DD277640A1 - Vorrichtung zur abdichtung von spritzgiesswerkzeugen beim ansohlen von schuhsohlen - Google Patents

Vorrichtung zur abdichtung von spritzgiesswerkzeugen beim ansohlen von schuhsohlen Download PDF

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DD277640A1
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DD32273688A
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Inventor
Gerhard Richter
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Umform & Plastverarb Fz
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Abdichtung von Spritzgiesswerkzeugen beim Anformen von Schuhsohlen und kann in der Schuhindustrie bei der Herstellung von nach dem Spritzgiessverfahren gefertigten Schuhsohlen angewendet werden. Kennzeichnendes Merkmal der Erfindung ist, dass je ein Dichtelement in einer halbkreisfoermigen Ringnut des Hackens und des Vorderfusses des Leistens liegt und die Dichtlippe des Dichtelementes in einem, in ein Deckblech eingefraesten Oeffnungsspalt der Dichtkante steckt, wobei das Deckblech zur Aufnahme des schlauchfoermigen Dichtelementes eine halbellyptische Ringnut besitzt, und dass die Dichtlippe im druckbeaufschlagten und damit im ellyptisch aufgeweiteten Zustand des Dichtelementes durch den Oeffnungsspalt ueber die Dichtkante hinausragend und an der Schuhsohle anliegend angeordnet ist und dass im verspannten Leisten eine Luftzufuehrungsmoeglichkeit bestehend aus einem Luftzufuehrungskanal, einem Luftventil, einem Verbindungskanal zum Dichtelement ausgefuehrt ist und dass in einer Teilungsebene des Leistens ein Schaltelement des Luftventiles angeordnet ist. Fig. 1

Description

Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Vorrichtung zur Abdichtung von Spritzgießwerkzeugen beim Anformen von Schuhsohlen kann in der Schuhindustrie bei der Herstellung von nach dem Spritzgießverfahren gefertigten Schuhsohlen angewendet werden.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Es sind Lösungen zur Abdichtung des auf dem Schuhleisten aufgezogenen Schaftes gegenüber den geschlossenen Seitenformteilen tier Spritzgießform bekannt, bei denen auf den Seitenformteilen in Höhe des Sohlenansatzes des Schuhschaftes metallische Dichtleisten aufgesetzt sind, die mit einer den Schuhleisten umschließenden Oichtkante versehen
Die Dichtwirkung wird insbesondere dadurch erreicht, daß sich die Dichtkante teilweise in das Schattmat jrial eindrückt. Infolge häufig festgestellter Schwankungen in der Materialstärke, insbesondere an Nahtstellen des Schaftes, die; ich nicht immer an der gleichen Stelle befinden, treten Einschnitte im Schaftmaterial oder auch Spalte wischen Schaft und Seitenformteilen auf. Dieses führt zur Qualitätsminderung oder sogar Unbrauchbar des Schuhwerkes.
Bei einer anderen Lösung der Abdichtung werden im Schuhleisten federnd gelagerte Druckstücke eingesetzt, die von innen gegen den Schuhschaft und diesen gegen die an den Seitenformteilen befindlichen, nach innen ragenden Dichtkanten drücken.
Dieses erfordert eine möglichst enge Aneinanderreihung federnd gelagerter Druckstücke.
Damit werden zwar Änderungen in der Materialstärke des Schaftmaterials kompensiert, aber infolge nichtkontinuierlicher Angleichung der Druckstücke an das Schaftmaterial, insbesondere bei Oberflächenverdickungen, wie Nähten, aufgesetzten Elementen uiw. und deren Versatz, treten auch bei dieser Lösung Undichtigkeiten auf.
In GB 1140713 und in DE 1760619 wird vorgeschlagen, die Dichtelemente an den Seitenformteilen der Spritzgießform aus elastisch deformierbaren Material zu gestalten.
Dabei legt sich das Dichtelement beim Zusammenfahren der Seitenformteile beziehungsweise beim Einfahren des Leistens derart an das über den Leisten gezogene Schaftmaterial, daß die äußeren Partien des Dichtelementes nach unten gebogen oder geklappt werden. Bei dieser Lösung können Verdickungen auf der Schaftoberfläche ebenso nur bedingt bei gleichzeitiger Gewährleistung der Dichtheit ausgeglichen werden.
Nachteilig ist, daß durch Umklappen oder Anlegen dor Dichtkante des elastischen Dichtelementes Fehlstellen beim Ausführen des die Schuhsohle bildenden Hohlraumes entstehen können und andererseits bei Übergängen zu wulstartigen Vordickungen auf dem Schaft der Dichtheit nicht immer gewährleistet ist.
Bekannt ist oine weitere Lösung, DD 237 280, wonach die Abdichtung zwischen dem auf dem Leisten aufgezogenen Schaft und don Scitonfurmtoilen ebenfalls mittels eines elastischen aber beweglichen Dichtelementes erfolgt, indem eine Dichtlippe des Dichtelomentos aus einer Ausfräsung der Seitenformteile heraus bis an die Dichtkante des Sohlenansatzes des Schuhschafts ragt und das Dichtclement in den Seitenformteilen zwei geteilte, mit Druck beaufschlagte Kammern bildet. Nach dem Schließen der Soitenformteilo wird die vordere, dem Schaft am nächsten liegende Kammer mit Druck beaufschlagt, so daß die an der Wandung der vorderen Kammer befindliche Dichtlippe gegen den Schaft gedrückt wird. Nach Beendigung des Spritzgioßvorganges worden die Seitenformteile geöffnet und die hintere Kammer mit Druck beaufschlagt, wobei sich die Dichtlippe durch Zusammenziehen der drucklos gewordenen vorderen Kammer zurückzieht.
Durch eine elastische und durch Druckbeaufschlagung bewegliche Dichtlippe ist eine kontinuierliche Anlage der Dichtlippe am Schaftmaterial weitgehend gewährleistet. Indem wulstartige Verdickungen, Nähte, aufgesetzte Zemente allgemein eine höhere Steifigkeit bei ihier Verformung gegenüber unverstärkten, glatten Stellen des Schaftes besitzen, tritt an der Dichtfläche eine Versetzung in der Dichtebene auf, was an entstehenden Kanten infolge Undichtigkeiten zu Überspitzungen und unebener Oberfläche des Erzeugnisses führt.
Durch die Anordnung der Dichtelemente in den Seitenformteilen werden bestehende Nachteile vermieden, bei gleichzeitiger Nutzung der Vorteile elastisch verformbarer Dichtelemente beziehungsweise Dichtlippen. Hierzu wird die Dichtkante im Bereich des Leistens an deren Unterkante angeordnet und ein Gummi- oder Teflonstreifen eingearbeitet, der eine Federwirkung besitzt und so die Materialstärken unterschiedlicher Schaftoberfläche ausgleichen kann. Dabei reicht das mit Übermaß in eine konische Ausfräsung an der Unterkante des Leistens eingepreßte kompakte Dichtelement bis über die Kontur des Leistens nach außen. Nach dem Einfahren des Leistens dringt die Dichtkante mit dem aufgezogenen Schaft beim Schließen der Seitenformteile gegen das Material des Schaftes auf die darunter liegende Dichtlippe, die sich je nach Kraftangriff beim Schließen der Seitenteile elastisch verformt und mehr oder weniger dicht anliegt.
Nachteilig ist, daß der Druck auf das Schaftmaterial an Wulsten und Nähten größer ist als an der ebenen Oberfläche. Diese Wirkung wird verstärkt, wenn durch Ungenauigkeiten beim Einbau der Form beziehungsweise der Zentrierung von Seitenformteilen und Leisten die Anpreßkraft ungleichmäßig wirkt, was im weiteren zu Undichtigkeiten führt. Außerdem ist das als Gummi- oder Teflonstreifen ausgebildete Dichtelement, welches aus dem Leisten hervorsteht, beim Aufziehen des Schaftes hinderlich und kann infolgedessen beschädigt und unwirksam werden.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zur Abdichtung von Spritzgießwerkzeugen beim Anformen von Schuhsohlen zu schaffen, bei der keine Qualitätsminderungen durch Beschädigung des Schaftmateriales und durch Fehlstellen, wie Überspitzungen, Hohlräume oder wulstartige Verdickungen, auftreten.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, daß mit der Vorrichtung zur Abdichtung von Spritzgießwerkzeugen beim Anformen von Schuhsohlen mit elastischer Dichtlippe entlang der Dichtkante des Sohlenansatzes des Schuhschaft, wobei die Sohle auf einem zweigeteilten, aus Hacken und Vorderfuß bestehenden Leisten aufgezogen ist, ein Dichtelement Undichtigkeiten zwischen Leisten und Schaftmaterial vermeidet, rund um den Leisten einen gleichen Anpreßdruck gewährleistet, und Nähte und Verdickungen im Schaftmateria1 elastisch ausgleicht.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß je ein Dichtelement in einer halbkreisförmigen Ringnut des Hackens und des Vorderfußes des Leistens liegt und die Dichtlippe des Dichtelementes in einem, in ein Deckblech eingefrästen Öffnungsspalt der Dichtkante steckt, wobei das Deckblech zur Aufnahme des schlauchförmigen Dichtelementes eine halbellyptische Ringnut besitzt, und daß die Dichtlippe im druckbeaufschlagten und damit im ellyptisch aufgeweiteten Zustand des Dichtelementes durch den Öffnungsspalt über die Dichtkante hinausragend und an der Schuhsohle anliegend angeordnet ist und daß im verspannten Leisten eine Luftzuführungsmöglichkeit bestehend aus einem Luftzuführungskanal, einem Luftventil, einem Verbindungskanal zum Dichtelement ausgeführt ist und daß in einer Teilungsebene des Leistens ein Schaltelement des Luftventiles angeordnet ist.
Zu dem kennzeichnenden Merkmal der Erfindung gehört außerdem, daß die Dichtlippe im drucklosen Zustand des Dichtelementes nicht über die Dichtkante hinausragend angeordnet ist.
Darüber hinaus gehört zu dem kennzeichnenden Merkmal der Erfindung, daß bei entspanntem Leisten eine Luftabführung. Möglichkeit vom Dichtelement bestehend aus dem Verbindungskanal, dem Luftventil und einem Luftabführungskanal ausgeführt ist.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung wird anhand der nachfolgend aufgelisteten Fig. erläutert:
Fig. 1: Leisten 1 in geöffneter Stellung Fig.2: Schnitt A-A nach Fig. 1
Dichtelement 4 in drucklosem Zustand Fig.3: Schnitt A-A nach Fig. 1
Dichtelement 4 nach Druckbeaufschlagung
Fig. 1 zoigt einen, aus dem Vordorfuß 2 und dem Hacken 3 bestehenden Leisten 1.
An oinom in goöffnoter Stellung mit einem Schaft überzogenem Leisten 1 wird mittels nir'-t dargestellter Spannvorrichtung der Hackon 3 entlang dor Toilungsobono 16 in Pfeilrichtung bewegt, so daß die Sohle des Hackens 3 und des Vorderfußes 2 eine goschlossono Kontur bilden.
Boi diosom, zum Zwockü dos Vorspannens des auf den Leisten 1 aufgezogonon Schaftes auszuführenden Vorgang werden fodornd golagorto Sclmltolomonto dos Luftventiles 12 durch die an dor Toilungsebene 16 vorstehenden Kugelsegmente 14 zurückgedrückt unddio Dichtolementodos Luftventilos 13 von der Dichtkante 15 wegbewegt und gleichzeitig der Luftabführungskanal 18 vorschlossen.
Damit kann Druckluft vom Druckerzeuger über den Luftzuführungskanal 17, das Luftventil 11, den Verbindungskanal 19 in das Dichtelement 4 gelangen, so daß unter Druckbeaufschlagung des Dichtelementes 4 die Dichtlippe 5 aus dem Öffnungsspalt 8 heraustritt und gegen den Schaft des Leistens 1 drückt.
Nach Einfahren des Leistens 1 in die Spritzgießform werden die nicht dargestellten Seitenformteile geschlossen und mit deren Dichtkanten gegen den an der Dichtkante 15 des Leistens 1 infolge Druckbeaufschlagung gleichmäßig abgehobenen Schaftes qedrückt.
Für das Entformen des Schuhes wird nach erfolgtem Öffnen der Seitenformteile und Herausfahren des Leistens 1 aus der
Spritzgießform sowie dem Schwenken derselben der Hacken 3 vom Vorderfuß 2 des Leistens 1 entlang der Teilungsebene 16 wegbewegt. Dabei entspannen sich die federnd gelagerten Schaltelemente des Luftventiles 12 und treten mit den
Kugelsegmenten 14 über die Teilungsebene 16 nach außen.
Das Luftventil 11 verschließt die Luftzufuhr vom Druckerzeuger bei gleichzeitigem Öffnen der Luftabführungskanäle 17, in deren Folge sich die Dichtlippe 5 aus dem Öffnungsspalt 8 des Deckbleches 6 zurückzieht.

Claims (3)

1. Vorrichtung zur Abdichtung von Spritzgießwerkzeugen beim Anformen von Schuhsohlen mit elastischer Dichtlippe entlang der Dichtkante des Sohlenansatzes des Schuhschaftes, wobei die Sohle auf einem zweigeteilten, aus Hacken und Vorderfuß bestehenden Leisten aufgezogen ist, gekennzeichnet dadurch, daß je ein Dichtelement (4) in einer halbkreisförmigen Ringnut (7) des Hackens (3) und des Vorderfußes (2) des Leistens (1) liegt und die Dichtlippe (5) des Dichtelementes (4) in einem, in ein Deckblech (6* eingefrasten Öffnungsspalt (8) der Dichtkante (15) steckt, wobei das Deckblech (6) zur Aufnahme des schlauchförmigen Dichtelementes (4) eine halbellyptische Ringnut (9) besitzt, und daß die Dichtlippe (5) im druckbeaufschlagten und damit im ellyptisch aufgeweiteten Zustand des Dichtelementes (4) durch den Öffnungsspalt (8) über die Dichtkante (15) hinausragend und an der Schuhsohle anliegend angeordnet ist und daß im verspannten Leisten (1) eine Luftzuführungsmöglichkeit bestehend aus einem Luftzuführungskanal (17), einem Luftventil (11), einem Verbindungskanal (19) zum Dichtelement (4) ausgeführt ist und daß in einer Teilungsebene (16) des Leistens (1) ein Schaltelement des Luftventiles (12) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Dichtlippe (5) im drucklosen Zustand des Dichtelementes (4) nicht über die Dichtkante (15) hinausragend angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß bei entspanntem Leisten (1)eine Luftabführungsmöglichkeit vom Dichtelement (4) bestehend aus dem Verbindungskanal (19), dem Luftventil (11) und einem Luftabführungskanal (18) ausgeführt ist.
DD32273688A 1988-12-07 1988-12-07 Vorrichtung zur abdichtung von spritzgiesswerkzeugen beim ansohlen von schuhsohlen DD277640A1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT403677B (de) * 1996-05-28 1998-04-27 Schuetzeneder Thomas Verfahren und vorrichtung zum anschäumen einer vorgefertigten sohlenschale mit hochgezogener umrandung an einen aufgeleisteten schuhschaft
DE19653849A1 (de) * 1996-12-21 1998-06-25 Kloeckner Desma Schuhmaschinen Vorrichtung zur Herstellung von Sandalen

Cited By (3)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT403677B (de) * 1996-05-28 1998-04-27 Schuetzeneder Thomas Verfahren und vorrichtung zum anschäumen einer vorgefertigten sohlenschale mit hochgezogener umrandung an einen aufgeleisteten schuhschaft
DE19653849A1 (de) * 1996-12-21 1998-06-25 Kloeckner Desma Schuhmaschinen Vorrichtung zur Herstellung von Sandalen
DE19653849C2 (de) * 1996-12-21 1999-06-17 Kloeckner Desma Schuhmaschinen Vorrichtung zur Herstellung von Sandalen

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