DD277286A1 - Verfahren zur reinigung von duesenpaketen - Google Patents

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DD277286A1
DD277286A1 DD32209388A DD32209388A DD277286A1 DD 277286 A1 DD277286 A1 DD 277286A1 DD 32209388 A DD32209388 A DD 32209388A DD 32209388 A DD32209388 A DD 32209388A DD 277286 A1 DD277286 A1 DD 277286A1
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DD
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cleaning
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sulfate
molten salt
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DD32209388A
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English (en)
Inventor
Harald Richter
Hans-Dieter Dinse
Original Assignee
Warnke Chemiefaserwerk Veb
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Reinigung von Duesenpaketen, die in der Chemiefaserindustrie nach erfolgtem Gebrauch erneut zum Erspinnen synthetischer Faserstoffe eingesetzt werden. Verfahren zur Reinigung von Duesenpaketen, die im zerlegten Zustand durch Auskochen von anhaftender Polyamid- und Polyesterschmelze befreit und danach weiterbehandelt werden, gekennzeichnet dadurch, dass die ausgekochten Duesenpaketelemente fuer einen Zeitraum von 10 bis 30 Minuten in eine aus 70 bis 90% Alkalihydrogensulfat, 15 bis 25% Ammoniumsulfat und 5 bis 15% Ammoniumfluorid bestehende Salzschmelze eingebracht werden.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Reinigung von Düsenpaketen, die in der Cherniefaserindustrie nach erfolgtem Gebrauch erneut zum Erspinnen synthetischer Faserstoffe eingesetzt werden.
Charakterisierung des bekannten Standes der Technik
Die Herstellung von synthetischen Faserstoffen nach dem Schrnelzspinnverfahren vorlangt zur Realisierung der Fadenbildung den Einsatz von Düsenpaketen, die aus der Düsenplatte, aus Stützplatten und verschiedenen Einbauelementen bestehen. Es entspricht der technologischen Erfahrung, daß nach Ablauf einer bestimmten Einsatzdauer eine Reinigung der Düsen erfolgen muß, um einen störungsfreien und qualitätsgerechten Spinnprozeß zu gewährleisten, !m Verlaufe des Einsatzes können Ablagerungen unterschiedlicher Art auf der Düsenoberfläche und in den Düsenkanälen auftreten, die die Funktionsfähigkeit der Düse beeinträchtigen beziehungsweise im Falle von Verstopfungen sogar ausschließen.
In den letzten Jahrzehnten sind eine Reihe unterschiedlicher Verfahren für das Reinigen von Spinndüsen entwickelt worden.
Zum Sta'id der Technik gehört die Reinigung durch Auskochen mit Mono-, Di- oder Triglykolen unter Druck.
Weiterhin ist ep üblich, Spinndüsen in Salzbädern zu behandeln, die aus Gemischen von NaNO3/NaNO2/NaOH/KOH oder NaNO3/NaOH hergestellt werden. Auch andere technologische Lösungen wurden gefunden.
In der DE-OS 2752401 wird zum Beispiel eine Reinigung mittels eines elektrisch-induktiven Verfahrens in oxidierender oder reduzierender Atmosphäre beschrieben.
Nach der DD-PS 90682 ist die Entfernung von polymeren Rückständen mit N-Methyl-pyrrolidon möglich. Es ist im allgemeinen üblich, die Wirksamkeit der Hauptreinigungsstnfc Hurch Vor- und/oder Nachreinigungsstufen zu verbessern. Ein häufig angewandtes Vorreinigungsverfahren ist zum Beispiel >!cr Abbrennen, eine übliche Nachreinigungsmethode das Spülen mit Lösungsmitteln oder Reagenzien unter Anwendung von Ultraschall.
Ablagerungen von anorganischen Rückständen, insbesondere TiO2, werden von allen bekannten Verfahren auch bei mehrmaliger Anwendung nur unzureichend beseitigt oder gelöst. Dieser Nachteil tritt besonders stark in Erscheinung, wenn synthetische Faserstoffe mit hohem Gehalt an Mattierungsmittel, sogenannten Tiefmattsortimenten, ersponnen werden. In diesem Falle sind gereinigte Düsen nicht wieder einsetzbar.
' Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht in der Entwicklung eines einfachen mit üblichen Mitteln ausführbaren Verfahrens, welches zum vollständigen Reinigen von für die Erspinnung tiefmattierter Seide eingesetzter Düsenpakete geeignet ist.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugninde, ein Verfahren zur Reinigung von Düsenpaketen zu schaffen, das es durch eine veränderte Verfahrensführung bei gleichzeitigem Einsatz einer speziellen Salzschmelze ermöglicht, ein von anorganischen Rückständen völlig freies Düsenpaket zu erhalten.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch ein Verfahren zur Reinigung von Düsonpaketen gelöst, die im zerlegten Zustand durch Auskochen von anhaftender Polyamid- und Polyesterschmelze befreit und danach weiterbehandelt werden, welches dadurch charakterisiert ist, daß die ausgekochten Düsenpaketelemente für einen Zeitraum von 10 bis 30 Minuten in eine aus 70 bis 90% Alkalihydrogensulfat, 15 bis25% Ammoniums'Jfat und 5bis 15% Ammoniumfluorid eingebracht werden.
Das in der Salzschmelze enthaltene Gemisch aus Alkalihydrogensulfat, Ammoniumsulfat und Ammoniumfluorid wird insbesondere in einem Massenverhältnis von 15:3:1 eingesetzt. Zum Erreichen der erfindungsgemäßen Wirkung ist ebenfalls eine aus Kaliumpyrosulfat, Ammoniumsulfat und Ammoniumfluorid in der erfindungsgemäßen Konzentration zusammengesetzte Salzschmelze geeignet.
Es ist überraschend, daß durch das erfindungsgemäße Verfahren, bei dem vorher ausgekochte Düsenpaketelemente einer anschließenden Behandlung in der erfindungsgemäß zusammengesetzten Salzschmelze unterzogen werden, mit dem bloßen
Auge auf den Düsenpaketelementen, insbesondere in den Bohrunrdn der Düsenplatte, sichtbare anorganische Rückstände in kurzer Zeit entfernt werden und die Metalloberfläche völlig blank und rückstandsfrei erhalten wird.
Durch die gemeinsame Einwirkung des Sulfat- und FluoridantFiis wird ein kombinierter Löseeffekt erreicht, der in spezifischer Weise die Lösung anorganischer Bestandteile, insbesondere des Titandioxids, ermöglicht.
Gegenüber den bekannten Verfahren weist das erfindungsge.näße folgende Vorteile auf:
Das erfindungsgemäße Verfahren ist in jeder für das Betreiben von Salzbädern vorgesehenen Anlage durchführbar. Es ist besonders geeignet für die Reinigung von Düsenpaketen, die für die Herstellung von tiefmattierten Syntheseseiden eingesetzt werden. Die Reinigung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren verlangt nur einen geringen Zeitaufwand. Eine aufwendige Nachreinigung ist nicht erforderlich.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gereinigten Düsenpakete sind sofort wieder einsetzbar und zeigen ein störungsfreies und unproblematisches Anlaufverhalten, das heißt, es wird sofort über alle Düsenbohrungen ein einwandfreier, gleichmäßiger Schmelzfluß erreicht, es entstehen keine abnormalen Düsenaustrittserscheinungen. Alle ausgesponnenen Filamente haben den gleichen Querschnitt.
Ausführungsbeispiele
Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel nachstehend näher erläutert werden.
Beispiel 1
Durch ein übliches Auskochverfahren von Polymermaterial befreite Düsenpaketelemente der Polyester-tiefmatt-Produktion wurden in ein Salzbad eingebracht, das aus 80 Ma.-% Kaliumpyrosulfat, 15% Ammonsulfat und 5% Ammonfluorid hergestellt wurde. Die Düsenpaketelemente wurden in der Schmelze für 15 Minuten bei 280-3000C belassen. Nach der Herausnahme wurden sie etwa 30 Minuten in warmem Wasser gespült und anschließend 30 Minuten bei 1250C getrocknet. Die Qualitätsprüfung unter dem Stereomikroskop ergab eine einwandfreie Bewertung. Beim Einsatz wurde sofort über alle Düsenbohrungen ein einwandfreier, gleichmäßigerer und zeitlich konstanter Schmelzefluß erreicht. Alle ausgesponnenen Filamente hatten keine Querschnittsdeformationen.
Beispiel 2
Durch ein übliches Auskochverfahren von Polymermaterial befreite Düsenpaketelemente dsr i-oiyamid-Feinseide-Produktion wurden in ein Salzbad eingebracht, das aus 70Ma.-% Kaliumpyrosulfat, 25% Ammonsulfat und 5% Natriumfluorid hergestellt wurde. Die Düsen und Einbauteile wurden in der Schmelze für 1D Minuten bei 270-290°C belassen.
Nach der Herausnahme wurden sie etwa 30 Minuten in warmem Wasser gespült und anschließend 30 Minuten bei 125°C getrocknet. Die Qualitätsprüfung unter dem Stereomikroskop ergab eine einwandfreie Bewertung.
Beim Einsatz wurde sofort über alle Düsenbohrunyen ein einwandfreier, gleichmäßiger und zeitlich konstanter Schmelzefluß erreicht. Alle ausgesponnenen Filamente hatten kerne Querschnittsdeformationen.

Claims (3)

1. Verfahren zur Reinigung von Düsenpaketen, die im zerlegten Zustand durch Auskochen von anhaftender Polyamid- und Polyesterschmelze befreit und danach weiterbehandelt werden, gekennzeichnet dadurch, daß die ausgekochten Düsenpakelelemente für einen Zeitraum von 10 bis 30 Minuten in eine Salzschmelze aus 70 bis 90% Alkalihydrogensulfat, 1 δ bis 25% Ammoniumsulfat und 5 bis 15% Ammoniumfluorid bestehende Salzschmelze eingebracht werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß das in der Salzschmelze snthaltene Gemisch aus Alkalihydrogensulfat, Amrnoniuir-.sulfat und Ammoniumfli'.jrid im Masseverhältnis von 15:3:1 eingesetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß eine aus 70 bis 90% Kaliumpyrosulfat, 15 bis 25% Ammoniumsulfat und 5 bis 15% Ammoniumfluorid bestehende Salzschmelze eingesetzt wird.
DD32209388A 1988-11-24 1988-11-24 Verfahren zur reinigung von duesenpaketen DD277286A1 (de)

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