DD276207A3 - Verfahren zum herstellen von mit erde ueberschuetteten gewoelben - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von mit Erde ueberschuetteten Gewoelbe aus Fertigteilen ohne Lehren oder Lehrgerueste, wie sie hauptsaechlich beim Bau von Tunneln, unterirdischen Raeumen, Unterfuehrungen von Verkehrswegen sowie Durchlaessen angewendet werden. Das Verfahren ist gekennzeichnet durch das Einbringen relativ duenner flaechen- oder streifenfoermiger Verankerungselemente in die im Wechsel mit der Montage der Gewoelbeelemente ausgefuehrte Erdauffuellung. Diese Veraenderungselemente sind mit den Gewoelbeelementen fest verbunden, wodurch die Standsicherheit des Gewoelbes bis zu dessen Fertigstellung gewaehrleistet ist, so dass Lehren oder Lehrgerueste entfallen koennen. Weil die Verankerungselemente nur fuer den relativ kurzen Zeitraum der Baudurchfuehrung erforderlich sind, koennen zu ihrer Herstellung auch wenig bestaendige Materialien verwendet werden.
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfal·. —\."n Herstellen von mit Erde überschütteten Gewölben aus Fertigteilen ohne Lehren oder Lehrgerüsten, wie sie hauptsächlich ueim Bau von Tunnoln, unterirdischen Räumen, Unterführungen von Verkehrswegen sowie Durchlässen angewendet werden.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Das Gewölbe war viele Jahrhunderte die einzige langlebige Baukonstruktion, mit der größere Stüttweiten überbrückt werden konnten. Erst mit der Einführung des Stahles, des Stahlbetons und später des Spannbetons bestand die Möglichkeit zur Ausführung leichterer biegebeanspruchter Konstruktionen mit vergleichbarer Ί ragfähigkeit. Mit dem Aufkommen die 3er Baustoffe wurde der Anwendungsbereich für die Gewölbe zunehmend eingeengt und bleibt heute im wesentlichen auf solche extrem belasteten Bauwerke wie Tunnel, unterirdische Räume und Unterführungen von Verkehrswegen beschränkt. Nur in diesen Fällen kann der hohe Aufwand, der notwendig wird, um einzelne Segmente oder sogar das ganze Gewölbe bis zur Fertigstellung abzustützen, durch die vergleichsweise geringen Materialkosten ausgeglichen werden.
Die Errichtung eines Gewölbes aus Fertigteilen ist wegen der erforderlichen Lehren oder Lehrgerüste im Vergleich zur Montage von Balken oder plattenförmigen Tragwerken in der Regel aufwendiger, wobei die während der Bauzeit oft nur mit Einschränkungen oder gar nicht mögliche Nutzung des zu überbrückenden Raumes sich zusätzlich negativ auswirkt. Technische Lösungen, die eine Montage von Gewölben aus mehr als zwei Elementen in einem Querschnitt ohne Lehren oder Lehrgerüste ermöglichen, sind nicht bekannt.
Ziel der Erfindung
Durch die Anwendung der Erfindung läßt sich die Montago von erdüberschütteten Gewölben aus vorgefertigten Elementen wesentlich vereinfachen, weil dio relativ komplizierten und zeitaufwendigen Arbeiten zur Errichtung eines Lehrgerüstes entfallen. Damit verringert sich auch der Anteil d· r einzusetzenden hochwertigen Baustoffe insgesamt, denn anstelle von Rüstmaterialien können Streifen oder Bahnen aus zugfesten Materialien (beispielsweise technische Textilien) verwendet werden, wobei nur geringe Anforderungen an deren Dauerbeständigkeit zu stellen sind.
Von hervorzuhebender Bedeutung ist die mit der Anwendung der Erfindung mögliche Nutzung des zu überbrückenden Raumes während der Bauzeit. Besonders bei Bauwerken über hochbelasteten Verkehrswegen lassen sich durch die Reduzierung bzw. den Wegfall von Sperrzeiten erhebliche Einsparungen erzielen.
Schließlich werden damit dem Gewölbe als einer schon vom Baustoffeinsatz her wirtschaftlichen Konstruktion wieder mohr Anwendungsmöglichkeiton eröffnet.
Darlegung de* Wesen* der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, mit dessen Hilfe erdüborschültete Gewölbe aus vorgefertigten Elementen auf einfache Weise und ohne Lehren oder Lehrgerüste errichtet werden können. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch Verankerung der Gewölbeelemente in der gleichzeitig mit dem Gewölbe herzustellenden Erdauffüll'jng gelöst. Dazu sind streifenförmig oder flächenhafte Verankerungselemente mit den Gewölbeelementen zu verbinden und so in der Auffüllung anzuordnen, daß die Standsicherheit des noch nicht fertiggestellten Gewölbes gewährleistet ist.
Die Verankerungselemente werden durch rauhe, gegebenenfalls zusätzlich profilierte oder gelochte Materialien gebildet und im allgemeinen in horizontalen Lagen, voneinander durch im Verhältnis dazu wesentlich stärkere Erdschichten getrennt, angeordnet. Erfindungsgemäß haben die Verankerungselemente neben der notwendigen Festigkeit auch eine ausreichende Länge und die insgesamt erforderliche Oberfläche, um die Gewölbeelemente ausschließlich über die Reibung zwischen Verankerungselement und Erdstoff in dem dafür nutzbaren Bereich der Auffüllung zu verankern.
Ausführungsbeispiel
In Fig. 1 ist ein Bauzustand schematisch dargestellt.
Nachdem die Fundamente (4) für das zu errichtende Gewölbe hergestellt worden sind, kann das der Erfindung zugrunde gelegte Verfahren durch wiederholte Ausführung der nachstehend beschriebenen Arbeitsgänge realisiert werden.
Begonnen wird mit dem Versetzen einer Schicht Gewölbeelemente (1), die auf Grund ihrer äußeren Form und falls notwendig durch einfache Befestigungsmittel mit dem Fundament (4), beziehungsweise mit den Elementen der vorher montierten Schicht so verbunden sind, daß sie nicht herabfallen können. Daraufhin ist die zugehörige Lage von Verankerungselementen (2) auf die vorher eingestellte Oberfläche der Erdauffüllung aufzulegen und mit einer Erdschicht (3) abzudecken. Die Dicke der Erdschicht (3) richtet sich nach dem Abstand zur nächsten Lage Verankerungselemente. Beim Einbau der Erdschicht (3) ist darauf zu achten, daß die noch unverankerte Schicht Gewölbcelemente (1) zunächst nicht belastet werden darf.
Erst wenn abschließend die Verbindung zwischen den Gewölbeelementen (1) und den Verankerungselementen (2) hergestellt wordsn ist, kann die Erdschicht (3} bis auf das Gewölbe geführt und der beschriebene Ablauf wieder neu begonnen werden.
Claims (3)
1. Verfahren zum Herstellen von mit Erde überschütteten Gewölben aus Fertigteilelementen durch schrittweises Aneinanderfügen der Fertigteilelemente ohne Verwendung von Lehren oder Lehrgerüsten, gekennzeichnet dadurch, daß zunächst die Fundamente (4) gesetzt und mit einer Erdschicht (3) angefüllt werden, daß dann eine erste Schicht Gewölbeelemente (1) auf die Fundamente (4) gesetzt und eine erste Lage Verankerungselemente (2) auf die Erdschicht (3) aufgelegt werden, daß daraufhin die Verankerungselemente (2) mit einer weiteren Erdschicht (3) teilweise abgedeckt und danach mit den Gewölbeelementen (1) verbunden werden und dann die Erdschicht (3) bis an die Gewölbeelemente (1 laufgefüllt wird und daß nun auf die erste Gewölbeelementeschicht die zweite und danach alle weiteren Gewölbeelementschichten nach diesen Verfahrensschritten gesetzt werden, bis das Gewölbe errichtet ist.
2. Verfahren zum Herstellen von mit Erde überschütteten Gewölben gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst die Verankerungselemente (2) auf die Erdschicht (3) ausgelegt und teilweise eingeschüttet werden, daß daraufhin die Gewölbeelemente (1) gesetzt, danach mit den Verankerungselementen (2) verbunden und somit gegen Absturz gesichert werden.
3. Verfahren zum Herstellen von mit Erde überschütteten Gewölben gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verankerungselemente (2) voneinander durch im Verhältnis zu ihrer Dicke wesentlich stärkere Erdschichten (3) getrennt sind und neben der notwendigen Festigkeit auch eine ausreichende Länge sowie die erforderliche Oberfläche haben, um die Gewölbeelemente (1) ausschließlich über die Reibung zwischen Verankerungselemenen (2) und Boden zu verankern.
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1986
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