DD276627A1 - Mundschutzgeraet fuer kontaktsportarten, insbesondere fuer boxsportler - Google Patents

Mundschutzgeraet fuer kontaktsportarten, insbesondere fuer boxsportler Download PDF

Info

Publication number
DD276627A1
DD276627A1 DD32140688A DD32140688A DD276627A1 DD 276627 A1 DD276627 A1 DD 276627A1 DD 32140688 A DD32140688 A DD 32140688A DD 32140688 A DD32140688 A DD 32140688A DD 276627 A1 DD276627 A1 DD 276627A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
lower jaw
mouthguard
jaw
shaped profile
contact sports
Prior art date
Application number
DD32140688A
Other languages
English (en)
Inventor
Helmut Klinghammer
Andreas Vogel
Original Assignee
Univ Leipzig
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Univ Leipzig filed Critical Univ Leipzig
Priority to DD32140688A priority Critical patent/DD276627A1/de
Publication of DD276627A1 publication Critical patent/DD276627A1/de

Links

Landscapes

  • Orthopedics, Nursing, And Contraception (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Mundschutzgeraet fuer Kontaktsportarten, insbesondere fuer Boxsportler. Das Geraet erlaubt eine sichere Fixation des Unterkiefers gegenueber dem Oberkiefer, wobei im interokklusalen Bereich eine optimale Basis zur Uebertragung von Schlagkraeften erreicht wird. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass ein aus einem thermoplastisches Material bestehender Koerper zum Einsatz kommt. Dieser hat auf der dem Oberkiefer zugewandten Seite zur Aufnahme und Retention des Zahnbogens und eines Teiles des Alveolarkammes ein U-foermiges Profil und auf der dem Unterkiefer zugewandten Seite eine muldenfoermig ausgebildete Flaeche. Dazwischen verbleibt eine Pufferzone, in der die Okklusionsflaechen des Ober- und Unterkiefers eingepraegt sind. Das Vestibulum ist ausgefuellt. Figur

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Mundschutzgerät für Kontaktsportarien, insbesondere für Boxsportler, das aus einem parabelförmigen Körper besteht, dessen Abmessungen im Bogenmaß den Relationen des Kiefors entsprechen. Das Gerät erlaubt durch seine Konstruktion eine sichere Fixation des Unterkiefers gegenüber dem Oberkiefer, wobei im interokklusalen Bereich eine optimale Basis zur Übertragung von Schlagkräfter, erreicht wird.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
An Mundschutzgeräte für Kontaktsportaiten werden sehr hohe Anf jrderungen gestellt. Es ist erforderlich, beide Kiefer gewissermaßen zu einem Block zu ^reinigen, damit eine optimal«1 Ableitung von Schlagwirkungen auf das gesamte Schädelskeleit unter besonderer Beachtung des interokklusalen Gebietes hinsichtlich effektiver Kontaktflächen erreicht wird. Weiterhin kommt es darauf an, eine optimale Gestaltung der den Mundvorhof des Oberkiefers ausfüllenden, unterpolsternden Anteile zu den Lippen und Wangenweichleilen zu erreichen, um einen genügenden Schlagschutz zu gewährleisten. Schließlich muß eine sichere Fixation des Gerätes am Oberkiefer erfolgen; durch effektivd Retention an den Oberkieferzähnen wird gleichzeitig der Schutz vor Luxationen und Frakturen derjenigen erreicht. E;ne ausreichende Mundatmung ist zu gewährleisten. Diesen Erfordernissen kommen am besten individuell gefertigte Mundsch Jtzgeräto entgegen, die durch an sich bekannte zahntechnische Verfahren hergestellt werden. Der allgemeinen Verwor jung derartiger Mundschutzgeräte steht jedoch der hohe Fertigungsaufwand entgegen.
Bekannte Mundschutzgeräte bestehen überwiegend aus elastischen Materialien, wobei in doi Fertigung des Mundschutzgerätes sowie der Anpassung an den Sportler unterschiedliche Wege Geschritten werden. In der Regel kommen vorgefertigte Mundschutzgeräte zum Einsatz, dio als U-Prof il ausgebildet sind. Um den Mundschutz an den Oberkiefer anzupassen, wird in das U-Profil ein kaltpolymerisierendes Silikon oder ein vergleichbares Material aufgetragen, in das dann der Sportler vor der Aushärtung sein eigenes Oberkicferrelief einbeißt. Ein derartiges Mundschutzgerät bietet dem Sportler nur einen begrenzten Schutz Die Ursachen bestehen darin, daß die Partien im Bereich des Vestibulum oft unzureichenden Schutz finden, weil die Ausdehnungen der Flächen zu gering gehalten sind. Die damit im vestibulären Bereich entstehenden Kanten werden sogar noch zu potentiellen Hrädiloktionsstellen für Weichteilverletzungen durch entsprechende Schalgeinwirkungen. Außerdem ist der Unterkiefer nicht sicher fixierbar, weil das Trägermaterial keine Möglichkeiten für einen genügenden Einbiß aufweist. Andere Mundschutzgeräte basieren auf dor Basis von heißvernetzbaren Silikonprodukten. In die knetbare, formlos in den Mund einzubringende Substanz wird durch Einbeißen beider Zahnreihon das Gerät individuell geformt. Nach einer sich notwendigerweise anschließenden mehrstündigen Heißluftpolymerisation ist das Mundschutzgerät oinsetzbar. Mundschutzgeräte auf dieser Basis sind mit dem Nachteil einer sehr aufwendigen Herstellung behaftet und dabei an spezielle technologische Voraussetzungen gebunden.
Aus der DE 2052340 ist oin dio oboren und untoron Zähno mittels Tröge umschließendor Dentalapparat bokanm, wobei die Trögo im hinteren Teil mit oinom Mittolabschnitt vorbunden sind. Durch die Fadorwirkung des Mittelabschnittes wird außerdem oin oinwandfrüior Sitz dos Dontnlapparatos gowälirloistot. Auch diosor Mundschutz sichort noch koino ausreichende Fixierung des Untorkiofors gegenübor dom Gborkiofor. Dor dünne, olastischo Mittelabschnitt kann kurzzoitig wirkendo Kräfto nur toilwoiso komponsiuron, so daß os zu einer Verschiebung der Trögo .tuoinandor kommon kann. Die innoro Form dor Trögo, dio dor Oklusionsflächo dor Zähno nicht angopaßt ist, bewirkt, daß dio Zähno boi Schlagern sohr ungleichmäßig bolsstot wordon udn so dio oinwirkondon Kräfto nicht vorteilhaft abgobaut wordon. Hin woitoror Nachtoil ist, daß dio Größo der durch den Mittelabschnitt auf dio Trögo ausgeübten Fodorkraft nur bogronzt ist. Boi goöffnotom Mund könnon auf (ton Dontalapparat Kräfto oinwirkon, dio dio Fodurkraft üborstoigon und so obonfalls zu oinor Vorschiobuftg dos Dontalapparntos führen.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung ist ein in großen Stückzahlen vorfertigbares Mundschutzgerät, das bedingt durch konstruktive Merkmale in Verbindung mit dem eingesetzten Material und der Art und Weise der Anpassung an den Sportler in seinem Gebrauchswert eine hohe Annäherung an individuell gefertigte Mundschutzgeräta erreicht und damit einen hohen und optimalen Schutz gegenüber einwirkenden Schlagkräften für den Träger bietet.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Erfindung hat die Aufgabe, ein Mundschutzgerät für Kontaktsportarten, insbesondere für Boxsportler, zu schaffen, das den Unterkiefer gegenüber dem Oberkiefer über die okklusalen Flächen siehe, fixiert und somit bei Schlageinwirkung eine Kraftverteilung auf das gesamte Schädelskelett bewirkt. Es soll durch die materialbedingte Möglichkeit des selbständigen Einbeißens beider Zahnreihen optimale Gegebenheiten für die Abstützung, gemessen an den Anforderungen für derartige Geräte, bieten.
Die Aufgabe wird unter Verwendung eines parabelförmigen Körpers gelöst, dessen Bogenmaße den Kieferrelatior.en angepaßt sind. Erfindungsgemäß besteht dieser Körper aus einem thermoplastischer Material, vorzugsweise „MIRAVITHEN", das spritztechnisch verarbeitbar ist. Zur Aufnahme und Retention des Zahnbogens und eines Teiles des Alveolarkammos weist der Körper auf der dem Oberkiefer zugewandten Seite ein U-förmiges Profil auf. Die dem Unterkiefer zugewandte Seite besteht aus einer muldenförmig ausgebildeten Fläche. Zwischen dem Boden des U-förmigen Profils und der muldenförmig ausgebildeten Fläche vorbleibt eine Pufferzone, in der die Okklusionsflächen des Ober- und Unterkiefers eingeprägt sind. Die in das Vestibulum reichende Fläche des U-förmigen Profils füllt dieses aus.
Die Vorteile des Mundschutzgerätes begründen sich darin, daß die Einbeziehung und Betrachtung aller medizinischwissenschaftlichen und büxsportlichen Erkenntnisse möglich ist. Daraus resultiert ein sehr hoher Gobrauclib.vert bei einfachster Handhabung. Neben der sicheren Fixation an den 0 jerkiofer ist es vor allem die Möglichkeit, beide Kiefer blockartig zueinander zu fixieren, und zwar in einer für den Sportler physi jlogisch richtigen Lage. Daneben ist auch unter zahnärtzlicher Assistenz die Einstellung einer anderen gewünschten Unterkief irposition möglich. Die zwischen den Zahnreihen verbleibende Pufferzone sichert somit neben der ausreichenden Fixation auch die optimale Abstützung der Okklusion und wirkt zusätzlich noch im Sinne eines kraftbremsenden Elements. Die Anteile im Mundvorhof bewirken hohen Schutz der Lippenpartien. Dieser in das Vestibulum reichende Anteil kann erforderlichenfalls leicht individuellen Ansprüchen angepaßt weiden. Ein weiterer wesentlicher Vorteil besteht darin, daß das Material unter den Bedingungen der Mundtemperatur eine optimale Elastizität erreicht, so daß nie Schutzwirkung gegenüber Schlageinwirkungen und die angenehmen Trageeigenschaften für den Sportler gleichermaßen zur Wirkung kommen.
Ausführungsbeispiel
Das Mundschutzgerät besteht aus einem parabelförmigen, der Kammlinie der Kiefer entsprechenden K'irper. Der Körper weist ein U-förmiges Profil 1 zur Aufnahme der Zahnreihen und des Alveolarfortsatzes des Oberkiefers auf, wobei die äußeren Wandflächen 2 sowohl hinsichtlich der Ausdehnung als auch dem Neigungswinkel entsprechend der anatomischen Verhältnisse im Vestibulum markiert sind. Die mit den Zahnreihen des Unterkiefers kontaktierende Fläche 3 des Körpers ist hinsichtlich einer sicheren Findung der optimalen Unterkioferlage beim notwendigen Einbeißen (Fixation) leicht muldenförmig gestaltet. Eine entsprechend dicke Mat-arialschicht (Pufferzone) 4 in dieser interokklusalen Ebene ermöglicht den sicheren Einbiß und damit eine genügende Fixation beider Zahnreihen zueinander, wobei der Kontakt der Zähne des Ober- und Unterkiefers vermieden wird. Um diese Forderungen zu erreichen und den vorgeformten Körper an den jeweiligen Sportler anzupassen, besteht der Körper aus einem thermoplastischen Material. Hierfür eignet sich in hervorragender Weise „MIRAVITHEN" der Art D47 XA, dessen Erweichungspunkt gering über der Mundtemperatur liegt. Zur Anpassung enden Träger wird der vorgefertigte Körper im Wasserbad bis zum thermoplastischen Zustand erwärmt, um danach unter Beibehaltung einer höheren Kerntemperatur bis auf eine vom Mundmilieu verträgliche Temperatur abgekühlt zu werden. So in den Mund des Trägers eingesetzt, kann der Träger durch Einbeißen in den Körper sein Zahnprofil markieren. Danach wird der Körper vollständig abgekühlt und ist einsatzbci oit.

Claims (2)

1. Mundschutzgerät für Kontaktsportarten, insbesondere für Boxsportler, bestehend aus einem parabelförmigen Körper, dessen Bogenmaße den Kieferrelationen angepaßt sind, gekennzeichnet dadurch, daß der aus einem thermoplastischen Material bestehende Körper auf der dem Oberkiefer zugewandten Seite zur Aufnahme und Retention des Zahnbogens und eines Teiles des Alveolarkammes ein U-förmiges Profil (1) und auf der dem Unterkiefer zugewandten Seite eine muldenförmig ausgebildete Fläche (3) aufweist, wobei zwischen dem Boden des U-förmigen Profils (1) und der muldenförmig ausgebildeten Fläche (3) eine Pufferzone (4) verbleibt, in der die Okklusionsflächen des Ober- und Unterkiefers eingeprägt sind, und wobei die in das Vestibulum reichende Fläche (2) des U-förmigen Profils (1) dieses ausfüllt.
2. Mundschutzgerät nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Körper aus „MIRAVITHEN" besteht.
DD32140688A 1988-11-03 1988-11-03 Mundschutzgeraet fuer kontaktsportarten, insbesondere fuer boxsportler DD276627A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD32140688A DD276627A1 (de) 1988-11-03 1988-11-03 Mundschutzgeraet fuer kontaktsportarten, insbesondere fuer boxsportler

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD32140688A DD276627A1 (de) 1988-11-03 1988-11-03 Mundschutzgeraet fuer kontaktsportarten, insbesondere fuer boxsportler

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD276627A1 true DD276627A1 (de) 1990-03-07

Family

ID=5603643

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD32140688A DD276627A1 (de) 1988-11-03 1988-11-03 Mundschutzgeraet fuer kontaktsportarten, insbesondere fuer boxsportler

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD276627A1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2349138B1 (de) Verstellbare unterkieferprotrusionsschiene zur behandlung von schnarchen und obstruktiver schlafapnoe
DE3873483T2 (de) Kieferorthopaedisches expansionsgeraet.
EP1838259B1 (de) Stufenlos verstellbare unterkieferprotrusionsschiene zur behandlung von schnarchen und obstruktiver schlafapnoe
DE2320501C3 (de) Vorrichtung zur Verminderung des Schlafatemgeräusches
DE3421928A1 (de) Einsatz fuer kieferorthopaedische zwecke
DE69217876T2 (de) Orthodontische Einrichtung zum Dehnen von Zahnbögen mit eingelegtem Draht
EP1092403B1 (de) Antischnarcheinrichtung
DE102012015839B4 (de) Medizinische Vorrichtung zur Bekämpfung von Übergewicht oder Fettsucht beim Menschen
DE102019216026A1 (de) Zahnschiene und Zahnschienensystem zur funktionellen Leistungssteigerung sowie Herstellungsverfahren dafür
DE60225509T2 (de) Folie zur Herstellung eines Mundschutzes
DE202010004952U1 (de) Zweiteiliger oraler Teleskopverbinder für verstellbare Unterkieferprotrusionsschiene zur Behandlung von Schnarchen und obstruktiver Schlafapnoe
WO2018154110A1 (de) Behandlungsvorrichtung zur intraoralen anwendung und betriebsverfahren einer solchen behandlungsvorrichtung
DE2616413A1 (de) Kiefernorthopaedisches band
DE102004009883B4 (de) Kit zur Behandlung des Kiefergelenks
EP4406521A1 (de) Zahnschiene, set umfassend eine mehrzahl derartiger zahnschienen und verfahren zur herstellung einer dearartigen zahnschiene
DE3232550C1 (de) Satz vorgefertigter Feinregulierungsgeräte zur Zahnregulierung
DE10029875A1 (de) Orofaciale Gebissschiene
DE3915505A1 (de) Mundvorhofplatte
DE3930820C2 (de)
DE3816769A1 (de) Vorrichtung zur herstellung eines zahnschutzeinsatzes zur verhinderung und eindaemmung des zaehneknirschens sowie zur verhinderung der zaehneabschleifung von zaehneknirschern
DE202023000549U1 (de) Sportmundschutz mit funktionellem leistungssteigerndem Effekt
DE10056503C2 (de) Gerät zur Faltenentfernung
DE202009011964U1 (de) Schnarcherschiene mit Ballon
DE69522314T2 (de) Vorrichtung zur orthodontischen Endbehandlung
DE102016001977A1 (de) Stufenlos verstellbare Unterkieferprotrusionsschiene zur Behandlung von Schnarchen und obstruktiver Schlafapnoe