DD275998A3 - Verfahren zur Herstellung eines zementgemisches - Google Patents

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DD275998A3
DD275998A3 DD30709687A DD30709687A DD275998A3 DD 275998 A3 DD275998 A3 DD 275998A3 DD 30709687 A DD30709687 A DD 30709687A DD 30709687 A DD30709687 A DD 30709687A DD 275998 A3 DD275998 A3 DD 275998A3
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cement
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sulfuric acid
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DD30709687A
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Inventor
Hans Reifenstein
Manfred Paetzold
Johanna Hassenberg
Werner Laengricht
Original Assignee
Karsdorf Zementwerke
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Abstract

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von Zement zu entwickeln, bei dem der hautschaedigende Chromium(VI)-Gehalt bei der Herstellung von waessrigen Zementzubereitungen vermindert oder beseitigt wird. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass technische Produkte oder Abprodukte mit einem Eisen(II)-Sulfatgehalt von 90% eingesetzt werden, die einen Schwefelsaeureanteil von 0,5 bis 5 Ma.-% aufweisen. Diese Produkte werden einem der Teilmaterialstroeme, der keinen Klinker enthaelt, zugegeben.

Description

Anwendung der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Zementgemisches, das Eisen(ll)-VerL>!ndungen enthält, die bei der Zugabe von Wasser während der Herstellung von Zementabmischungen den hautschädigenden Chromium(VI)-Gehalt reduzieren und damit die Auslösung des Zementekzems vermindern bzw. vermeiden.
Charakterisierung der bekannten Lösungen
Im Zement sind von Natur aus unterschiedliche Mengen wasserlöslicher Chromium(VI)-Verbindungen enthalten. Durch Hautkontakt mit wäßrigen Zementzubereitungen können die Chromlu'n(VI)-Verbindungen das allergische Zementekzem, die häufigste berufsbedingte Hautkrankheit im Bauwesen auslösen.
Es sind zahlreiche Maßnahmen zur Bekämpfung des Zementekzems bekannt, die sich sowohl auf technische als auch auf arbeitshygienische Maßnahmen erstrecken. Die technischen Maßnahmen zielen vor allem auf die Einhaltung von Nichtberührungstechnologien ab, deren Durchsetzung unter Praxisbedingungen häufig auf Schwierigkeiten stößt. Wesentlich wirksamer dagegen sind Maßnahmen, die mittels reduzierend wirkender Verbindungen eine Umwandlung von wasserlöslichen Chromium(VI)-Verb!ndungen in wasserunlösliche ChromlumdlO-Verblndungen bewirke.;.
In der Patentanmeldung DD C04 B 224480 ist beschrieben, daß die Zugabe von EisendlD-Sulfat zum Mahlstrom in Mengen bis zu 10Ma.-%, in einem trockenen oder nicht gelöstem Zustand bzw. mit einem Schutzüberzug versehenen EisendD-Sulfat, erfolgt. Die bekannten Verfahren sind rnatorielltechnisch sehr aufwendig oder die Reduktionswirkung des EisendO-Sulfats wird durch oxidative Einflüsse bei der Lagerung vor dem Mahlprozeß beeinträchtigt.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, die bisher bekannten, teilweise wenig wirksamen Maßnahmen oder aufwendigen Verfahren zur Bekämpfung des Zementekzems dadurch zu umgehen, daß der hautschädigende Chromium(VI)-Gehalt in wäßrigen Zementzubereitungb,-! vermindert bzw. beseitigt wird durch die Herstellung von Zementgemischen mittels eines kostengünstigen, geringe technische und materielle Aufwendungen erforderndes Verfahren durch die Zugabe von technischen Produkten oder Abprodukten mit einem ElsendD-Sulfatgnhalt von > 90%.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgebe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von Zementen mit den beschriebenen Vorteilen zu entwickeln, bei denen der hautschädigende Chromlum(VI)-Gehalt bei der Herstellung von wäßrigen Zementzubereitungen vermindert oder beseitigt wird. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß technische Produkte oder Abprodukte mit elpjm tilsendD-Sulfatgehalt von > 90% eingesetzt worden, die einen Schwefolsfiureanteil von 0,5 bis BMa.-% aufweisen. Diese Produkte werden einem Teilmaterialstrom, der keinen Klinker erhält und vorzugsweise aus Gipsgestein besteht, das keine oder nur eine sehr geringe Neigung :ur ".homlschon Reaktion mit der Schwefelsäure zeigt, zugegoben. Durch den SchwefelsSuregehalt wird eine Stabilisierung des EisendD-Sulfats gegonübor oxidierenden Einflüssen erreicht, so daß die Reduktlonkwlrkung auch bei der Lagerung des EisendD-Sulfats bei technologisch bedingter längerer Verwellseit im Tollmaterialstrom odor im Zwlschonvorratsbbhttltor vorder Vereinigung zum Mahlstrom unvermindert erhalten bleibt. Die Zugabe der Eiien(ll)-Sulfat-haltlgen Produkte kann in den Gipsgestoln enthaltenden Teilmaterialstrom vor dem Zwlschenvorratsbehälter sowohl In foinkristalliner, rieselfähiger als auch in grobkristalliner ode.' stückiger Form erfolgen. Damit wird eine zusätzliche Aufbereitung der Eison'ID-Sulfat-haltlgon Produkte wie z. B. Zerkleinern, Trocknen oder das Aufbringen v eines Schutzüberzuges sowie die Installation entsprechender Zusatzeinrichtungen Oberflüssig.
Ausfuhrungtbelsplele
1. Technische Produkte oder Abprodukte, die einen EisendD-Sulfat-Anteil von > 90% und einen Schwefelsäureanteil von 0,5 bis 6 Ma.-% aufweisen, werden In fester Form in Teilchengrößen bis zu 300mm Durchmesser und in einer Menge von 0,1 bis 1 Ma.-% kontinuierlich oder diskontinuierlich einem Teiimateriaistrom zugesetzt, der keinen Klinker enthält und vorzugsweise aus gebrochenem Gipsgestein besteht, dai mit der Schwefelsäure keine oder nur eine sehr geringe chemische Reaktion eingeht.
Die technischen Produkte oder Abprodukte mit dem Schwefeleäureanteil werden über eine auslaufgeregelte Schüttvorrichtung des Lagervorratsbehälters mit dem aus Gipsgestein bestehenden Teiimateriaistrom einem Zwischenvorratsbehälter, der vor der Vereinigung der Teilmaterialströme zum kllnkerhaltigen Mahlstrom angeordnet ist, zugefüht.
Der aus Gipsgestein, Elsen(ll)-Sulfat und Schwefelsäure bestehende Teiimateriaistrom wird in den Zwischenvorratsbehälter so geführt, daß eine Vorzerkl6inerung des EisenOD-Sulfats und eine innige Vermischung der Komponenten dieses Teilmaterialstromes erreicht wird.
Aus dem Zwischenvorratsbehälter wird entsprechend der gewünschten Zementqualität die erforderliche Menge Gipsgestein/ EisendD-Sulfct/Schwefelsäure-Gemisch abgefordert und mit den anderen Zementkomponenten zum klinkerhaltigen Mahlstrom vereinigt. Eine spezielle Kühlung der Zementmühle während des Mahlprozesses macht sich nicht erforderlich.
2. Wie im Ausführungsbeispiel 1 angeführt, werden die technischen Produkte oder Abprodukte mit den beschriebenen Eigenschaften in einer Menge von > 10 bis 30Ma.-%,vorzugswoise 12Ma.-%, dem Gipsgosteinmaterialstrom hinzugefügt, und es wird ebenfalls wie im Anwendungsbeispiel 1 bis zum Beschicken der Zementmühle verfahren. Nach der Zementmahlung erfolgt eine Mischung des EisendD-Sulfat-haltigen Zementes mit Zementen ohne EisendD-Sulfatzusatz, wobei die Mischungsverhältnisse so gewählt werden, daß qualitätsgerechte Zemente erhalten werden, die bei der Herstellung von Zementabmlschungen eine Reduktion der wasserlöslichen Chromium(VI)-Verblndungen ergeben.
3. Gemäß den Ausführungsbeispielen 1 und 2 wird anstelle von Eisen(ll)-Sulfat mit einem Schwefelsäuregehalt von 0,5 bis 5 Ma.-%, Ammoniumeisen(ll)-Sulfat mit gleichem Säureanteil eingesetzt.

Claims (3)

1. Verfahren zur Herstellung eines Zementgemisches zur Eliminierung hautschädigender Chromium(VI)-Verbindungen durch die Zugabe von EisendD-vSulfat in Anteilen von 0,1 bis10Ma.-% in den Mahlstrom vor derZementvermahlunp dadurch gekennzeichnet, daß technische Produkte odor Abprodukte mit einem Eisen(ll)-Sulfatgehalt von 90% und einem Schwefelsäureanteil von 0,5 bis 5Ma.-% oder Ammoniumeisen(ll)-Sulfat und einem Schwefelsäureanteil von 0,5 bis 5Ma.-% zu einem aus Gipsgestein bestehenden Teilmaterialstrom vor der Überführung in einen Zwischenlagerbehälter vor der Vereinigung aller Ausgangskomponenten der Zementherstellung zum Mahlstrom erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß 10 bis 30 Ma.-%, vorzugsweise 12 Ma.-%, technische Produkte oder Abprodukte mit einem Eiso^ilD-Sulfatgehalt oder Ammoniumeisen(ll)-Sulfat von 90% und einem Schwefelsäureanteil von 0,5 bis 5 Ma.-% verwendet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß Filteraschen, Gesteinsmehle, mineralische Schmelzrückstände den Teilmaterialstrom bilden.
DD30709687A 1987-09-21 1987-09-21 Verfahren zur Herstellung eines zementgemisches DD275998A3 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1440954A1 (de) * 2003-01-25 2004-07-28 Ferro Duo GmbH Chromatreduziertes hydraulisches Bindemittel

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