DD276422A1 - Verfahren zum extrudieren von kleie - Google Patents

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DD276422A1
DD276422A1 DD88321113A DD32111388A DD276422A1 DD 276422 A1 DD276422 A1 DD 276422A1 DD 88321113 A DD88321113 A DD 88321113A DD 32111388 A DD32111388 A DD 32111388A DD 276422 A1 DD276422 A1 DD 276422A1
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DD
German Democratic Republic
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bran
extruding
extrudate
fiber
preparation
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Application number
DD88321113A
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English (en)
Inventor
Thomas John
Claus Zimmer
Horst-Dieter Tscheuschner
Original Assignee
Univ Dresden Tech
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Extrudieren von Kleie, vorzugsweise zur Verwendung des Extrudats als ballaststoffreiches, diaetetisches Lebensmittel. Die erfindungsgemaesse Aufgabe wird dadurch geloest, dass nahezu 100% Kleie, vorzugsweise Weizenspeisekleie, mit einer Feuchte von 13-22% bei Temperaturen um 100C, vorzugsweise mittels eines Einschnecken-Kurzkopfextruders, extrudiert wird. Entgegen bisheriger Auffassung wurde gefunden, dass sich die Kleie unter den angegebenen Bedingungen, von Gewuerzen abgesehen, ohne Zusaetze extrudieren laesst. Es ist dadurch moeglich, den Ballaststoffgehalt der Kleie maximal auszunutzen. Das Extrudat ist direkt essbar. Vorzugsweise koennte es bei der Zubereitung von Rohkost- oder Obstsalaten sowie zu Joghurt- und Quarkspeisen verwendet werden. Es kann aber auch anderweitig, beispielweise zur Herstellung von Brotteigen, in denen es sich gut aufloest, eingesetzt werden.

Description

Charakteristik des bekannten Stande· der Technik Es sind Verfahren zur Herstellung ballaststoffreicher, diätetischer Lebensmittel unter Verwendung von Kleie bekannt. Nach DD-WP 138936 wird hochgereinigte, dekontaminiorte Schalenkleie eingemaischt, mittels Dampf erhitzt und anschießend
schnell getrocknet. Es entsteht ein ballaitstoff reiches Lebensmittel mit malzartigem Geschmack. Nachteile das Verfahrens sind:
Der hohe Energiebedarf (das Wasser zum Einmaischen muß wieder entfernt werden), dta verschiedenen Arbeitsstufen mit dem
entsprechenden Raum- und Arbeitskräftebedarf und die erhöhten hygienischen Anforderungen durch den hohon
Wassergehalt. Es sind auch bereits Verfahren zum Extrudieren von Kleie bekannt, mit denen der o.g. Aufwand wsilgehend vermieden werden
kann. Bisher wird jedoch davon ausgegangen, daß sich Kleie nur bei Anwesenheit von Zusetzen extrudieren läßt.
Nach DE-PS 2845571 sind 20 bis 90% eines plastifizierbaren Proteins {Milohprotoin, Protein auf der Basis von Casein) zuzusetzen
und vorzugsweise bei 120 bis 190cC zu extrudieren. Bei den niedrigeren Temperaturen ist der Protein:usatz an der oberen Grenze zu v/ählen. Dem Protein wird gegebenenfalls vorher oder mit de.ii Ballaststoff vermischt Wasser zugesetzt.
Nach DE-OS 2837 294 werden Gluten und Mehl, nach EK-PS 0211732 werden Weizen und Reismehl und nach WO 86/06938 wird
neben Mehl Flüssigzucker zugesetzt.
Durch diese bis in die Größenordnung von 50% und mehr gehenden, und zum Extrudieren für erforderlich gehaltenen Zusätze
wird der Ballaststoffgehalt begrenzt. Außerdem steigen die Materirlkosten.
Ziel der Erfindung Ziel der Erfindung ist die effektive und kostengünstige Herstellung ballaststoffreicher, diätetischer Lebensmittel. Darlegung des Wesens der Erfindung Aufgabe der Erfindung ist os, Kieie ohne wesentliche Zusätze zu extrudieren. Erfindungsgemfiß wird diese Aufgebe dadurch gelöst, daß nahezu 100% Kleie, vorzugsweise Weizenspeisekleie, mit einer Feuchte von 13-22% bei Temperaturen um 100°C, vorzugsweise mit'els eines Einsclinecken-Kurzkopfextruders, extrudinrt Entgegen bisheriger Auffassung wurde gefunden, daß sich die Kleie unter den angegebenen Bedingungen, von Gewürzen
abgesehen, ohne Zusätze extrudieren läßt. Es ist dadurch möglich, den Ballaststoffgehalt der Kieie maximal auszunutzen. D.is
Exiruuat lot direkt eßbar. Vorzugsweise könnte es bei der Zubereitung von Rohkost- oder Obstsalaten sowie zu Joghurt- und Quarkspolsen verwendet werden. Es k«.nn aber auch anderweitig, beispielsweise zui Herstellung von Brotteigen, in denen es sich
gut auflöst, eingesetzt werden.
Ausführungsbeispiele Beispiel 1:
Eine Mischung von 07,76Ma.-% Weizenspeisekleie, 1,3Ma.-% Guarmehl, 0,9Ma.-% Salz und n,04Ma.-% konzentrierter Milchftiure mit einer Feuchte von 18% wird in einem Einschnecken-Kurzkopfaxtruder bei einer Femporaiur von 100'C, gemessen an der am Exlruderkopf konstruktiv dafür vorgesehenen Steile, extrudiert.. Das Extrudat weist nach einer kurzen Abkühlzeit eine Feuchte von 4% aus.
Beispiel 2:
Eine Mischung von 98Ma.-% Weizenspeisekleie, 1 Ma.-% Guarmehl und 1 Ma.-% Salz und einer Feuchte von 20% wird in einem Einschnecken-K'jr-kopfoxtruder bei einer Temperatur von 950C, gemessen an der am Exiruderkopf konstruktiv dafür Vorgesehenen Stollo, extrudiert. Das Extrudat weist nach kurzer Abkühlzeit eine Feuchte von 6% aus. Bei beiden Beispielen ist das Extrudat mit einem Granulat zylindrischer Form vergleichbar. Der Durchmesser betrug etwa 2 mm. Die LJfnge konnte durch Variation der Messerdrehzahl von 2 auf 6mm und länger eingestellt worden.

Claims (3)

1. Verfahren zum Extrudieren von Kleie mit einer Feuchte von 13-22%, gekennzeichnet dadurch, daß nahezu 100% Kleie bei Temperaturen um 100°Cextrudiertwird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Kleie mittels einer Kurzkopfschnecke extrudiertwird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß Weizenspeisekleie extrudiert wird.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Extrudieren von Kleie, vorzugsweise zur Verwendung des Extrudats als ballaststoffreiches, diätetisches Lebensmittel.
DD88321113A 1988-10-27 1988-10-27 Verfahren zum extrudieren von kleie DD276422A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102008063613A1 (de) * 2008-12-18 2010-07-01 British American Tobacco (Germany) Gmbh Form- und Größengebung bei cellulosehaltigen Pflanzenmaterialien

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102008063613A1 (de) * 2008-12-18 2010-07-01 British American Tobacco (Germany) Gmbh Form- und Größengebung bei cellulosehaltigen Pflanzenmaterialien

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