DD277930A1 - Verfahren zur herstellung von polyethylenterephthalatfasern mit hoher festigkeit - Google Patents

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DD277930A1
DD277930A1 DD32294588A DD32294588A DD277930A1 DD 277930 A1 DD277930 A1 DD 277930A1 DD 32294588 A DD32294588 A DD 32294588A DD 32294588 A DD32294588 A DD 32294588A DD 277930 A1 DD277930 A1 DD 277930A1
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polyethylene terephthalate
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DD32294588A
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Lutz Behrendt
Heidi Beier
Frank Billig
Juergen Boettger
Harald Eckhardt
Anette Kirschnick
Heidrun Fabig
Birgit Rabe
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Engels Chemiefaserwerk Veb
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Polyethylenterephthalatfasern mit hoher Festigkeit. Das Verfahren wird bei der Herstellung von Polyesterfasern zur Verstreckung derselben eingesetzt. Auf konventionell ersponnene Synthesefaeden aus Polyethylenterephthalat wird mit der Spinnpraeparation Diethylenglykol oder Glyzerin als temporaer wirkendes Verstreckhilfsmittel aufgetragen, das in die Spinnfaeden eindiffundiert und durch intermolekulare Wechselwirkung mit dem Polymeren eine optimale Verstreckung gewaehrleistet.

Description

Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, daß die textil-physikalischen Eigenschaften und davon insbesondere die Festigkeit der Polyesterfasern weitgehend vom Molekulargewicht des Polymeren und vom technologischen Ablauf der Verstreckung beeinflußt werden. So besteht eine Arbeitsrichtung zur Erzielung hochfester Polyesterfasern in der Molekulargewichtserhöhung des zu verspinnenden Polymeren sowohl durch Viskositätserhöhung der Spinnschmelze als auch durch Festphasenpolykondensation von Polyestergranulat mit nachfolgender Verspinnung (H. Ludewig, Polyesterfasern, Chemie und Technologie, Akademie-Verlag Berlin, 1975, S. 113). Neben dem energetischen Mehraufwand und der Reduzierung der Raum-Zeit-Ausbeute geht diese Verfahrensweise jedoch mit einer negativen Beeinflussung dss Reckprozesses einher, so daß nur bei absoluter Konstanz aller Prozeßparameter letztendlich die Festigkeitserhöhung der Fasern erreichbar ist.
Aus diesem Grunde hat sich in der Praxis der Weg der Festigkeitserhöhung der Fasern durch gezielte Beeinflussung des Reckprozesses durchgesetzt.
Mögliche Verfahrensweisen sind dabei die Verstreckung in zwei Stufen (US-PS 3816486, JP-PS 85014122, JP-PS 59150109) sowie die Einstellung spezieller Temperaturprofile im Bereich Verstreckung und Fixierung gemäß JP-PS 59211619 und JP-PS 59125905. Zur Erzielung der höheren Festigkeitswerte werden hierbei generell höhere Reckverhältnisse beim Verstreckprozeß angewendet, wodurch die Anlagen schneller verschleißen und auf den Galetten häufiger Wickelbildungen auftreten.
Weiterhin ist es üblich, die Spinnfäden mit einem Präparationsmittel zu versehen, welches dem multifilen Faden den für die Weiterverarbeitung erforderlichen Fadenschluß gibt, die Gleitfähigkeit erhöht und die Neigung zu elektrostatischen Aufladungen beseitigt. Hierbei finden beispielsweise nachfolgende Stoffe, z.T. in Kombination, Anwendung: Fettalkohol-Ethylenoxid-Kondensationsprodukte, Fettsäureester, Mineralöle, Alkylphenylpolyglykolether, sulfonierte Rizinolsäurebutylester und Alkylarylsulfonate (Ludewig, Polyesterfasern, Chemie und Technologie, Akademie-Verlag Berlin 1975, S. 275ff.). Der Zusatz dieser Mittel gewährleistet lediglich eine relativ störungsfreie Verstreckbarkeit des Spinngutes. Eine intermolekulare Wechselwirkung mit dem Polymerkörper und eine Festigkeitsarhöhung der Faser treten jedoch nicht ein.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Herstellung von Polyethylenterephthalatfasem mit hoher Festigkeit unter geringem apparativem und energetischem Aufwand.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von Polyethyler.terephthalatfasern mit hoher Festigkeit durch gezielte Beeinflussung des Ve-streckprozesses zu schaffen. Das erfolgt durch Zusatz eines in die Spinnfäden eindiffundierenden intermolekular und temporär wirkenden mehrwertigen Alkohols als Verstreckhilfsmittel zur Spinnpräparation vor dem Verstreckpro?eß.
Erfindungsgemäß wird auf die frisch ersponnenen Polyethylenterephthalat-Fäden Diethylenglykoi oder Glyzerin als temporär wirkendes Verstreckhilfsmittel, das in die Spinnfäden eindiffundiert und durch intermolekulare Wechselwirkung mit dem Polymeren eine optimale Verstreckung gewährleistet, aufgetragen.
Die Zugabe des Verstreckhilfsmittels erfolgt zur Spinnpräparation und wird zusammen mit dieser auf die Polyethylenterephthalatfäden aufgetragen. Dabei beträgt die Konzentration des Diethylenglykols oder des Glyzerins 2 bis 5g pro 100g Spinnpräparation. Die Einwirkungszeit des Verstreckhilfsmittels liegt zur Gewährleistung der Diffusion im Bereich von 3 bis 72 Stunden. Das Verstrerkhilfsmittel diffundiert insbesondere durch Wärmezuführung bei der Thermofixierung wieder aus der Faser ab.
Ausführungsbeispiele
Auf die unter Verwendung eines Göttfert-Laborextruders ersponnenen Polvesterfäden wurde mittels der Benetzungswalze das Verstreckhilfsmittel gleichzeitig mit der Spinnpräparation aufgetragen (Einsatzkonzentrationen siehe Tabelle). Das aufgespulte Spinnkabel wurde 48 Stunden bei Raumtemperatur zwischengelagert.
Die Verstreckung des Spinnkabels erfolgte auf einer Laborreckanlage in einer Stufe mit einem Verstreckverhältnis von 1:5 bzw. im Vergleichsbeispiel mit einem möglichen Verstreckverhältnis von 1:4,ö. Im Anschluß daran wurde das Fasermaterial bei 1400C spannungsfrei thermofixiert, wobei die Restt des Verstreckhilfsmittels abgetrieben wurden. Die Prüfung der Faserproben erbrachte nachfolgende Ergebnisse:
Beispiel Badkonzentration Feinheit Festigkeit Dehng.
(tex) (mN/tex) (%)
1 0,6% Smotilon K3/Marvelan KK 0,465 489.6 38,0
(Vergleich) (85:15)
2 0,6% Smotilon KS/Marlevan KK 0,414 515,2 36,9
(85:15)
5,0%Diethylenglykol
3 0,6% Smotilon KS/Marlevan KK 0,440 529,6 35,0
5,0% Glyzerin

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung von Polyethylenterephthalatfasem mit hoher Festigkeit durch Zusatz eines in die Spinnfäden eindiffundierenden, intermolekular und temporär wirkenden mehrwertigen Alkohols als Verstreckhilfsmittel zur Spinnpräparation vor dem Verstreckprozeß, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Spinnfäden Diethylenglykoi oder Glyzerin in einer Konzentration von 2 bis 5g pro 100g Spinnpräparation aufgetragen wird und die Einwirkungszeit des Verstieckhilfsmittels auf das Spinnmaterial 3 bis 72 Stunden beträgt.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur verbesserten Reckbarkeit von ersponnenen Polyethylentereplithalatfäden. Das Verfahren ist bei der Herstellung von Polyethylenterephthalatfasem anwendbar.
DD32294588A 1988-12-12 1988-12-12 Verfahren zur herstellung von polyethylenterephthalatfasern mit hoher festigkeit DD277930A1 (de)

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