DD276319A1 - Verfahren zur befestigung einer waermedaemmschicht aus geschlossenzelligen schaumglasplatten an mineralischen aussenflaechen von gebaeuden - Google Patents

Verfahren zur befestigung einer waermedaemmschicht aus geschlossenzelligen schaumglasplatten an mineralischen aussenflaechen von gebaeuden Download PDF

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DD276319A1
DD276319A1 DD32079188A DD32079188A DD276319A1 DD 276319 A1 DD276319 A1 DD 276319A1 DD 32079188 A DD32079188 A DD 32079188A DD 32079188 A DD32079188 A DD 32079188A DD 276319 A1 DD276319 A1 DD 276319A1
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foam glass
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buildings
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DD32079188A
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Guenter Hurtig
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Produktionsgenossenschaft Des
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Befestigung einer Waermedaemmschicht aus geschlossenzelligen Schaumglasplatten an mineralischen Aussenflaechen von Gebaeuden und findet Anwendung auf dem Gebiet des Bauwesens bei der Verbesserung der Waermedaemmung bestehender oder neu zu errichtender Bauwerke. Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, die Maengel der organischen Kleber und Haftbinder bei der Befestigung von Schaumglas aufzuheben und eine dauerhafte Verbindung zwischen Schaumglasplatte und mineralischem Untergrund, die sowohl Witterungs- als auch mechanischen Einfluessen widersteht, zu schaffen. Erfindungsgemaess wird diese Aufgabe dadurch geloest, dass ein silikatisches kittartiges Bindemittel verwendet wird und ein Glasfiberstab eine zusaetzliche Verankerung zwischen der Schaumglasplatte und dem Untergrund gewaehrleistet. Fig. 1

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Befestigung einer Wärmedämmschicht aus geschlossenzelligon Schaumgiasplatten an mineralischen Außenflächen von Gebäuden und findet Anwendung auf dem Gebiet des Bauwesens bei der Verbesserung der Wärmedämmung bestehender oder neu zu errichtender Bauwerke mit Auüeniläciioii aus Klinker· oder Ziegelmauerwerk, Putz, Beton, Aibest-Zementplatton oder anderen mineralischen, siliziumdioxidhaltigen Materialien mittels einer Vorsatzschicht aus geschlossenzelligon Schaumglasplatten (Coriglas oder Foamglas).
Charakteristik dec bekannten Standes der Technik In der DD-PS 65020 wird ein Verfahren zur Erhöhung der Wärmedämmung und zum Feuchtigkeitsschutz von zu verkleidenden Flächen, insbesondere Gebäudeflächen, beschrieben. Dabei werden untor anderem Platten aus Schaumglas durch ein- oder mehrmaliges Tauchen in Einlaßgrund allseitig versiegelt,
mit Oberflächenstruktur beschichtet und zwecks Schaffung eines Diffusionshohlraumes zwischen diesen Platten aus
Schaumglas und der zu verkleidenden Fläche auf ihrer Rückseite mittels streifenweise aufgetragenem Plastkitt, im Stoß mit Quetschfuge oder überlappt an den zu verkleidenden Flächen aufgeklebt bzw. -gedrückt. Die unterschiedlichen Ausdehungskoeffizienten des Schaumglases, des Plastkitts und des Untergrundes fanden jedoch bei dieser Lösung ungenügend Berücksichtigung, so daß zum einen infolge der Aushärtung des Bindemittels die Oberfläche der Schaumglasplatten ausreißt
und die Platten freigegeben werden, und zum anderen der Haftbinder durch die an den Grenzflächen zur Schaumglasplatte auftretende Wärme aussprödet, schwindet und übernormal härtet und damit ebenfalls die Oberfläche der Schaumglasplatte ausreißt, so daß die sichere Bofostigung der Dämmschicht nicht mehr gewährleistet werden kann.
Da diese Lösung Ende der sechziger und Anfang der siebziger Jahre dennoch realisiert wurde und bald erhebliche Bauschäden
auftraten, weil die Dämmschicht sich nach und nach von der Baukonstruktion löste, wurde auf die Herstellung von
Wärmedämmschichten an Außenflächen von Gebäuden mit Schaumglas verzichtet und die hervorragenden Eigenschaften
dioses Materials zur Wärmedämmung und Oberflächenbehandlung von Bauten wurden nicht mehr benutzt.
Dabei ist ebenso bekannt, daß Wacserglaskitt zum Kleben von Glas nuf Glas, also silikatischen Stoffen, geeignet ist, daß Silikatbindemittel und Spachtelputz existieren, die für alle mineralischen Untergründe geeignet sind, an deren Oberfläche das Silikat-Bindemittel zugunsten einer sehr guten Haftfestigkeit dor Beschichtungon verkieseln kann. Ungeachtet dessen wird jedoch in Fachkreisen in bezug auf die Befestigung von Wärmedämmschichten aus Schaumglasplatten
an Gobäudeaußenflächen die Verwendung des ungeeignc'en Plastkitts bzw. Plastklebors empfohlen, was auch durch die entsprechende Fachliteratur belegt wird (Backe, Werkstoffkunde für die Bauindustrie, Verlag für Bauwesen, Berlin 1977, S.312;
Eichler, Praktische Bauphysik, Band 3-Wärmedämmstoffe, Verlag für Bauwesen, Berlin 1971, S. 67). Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die bauphysikalische Verbesserung der Außenwände von Gebäuden bei Senkung der Aufwendungen durch den Einsatz kostengünstiger Materialien und durch Minimierung der Wartungs- und Instandhaltungsarboiten.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Mängel der organischen Kleber und Haftbinder aufzuheben und eine dauerhafte Verbindung zwischen Schaumglasplatte und mineralischem Untergrund, die dem Wärmestau εη der Glasoberfläche sowie mechanischer· Einflüssen widersteht, zu schaffen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß *\ir Befestigung einer Wärmedämmschicht aus geschlossenzelligen Schaumglasplatten an mineralischen Außenflächen von Gebäuden, wobei ein kittartiges Bindemittel streifenartig vertikal, dazwischenliegende Diffusionshohlräume bildend, auf die Rückseite der Schaumglasplatten aufgetragen und mit diesen an die zu verkleidende Fläche gedruckt oder gepreßt und dabei im Stoß Quetschungen ausgebildet werden, ein an sich bekannter silikatischer Ausgleichputz, bestehend aus silikatischem Bindemittel und Spachtelputz im Mischungsverhältnis von 1:3 als kittartiges Bindemittel verwendet wird, welches sowohl mit dem Schaumglas als auch mit der siliziumdioxidhaltigen Oberfläche der zu verkleidenden Außenfläche des Gebäudes eine verkieselnde Verbindung eingeht.
Des weiteren werden zur Verbesserung des Widerstandes yegen mechanische Einflüsse vor dein Auftragen des kittartigen Bindemittels in den entsprechenden Bereichen der zu verkleidenden Außenwand Bohrungen 30-40 mm tief schräg nach unten gebohrt und anschließend Glasfiberstäbe von etwa 60mm Länge und etwa 6mm Durchmesser in diese Bohrungen eingesteckt und danach das kittartige Bindemittel sowohl in senkrochten Streifen als auch im Bereich der einzudrückenden Halterung auf der Rückseite der jeweils zu befestigenden Schaumglasplatte aufgetragen, diese auf den Glasfiberstab gedrückt und wie weiter oben beschrieben an die Außenv^nd gepreßt.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. Hierbei zeigen:
Fig. 1: einen Vertikalschnitt durch die verkleidete Gebäudeaußenwand Fig. 2: den Schnitt A-A durch die verkleidete Gebäudeaußenwand.
Eine Gebäudeaußenwand 1 mit mineralischem, d. h. siliziumdioxidhaltigen Außenputz 2 soll mit einer Wärmedämmschicht aus Schaumglasplatten 3 verkleidet werden. Hierzu worden in die Gebäudeaußenwand 1 in einem Raster, daß dem Abstand von Mitte zu Mitte der Schaumglasplatten 3 in
vertikaler Richtung und horizontal dor Mitte des oberen Drittels dieser Platten entspricht, Bohrungen 40mm tief schräg nach unten in die Gebäudeaußenwand 1 gebohrt.
In diese Bohrungen 6 worden anschließend Glasfiberstäbe 7 von 60mm Länge und 6mm Durchmesser gesteckt. Danach wird auf die Rückseite der zu befestigenden Schaumglasplatte 3 ein kittartiges Bindamittel 4, bestehend aus
silikatischem Bindemittel (Kaliwasserglas) und Spachtelputz (einem Gemenge aus feinkörnig gemahlenem Naturstein und
Silikatpigment weiß) im Mischungsverhältnis von 1:3, streifenartig vertikal sowie auf die obere und untere Stirnseite und im Boreich der einzudrückenden Halterung aufgetragen. Die so vorbereitete Schaumglasplatte 3 wird auf dem Glasfiberstab 6, der dadurch in diese eindringt, gedrüv..'.t und an den Außenputz 2 der Gebäudeaußenwand 1 gepreßt, so daß sich in den Stößon Quetschungen 5 ausbilden und zwischen den
vertikal aufgetragenen Bindemittelstreifen Diffusionshohlräume 8 entstehen. Durch diese Verfahrensweise ist es möglich, einen durchgehend silikatischen Systemaufbau zu erreichen, da das silikatische kittartige Bindemittel sowohl mit dem Schaumglas als auch mit der siliziumdioxidhaltigen Oberfläche der Außenwand eine verkieselnde, dauerhafte, gegen Witterungseinflüsse unempfindliche Vorbindung eingeht.
Zusätzlich wird diese Verbindung gegen mechanische Einflüsse durch die Verankerung auf dem Glasfiberstab 7 gesichert. Durch dio Anwendung dieses orfindungsgomäßen Verfahrens werden folgende Vortoile gegenüber dem bekannten Stand der Technik orreicht:
- Als Wärmedämmung auf die äußere Bauhülle aufgebracht, werden Dämmwerte erreicht, die kein anderer Stoff aufbringt. Die geringe Wärmeleitfähigkeit dos Schaumglases, verbunden mit dor Verrotungsfestigkeit wird von anderen Materialien nicht annähernd erreicht.
- Rohbaufassaden oder von schlechten Putzen befreite Ziegelmauerwerk-Außenflächen können ohne Putzauftrag mit vorbeschichteten oder mit vorbehandeitcn Platten belegt werden, die am Objekt die erforderliche Beschichtung in der Form von Anstrichen, silikatischem Spritz- oder Spachtelput/ erhalten.
- Feriiyloiloigenhoime mit Sandwiches-Platten, die an der Außenfläche Asbet-Zementplatten haben, können durch die Verwendung des silikatischen kittartigen Bindemittels ebenfalls mit einer zusätzlichen Wärmedämmung und mit einem über Jahre haltbaren silikatischen Putz versehen werden.

Claims (2)

1. Verfahren zur Befestigung einer Wärmedämmschicht aus geschlossenzellipem Schaumglasplatten an mineralischen Außenflächen von Gebäuden, bei dem ein kittartiges Bindemittel streifenartig vertikal, dazwischenliegende Diffusionshohlräume bildend, auf die Rückseite der Schaumglasplatten aufgetragen und mit diesen an die zu verklebende Fläche gedrückt oder gepreßt und dabei im Stoß Quetschfugen ausgebildet werden, gekennzeichnet durch die Verwendung eines an sich bekannten silikatischen Ausgleichsputzes, bestehend aus silikatischem Bindemittel und Spachtelputz im Mischungsverhältnis 1:3, als kittartiges Bindemittel (4), welches sowohl mit dem Schaumglas (3) als auch mit der siliziumdioxidhaltigen Oberfläche der zu verkleidenden Außenfläche des Gebäudes eine verkieselnde Verbindung eingeht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Auftragen des kittartigen Bindemittels (4) in den entsprechenden Bereich der zu verkleidenden Außenwand (1) Bohrungen (6) etwa 30-40 mm tief schräg nach unten in die Außenwand (1) gebohrt und anschließend Glasfiberstäbe (7) von etwa 60mm Länge und etwa 6mm Durchmesser in diese Bohrungen (6) eingesteckt werden und danach das kittartige Bindemittel (4) sowohl in senkrechten Streifen als auch im Bereich der einzudrückenden Halterung auf der Rückseite der jeweils zu befestigenden Schaumglasplatte (3) aufgetragen, diese mit ihrem oberen Bereich auf den Glasfiberstab (7) gedrückt und vollflächig an die Außenwand (1) gepreßt wird.
DD32079188A 1988-10-17 1988-10-17 Verfahren zur befestigung einer waermedaemmschicht aus geschlossenzelligen schaumglasplatten an mineralischen aussenflaechen von gebaeuden DD276319A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE29706681U1 (de) * 1997-04-15 1997-05-22 Deutsche Pittsburgh Corning GmbH, 68219 Mannheim Außenwandaufbau

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE29706681U1 (de) * 1997-04-15 1997-05-22 Deutsche Pittsburgh Corning GmbH, 68219 Mannheim Außenwandaufbau

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