden muß.
Die Trocknung der erfindungsgemäß gewonnenen Säfte erfolgt beispielsweise mittels Sprühtrocknung. Gegenüber anderen Trocknungsverfahren (z. B. Walzentrocknung) wird dabei die thermische Belastung des zu trocknenden Produkts deutlich
reduziert und damit eine qualitative und/oder sensorische Beeinträchtigung weitgehend vermieden.
Weiterhin bietet die Sprühtrocknung den Vorteil, mit einer nachgeschalteten oder auch integrierten Nachtrocknung und Agglomeration bzw. Granulation zu arbeiten und auf diaee Welse Agglomerate bzw. Granulate mit Instantcharakter zu
produzieren. Um die Sprühtrocknung so schonend wie möglich durchzuführen, sollte die Temperatur der Trockenluft beim
Eintreten nicht mehr als 175'C und am Austritt nicht mehr als 85'C betragen. Zur Agglomeration bzw. Granulation, z. B. bei Einsatz der Wirbelschichtsprühtechnik, wird das Sanddornbeerensaftpulver bzw.
•mischpulver zunächst mit der Hauptmenge an Saccharose, die für die Einstelluno eines sensorisch ausgewogenen Zucker-
Säuro-Vorhältnlssos erforderlich ist, in Form von Puderzucker zweckmäßig vermischt und mit der Restmenge an Saccharose In Torrn einer 20%lgon wäßrigen lösung oder mit einer saccharosehaltigen Emulsion, hergestellt unter Verwendung der Öl-Wasser-Phase, in an sich bekannter Weise instantislert. Es wurdo ferner gefunden, daß bei der Herstellung stabiler, flüssiger und pulverförmiger Produkte aus Sanddornbeorenrohsaft
dor Erhaltung eine· möglichst hochmolekularen und hochverestorten Zustandes der fruchteigenen Poktinkomponente eine
entscheidende Rolle zukommt. Dio zur Stabilisierung der Öl-in-Wasser-Emulsion notwendigen funktionalen Eigenschaften der
Pektinkomponente werden nach dem orfindungsgemäßen Verfahren nicht beeinträchtigt, sondern beispielsweise Jurch einen Zusatz besonders pektinreicher Obst- und Gemüsesäfte, bevorzugt Apfelnektar und Möhrensaft bzw. Möhrenhydrolysat,
und/oder durch den Zusatz von hochveresterten Pektinpräparaten, bevorzugt hochmolekulare Pektine mit Veresterungsgraden von 55 bis 85%, noch verstärkt. Bezogen auf die flüssigen Fertigprodukte, sind Pektinzusätze und/oder Pektingehalte bis zu 0,2Gew.-% zur Stabilisierung vorteilhaft.
Für die Herstellung von Sanddornbeerensaftpulver bzw. -mischpulver werden neben den als Stabilisator besonders wirksamen Pektinhydrokolloiden noch weitere gut wasserlösliche und weitgehend neutrale Polysaccharide, insbesondere dio durch Partialhydrolyse aus Stärke erhaltenen Maltodextrine mit einem Dextroseäquivalent (DE) von 5 bis 20%, vor der Trocknung in
einer Menge von 10 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 10 bis 25Gew.-%, zweckmäßig zugesetzt.
Schließlich wurde gefunden, daß für die Herstellung stabiler und auch diätisch wirksamer Sanddornbeerensaftpulver bzw.
•mi6chpulverals weiteregeeignete Hydrokolloide gut wasserlösliche Proteine bzw. Proteinpartialhydrolysatp vor der Trocknung in einer Menge von 1 bis 10Gew.-%, vorzugsweise 2 bis 5Gew.-%, in Betracht kommen.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird durch die folgenden Ausführungsbeispiele näher erläutert: Ausfuhrungsbelsplele Beispiel 1
1501 eines Sanddornbeeren-Rohsaftes werden bei Zimmertemperatur mittels Ultrafiltration (UF) unter Verwendung von Celluloseacetat-Membranen mit einem Trennschnitt boi Molmassen von größer als 100000 in ein UF-Retenet (151) und in ein UF-Pormeat (1351) getrennt. Das intensiv, gelb-organge gefärbte UF-Retenat enthält quantitativ die im Rohsaft vorhandenen I ipide einschließlich ß-Carotin In emulgierter Form (Öl-Wasser-Phase), während das UF-Permeat als klare, schwach gelb gefärbte Flüssigkeit (ölfreie Saftphase) anfällt. Die Zusammensetzungen des Pormeats und Retenats sind aus Tab. 1 ersichtlich.
Tabelle 1
Zusammensetzungen des Retenats und Permeatt nach der Trennung von Sanddornbeeren-Rohsaft mittels Celluloseacetat-Membranen
Kennzahl Rohsaft Retenat Permeat
Trockensubstanz (%) 6,5 16,80 - 21,62 5,25
pH-Wert 2,7 2.7 109,2 2,7
Llpid(%) 0,83 7.90 0,0
Protein (%) 0,80 4,18 0,37
Säure (als Weinsäure) (%) 4,22 4,20 4,15
Reduzierende Zucker
(nach Invertierung als Glucose) (%) 0,70 0,72
ß-Carotin(mg%) 2,10 0,004
Vitamin C (mg %) 105,3 70,0
Beispiel
9I eines Permeats und 11 eines Retenats aus Sanddornbeeren-Rohsaft gemäß Beispiel 1 werden mit 8,57kg Saccharose und C,060kg Apfeltrockenpektin (Veresterungsgrad 65%) in 45,701 Wasser vermischt, einor Druckhomogenisierung unterworfen und In üblicher Weise pasteurisiert und abgefüllt. Der trinkfertige Sanddcrnbeerensaft besitzt einen Säuregehalt von 7g (Weinsäure)/! und eine gute Lagerstabilität.
Beispiel 3
201 eines Permeais gemäß Beispiel 1 werden durch Vakuumverdampfung schonend auf 41 konzentriert (Trockensubstanz 25,6%) und zwischengelagert. 21 diese· Konzentrats werden mit 0,51 Retenat gemäß Anspruch 1 sowie mit 101 M&hrensaft (Trockensubstanz 8,3%) und mit 35ml eines handelsüblichen Organgearoma-Präparats vermischt. Es entstahen 12,51 lagerstabiles Mischsaftkonzentrat. 11 dieses Mischsaftkonzentrats werden mit 0,78kg Zucker in 4,181 Wasser zu etwa 5,61 trinkfortigen Mischsaft verdünnt, dar einen verminderten Anteil an Ölphase und Orangegeschmack besitzt. ' Anstelle von Orangen- bzw. Apfelslnenaroma können auch andere Fruchtaromen, z. B. mit der Geschmacksnote Maracuja, vorteilhaft eingesetzt werden.
Beispiel 4 In 4,51 eines zwischengelagerten Pormeats und 0,51 eines zwischengelagerten Retenats aus Sanddornbeoron-Rohsaft werden
0,55kg Maltodoxtrin (Dexiroseäquivalente [DE) von 10 bis 15%) als Trockenhilfsmittel gelöst. Dieses Gemisch'(Trockensubstanz
14,7%) wird In einem Labortrockner Mini Spray Dryer 190 (Fa. BÜCHI, Flawil/Schwolz) bei Lufteingangstemperaturen von 165 bis 1700C und Luftausgangstemperaturen von 79 bis 830C bei einer mittleren Wasserverdampfung von 1 l/h und einem
Düsendurchmosser von 0,7mm sprühgetrocknet.
0,5Kg des Sanddornbeerensaftpulvers werden zur Herstellung eines Instantproduktos mit 2,43kg Puderzucker vermischt. Beim
Auffüllen von 17,1 g dieses Instantpulvers auf 100ml mit Wasser unter Rühren entstoht ein trinkfertiger Sanddcrnbeerensaft, dor
mehrere Stundon lang sedimentationsstabil ist.
Durch den Zusatz dos Zuckers wird ein besser lagerfähiges Instantprodukt im Vergleich zum Saftpulver erhalten. Beispiel 5
0,5kg einesc '' TnbeerensaftpulversgemäßB6isplol3werdenmit2,43kgPuderzuckerundO,017kgApfaltrockenpektin vermischt ' (füllen von 17,2g dieses Instantpulvers auf 100ml mit Wassor unter flühron entsteht ein (rinkfertlger
Sanddor t mit verbesserter Sedimentationsstabilität. Beispiele In 4,51 eines zwischengelagorten Permeats und 0,51 eines zwischengelagerten Retenats aus Sanddornbeeren-Rohsaft werden
0,667 kg Maltodextrin (DE 5%) und 0,167kg Eiklarpulver gelöst. Die Sprühtrocknung erfolgt gemäß Beispiel 4.
0,5 kg dieses Sanddornbeerensaftpulvers werden zur Herstellung eines Instantproduktes mit 1,83 kg Puderzucker vermischt.
Beim Auffüllen von 18,0g dieses Instantpulvers auf 100ml mit Wasser entsteht sin trinkfeniger Sanddornbeerensaft. Anstelle von Eiklarpulver können auch andere, im pH-Bereich um 3,0 wasserlösliche Proteine bzw. Proteinpartialhydrolysate
tierischer und pflanzlicher Herkunft eingesetzt werden.
Beispiel 7 In einem Gemisch aus 0,71 Pormeat und 0,31 Retenat gemäß Beispiel 1 werden 0,20kg Maltodextrin (OE 5%) und 12 kg Apfelpektin
gelöst. Das ölangereicherte Sanddornbeerensaftpulver (0,30kg) wird mit 0,857 kg Puderzucker zu einem trinkfertigen
Instantpulver vermischt. Beim Auffüllen von 19,3g dieses Instantproduktes auf 100ml mit Wasser entsteht ein trinkfertiger Sanddornbeerensaft. Beispiels
Ein Gemisch aus 0,5kg eines Sanddornbeerensaftpulvers gemäß Boispiel 4 und 1,43kg Puderzucker wird mit 20%iger Saccharoselösung im Wirbelschichtsprühgranulator bei 110'C behandelt, so daß insgesamt 1 kg Zucker aufgesprüht wird. Beim Auffüllen von 17,1 g dieses Instantproduktes auf 100ml mit Wasser entsteht ein trinkfertiger Sanddcrnbeerensaft.

Claims (5)

1. Verfahren zur verbesserten Verarbeitung von Rohsaft aus Sanddornbeeren durch Trennen des ölhaltigen Rohsaftes in eine ÖI:Wasser-Phase und in eine weitgehend ölfreie wäßrige Saftphase und anschließende getrennte und/oder kombinierte Verarbeitung für Lebensmittel-, diätetische- und pharmazeutische Zwecke, dadurch gekennzeichnet, daß die Phasentrennung des unmittelbar nach dem Pressen der Sanddornbeeren anfallenden Rohsaftes oder eines mechanisch und thermisch behandelten Rohsaftes mittels Membrantrennverfahrens erfolgt und dann gegebenenfalls nach einer getrennten Zwischenlagerung oder nach getrennter Konzentrierung und Zwischenlagerung die getrennten Phasen, Phasenkonzentrate und/oder weitere Säfte bzw. Saftkonzentrate, vorzugsweise aus pektinreichen Obst- und Gemüsearten, in gewünschten Mengenverhältnissen vermischt und schließlich entweder zu stabilisiertem Sanddombeerensaft bzw. -mischsaft oder zu instantisiertem Sanddornbeerensaftpulver bzw. -mischpulver unter Zusatz von Saccharose und Viskositätserhöhenden Hydrokolloiden oder Hydrokolloidgemischen aus wasserlöslichen Polysacchariden und/oder aus wasserlöslichen Proteinen bzw. Proteinpartialhydrolysaten verarbeitet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Membrantrennung semipermeable Membranen mit einem Trennschnitt bei Molmassen von größer als 100000 eingesetzt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Stabilisierung von Sanddornbeerensaft bzw. -mischsaft als Hydrokolloide bevorzugt hochmolekulare Pektine mit Veresterungsgraden von 55 bis 85% in einer Menge bis zu 0,2 Gew.-% zugesetzt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung von Sanddornbeerensaftpulver bzw. -mischpulver vor der Trocknung wasserlösliche Polysaccharide in einer Menge von 10 bis 50Gew.-%, vorzugsweise 10 bis 25Gew.-%, zugesetzt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Trocknung wasserlösliche Proteine bzw. Proteinpartialhydrolysate in einer Menge von 1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 2 bis 5Gew.-%, zugesetzt werden.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4400721A1 (de) * 1994-01-10 1995-09-14 Alpha Engineering Gmbh Entwick Fruchtsaftgetränke, insbesondere Sanddornbeerensaft enthaltende Getränke und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE4431394C1 (de) * 1994-08-25 1996-02-15 Heilscher Karl Prof Dr Sc Verfahren zur Kaltgewinnung von Klarsaft, Trub und Öl aus Sanddornbeeren und ihre Verwendung
DE4431393C1 (de) * 1994-08-25 1996-02-15 Heilscher Karl Prof Dr Sc Verfahren zur Kaltgewinnung von Sanddornbeerenölen und Sanddornbeerenmazerat mit reduziertem Fettgehalt und ihre Verwendung
DE4431395C1 (de) * 1994-08-25 1996-02-15 Heilscher Karl Prof Dr Sc Verfahren zur Herstellung von ölhaltigen, trubstoffstabilen Halbfertigerzeugnissen aus Früchten mit ölhaltigem Fruchtfleisch, insbesondere Sanddornbeeren und ihre Verwendung

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