DD275789A3 - Komposition zur Herstellung eines Kerzenlackes - Google Patents

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DD275789A3
DD275789A3 DD31234388A DD31234388A DD275789A3 DD 275789 A3 DD275789 A3 DD 275789A3 DD 31234388 A DD31234388 A DD 31234388A DD 31234388 A DD31234388 A DD 31234388A DD 275789 A3 DD275789 A3 DD 275789A3
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DD
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candle
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varnish
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DD31234388A
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Siegfried Schade
Michael Matthaei
Holger Gliesing
Original Assignee
Wittol Wittenberg Veb
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Komposition zur Herstellung eines Kerzenlackes aus modifizierten Maleinsaeure-Kolophonium-Addukten, Celluloseestern und Cyclohexanonformaldehydharzen. Der Lack zeichnet sich durch Elastizitaet, Haftfestigkeit und gutes Deckvermoegen auf Kerzen und aehnlichen Erzeugnissen aus. Durch Zusatz von Farbstoffe, Metall- und Perlglanzpigmenten koennen verschiedenartige Verziereffekte erzielt werden.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung Die Erfindung betrifft eine lösungsmit'.elhaltigö Komposition von Verbinungen, die zum Lackieren von Kerzen und anderen Paraffin- oder Wachserzeugnissen geeignet ist. Ihre Anwendung ist möglich zum Lackieren von Erzeugnissen mit unterschiedlichster Zusammensetzung. Das Aufbringen des Überzuges kann nach bekennten Verfahren, wie zu:r Beispiel das Tauchen oder Spritzen, erfolgen. Durch Einfärben der Lackkonnposition mit in Aceton löslichen Farbstoffen ist eine Vielfalt von Farbnuancen einstellbar. Die Anwendung von Farbpigmenten, die Zugabe von speziellen Metallpulvern oder auch von Perlglanzpigmenten gestattet die Erzielung zahlreicher Effekte. Hierzu gehören unter anderem Oberflächen mit metallischem oder perlmuttartigem Aussehen. Die
erhaltenen Lackoberflächen sind vergleichsweise kratzfest und durch eine gezielt eingestellte Flexibilität auch bei längerer
Lagerung frei von Rissen. Charakterisierung der bekannten technischen Lösungen Es ist bekannt, daß Kerzen und andere Erzeugnisse mit stofflich ähnlichor Zusammensetzung nach den verschiedenartigsten Verfahren einer nachträglichen Oberflächenbehandlung unterzogen werden können. Beschrieben wurde zum Beispiel das Abschmelzen von Oberflächenteilen, das Aufbringen von Verbindungen, die auf der Oberfläche kristallisieren, das Behandeln mit Heißluft oder Dampf sowie das Verschmelzen verschiedener zuvor aufgebrachter Effektmittel durch nichtrußende Flammen. Ebenfalls bekannt ist das Übertauchen mit Wachs- oder Paraffinkompositionen gegebenenfalls unter Zusatz dor üblichen Farbstoffe. Durch Tauchen in speziell vorbereitete Wasser- oder Paraffinbiider, auf die allgemein bekannte farbgebende Substanzen in
dünner Schicht aufgebracht werden, können ebenfalls besondere Verziereffekte erzielt wurden.
Weiterhin beschrieben wurde ein Kerzenlack, mit dem man metallartige Oberflächen herstellen kann. Das Behandeln von Kerzen mit einem Lösungsmittel, welches die Kerzenoberfläche anlöst und dem Celluloseether sowie Farbstoffe zugesetzt wurden, und nachfolgendem Tauchen in den üblichen Tauchmassen, ist ebenfalls schon beschrieben. Für
die Herstellung der bisher zum Verzieren von Kerzen verwendeten Lacke wurden die allgemein bekannten Kompositionen verwendet. Ihre Auswahl erfolgte vorrangig durch Anwenderuntersuchungen am Fertigerzeugnis. Spezielle
Bindemittelkombinationen, die auf die Besonderheiten von Kerzenmassen abgestimmt wurden, sind nicht beschrieben. Daraus resultieren teilweise Mängel in der Qualität der Erzeugnisse sowie Nachteile bei der Verarbeitung der Lacke. Derartige Mängel sind zum Beispiel eine ungenügende Oberflächenhaftung, eine geringe Kratz- und Abriebfestigkeit der Überzugsschicht
und Rißbildungen bei längerer Lagerzeit. Nachteilig wirkt auch die ungonügende Beständigkeit der Locke bei Anwendung unlöslicher Zusätze wie Perlglanz· und Metelleffektmittel.
Die Besonderheiten der Kerzenmassen verursachen lange Trocknungszeiten und Fehler bei der Erzielung einheitlicher,
geschlossener Überzugsschichten.
Bei Verwendung von Lösungsmittel, welche die Kerzenoberfläche anlösen, ergibt sich zwar eine verbesserte Haftung, sie
verursacht jedoch auch Trübungserscheinungen am <erzenlack und damit ein unschöne.« Aussehen.
Der Einsatz der bekannten herkömmlichen Lacke scheitert auch an dem negativen Einfluß euf das Abbrandverhalten von Kerzen. Er führt zum Rußen, Tropfen beziehungsweise zum Auftreten unschöner Ränder. Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Herstellung einer neuartigen Lackkomposition, die so aufgebaut ist, daß eine beständige, einheitliche Oberfläche erziolt wird, kurze Verarbeitungs- und Trocknungszeiten zu erreichen sind und sich gleichzeitig das Absetzen von zugesetztem unlöslichen Effektmittel erheblich verzögert.
Darlegung des Wesens der Erfindung Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, oinen beständigen Kerzenlack zu entwickeln, der nach herkömmlichen Verfahren
verarbeitet werden kann. Die verwendete Lösungsmittel/Bindemittelkombination i* t so abzustimmen, daß sie die
Besonderheiten, die an die Lackierung von Paraffin· oder Wachsoberflächen gestellt werden, berücksichtigt. Insbesondere ist auf eine einheitliche, fehlerfreie Oberfläche, industriell einsetzbare kurze Trocknungszeiten und Beständigkeit
der hergestellten Lackkombination zu achten. Die erfindungsgemäße Lösung der Aufgabe besteht darin, daß man in einem leichtflüchtigen, organischen Lösungsmittel, welches die Kerzenoberfläche selbst nicht angreift, eine Birtdemittelkombination
löst, welche auf der Kerzenoberfläche ausreichend gut haftet und einen elastischen, dauerhaften Überzug bildet. Gleichzeitig wird, trotz vergleichsweise sehr niedriger Bindemittelkonzentration und geringer Viskositäten dei hergestellten Lackes, das
Absetzen zugesetzter ungelöster Bestandteile, wie zum Beispiel Perlglanzpigrr.ente und Metalleffektmütel, verzögert. Der Lack bildet trotz des außerordentlich dünnen Auftrages eine geschlossene und gut deckende Oberfläche. Erfindungsgemäß eignet sich hierzu am besten eine Komposition, bestehend aus 40-79 Gewichtsttilen veresterter Maleinsäure- Kolophonium-Modifikate und/oder Maleinsäure-Kolophonium-Addukte modifiziert mit Phenolformaldehydharz, 2-11 Gewichtsteilen Cellulosederivaten und 20-60 Gowichtsteilen Cyclohexanonformaldehydharzen. Diese Bindemittelmischung löst sich leicht in Aceton, wobei vorteilhaft 6-18 Gewichtsteile Bindemittel, bezogen auf das Lösungsmittel, verwendet werden. Zur Verarbeitung im Farbspritzverfahren ist es günstig, je nach Verarbeitungstechnolofiie 5-20 Gewichtsteile des Acetons durch Buiyiacetat oder ein anderes höhersiedendes Lösungsmittel zu ersetzen, um den Trocknungsprozeß zu verzögern. Die Einfärbung dieses Klarlackes mittels handelsüblicher Farbstoffe ist id vielen Farbtönen problemlos möglich. Durch Zugabe von Perlglanzpigmenten oder Metellpigmenten sind gezielt Perlmutt- oder Metalleffektfarben herzustellen. Als
besonders vorteilhaft erweist sich das überraschend stark verzögerte Sedimentationsverhalten der zugesetzten unlöslichen
Anteile trotz der vergleichsweisen geringen Viskosität des vorgestellten Lackes. Ebenfalls überraschend ist das außerordentlich hohe Deckvermögen des Lackes auch bei sehr geringen Schichtdicken. Mit
derartigen Lacken getauchte Kerzen weisen auch an Kanten und Lunkern des Kerzenrohlings keine Ränder und Fehlstellen auf, die durch den bei anderen Lacken häufig beobachteton Kantenrücklauf auftreten.
Durch Zugabe von unterschiedlichen Farbstoffen und anderen Effektmittel ist die Herstellung einer sehr großen Vielfalt von Farb-
und Verziernuancen möglich, so daß ein außerordentlich breites Sortiment von Erzeugnissen angeboten werden kann.
Ausführungsbeispiele
BelipleM:
66.0 Gewichtsteile veresterte Maleinsäure-Kolophonium-Modifikate (M-Kolomal 95), 4,8 Gewichtsteile Ethylcellulose'und 27,2 Gewichtsteile Cyclohexanonformaldehydharc (L 2-Harz) werden als BindemiUelkomposition 1 verwendet. Nach dem Lösen von 11,73 Gewichtsteilen Komposition 1 in 88,27 Gewichtsteilen Aceton entsteht ein heller, klarer Kerzenlack.
Ein in dieser Lacklösung getauchter Kerzenrohling, bestehend aus 100% Hartparaffin, zeigt eine glatte und fehlerfreie Oberfläche. Die gelackte Kerze brennt ohne Tropfen und Rußen.
Beispiel 2:
In Kerzenlack aus Beispiel 1 wird ein farbiger Stumpen, der zuvor mit einer Schmelze bestehend aus Hartparaffin, Stearin, Polyethylenwachs und Ethylenvinylacetatcopolymer sowie organischem Farbpigment beschichtet wurde, getaucht. Der Stumpen erhält eine glatte, fehlerfreie, farbig durchscheinende Oberfläche und brennt ohne Tropfen und Rußen,
Beispiel 3: Kerzenlack nach Beispiel 1 wird 0,6% Wofanoi echt orange zugesetzt. Ein in diesem Lack getauchter ungefärbter Kerzenkörper zeigt eine geschlossene, gleichmäßige, orangefarbene Oberfläche und
brennt ohne Tropfen und Rußen.
BeUpIeU:
Man stellt eine Bindemittelkomposition, bostehend aus 46,7 Gewichtsteilen Maleinsäure-Kolophonium-Addukt, wolches mit Phenolformaldehydharz modifiziert wurde (M-Kolomal P116), 8,1 Gewichtsteilen Nitrocellulose und 45,2 Gewichtsteilen Cyclohf xanonformaldf hydharz (L 2-Harz), her.
12,1 Gewichtsteile dieter Bindemittelkombination 2 werden in 84,4 Gewichtsteilen Aceton gelöst und anteilig 3,5 Gewichtsteile Alunir.lurnpaste Sorte S30 zugesetzt.
Ein in diese Komposition getauchter Kerzenrohling erhält einon geschlossenen, eilboifarbenon Überzug. Die Kerze bronnt ohno Tropfen und Rußen. '
Beispiel^:
8,1 Gowlchtsteile Bindemittelkombination 2 werden In 75,0 Gowichtstoilon Acoton und 16,9 Gowichtsteilon Butylacetat gelöst.
Zusätzlich erfolgt dor Zusatz von 3,5 Gowichtsteilon Perlglanzpigment auf Basis Titandioxid. Nach dem Farbspritzen auf oinon faiblg vorgetauchton Leuchtor erhält man olne Kerze mit farbigem Perlmutteffekt. Dio Kerze bronnt ohne Tropfen und Rußon.

Claims (3)

1. Komposition zur Herstellung eines Kerzenlackes für Kerzen und andere Paraffin- oder Wachserzeugnisse, gekennzeichnet dadurch, a&ß man eine Mischung, bestehend aus 40-79 Gewichtsteilön veresterte Maleinsäure-Kolophonium-Modifikate und/oder Maleinsäure-Kolophonium-Addukte modifiziert mit Phenolformaldehydharz, 2-11 Gewichtsteilen Cellulosederivate und 20-60 Gewichtsteilen Cyclohnxanonformaldehydharze, als Bindemittel verwendet und in organischen Lösungsmitteln löst, wobei der Anteil des Bindemittels 6-18 Gewichtsteile, bezogen auf das Lösungsmittel, beträgt.
2. Komposition nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dsß man die Lacklösung mit organischen Farbstoffen färbt.
3. Komposition nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, riaß man dom Lack Metallpigmenio oder Perlglanzpigmente zusetzt.
DD31234388A 1988-01-21 1988-01-21 Komposition zur Herstellung eines Kerzenlackes DD275789A3 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE9107213U1 (de) * 1991-06-12 1991-10-24 Vos, geb. Schneeberger, Petra, Wolfgantzen Opferlicht zum Aufstellen in Kirchen, Kapellen, kultischen Gedenkstätten o.dgl.

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE9107213U1 (de) * 1991-06-12 1991-10-24 Vos, geb. Schneeberger, Petra, Wolfgantzen Opferlicht zum Aufstellen in Kirchen, Kapellen, kultischen Gedenkstätten o.dgl.

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