DD277046A1 - Handbetaetigbare presse - Google Patents

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DD277046A1
DD277046A1 DD32192288A DD32192288A DD277046A1 DD 277046 A1 DD277046 A1 DD 277046A1 DD 32192288 A DD32192288 A DD 32192288A DD 32192288 A DD32192288 A DD 32192288A DD 277046 A1 DD277046 A1 DD 277046A1
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DD
German Democratic Republic
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press
hand
link coupling
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mirror
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DD32192288A
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Inventor
Ulf Brauner
Helmut Kuch
Thomas Schmidt
Gerd Schueler
Helmut Struempfel
Original Assignee
Hochschule F Architektur Bauwe
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  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Abstract

Vorliegende Erfindung betrifft eine handbetaetigbare Presse zur Herstellung von Bausteinen vorzugsweise aus Lehm oder anderen Erdbaustoffen. Die Bodenplatten zweier Pressraeume sind ueber ein vier- oder ein anschliessendes sechsgliedriges Koppelgetriebe mit einem Handrad zwanglaeufig verbunden. Eine geeignete Anordnung und Dimensionierung der Getriebeglieder gewaehrleistet ausreichende Komprimierung des Baustoffes. Nach Beendigung des Pressvorganges werden mit Hilfe eines Aushubgestaenges die fertigen Bausteine in eine fuer die Entnahme guenstige Lage gehoben. Ein nachfolgendes Zurueckdrehen des Handrades bringt die Presse fuer den naechsten Fertigungszyklus in Arbeitsbereitschaft. Fig. 1

Description

Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung kann insbesondere zur Komprimierung von Lehm oder anderen Baustoffen eingesetzt werden, aus denen ohne energieaufwendige veifahrenstechnische Umwandlungen Bausteine, die den bautechnischen Anforderungen genügen, hergestellt werden können.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Die bekannten handbetriebenen Erdotoffpressen arbeiten nach dem Kniehebel-Prinzip. Damit der benötigte Kompressionsdruck erreicht wird, ist der Hobel, dessen Schwenkbereich ungefähi c<nen rechten Winkel umfaßt, unhandlich lang. Baldige Ermüdung der Arbeitskraft, vielfach unzureichende Preßdrücke bzw. BausteinqualUäten mit großen Druckfestigkeitstoleranzen sind die Folge. Zudem ist die Ausstoßrate gering.
Die CH-PS 652 646 enthält eine Beschreibung über eine Kniehebelpresse, die der Herstellung von Bausteinen dient. In dem darin befindlichen Preßraum, der seitlich von Wänden, oben mit einem Formdeckel und unten durch eine höhenverstellbare Preßplatte begrenzt wird, erfolgt mit Hilfe eines Kniehebels sowie eines mit ihm verbundenen schwenkbaren Handhebels die Komprimierung des Preßgutes. Auch hierbei zeigen sich die oben genannten unerwünschten Erscheinungen. Den größten Nachteil bildet der problematische Kompromiß, der zwischen einem vertretbaren Kompressionsdruck und einer dazugehörigen Hebellänge eingegangen werden muß.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist eine bedienungsfreundliche, leicht handhabbare, ohne Energieaufwand produzierende Presse, die insbesondere unter dun Bedingungen der Entwicklungsländer zum Einsatz kommen kann und die bei einer hohen Ausstoßrate eine gleichbleibende Qualität der Bausteine gewährleistet.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Pres ι zu entwickeln, mit der durch Handkraft vergleichsweise hohe Drücke und kleine Toleranzen für die Druckfestigkeitswerte der Preßlinge erzielbar sind.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß in einem Gestell in normaler Arbeitshöhe zwei Preßräume mit je einer hineinschiebbaren Bodenplatte angeordnet sinri. Jeder dieser Bodenplatten liegt ein den oberen Preßraum begrenzender Deckel gegenüber, der bei Ausstoß des Preßgutes geöffnet ist.
Die Bodenplatten der Preßräume sind über zwei spiegelbildlich gestaltete viergliedrige Koppelgetriebe samt einer dazugehörigen Verteilerwippe mit einem Zwischenstück zweier speigelbildlich ausgebildeter sechsgliedriger Koppelgetriebe verbunden. Diese spiegelbildlich angeordneten sechsgliedrigen Koppelgetriebe stehen wiederum mit einem auf einer Gewindespindel drehstarr befestigten Handrad in zwangläufiger Verbindung.
Die zwei spiegelbildlich gestalteten viergliedrigen Koppelgetriebe bestehen aus je einem teleskopartig geteilten Stößel, der an der Bodenplatte befestigt und in einer am Boden des Gestells befindlichen Schlittenführung eingeordnet ist, sowie je einer Zugstange, die den jeweiligen Stößel mit dor Verteilerwippe verbindet.
Die zwei spiegelbildlich gestalteten sechsgliedrigen Koppelgetriebe bestehen aus dem mit der Verteilerwippe in Verbindung stehenden Zwischenstück und einem am Gestell angeordneten Lagerbock, in dem zwei Dreigelenkglieder spiegelbildlich so angeordnet sind, daß jedes Dreigelenkglied über ein Zwischenglied mit dem Zwischenstück, sowie andererseits über ein Binärglied und eine Spindelmutter mit der Gewindespindel in Verbindung steht.
Die Gewindespindel ist bezüglich ihrer Längenausdehnung mit spiegelbildlich gestalteten Gewinden versehen.
Ein hand- oder fußbetätigbares Aushubgestänge, das an Bodenplatten und den teleskopartig geteilten Stößeln angeordnet ist, dient dem Ausstoßen der Preßlinge.
Das durch Drehen des Handrades auf die Gewindespindel übertragene Drehmoment wird durch die Spindelmuttern, die sich auf der Spindel aufeinander zubewegen, in geradlinig wirkende Kräfte umgewandelt. Die Spindelmuttern bewegen die mit ihnen verbundenen Binärglieder und diese wiederum die an ihnen angeordneten DreigelenkglierJer aufeinander zu. Die damit entgegengesetzt wirkenden horizontalen Kräfte, die in den an den Dreigelenkgliedern angeordneten Zwischengliedern auftreten, werden über das Zwischenstück in eine Vertikalkraft umgewandelt. Die Verteilen.vippe wird mit dem Zwischenstück in Richtung Gewindespindel verschoben.
Eine geeignete Dimencionierung und Anordnung der beiden Zwischen- und Dreigelenkglieder bewirkt eine enorme Vergrößerung der Vertikalkraft an der Vertuiierwippe.
Durch die Verteilerwippe wird eine symmetrische Belastung und damit ein gleichmäßiger Preßdruck über die an ihr angeordneten Zugstangen auf die mit den Zugstangen verbundenen Stößel und somit auf din an den Stößeln befestigten Bodenplatten gewährleistet. Es ergeben sich dadurch nahezu übereinstimmende Werte für die Druckfestigkeit der Preßlinge.
Nach Beendigung des Preßvorganges und dem Öffnen der beiden Deckel ermöglicht ein hand- oder fußbetätigbares Aushubgestange ein Ausstoßen der Preßlinge.
Das Eigengewicht der Bodenplatten sowie der oberen Teile der teleskopartig aufgebauten Stößel bewirkt ein Zurückrallen der Getriebeglieder auf die mit den Zugstangen verbundenen unteren Teile der Stößel. Die Ausgangsstellung der Presse wird durch Zurückdrehen des Handrades erreicht.
Ausführungsbeispiel
Die Er'indung wird nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. In den zugehörigen Zeichnungen zeilen:
Fig. 1: eine Seitenansicht der Presse
Fig.2: einenSchnitt A-A gemäß Fig. 1
Fig. 3: einenSchnitt B-B gemäß Fig. 1 in doppelter Größe.
In einem Pressengestell in Fig. 2 sind in normaler Arbeitshöhe zwei Preßräume 1 angeordnet, die jeweils von einer von unten hineinschiebbaren Bodenplatte 2, von oben durch einen Deckel 3 und durch Seitenwände begrenzt sind. Die Bodenplatten 1 sind über zwei spiegelbildlich angeordnete teleskopartig aufgebaute Stößel 4 und über zwei Zugstangen 5 mit einer Verteilerwippe 6 verbunden, wobei der jeweilige Stößel 4 starr an der Bodenplatte 2 des Preßraumes 1 und in einer Schlittenführung am Boden des Pressengestells angeordnet ist. Die Verteilerwippe 6 ist über ein Zwischenstück 8 in Fig. 1 und Fig. 3 in spiegelbildlicher Anordnung gelenkig über jeweils ein Zwischenglied 10 mit einem Dreigelenkglied 9 verbunden. Beide Dreigelenkglieder 0 sind in einem am Pressenboden angeordneten Lagerbock 7 gelenkig gelagert. Das obere Ende der Dreigelenkglieder 9 ist jeweils über ein Binärglied 11 mit einem Bolzen an einer Spindelmutter 12 befestigt. Die Spindelmuttern 12 sind auf einer Gewindespindel 13 angeordnet, die ab ihrer Mitte Gewinde mit einer gegenläufigen Steigung aufweist. Die im Pressengestell drehbar gelagerte Gewindespindel 13 ist außerhalb des Gestells mit einem Handrad 14 starr verbunden. Das mit dem oberen Teil des Stößels 4 gelenkig verbundene und im Pressengestell befestigte fußbetätigbare Aushubgestange ermöglicht ein Ausfahren der Preßlinge in eine zur manuellen Wegnahme günstige Lage. Zu diesem Zweck sind die Stößel 4 zweigeteilt. Sie bestehen jeweils aus einem oberen und einem unteren Teil. Die Verbindung ist so gestaltet, daß bei Betätigung des Aushubgestänges 15 eine lediglich nach oben gerichtete Mitnahme des oberen Stößelteiles mit der daran befestigten Bodenplatte 2 des Preßraumes 1 erfolgt.

Claims (4)

1. Handbetätigbare Presse, insbesondere zur Komprimierung von Lehm oder anderen Erdbaustoffen, gekennzeichnet dadurch, daß die in zwei Preßräumen (1) hineinverschiebbar angeordneten Bodenplatten (2), denen je ein Deckel (3) gegenüberliegt, über zwei spiegelbildlich gestaltete viergliedrige Koppelgetriebe samt einer dazugehörigen Verteilerwippe (6) in Verbindung stehen mit einem Zwischenstück (8) zweier spiegelbildlich ausgebildeter sechsgliedriger Koppelgetriebe, die mit einem auf einer Gewindespindel (13) drehstarr befestigten Handrad (14) zwangläufig verbunden sind, und daß die Bodenplatten (2) über ein hand- oder fußbetätigbares Aushubgestänge (15) dem Ausstoßen der Preßlinge dienen.
2. Handbetätigbare Presse nach Pkt. 1, gekennzeichnet dadurch, daß das viergliedrige Koppelgetriebe aus einem teleskopartig geteilten Stößel (4), einer im Gestell untergebrachten Schlittenführung für den Stößel (4), einer Zugstange (5) und einer Verteilerwippe (6) besteht.
3. Handbetätigbare Presse nach Pkt. 1, gekennzeichnet dadurch, daß das sechsgliedrige Koppelgetriebe aus einem Lagerbock (7), einem Zwischenstück (8) sowie jeweils zwei Dreigelenkgliedern (9), Zwischengliedern (10), Binärgliedern (11) und Spindelmuttern (12) besteht.
4. Handbetätigbare Presse nach Pkt. 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Gewindespindel (13) ab ihrer Mitte Gewinde mit gegenläufigen Steigungen aufweist.
DD32192288A 1988-11-18 1988-11-18 Handbetaetigbare presse DD277046A1 (de)

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