DD277237A1 - Eilgangantrieb fuer die schliesseinheit einer spritzgiessmaschine zur kunststoffverarbeitung - Google Patents
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Abstract
Das Anwendungsgebiet betrifft die Anordnung von Eilgangantrieben fuer Schliesseinheiten von Spitzgiessmaschinen zur Kunststoffverarbeitung, insbesondere von Schliesseinheiten mit freitragenden Saeulen. Erfindungsgemaess wird die Kolbenstange des schwenkbaren, kurzen Eilgangzylinders, der am Grundrahmen angeordnet ist, mit einer Koppel verbunden. Die Koppel ist ueber einen gestellfesten Anlenkpunkt mit dem Grundrahmen sowie ueber ein Drehgelenk mit dem Endrahmen der beweglichen Werkzeugaufspannplatte verbunden. Im gestellfesten Anlenkpunkt ist ein Schubgelenk schwenkbar gelagert, in dem die Koppel verschiebbar angeordnet ist. Das Drehgelenk ist in Hoehe der horizontalen Schwerachse der Schliesseinheit angeordnet. Mit der Loesung wird eine kontinuierliche Beschleunigung, bei gleichzeitig guter Zugaenglichkeit fuer Entnahme- und Werkzeugwechselvorgaenge ermoeglicht und dabei eine geringe Baulaenge der Schliesseinheit gewaehrleistet. Fig. 1
Description
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Das Anwendungsgebiet der Erfindung betrifft die Anordnung von Eilgangantrieben für Schließeinheiten von Spritzgießmaschinen .tut Kunststoffverarbeitung, insbesondere von Schließeinheiten mit freitragenden Säulen.
Im DD-WP 146406 wird eine Set,Meßeinheit mit freitragenden Säulen beschrieben, derer iilgangantrieb als langhubige Hydraulikzylinder ausgebildet sina, die sich zwischen der beweglichen und der festen Werkzeugaufspannplatte befinden und an den Unterseiten der Werkzeugaufspannplatten in Höhe des Grundrahmens angeordnet sind.
Damit werden die Vorteile von Schließeinheiten mit freitragenden Säulen unterstützt, nämlich die gute Zugänglichkeit für die Entnahme der Spritzteile durch Roboter bzw. Handhabesysteme und für die Werkzeugwechselvorgänge. Weiterhin ist eine kurze Baulänge der Schließeinhoit möglich und damit ein geringer Platzbedarf.
Diese Anordnung der langhubigen Hydraulikzylinder hat jedoch den Nachteil, daß beim Werkzeugschließen große dynamische Momente an den Werkzeugaufspannplatten auftreten, somit ein Wanken der Werkzeugaufspannplatten bei den Beschleunigungsvorgängen nicht vermieden werden kann und außerdem ein ruck- und stoßfreies Werkzeugschließen nicht möglich ist.
In der Zeitschrift „Kunststoffe" Heft 67 (1977) S.329 ist eine Breechlok-Schließeinheit dargestellt, dessen Eilgangantrieb zwischen der beweglichen Werkzeugaufspannplatte und einem Festpunkt, der hinler dieser Platte liegt, in Höhe der horizontalen Schwerachse der Werkzeugaufspannplatte angeordnet ist. Damit werden die Wirkungen der dynamischen Kräfte und Momente auf die Werkzeugaufspannplatte beim Werkzeugschließen bzw. -öffnen zwar gering gehalten, aber die Dauläi ge der Schließeinheit nimmt zu und eine Platzeinsparung ist mit diesem System nicht möglich.
Ziel der Erfindung ist es, einen Eilgangantrieb für die Schließeinheit einer Spritzgießmaschine mit freitragenden Säulen zu schaffen, dessen Anordnung die Baulänge der Schließeinheit nicht negativ beeinflußt, eine kontinuierliche Beschleunigung der beweglichen Werkzeugaufspannplatte gewährleistet, eine gute Zugänglichkeit für Entnahme- und Werkzeugwechselvorgänge ermöglicht sowie die Lebensdauer der Eilgangzylinder verlängert.
Die Erfindung hat die Aufgabe, einen Eilgangantrieb für eine Schließeinheit mit freitragenden Säulen zu entwickeln, der seine Beschleunigungskräfte in der Nähe dt. horizontalen Schwerachse der Einheit bewegliche Werkzeugaufspannplattefreitragende Säulen - Gleichstrom - Endrahmen einleitet, dabei keine Reaktionskräfte auf die feste Werkzeugaufspannplatte überträgt und durch seine Anordnung keine zusätzliche Baulänge für die Schließeinheit erfordert. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der um einen gestellfesten Drohpunkt am Grundrahmen schwenkbar gelagerte, kurze Eilgangzylinder über seine Kolbenstange mit einer Koppel verbunden ist. Die Koppel ist über ein Drehgelenk mit dem Endrahmen und über einen gestellfesten Anlenkpunkt mit dem Grundrahmen verbunden. Im gestellfesten Anlenkpunkt ist ein Schubgelenk schwenkbar angeordnet, in dem die Koppel verschiebbar gelagert ist. Der gestellfeste Drehpunkt ist am endrahmenseitigen Ende des Grundrahmens angeordnet. Der gestellfeste Anlenkn jnkt ist am Grundrahmen, in de··- Höhe unterhalb des gestellfesten Drehpunktes und bei geöffnetem Werkzeug unterhalb der beweglichen Werkzeugaufspannplatte liegend, angeordnet.
Am EnQ ahmen ist in der Nähe der horizontalen Schwerachse der Einheit bewegliche Werkzeugaufspannplatte - freitragende Säulen - Gleitschuhe - Endrahmen das Drehgelenk angeordnet und mit der Koppel verbunden. Die Verbindung Drehgelenk, Koppelpunkt und schwenkbar gelagertes Schubgelenk bildet die Koppel des Getriebes, das aus Eilgangzylinder mit Kolbenstange, Koppel, Einheit bewegliche Werkzeugaufspannplatte - freitragende Säulen - Gleitschuhe - Endrahmen, Grundrahmen und im gestellfesten Anlenkpunkt schwenkbar gelagerten Schubgelenk besteht und als sogenanntes Dreistandgetriebe einer sechsgliedrigen kinematischen Kette ausgebildet ist.
Die Erfindung soll nachstehend in einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die zugehörigen Zeichnungen zeigen in:
Fig. 1: Schließeinheit mit geöffnetem Werkzeug Fig. 2: Schließeinheit in Schließstellung.
In Fig. 1 ist die Schließeinheit mit dem erfindungsgemäßen Eilgangantrieb in geöffnetem Zustand dargestellt. Auf dem Grundrahmen 6 ist die feste Werkzeugaufspannplatte 5 feststehend angeordnet. Die bewegliche Werkzeugaufspannplatte 2 ist auf Gleitschuhen 7 auf dem Grundrahmen 6 verfahrbar. Die Verfahrbarkeit zum Werkzeugschließen bzw. -öffnen wird durch die erfindungsgemäße Anordnung des Eilgangantriebes realisiert. Die freitragenden Säulen 3 sind in der beweglichen Werkzeugaufspannplatte 2 und dem Endrahmen 1 angeordnet.
.Die freitragenden Säulen 3 sind bei geschlossenem Werkzeug 4 in die feste Werkzeugaufspannplatte 5 eingetaucht und dort mit den nicht dargestellten Schließzylindern verriegelt. Diese Schließzylinder bringen die Schlioßkraft auf. Der Eilgangantrieb, der die Verfahrbewegung zum Werkzeugschließen bzw. -öffnen realisiert, besteht aus einem oder mehreren schwenkbaren, kurzen Eilgangzylindern 9, der/die am Grundrahmen 6 an einem/mehreren gestellfesten Drehpunkten 8 angeordnet ist/sind, und je Eilgangzylinder 9 einer nachgeschalteten Koppel 11, welche die Bewegung vom Eilgangzylinder 9 auf den Endrchmen 1 und damit auf die bewegliche Werkzeugaufspannplatte 2 überträgt. Eilgangzylinder 9 mit Kolbenstange 10, Koppel 11. Einheit Endrahmen 1 - bewegliche Werkzeugaufspannplatte 2 - freitragende Säulen 3 - Gleitschuhe 7, Grundrahmen 6 und im gestellfesten Anlenkpunkt 13 schwenkbar gelagertes Schubgelenk 12 bilden ε in sogenanntes Dreistandgetriebe einer sechsgliedrigen kinematischen Kette. Die gestellfesten Drehpunkte 8 können innerhalb des Grundrahmens 6 oder auch an dessen Seiten angeordnet sein. Die Erläuterung der erfindungsgemäßen Eilgangantriebsanordnung beschränkt sich im weiteren Ausführungsbeispiel auf einen innerhalb des Grundrahmens angeordneten Eilgangzylinder 9. Die Kolbenstange 10 des Eilgangzylinders 9 ist mit einem Koppelpunkt 15 der Koppel 11 verbunden. Die Koppel 11 ist über ein Schubgelenk 12, das in einem gestellfesten Anlenkpunkt 13 schwenkbar gelagert ist, mit dem Grundrahmen 6 verbunden. Weiterhin ist die Koppel 11 mit einem Drehgelenk 14 verbunden, das am Endrahmen 1 in Höhe der Schwerachse der beweglichen Einheit, bestehend aus Endrahmen 1, beweglicher Werkzeugaufspannplatte 2, freitragenden Säulen 3 und Gleitschuhen 7, angebracht ist. Beim Werkzeugschließen wird die Fahrbewegung durch Druckbeaufschlagung der Kolbenbodenseite des hydraulischen Eilgangzylinders 9 erzeugt.
Der Eilgangzylinder 9 schwenkt dabei um den gestellfesten Drehpunkt 8, das Schubgelenk 12 um den gestellfesten Anlenkpunkt 13 und die Koppel 11 gleitet dabei durch das Schubi/elenk 12.
Das Drehgelenk 14 bewegt sich horizontal zusammen mit dem Entrahmen 1, den freitragenden Säulen 3, der beweglichen Werkzeugaufspannplatte 2 und den Gleitschuhen 7 parallel zum Grundrahmen 6 in Richtung feste Werkzeugaufspannplatte 5.
Die Koppel 11, der Knotenpunk! 15 und die Kolbenstange 10 führen eine aus Translat.on und Rotation zusammengesetzte Bewegung aus.
Die Werkzeugöffnung erfolgt analog durch Beaufschlagung der Kolbenstangenseite des Eilgangzylincars S.
In Fig. 2 ist die Schließeinheit im geschlossenen Zustand dargestellt. Hier ist gut erkennbar, wie sich die Lage der Eilgangzylinders 9 und der Koppel 11 verändert hat.
Die erfindungsgemäße Anordnung des Eilgangantriebes hat den Vorteil, daß die beim Schließvorgang auftretenden Reaktionskräfte durch den gestellfesten Drehpunkt 8 und den gestellfesten Anlenkpunkt 13 auf den Grundrahmen 6 übertragen werden.
Durch die Anordnung des Drehgelenkes 14 in Höhe der horizontalen Schwerachse der beweglichen Werkzeugaufspannplatte 2 führen die auftretenden Trägheitskräfte nicht zum Wanken bzw. Kippen der beweglichen Werkzeugaufspannplatte 2, und die Reaktionskräfte müssen nicht von der festen Werk^eugaufspannplatte 5 aufgefangen werden. Der Eilgangzylinder 9 kann bei der erfindungsgemäßen Antriebsanordnung erheblich kürzer als bei herkömmlichen Eilgangantrieben ausgeführt werden. Der Hub des Eilgangzylinders 9 kann bei entsprechender Auslegung des Antriebes auf 1A bis Vs des Fahrhubes der beweglichen Werkzeugaufspannplatte 2 begrenzt werden, was sich günstig auf die Lebensdauer der Eilgangzylinder 9 auswirkt.
Claims (2)
1. Eiigangantrieb für die Schließeinheit einer Spritzgießmaschine zur Kunststoffverarbeitung, mit einer festen Werkzeugaufspannplatte, einer auf einem Grundrahmen auf Gleitschuhen verschiebbaren beweglichen Werkzeugaufspannplatte und einem daran angeordneten Endrahmen, freitragend gelagerten Säulen, die die beiden Werkzeugaufspannplatten bei geschlossenem Werkzeug miteinander verriegeln und über die die Schließkraft durch hydraulische Schließzylinder aufgebracht wird, mit einem Eügangszylinder, der in Höhe des Grundrahmens der Spritzgießmaschine angeordnet ist und die bewegliche Werkzeugaufspannplatte zum Öffnen und Schließen des Werkzeuges antreibt, und einer Koppel, gekennzeichnet dadurch, daß
- der um einen gestellfesten Drehpunkt (8) am Grundrahmen (6) schwenkbar gelagerte, kurze Eilgangzylinder (9) über seine Kolbenstange (10) mit der Koppel (11) verbunden ist
- die Koppel (11) über ein Drehgelenk (14) mit dem Endrahmen (1) und über einen gestellfesten Anlenkpunkt (13) mit dem Grundrahmen (6) verbunden ist.
- im gestellfesten Anlenkpunkt (13) ein Schubgelenk (12) schwenkbar angeordnet ist, in dem die Koppel (11) verschiebbar gelagert ist.
2. Eilgangantrieb nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß
- der gestellfeste Drehpunkt (8) am endrahmenseitigen Ende des Grundrahmens (6) angeordnet ist
- der gestellfeste Anlenkpunkt (13) am Grundrahmen (6) in der Höhe unterhalb des gestellfesten Drehpunktes (8) und bei geöffnetem Werkzeug (4) unterhalb der beweglichen Werkzeugaufspannplatte (2) liegend angeordnet ist
- die Kolbenstange (10) des schwenkbaren Eilgangzylinders (9) mit einem Koppelpunkt (15) der Koppel (11) verbunden ist
- am Endrahmen (1) in Nähe der horizontalen Schwerachse der Einheit bewegliche Werkzeugaufspannplatte (2) - freitragende Säulen (3) - Gleitschuhe (7) - Endrahmen U) das Drehgelenk (14) angeordnet und mit der Koppel (11) verbunden ist
- die Verbindung Drehgelenk (14), Koppelpunkt (15) und schwenkbares Schubgelenk (12) die Koppel [W) des Getriebes bildet, welches aus Eilgangzylinder (9) mit Kolbenstange (10), Koppel (11), Einheit bewegliche Werkzeugaufspannp/atte (2)-freitragende Säulen (3)-Gleitschuhe (7)-Endrahmen (1), Grundrahmen (6) und gestellfestem Anlenkpunkt (13) mit Schubgelenk (12) besteht und das als sogenanntes Dreistandgetriebe einer sechsgliedrigen kinematischen Kette ausgebildet ist.
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