DD276909B3 - Verfahren und anordnung zum kuehlen eines rauchgas-ruecksaug-kanals an einer kohlenstaubfeuerung - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zum Kühlen eines Rauchgas-Rücksaug-Kanals an einer Kohlenstaubfeuerung.
In den Rauchgas-Rücksaug-Kanälen, insbesondere jedoch in den Eintrittsköpfen, treten aufgrund überhöhter Temperaturen der abgesaugten Rauchgase aus dt' Brennkammer Verschlackungen auf. Bei zu geringen Rauchgas-Strömungsgeschwindigkeiten treten auf dem Sattel des Rauchgas-Rücksaug-Kanals Ascheablagerungen auf, die bei überhöhten Temperaturen sintern und ebenfalls zu festen Ablagerungen führen. Zur Vermeidung dieser Nachteile wird die Temperatur des rückgesaugten Rauchgases
gesenkt. Dies führt jedoch zur Verschlechterung des Trocken-Mahl- und Feuerungsprozesses. Weiterhin ist bekannt und wird in den meisten Fällen auch durchgeführt, daß aus dem Heißluftsystem der Kohlenstaubfeuerung Heißluft abgezweigt und in den Kühlkopf und/oder der Doppelwandung und/cder in den Rauchgas-Rücksaug-Kanal eingeleitet wird (DD-PS 96327,983C8, 138813,149565,204 532). Obwohl damit ein Kühleffekt erreichbar ist, so wird jedoch die Heißluft dem Verbrennungsprozeß an den Kohlenstaub-Hauptbrennern entzogen, so daß dadurch eine Verbrennung mit verlängerter Flamme und steigenden Temperaturen oder rückgesaugten Rauchgasen eintritt. Außerdem ist der Kühleffekt in vielen Fällen unzureichend, da die Temperatur der Heißluft zu hoch ist und nur eine geringe Pressung vorliegt. Weiterhin steigt mit der Heißlufteinleitung der O2-Gehalt an rückgesaugtem Rauchgas, εο daß eine unzulässige Vorverbrennung des Kohlenstaubes eintritt bzw. der zulässige OyGehalt nach Mühle überschritten wird. Zur Verbesserung des Kiihleffektes und Vermeidung dieser Nachteile ist es bekannt, mittels Gebläse Rauchgase aus den Nachschaltheizflächen eines Dampfkessels abzusaugen und in das Kühlsystem des Rauchgas-Rücksaug-Kanals einzuleiten. Diese Maßnahme erfordert einen hohen Eigenbedarfsaufwand an Elektroenergie und führt zu zu hohen Rauchgasbelastungen von den Heizflächen bis zur Absaugstelle und damit zu erhöhtem Verschleiß. Die Kühlung des Rauchgas-Rücksaug-Kanals durch Wasser oder Dampf sowie zur Volumenzunahme des abgesaugten Rauchgases und damit des gesamten Dampfkessels.
Ziel der Erfindung ist, eine einfache und effektive Kühlung des Rauchgas-Rücksaug-Kanals zu erreichen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, als Kühlmittel die im Trocken-, Mahl- und Förderprozeß vorhandenen Trägergase für die Kühlung zu nutzen. Dies wird dadurch erreicht, daß erfindungsgemäß nach Mühle ein staubarmer Kohlenstaub-Trägergas-Gemisch-Teilstrom abgezweigt und in das Kühlsystem eingeleitet wird. Dabei wird derTeilstrom in einem Abscheidergefördert, das abgetrennte Trägergas in das Kühlsystem und/oder der abgetrennte Kohlenstaub in das Mühlen-Brenner-System eingeleitet. Der Teilstrom wird durch Druckgewinn nach Mühle, auo einem Kohlenstaubkanal, aus einem Sichter, vor, in oder nach einem Übergangsteil der Mühle abgezweigt. Das abgetrennte Trägergas wird in einen Kühlkopf, doppelwandigen Teil, Kühlring und/oder Rauchgas-Rücksaug-Kanal geleitet. Der abgetrennte Kohlenstaub wird in einen Kohlenstaub-Haupt- oder Teilkanal, Haupt- oder Teilbrenner, Zünd- oder Stützbrenner, Bunker und/oder in einer, im Rauchgas-Rücksaug-Kanal angeordneten Brenner zugeführt.
Zur Realisierung ist nach Mühle eine Förderleitung eingebunden und mit dem Kühlsystem verbunden. Die Förderleitung ist dabei in einem AK"cheider, in einer Kanalerweiterung, nach Mühle, in einem Kohlenstaub-Haupt-oder Teilkanal, in einem Sichter, vor, in oder nach Übergangsteil der Mühle eingebunden. Der Abgaskanal ist dabei in den Kühlkopf und/oder Doppelwandung und/oder Kühlring und/oder Rauchgas-Rücksaug-Kanal und/oder über eine Abgasleitung in die Mühle eingebunden. Der Staubkanal ist dabei in den Kohlenstaub-Haupt- oder Teilkanal, in die Brennkammer, in den Haupt- oder Teilbrenner, Rohrbrenner, Zünd- oder Stützbrenner, in einen im Rauchgas-Rücksaug-Kanal angeordneten Brenner, in den Bunker und/oder in die Mühle eingebunden. Durch den nach Mühle abgezweigten und in das Kühlsystem des Rauchgas-Rücksaug-Kanals eingeleiteten aufzubereitenden Teilstrom werden die Verschlackung der Rauchgas-Rücksaugung wesentlich verringert und die Fahrweise des Mühlen-Brenner-Systems wesentlich verbessert. An einem Ausführungsbeispiel wird die Erfindung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt
Fig. 1: die Seitenansicht des Mühlen-Brenner-Systems mit Einbindung der Förderleitung der Mühle und in das Kühlsystem des Rauchgas-Rücksaug-Kanals über den Abscheider,
Fig. 2: d\a. Vorderansicht (teilweise) der Einbindung der Förderleitung nach Fig. 1, Fig. 3: die Seitenansicht des Mühlen-Brenner-Systems mit direkter Einbindung der Förderleitung in das Kühlsystem, Fig.4: die rückwämga Ansicht der Einbindung nach Fig.3.
Die Brennkammer 1 ist mit dem Hauptbrenner 11 bestückt (Fig. 1 und 2). Die Ventilatormühle 2 mit Schlagrad 26 ist über die Mühlentür 3 und den Rauchgas-Rücksaug-Kanal 4 mit der Brennkammer 1 verbunden. Die Austrittsspirale der Mühle 2 mündet in das Übergangsteil 5, welches mit dem Sichter 6 und Grießrücklauf 7 verbunden ist. Am Ausgang des Sichters 6 ist der Kohlenstaubkanal 8 angeordnet, welcher in die Kohlenstaub-Teilkanäle 9 des Hauptbrenners 11 eingebunden ist. Im Kohlenstaubkanai 8 befindet sich die Klappe 14. Der Hauptbrenner 11 ist über die Heißluftleitung 13 mit dem Heißluftkanal 12 verbunden. Der Schleierluftkanal 15 (ursprünglich in den Kühlkopf 16 eingebunden) ist abgeschottet. An der Seitenwand des Zwischenstückes 5 befindet sich die Kühlgasöffnung 19, an welcher der Kühlgaskanal 18 angeschlossen ist. Der mit der Rauchgas-Rücksaug-Öffnung 2/ in die Brennkammer 1 mündende Rauchgas-Rücksaug-Kanal 4 ist mit dem Kühlkopf 16 über die Kühlöffnungen 17 verbunden. Der Kühlgaskanal 18 mündet in den neben dem Kühlkopf 16 angeordneten Abscheider 20, welcher mit seinem Abgaskanal 21 in den Kühlkopf 16 mündet und dessen unterer Trichter über ein Staubrohr 22 mit der Staubeinfallöffnung 23 in den oberen Brennerfinger 29 mündet.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Bei Inbetriebnahme des Schlagrades 26 werden aus der Brennkammer 1 heiße Rauchgase über den Rauchgas-Rücksaug-Kanal 4 angesaugt, über Mühlentür 3, Mühle 2, Übergangsteil 5, Sichter 6, Kohlenstaubkanal 8, Kohlenstaub-Teilkanäle 9 und Hauptbrenner 11 in die Brennkammer 1 eingeblasen.
Gleichzeitig gelangt mit den heißen Mühlengasen Rohbraunkohle, welche in der Mühle 2 ausgemahlen wird, als Kohlenstaub zum Brenner 11.
Über die Kühlgasöffnung 19 wird Fördergas mit geringstem Staubanteil durch den Kühlgaskanal 18 zum Abscheider gefördert.
Dort wird der Staub abgeschieden und über das Staubrohr 22 und Staubeinfallöffnung 23 in den oberen Brennerfinger 29 geleitet.
Das Abgas gelangt als Kühlgas aus dem Abscheider 20 über den Abgaskanal 21, den Kühlkopf 16 zu den Kühlöffnungen 17 und strömt in den Rauchgas-Rücksaug-Kanal 4 ein, wodurch dieser in diesem Bereich gekühlt wird.
Dies ist dadurch möglich, weil das Kühlgas über die Kühlgasöffnung 19 aus dem Übergangsteil 5 entnommen wird und damit der Druckverlust über den Sichter 6 bei der Kühlgasförderung über den Kühlgaskanal 18 nicht wirksam wird. Dieser Druckgewinn am Übergangsteil 5 gegenüber dem Kohlenstaubkanal 8 wird für den Betrieb des Abscheiders 20 benutzt. Damit ist es möglich, relativ kalte Fördergase mit geringsten Staubanteilen zur Kühlung des Rauchgas-Rücksaug-Kanals 4 zu nutzen.
Die Staubanteile des Ahschoiders 20 gelangen konzentriert in den oberen Brennerfinger 29 und reichern diesen mit Feinslaub und damit mit zündwilligem Gemisch an. Eine Staubkonzentrationserhöhung dieses Brennerfingers 20 bringt eine verbesserte und zeitigere Zündung, welche einen schnelleren Abbrand der Kohlenstaubflamme, insbesondere in diesem oberen Bereich bewirkt. Damit ist gewährleistet, daß iie Kohlenstaubflamme des Hauptbrenners 11, insbesondere am Brennkammerwandbereich oberhalb dioses Brenners im Bereich der Rauchgasrücksaug-Öffnung 27 ausgebrannt und abgekühlt zusätzlich eine Verbesserung des Kühleifektes bringt. Durch die seitliche Absaugung von staubarmem Förderjas aus dem Übergangsteil 5 wird erreich;, daß eine relative Erhöhung des Fördergas-Durchsatzes durch das Mühlensystem entsteht und der Grießrücklauf 7 anteilmäßig von dem in den Kühlgaskanal 18 geförderten Feinstaubanteil entlastet wird, wodurch sich indirekt die Leistung der Mühle erhöht und/oder der Verschleiß sinkt und über die im Kreislauf Kühlgaskanal 18 — Kühlöffnung 17 — Rauchgas-Rücksaugung 4- Mühlentür 3- Mühle 2-Zwischenstück 5- Kühlgaskanal 18gefahrene Kühlgasmenge ein erweiterter Leistungsbereich des Mühlensystems gesteuert fahrbar ist.
So ist z. B. über den Schieber 28 der Kühlgaskanal 18 in seinem Kühlgasdurchsatz von Null bis auf maximale Menge steuerbar und damit auch die Kühlung der Rauchgas-Rücksaugung und die Steuerung der Temperatur der Rauchgas-Rücksauggase vor Mühle und damit die Temperatur der Fördergase nach Mühle bzw. der Leistungsbereich der Ventilatormühle an Rohbraunkohlf -''.'rchsatZ steuerbar.
Dies bringt die Möglichkeit, die in Betrieb befindlich e Mühlenzahl der Brennkammer 1 bei gleicher Gesamtrohbraunkohleleistung bzw. Dampfleistung zu variieren, so daß zumindest z. B. bei einem Dampfkessel mit 6 Ventilatormühlen die Vollast mit 5 und auch mit 4 Mühlen gefahren werden kann, ohne daß dabei die zulässigen Fördorgastemperaturen nach Mühle über- bzw. unterschritten werden. Das System kann auch zur extremen Teillast des Mühlensystems bzw. zum zeitigen Anfahren des Mühlensystems genutzt werden. Für diesen Fall werden über die Klappe 14 die Kohlenstaub-Teilkanäle 9 teilweise abgesperrt, so daß z. B. nur der obere Brennerfinger 29 über den Sichter 6 in Betrieb ist. Damit wird der größte Teil der zugeführten Fördergasstaubmengen über den Sichter nicht abgeführt werden können und über den Grießrücklauf insbesondere die zu mahlenden Kohlen- bzw. Staubmengen umgewälzt und mehrfach ausgemahlen werden.
Das Mühlensystem mit Sichter wird sich mit Staub anreichern und damit auch ein stark angereichertes Fördergasstaubgemisch über den oberen Brennerfinger 29 und über Kühlgaskanal 18, Abscheider 20, Staubrohr 22 zusätzlich zum oberen Brennerfinger 29 gefördert und am Hauptbrenner 11 einblasen.
Damit ist es möglich, unter Zugabe von geringen Rohbraunkohlemengen auf die Mühle diese extrem stark aufzumahlen und mit geringen Fördergasmengen zu einem oder entsprechend der Stellung der Klappe 14 zu mehreren Brennerfingern zu fördern. Bei diesem System tritt die neue Wirkung ein, daß durch die Abschottung eines großen Anteiles des gesamten Kohlenstaubkanalquerschnittes zum Fördern eines vergrößerten Kohlenstaubgernischsnteiles über den oberen Brennerfinger 29 ein extrem hoher Druckverlust entsteht. Damit wird sich im Sichter 6 und im Mühlensystem ein relativer Überdruck aufbauen, der dazu führt, daß weniger Rauchgas über den Rauchgas-Rücksaug-Kanal 4 angesaugt wird, aber auch das Mühlensystem, eventuell auch die Mühlentür 3 im Überdruckbereich arbeitet. Damit wird keine oder nur relativ wenig Falschluft angesaugt. Dies hat zur Folge, daß ein extrem hoher Anteil von Rauchgasrücksauggasen zur Trocknung der Kohle genutzt wird, weil die Falschluftaufwärmung entfällt und damit eine relative Verbesserung des Trocknungseffektes entsteht. Für diesen Betriebsfall wird der Falschluftanteil des Mühlensystems extrem verringert. Durch die hohe Staubkonzentration mit geringem Fördergasanteil am oberen Brennerfinger 29 bei hoher Einblasegeschwindigkeit wird in diesem Bereich eine Zündstabilität des oberen Brennerfingers 29 erreicht, welche auch für relativ kalte Brennkammern ausreicht, um ohne oder mit geringem zusätzlichen Stützeffekt, z. B. mit elektrischen Zündeinrichtungen, als Zünd- oder Stützflamme in relativ kalten Brennkammern genutzt zu werden. Diese Fahrweise wird schrittweise dadurch in ihrer Leistung erhöht, daß die Klappe 14 weiter geöffnet, damit der Fördergasdurchsatz über zusätzlich in Betrieb zu nehmende Brennerfinger erhöht, die Kohlemenge auf das Mühlensystem erhöht und die Brennerleistung durch Zuschalten einzelner Brennerfinger schrittweise angehoben wird. Die Brennkammer 1 weist die Mühle 2 mit der Mühlentür 3 auf (Fig.3 und 4). Die Mühlentür 3 ist mit dem Rauchgas-Rücksaug-Kanal 4 verbunden, welcher über die Rauchgasrücksaugöffnung 27 in die Brennkammer 1 mündet. Die Mühle 2 ist über das Übergangsteil 5 mit dem Sichter 6 und dem Grießrücklauf 7 verbunden. Der Sichter 6 mündet in den Kohlenstaubkanal 8 und dieser über die Teilkanäle 9 in den Hauptbrenner 11. Neben dem Austrittsquerschnitt des Übergangsteils 5 in den Sichter 6 sind seitlich die Kühlgasöffnung 19 und die Feinstauböffnung 25 angeordnet, wodurch der ursprüngliche Austrittsquerschnitt des Übergangsteiis 5 in den Sichter 6 aufgeteilt ist. Die Kühlgasöffnung 19 ist über den Kühlgaskanal 18 in den Kühlkopf 16 eingebunden, welcher über die Kühlöffnungen 17 in die Rauchgasrücksaugöffnung 27 mündet. Die Feinstauböffnung 25 mündet über den Feinstaubkanal 24 in den obersten Brennerfinger 29.
Der Hauptbrenner 11 ist über die Heißluftleitung 13 mit dem Heißluftkanal 12 verbunden. Der Kühlgaskanal 18 ist (wie strichpunktiert dargestellt) auf einem Teilstück über eine Verbreiterung mit dem Staubrohr 22 verbunden, welches über die Staubeinfallöffnung 23 in den oberen Brennerfinger 29 mündet
Die Teilkanäle 9 sind über den Schieber 10 absperrbar
Die Wirkungsweise ist folgende:
Geht die Mühle 2 in Betrieb, wird heißes Rauchgas über den Rauchgas-Rücksaug-Kanal 4 und die Mühlentür zur Mühle gesaugt. Gleichzeitig wird Rohbraunkohle über den Rauchgas-Rücksaug-Kanal 4 auf die Mühle 1 aufgegeben. In der Mühle 1 wird die Rohbraunkohle durch die heißen Rauchgase getrocknet, durch das Schlagrad gemahlen und als Fördergas-Staubgemisch über das Übergangsteil 5 zum Sichter 6, den Kohlenstaubkanal 8 und die Teilkanäle 9 zum Hauptbrenner 11 gefördert und dort in die Brennkammer 1 eingeblasen. Je nach Qualität der Kohle und je nach Strömungsverhältnissen im Sichter, in der Mühlentür und den Ausmahlverhältnissen wird am Austritt der Mühlenspirale in das Übergangsteil 5 ein Fördergasstaubprofil über dessen Querschnitt entstehen, welches an bestimmten Gebieten Staubsträhnen aufweist. An anderen Gebieten, insbesondere im mühlentürseitigen Randbereich, wird staubarmes Fördergasgemisch mit hohen Geschwindigkeiten gefördert. Durch die in diesem Bereich angeordnete Kühlgasöffnung 19 und die Feinstauböffnung 25 wird relativ staubarmes bzw. nur mit Feinstaub durchsetztes Fördergas in den Kühlgaskanal 18 und den Feinstaubkanal 24 gefördert. Dabei wird in den Kühlgaskanal 18 durch die Anordnung der Kühlgasöffnung 19 vorwiegend Fördergas ohne Kohlenstaub gefördert, während über den Feinstaubkanal 25 relativ feinstaubreiches Fördergas zum oberen Brennerfinger gefördert wird. Das Kühlgas über den Kühlgaskanal 18 gelangt über den Kühlkopf 16 und die Kühlöffnungen 17 in den Rauchgas-Rücksaug-Kanal 4 und kühlt dort die angesaugten heißen Rauchgase. Durch die (strichpunktiert gezeichnete) Erweiterung 30 des Kühlgaskanals 18 und dessen Schräglage wird ein
Absetzen von noch vorhandenem Staub auf dem schrägen Kanalboden erfolgen, was dazu führt, daß dieser abgeschiedene Staub durch die Schräglage des Kanälbodens nach unten rieselt und über das Staubrohr 22 und die Fein&taubeinfallöffnung 23 ebenfalls in den oberen Brennerfinger 29 gelangt. Damit wird eine relative zusätzliche Anreicherung mit Feinstaub am oberen Brennerfinger 29 erfolgen.
Dadurch wird erreicht, daß bisher nutzlose staubarme kalte Fördergase nicht über den Sichter 6 zum Hauptbrenner 11 gefördert werden, sondern über den Kühlgaskanal 18 und den Kühlkopf 16 zur Kühlung des Rauchgas-Rücksaug-Kanals 4 und damit zur Verschlackungsminderung dort genutzt werden und/oder gleichzeitig eine Regelung der Temperaturen vor Mühle bzw. nach Mühle möglich ist.
Außerdem kann über den feinstaubreichen Feinstaubkanal 24 Foinstaub über den oberen Brennerfinger 29 am Hauptbrenner 11 eingeblasen und dort stabil gezündet werden.
Das System hat den Vorteil, daß der im Sichter 6 entstehende Druckverlust im Kühlgaskanal 18 mit seiner Kühlgasöffnung 19 nicht auftritt und dieser Druckgewinn zur Förderung von kaltem Fördergas bis in Höhe der Rauchgasrücksaugöffnung 27 genutzt werden kann, wodurch es möglich ist, ohne zusätzliche Antriebe Fördergas zur Kühlung des Rauchgas-Rücksaug-Kanals 4 zu verwenden.
Gleichzeitig kan:i über einen separaten Feinstaubkanal 24 ein getrenntes Feinstaub-Fördergas-System über einen Teil des Hauptbrenners 11 realisiert werden, weil dieses System, z. B. getrennt mit einem Brennerfinger, in diesem Falle mit dem oberen Brennerf inger 29, kombiniert ist. Über das Staubrohr 22 wird ebenfalls nur der obere Brennerfinger 29 mit dem Kühlgaskanal 18 und dem Kühlkopf 16 verbunden. Damit ist ein getrenntes Austragssystem aus der Mühle 1 bei geschlossenem Schieber 10 und Absperrung der übrigen Teilkanäle 9 gewährleistet, und das Mühlensystem kann auch mit kompletter Absperrung der restlichen Teilkanäle 9 arbeiten. In diesem Falle wird das gesamte Fördergas über den Kühlgaskanal 18 und den Feinstaubkanal 24 abgefördert, teilweise über den Kühlgaskanal 18 wieder zur Mühle zurück im Kreislauf gefahren. Die Gesamtfördergasmenge wird extrem gedrosselt, wodurch die schon im Beispiel nach Fig. 1 bis 3 beschriebenen Vorteile der verringerten Falschluft .ier besseren Ausmahlung, Trocknung und Staubanreicherung entstehen.
Dieses System hat den Vorteil, daß durch die Aufteilung des Austrittsquerschnitts des Übergangsteils 5 auch für den Kühlgaskanal 18 und den Feinstaubkanal 24 die Austrittsenergie und die Austrittsgeschwindigkeit der Fördergase aus der Mühle 1 voll zur Förderung in diese beiden Kanäle genutzt werden.
Weiterhin ist es möglich, daß der Kühlkopf 16 in den um den Rauchgas-Rücksaug-Kanal 4 anggeordneten Ringkanal 43 (strichpunktiert dargestellt- Fig.3 und 4) mündet, so daß das Kühlgas (aus dem Abscheider 20- Fig. 1) über den Kühlkopf 16 und den Ringkanal 43 zurück in die Mühlentür 3 oder in den Rauchgas-Rücksaug-Kanal 4 gesaugt wird.
Es tritt eine allseitige Wandkühlung ein. Das Kühlgas mit seiner niedrigen Temperatur gibt weniger Wärmeverluste an die Umgebung ab, deshalb benötigt die Außenwand des Ringkanals 43 bedeutend geringere Isolierung als die Außenwand des Rauchgas-Rücksaug-Kanals 4. Dabei sind wahlweise die Kühlöffnunaen 17 angeordnet, die auch an anderen Orten des Rauchgas-Rücksaug-Kanals 4, z. B. im Bereich des Kohlefallschachtes als Falschluftsperre, vorzusehen sind.
Weiterhin ist das Staubrohr 22 in eine zusätzliche, oberhalb des Hauptbrenners 11 angeordnete Brennkammeröffnung oder in dieser angebrachte Brenner eingebunden, wodurch eine gasreiche oder gasarme, aber feinstaubreiche kurze Flamme erzeugt
Durch die Erfindung treten folgende Vorteile auf:
1. Verschlackung, Reinigung und Stillstände des Rauchgas-Rücksaug-Kanals und der Mühlensysteme werden vermieden.
2. Die Mühlenleistung ist in größeren Grenzen regelbar und auch steigerbar.
3. Der Heißluftanteil am Brenner wird erhöht.
4. Rohrleitungen und Gebläse werden eingespart.
5. Die Zündung, Anfahrmöglichkeiten und Verbrennungen werden verbessert.
6. Es können schlechterer Brennstoff und ein breiteres Brennstoffband verarbeitet werden.
7. Durch die Einsparung der Schleierluft aus dem Schleierluftkanal 15 kann dieser Sekundärluftanteil über die Heißluftleiturig 13 dem Hauptbrenner zusätzlich zugeführt werden, wodurch eine Erhöhung der Relativgeschwindigkeit zwischen Sekundärluft und Fördergasstaubgemisch entsteht und die Rezirkulation am Brenner weiter erhöht wird, was ebenfalls zu einer Verkürzung der Flamme führt und damit ebenfalls eine relative Abkühlung der Rauchgas-Rücksaug-Gase bringt.
8. Es wird Verschlackung der Brennkammerwände und des Rauchgas-Rücksaugkanals vermindert.
9. Es werden Inbetrieb- und Stillstandsreinigungen der Brennkammer eingespart.
10. Die Zündstabilität der Flammen wird erhöht.
11. Anfahrzeiten der Brennkammer werden verkürzt, die Mühlen können zeitiger zugeschaltet und schneller hochgefahren werden.
12. Der Mühlenverschleiß wird gesenkt.
In Betracht gezogene Druckschrift: DD 231108, F 23 K 1/00
Claims (14)
1. Verfahren zum Kühlen eines Rauchgas-Rücksaug-Kanals an einer Kohlenstaub-Ventilatormühlen-Feuerung, wobei ein Kühlmedium in ein Kühlsystem des Rauchgas-Rücksaug-Kanals geleitet wird, gekennzeichnet dadurch, daß nach Mühle ein staubarmer Kohlenstaub-Trägergas-Gemisch-Teilstrom abgezweigt und in das Kühlsystem eingeleitet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß der abgezweigte Teilstrom in einen Abscheider gefördert, das abgetrennte Trägergas in das Kühlsystem eingeleitet und/oder der abgetrennte Kohlenstaub in das Mühlen-Brenner-System eingeleitet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß der Teilstrom durch einen Druckgewinn nach Mühle abgezweigt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet daiurch, daß der Teilstrom aus einem Kohlenstaubkanal, aus dem Sichter, vor, in oder nach einem Übergangsteil der Mühle abgezweigt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 und 3, gekennzeichnet dadurch, daß das abgetrennte Trägergas in einen Kühlkopf, in einen doppelwandigen Teil, in einen Kühlring und/oder in den Rauchgas-Rücksaug-Kanal geleitet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß der abgetrennte Kohlenstaub in einen Kohlenstaub-Haupt- oder Teilkanal, in einen Kohlenstaub-Haupt-oder-Teilbrenner, in einen im Kohlenstaub-Hauptbrenner angeordneten Brenner, in einen Zünd- oder Stützbrenner in einen Bunker und/oder in einen im Rauchgas-Rücksaug-Kanal angeordneten Brenner zurückgeführt wird.
7. Anordnung zum Kühlen eines Rauchgas-Rücksaug-Kanals an einer Kohlenstaub-Ventilatormühlen-Feuerung, wobei der Rauchgas-Rücksaug-Kanal mit einem Kühlsystem verbunden ist, gekennzeichnet dadurch, daß nach Mühle eine Förderleitung eingebunden und mit dem Kühlsystem verbunden ist.
8. Anordnung nach Anspruch 7, gekennzeichnet dadurch, daß die Förderleitung in einen zwischen Rauchgas-Rücksaug-Kanal und Kohlenstaub-Hauptbrenner angeordneten Abscheider eingebunden ist, wobei der Abgaskanal mit dem Kühlsystem und der Auslaufkanal mit dem Mühlen-Brenner-System verbunden ist.
9. Anordnung nach Anspruch 7, gekennzeichnet dadurch, daß die Förderleitung vor der Einbindung in das Kühlsystem mit einer Erweiterung versehen ist, deren Anfang mit einem Kanal verbunden ist.
10. Anordnung nach Anspruch 7 bis 9, gekennzeichnet dauurc!., daß die Förderleitung nach der ohne Drosselsegment betriebenen Mühle eingebunden ist.
11. Anordnung nach Anspruch 8 und 9, gekennzeichnet dadurch, daß die Förderleitung in einen Kohlenstaub-Haupt- oder -Teilkanal, in den Sichter, vor, in oder nach einem Übergangsteil der Mühle eingebunden ist.
12. Anordnung nach Anspruch 8und9, gekennzeichnet dadurch, daß der Abgaskanal inden Kühlkopf und/oder in die Doppelwandung und/oder in den Kühlring und/oder in den Rauchgas-Rücksaug-Kanal und/oder über eine Abgasleitung in die Mühle eingebunden ist.
13. Anordnung nach Anspruch 8 und 9, gekennzeichnet dadurch, daß der Auslaufkanal bzw. der Kanal in den Kohlenstaub-Haupt- oder-Teilkanil, in eine Öffnung der Brennkammer, in den Kohlenstaub-Haupt- oder -Teilbrenner, in einen im Kohhnstaub-Haupt- oder -Teilbrenner angeordneten Rohrbrenner, in einen Zünd- oder Stützbrenner, in einen im Rauchgas-Rücksaug-Kanal angeordneten Brenner, in einen Bunker und/oder in die Mühle eingebunden ist.
14. Anordnung nach Anspruch 7 bis 11, gekennzeichnet dadurch, daß die Förderleitung in den rviit einem Absperrschieber versehenen Teilkanal und mit einem sich verjüngenden Querschnitt in den Abscheider eingebunden ist.
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD32166988A DD276909B3 (de) | 1988-11-11 | 1988-11-11 | Verfahren und anordnung zum kuehlen eines rauchgas-ruecksaug-kanals an einer kohlenstaubfeuerung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD276909A1 DD276909A1 (de) | 1990-03-14 |
| DD276909B3 true DD276909B3 (de) | 1993-04-22 |
Family
ID=5603842
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD32166988A DD276909B3 (de) | 1988-11-11 | 1988-11-11 | Verfahren und anordnung zum kuehlen eines rauchgas-ruecksaug-kanals an einer kohlenstaubfeuerung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD276909B3 (de) |
-
1988
- 1988-11-11 DD DD32166988A patent/DD276909B3/de not_active IP Right Cessation
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DD276909A1 (de) | 1990-03-14 |
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