DD277332A1 - Verfahren zur messung des pilzbefalls - Google Patents

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DD277332A1
DD277332A1 DD32210288A DD32210288A DD277332A1 DD 277332 A1 DD277332 A1 DD 277332A1 DD 32210288 A DD32210288 A DD 32210288A DD 32210288 A DD32210288 A DD 32210288A DD 277332 A1 DD277332 A1 DD 277332A1
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DD
German Democratic Republic
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extinction
wavelength
infrared range
wood
infestation
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DD32210288A
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Peter Niemz
Otto Wienhaus
Karl Schaarschmidt
Andre Wagenfuehr
Dietrich Sander
Gerhard Kuehne
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Univ Dresden Tech
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Messung des Pilzbefalls von Hoelzern zur Herstellung von Spanplatten, Faserplatten oder Zellstoff. Die erfindungsgemaesse Aufgabe wird dadurch geloest, dass die Extinktion einer Holzprobe im mittleren Infrarotbereich bei einer Wellenlaenge von etwa 7 273 nm oder im nahen Infrarotbereich bei einer solchen von 1 454 nm gemessen wird. Es wurde gefunden, dass die derart gemessenen Extinktionswerte den Pilzbefall repraesentieren, d. h. Pilzbefall und Extinktionswerte korrelieren. Es ist moeglich, die im mittleren Infrarotbereich gemessenen Werte auf einen neutralen, an derselben Holzprobe gemessenen Extinktionswert, der vorzugsweise bei einer Wellenlaenge von etwa 11 148 nm ermittelt wurde, zu beziehen. Dadurch entfallen aufwendige Kalibrierungen. Bei der NIR-Spektroskopie ist kein Bezugswert erforderlich. Durch die Abhaengigkeit zwischen Pilzbefall und der auf den inneren Standard bezogenen Extinktionswerte kann mit Hilfe der Regressionsanalyse oder auch durch Klassifizierungsmethoden (Clusteranalyse) der Pilzbefall quantifiziert und dadurch der Materialeinsatz exakter bestimmt werden.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Messung des Pilzbefalls von Hölzern zur Herstellung von Spanplatten, Faserplatten oder Zellstoff.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Für die Herstellung von Spanplatten, Faserplatten oder Zellstoff werden Holzartengemi jene aus Laub- und Nadelhölzern, wie Birke, Hainbuche und Kiefer eingesetzt. Die Eigenschaften der hieraus hergestellten Erzeugnisse werden maßgeblich auch dadurch bestimmt, ob das Holz einwandfrei oder schon von holzzerstörenden Pilzen befallen ist. Bei einem derartigen Pilzbefall wird Holzsubstanz (z.B. Lignin oder Cellulose) abgebaut und dadurch die Festigkeit der Partikel verringert. Bei gleichem Materialeinsatz weisen die aus pilzbefallenen Hölzern produzierten Erzeugnisse eine geringere Festigkeit auf, als solche, die aus einwandfrr.en Hölzern hergestellt werden.
Derzeit bestimmt das Anlagenpersonal den Pilzbefall visuell. Nach dieser subjektiven Einschätzung wird der Materialeinsatz manuell korrigiert. Die Exaktheit dieser Methode ist gering. Den hieraus resultierenden Qualitätsschwankungen wird durch die Erhöhung der mittleren Rohdichte begegnet. Um die Mindestqualität zu sichern, liegt damit der Materialeinsatz höher, als an sich erforderlich.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Senkung der Materiall.osten bei der Herstellung von Spanplatten, Faserplatten oder Zellstoff.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, den Pilzbefall von Hölzern zu messen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Extinktion einer Holzprobe im mittleren Infrarotbereich bei einer Wellenlänge von etwa 7273 nm oder im nahen Infrarotbereich bei einer solchen von 1454nm gemessen wird. Es wurde gefunden, daß die derart gemessenen Extinktionswerte den Pilzbefall repräsentieren, d. h. Pilzbefall und Extinktionswerte korrelieren. Es ist möglich, die im mittleren Infrarotbereich gemessenen Werte auf einen neutralen, an derselben Holzprobe gemessenen Extinktionswert, der vorzugsweise bei einer Wellenlänge von etwa 11148nm ermittelt wurde, zu beziehen. Dadurch entfallen aufwendige Kalibrierungen. Bei der NIR-Spektroskopie ist kein Bezugswert erforderlich. Durch die Abhängigkeit zwischen Pilzbefall und der auf den inneren Standard bezogenen Extinktionswerte kann mit Hilfe der Regressionsanaly se oder auch durch Klassifizierungsmethoden (Clusterananlyse) der Pilzbefall quantifiziert und dadurch der Materialeinsatz exakter bestimmt werden.
Ausführungsbeispiel
Proben aus Buchen- und Birkenholz, mit und ohne Befall mit Weißfäule, wurden gemahlen und unter Verwendung von Kaliumbromid zu Tabletten (Materialeinwaage 5,5mg) gepreßt. Mit einem Infrarot-Spektralphotometer (Specord M80 des Kombinat VEB Carl Zeiss JENA) wurden bei einer Wellenlänge von 7273nm die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Extinktionswerte gemessen. Bei einer Wellenlänge von 11148 nm bestand kein Einfluß des Pilzbefalls auf den Extinktionswert. Zeile 3 enthält die auf diesen inneren Standard bezogenen relativen Werte.
Probe Extinktion rel. Werte
Buche ohne Weißfäule 0,155 1,94
Buche mit Weißfäule 0,120 1,50
Birke ohne Weißfäule 0,129 1,61
Birke mit Weißfäule 0,113 1,41
Ähnliche Korrelationen lassen sich im NIR-Bereich bei einer Wellenlänge von 1454 messen. Rotbuche-Brettchen wurden mit Weißfäulepilzen (Trametes versicolor) beimpft. In Abhängigkeit von der Einwirkungszeit (in Tagen) ergeben sich folgende auf den ersten Wert bezogene relative Extinktionswerte:
Einwirkungszeit [d] 7 14 21
rel. Extinktionswert 1,00 1,10 1,15

Claims (3)

1. Verfahren zur Messung des Pilzbefalls von Hölzern zur Herstellung von Span- oder Faserplatten, gekennzeichnet dadurch, daß die Extinktion einer Holzprobe im mittleren Infrarotbereich bei einer Wellenlänge von etwa7273nm oder im nahen Infrarotbereich bei einer solchen von 1454nm gemessen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die im mittleren Infrarotbereich gemessenen Werte auf einen neutralen Extinktionswert bzeogen werden, der für dieselbe Gemischprobe mit dem Infrarot-Spektralphotometer ermittelt wurde.
3. Verfahren nach dem Anspruch 2, gekennzeichnet dadurch, daß der neutrale Extinktionswert bei einer Wellenlänge von etwa 11148nm ermittelt wird.
DD32210288A 1988-11-24 1988-11-24 Verfahren zur messung des pilzbefalls DD277332A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT508503B1 (de) * 2009-08-06 2011-07-15 Stora Enso Wood Products Gmbh Verfahren zur erkennung von bläue bei holz

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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AT508503B1 (de) * 2009-08-06 2011-07-15 Stora Enso Wood Products Gmbh Verfahren zur erkennung von bläue bei holz

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