DD277446A1 - Einrichtung zur drehwinkelgerechten zuschaltung eines bogenanlegers an eine druckmaschine - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur drehwinkelgerechten Zuschaltung eines Bogenanlegers an eine Bogendruckmaschine innerhalb eines Arbeitstaktes des Bogenanlegers, wobei der Bogenanleger von der Bogendruckmaschine ueber eine Einzahnkupplung angetrieben wird. Aufgabe der Erfindung ist eine Einrichtung zur drehwinkelgerechten Zuschaltung eines Bogenanlegers an eine Druckmaschine unabhaengig von der jeweiligen Arbeitsdrehzahl der Druckmaschine. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass parallel zur Einzahnkupplung ein Vorbeschleunigungsgetriebe vorgesehen ist. Fig. 1
Description
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei einer Einrichtung gemäß Oberbegriff des 1 .Anspruchs dadurch gelöst, daß parallel zur Einzahnkupplung oin Vorbeschleunigungsgetriebe vorgesehen ist.
Das Vorbeschleunigungsgetriebe besteht aus einem auf einer Antriebswelle und einer Zwischenwelle angeordneten Stirnradgetriebe. Die Zwischenwelle ist mit Hilfe einer asynchron schaltbaren Kupplung verbindbar mit einer weiteren Zwischenwelle, auf der eine mit einer in einem Rollenhebel gelagerten Rolle korrespondierende Kurvenscheibe angeordnet ist, wobei der Rollenhebel drehfest auf einer Welle gelagert ist und die Welle über eine Klemmrollenkupplung, eine Welle, ein Zahnrad, ein Zwischenrad und ein weiteres Zahnrad mit der Abtriebswelle in Verbindung steht.
Auf der Antriebswelle und auf der Abtriebswelle sind jeweils ein Impulsgeber angeordnet. Die Impulsgeber sind mittels einer Folgeschaltung mit der Einzahnkupplung und der asynchron schaltbaren Kupplung verbunden.
Ausführungsbeispiel
An einem Ausführungsbeispiel soll nachfolgend die Erfindung näher erläutert werden. In den Zeichnungen zeigt
Fig. 1: die schematische Darstellung der Einrichtung zur drehwinkelgerechten Zuschaltung des Bogenanlegers, Fig.2: das Blockschaltbild der erfindungsgemäßen Einrichtung.
Wie in Fig. 1 dargestellt, besteht die erfindungsgemäße Einrichtung aus einer mit der Bogendruckmaschine in Verbindung stehenden Antriebswelle 1, die über eine elektrisch schaltbare Einzahnkupplung 2 mit der Abtriebswelle 3, welche gleichzeitig die Eintourenwelle des Bogenanlegers darstelii, kuppelbar ist. Auf der Antriebswelle 1 ist ein Stirnrad 4.1 angeordnet, das mit einem Stirnrad 4.2 kämmt, welches mit einer Zwischenwelle 5 verbunden ist. Die Stirnräder 4.1 und 4.2 bilden das Stirnradgetriebe 4.
Die Zwischenwelle 5 ist durch eine asynchron schaltbare Kupplung 7 mit der Zwischenwelle 6 verbindbar, die mit einer drehfest angeordneten Kurvenscheibe 8 und einem lose angeordneten Zwischenrad 9 versehen ist. Auf der Kurvenscheibe 8 läuft eine Rolle 10 ab, die in einem Rollenhebel 11 gelagert ist, der mit einer Walle 12 fest verbunden und gegen eine Feder 13 verschwenkbar ist. Die Welle 12 ist mittels einer Klemmrollenkupplung 14mit der Welle 15 verbunden, auf der ein Zahnrad 16 drehfest angeordnet ist, welches über das Zwischenrad 9 mit dem Zahnrad 17, das mit der Abtriebswelle 3 fest verbunden ist, in Wirkverbindung steht.
Auf der Antriebswelle 1 ist weiterhin ein elektrischer Impulsgeber 18 und auf der Abtriebswelle 3 ein Impulsgeber 19 (siehe Figur 2) angebracht, die in einer an sich bekannten Folgesteuerung, die als Steuereinheit 20 dargestellt ist, mit den elektrisch schaltbaren Kupplungen 2,7 verknüpft sind
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende:
Der Antrieb des Sogenanlegers erfolgt von der Bogendruckmaschine über die Antriebswelle 1 und die eingerückte Einzahnkupplung 2, die asynchron schaltbare Kupplung 7 ist ausgerückt, auf die Abtriebswelle 3 und damit auf die Eintourenwelle des Bogenanlegers. Bei Störungen wird die elektrisch schaltbare Einzahnkupplung 2 getrennt und der Bogenanleger mittels einer nicht dargestellten Bremse entsprechend des drehzahlabhängigen Bremsweges innerhalb von S100° der Abtriebswelle 3 zum Stillstand gebracht. Nach Beseitigung der Störung erfolgt das Kommando ||ein|| an die Steuereinheit 20 und entsprechend der Winkelstellung des Bogenanlegers die Zuschaltung der Kupplung 7. Dadurch wird die 'Zwischenwelle 6 mitgenommen und so die Kurvenscheibe 8 verdreht, wodurch die Rolle 10 von der niederen Rast zur oberen Rast der Kurvenscheibe 8 läuft. Die dabei durch die Rollenhebel 11 entgegen der Kraft der Feder 13 ausgeführte Schwenkbewegung bewirkt ein Verdrehen der Welle 12 und damit über das Zahnrad 16, das Zwischenrad 9 und das Zahnrad 17 eine Beschleunigung der Abtriebswelle 3 auf eine Geschwindigkeit, die entsprechend der Auslegung des auf die Kurbenscheibe 9 aufgeprägten Bewegungsgesetzes vorzugsweise 10% unter der Geschwindigkeit der Antriebswelle 1 liegt. Danach erfolgt über die Steuereinheit 20 das Zuschalten der Einza'inkuppliing 2, was auf Grund einer auch bei maximaler Arbeitsgeschwindigkeit auftretenden Geschwindigkeitsdifferenz von etwa 10% mit einem geringen Einschaltstoß möglich ist, und so eine Beschleunigung der Abtriebswelle 3 und damit des Bogenanlegers innerhalb eines Arbeitstaktes auf die Arbeitsgeschwindigkeit der Bogendruckmaschine, wobei die Klemmrollenkupplung 14 ein Überholen des Vorbeschleunigungsgetriebes gestattet.
Nach dem Zuschalten der Einzahnkupplung 2 erfolgt das Lösen der Kupplung 7 etwa 360° nach dem Einkupplungszeitpunkt und das Rückführen, bedingt durch Massen- und Federkräfte, der Rolle 10 auf die niedere Rast und damit in eine definierte Ausgangsstellung.
Mit der Realisierung des Auskuppelzeitpunktes der Kupplung 7 werr1 η die Startbedingungen für das Getriebe geschaffen, und Massen- und Federkräfte sind nur zur Lagefixierung erforderlich.
Claims (4)
- -1- ί!7 Patentansprüche:1. Einrichtung zur drehwinkelgerechten Zuschaitung eines Bog snanlogers an eine Bogendruckmaschine innerhalb eines Arbeitstaktes des Bogei.anlegers, wobei 1er Bogenanleger von der Bogendruckmaschine über eine Einzahnkupplung angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zur Einzahnkupplung (2) ein Vorbeschleunigungsgetriebe angeordnet ist.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß des Vorbeschleunigungsgetriebe aus einem auf einer Antriebswelle (1) und einer Zwischenwelle (5) ungeordneten Stirnradgetriebe (4) besteht, die Zwischenwelle (5) ist mit Hilfe einer asynchron sch.iltbaren Kupplung (7) verbindbar mit einer Zwischenwelle (6), auf dereine mit einer in einem Rollenhebel (11) gelagerten Rolle (10) korrespondierenden Kurvenscheibe (8) angeordnet ist, wobei dar Rollenhebel (H)drehfestauf einerWelle (12) gelagert ist und dieWelle (12) über eine Klemmrollenkupplung (14), eine Welle (15), ein Zahnrad (16), eine Zwischenrad (9) und ein Zahnrad (17) mit der Abtriebswelle (3) in Verbindung steht.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß au ν der Antriebswelle (Dein Impulsgeber (18) und auf der Abtriebswelle (3) ein Impulsgebe'· (19) angeordnet ist.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulsgeber (18,19) mittels einer Folgeschaltung mit der Einzahnkupplung (2) und der Kupplung (7) verbunden sind.Hierzu 2 Seiten ZeichnungenAnwendungsgebiet der ErfindungDie Erfindung betrifft eine Einrichtung zur drehwinkelgerechten Zuschaltung eines Bogenanlegers an eine Bogendruckmaschine innerhalb eines Arbeitstaktes des Bogenanlegers, wobei der Bogenanleger von der Bogendruckmaschine über eine Einzahnkupplung angetrieben wird.Charakteristik des bekannten Standes der TechnikBei Bogendruckmaschinen ist es üblich, daß der Antrieb des Bogenanlegers von der Eintourenwelle der Druckmaschine über eine Einzahnkupplung erfolgt. Dabei hat die Einzahnkupplung vorzugsweise die Aufgabe, eine takt- und drehwinkelgerechte Kupplung des Anlegers zu ermöglichen, was insbesondere nach Auftreten von Stoppern, bedingt durch Fehl-, Schief- oder Doppelbogen, erforderlich ist.Die durch den Bogenanleger vereinzelten Bogen werden schuppenförmig der Bogenanlage zugeführt und vor dem Einlaufen in die Druckmaschine auf fehlende Sogen oder unrichtige Vereinzelung und Ausrichtung kontrolliert. Beim Vorliegen von Doppel-, Fehl- oder Schiefbogen wird über die Kontrolleinrichtungen die elektrisch schaltbare Einzahnkijpplung ausgekuppelt und durch eine gleichzeitig ansprechende Bremse der Bogenanleger zum Stillstand gebracht, was auf Grund der Massenträgheit des Bogenanlegers und der Ansprechzeit der Kontrolleinrichtung sowie der elektrisch schaltbaren Einzahnkupplung innerhalb des notwendigen Bremsweges, der bei Maximalgeschwindigkeit etwa 100° der Eintourenwelle beträgt, erfolgt, d. h., die Bogenschuppe wird um diesen Weg weitergefördert in Richtung Bogenanlage. Um nach Beseitigung der Ursachen für die Betriebsunterbrechung den nunmehr ersten Bogen der Bogenschuppe taktgerecht der Bogenanlage zuzuführen, ist es erforderlich, den Bogenanleger innerhalb einer Umdrehung seiner Eintourenwelle unter Berücksichtigung des Zeitpunktes der Übergabe des Bogens an das Anlagesystem der Bogendruckmaschine zuzuschalten, was realisiert wird durch die Einzahnkupplung, wobei der Anleger schlagartig auf Arbeitsgeschwindigkeit beschleunigt wird. Um den beim Kuppeln auftretenden Einschaltstoß in beherrschbaren Grenzen zu halten, ist es üblich, die Arbeitsdrehzahl der Druckmaschine, die beispielsweise 15000 Bogen pro Stunde betragen kann, auf etwa 3000 Bogen pro Stunde zu verringern, bei dieser Drehzahl den Bogenanleger über die Einzahnkuppluny zu kuppeln und dann die maximale Arbeitsdrehzahl widder anzusteuern. Diese Arbeitsweise hat den Machteil, daß die durch Doppel-, Fehl- oder Schiefbogen verursachten Stopper hohe Verlustzeiten bedingen. Darüber hinaus wird durch das Verlassen der Arbeitsdrehzahl dor Druckmaschine zum Umkuppeln das Farbe-Wasser-Gleichgewicht gestört, was zu Makulaturan'all führt.Ziol der ErfindungZiol dor Erfindung ist oino Einrichtung zur drohwinkelgerochten Zuschaltung eines Bogenanlegers an eine Druckmaschine, die oine Senkung dor Vorlustzoiton und dos Makulaturanfalls gestattet.Wee°n der ErfindungAufgabe dor Erfindung ist oino Einrichtung zur drehwinkelgerechten Zuschaltung eines Bogenanlegers on eine Druckmaschine, unabhängig von dor jowoiligen Arboitsdrehzahl der Druckmaschine.
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