DD278352A1 - Ueberfettungsmittel fuer toilettenseifen - Google Patents

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DD278352A1
DD278352A1 DD32346088A DD32346088A DD278352A1 DD 278352 A1 DD278352 A1 DD 278352A1 DD 32346088 A DD32346088 A DD 32346088A DD 32346088 A DD32346088 A DD 32346088A DD 278352 A1 DD278352 A1 DD 278352A1
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DD
German Democratic Republic
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natural fatty
propylene glycol
mixture
alcohols
partial ester
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Application number
DD32346088A
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Inventor
Thomas Kunz
Simone John
Christoph Kehrer
Original Assignee
Miltitz Chem Werk
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Abstract

Ueberfettungsmittel fuer Toilettenseifen, enthaltend hochgereinigtes aromatenfreies Vaselinum flavum oder Paraffinum perliquidum, ein Partialestergemisch aus natuerlichen Fettsaeuren mit 1,2-Propylenglykol und Glycerin, mehrwertige Alkohole, ein Gemisch aus natuerlichen Fettalkoholen und ein Partialestergemisch aus natuerlichen Fettsaeuren und natuerlichen Fettalkoholen.

Description

Überfettungsmittel für Toilettens ;fon
Die Erfindung betrifft ei.-i GemisLi ι Rohstoffen, das als Überfettungsmittel in Toilettenseifen eingesetzt wird.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Ausgehend vom internationalen Trend stellt der Verbraucher an Toilettenseifen hinsichtlich der Gebrauchswerteigenschaften im wesentlichen folgende Erwartungen oder auch Forderungen:
- guter Wasch-und Reinigungseffekt
- Gute Schaumeigenschaften
- guter Duft mit eventueller Langzeitwirkung
- pflegende: Eigenschaften, d.h. „milde" Reinigung der Haut.
Bekanntlich wird die natürliche Säureschutzschicht der Haut durch Tenside, also auch durch Seifen auf der Basis der Natriumsalze längerkettiger, gesättigter und ungesättigter Carbonsäuren angegriffen und auch mehr oder weniger zerstört. Zur Vermeidung von Hautreizungen und -Schädigungen und zur Pflege der Haut werden deshalb in Toilettenseifen Seifenzusätze mit rückfettenden Eigenschaften, sogenannte Überfettungsmittel, zur Anwendung gebracht. Diese Zusätze sollten einerseits durch die Haut resorbierbar sein und eine gewisse Tiefenwirkung haben und andererseits eine vorübergehende künstliche Schutzschicht auf der Haut erzeugen. Diese Schutzschicht verhindert das Austrocknen der Haut, zeichnet mit verantwortlich für eine Geschmeidigkeit der Haut nach dem Waschprozeß und schützt nachfolgend vor der Einwirkung verschiedener äußerer Einflüsse. Die pflegenden Zusätze verringern die mit dem Waschvorgang verbundene Rauhigkeit der Haut, beeinflussen die Alkalineutralisation der Haut positiv, bewirken eine Wasserretention in der Hornschicht und eine „salbenartige" Wirkung auf der Haut. Im wesentlichen werden diese Wirkungen durch den bei modernen Kosmetika so viel zitierten Moisterizer-Effekt beschrieben.
Neben den durch die Konstitution des Pflegemittels zu erwartenden kosmetischen Effekten spielen natürlich subjektive Faktoren eine keinesfalls untergeordnete Rolle hinsichtlich der Pflegewirkung, wie z. B.
- Art des Hauttyps
- Zustand der Haut
- Verweilzeit der Seife und damit des Rückfettens auf der Haut (Intenität und Häufigkeit der Wäsche)
- Wasserqualität
- mechanische Art des Reinigungs- und Waschvorganges usw.
In der kosmetischen Industrie und speziell in der Seifenherstellung hat der Pflegemittelzusatz und das Rückfettungsmittel Lanolin seit Jahrzehnten eine große Bedeutung. Derivate des Lanolins, z. B. Lanolin-Sulfosuccinate, sollen die pflegenden Eigenschaften des Lanolins durch einen verstärkten Moisterizer-Effekt noch erhöhen. Ein solches Produkt wird unter dem Warenkennzeichen REWO-LAN 5 vertrieben
Die Zusammensetzung wird in Janistyn, Band 1, Dr. Alfred Hüthig-Verlag, Heidelberg, ϊ 169, wie folgt beschrieben:
- Glyceride
- Cholesterin
- Isocholesterin
- aliphatische Alkohole
- Iso-Alkohole und antiiso-Alkohole
- Diole
- Kohlenwasserstoffe.
Es ist auch bekannt, djrch geeignete Rohstoffe und Präparate Lanolinsubstitute zu entwickeln und einzusetzen (Seifensiederzeitung vom 21.09.1938, S. 749 bis 750- Einsatz von Wachsalkoholen in Toilettenseifen; Seifen, Fette, Öle, Wachse Nr. 18/1985, Seite 598 - Einsatz von Ethylenglykolals Seifenveredlungs- und Überfettungsmittel). Nachteilig dabei ist, daß solche Einzelsubstanzen oder Rohstoffe nicht die Wirkung von Lanolin erreichen. Es sind im wesentlichen billige Ersatzvarianten für Toilettenseifen niedrigerer Preisklassen.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, Überfettungsmittelgemische spezifischer Konstitution aus herkömmlichen Rohstoffen zu entwickeln, die der Wirksamkeit des Lanolins gleich oder zumindest nahekommen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Es bestand somit die Aufgabe, Überfettungsmittelgemische zu entwickeln, die maximale Pflegeeigenschaften aufweisen und für den technologischen Prozeß der Seifü^.herstellung hinsichtlich Verarbeitbarkeit und Ersetzbarkeit geeignet sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß man Überfettungsmittelgemische einsetzt, die 10 bis 45Ma.-% hochgereinigtes aromatenfreies Vaselinum flavum mit einem Schmelzbereich von 37 bis 460C oder Paraffinum perliquidum mit einem Stockpunkt von -150C und einer Viskosität bei 2O0C von 39bis48cp, 10 bis 40 Ma.-% eines Partialestergemisches aus natürlichen Fettsäuren mit 1,2-Propylenglykol und Glycerin, 3 bis 54Ma.-% mehrwertige Alkohole, 7 bis 12Ma.-% eines Gemisches aus natürlichen Fettalkoholen mit vorzugsweise C16 bis C18 und 10 bis 25Ma.-% eines Partialestergemischos aus gesättigten natürlichen Fettsäuregemischen mit natürlichen gesättigten Fettalkoholgemischen rriit jeweils C16 bis C18 enthalten.
Als mehrwertige Alkohole können 1,2-Propylenglykol, Glycerin oder Sorbit eingesetzt werden.
Die erfindungsgemäßen Überfettungsmittelgemische zeichnen sich durch ihre helle Farbe und einen angenehmen geringen Eigengeruch aus; Eigenschaften also, die für Seifenzusatzmittel ebenfalls sehr wesentlich sind.
Die visuelle und sensorische Beurteilung der Überfettungsmittelgemische ergab:
Farbe: weiß bis hellgelb
Konsistenz: pasten-, salbenartige und streichfähige Massen
Geruch: schwach wahrnehmbarer angenehmer Eigengeruch.
Vergleichsmuster von Lanolin- und Rewolanproben sind hinsichtlich Farbe und Geruch geringer zu bewerten. Die Beurteilungen wurden bei Raumtemperatur vorgenommen. Von Geruch und Farbe ausgehend können die Überfettungsmittelgemische gemäß Erfindung als „seifenfreundlich" eingestuft werden.
Ausführiingsbeispiele
In den Ausführungsbeispielen wurden die Einzelkomponenten mit ihren Warennamen bzw. mit ihrer handelsüblichen Bezeichnung in Ma.-% angegeben. Das Beispiel 1 enthält die Rezeptur, die für alle zentral durchgeführten Tests zur Anwendung
Die Zugabe der Überfettungsmittelgemische erfolgt in gleichen Mengenanteilen wie Lanolin oder Rewolan und entsprechend der Preisklasse der Toilettenseifen.
Die in den Beispielen genannten Überfettungsmittelgemische sind in der DDR gehandelte Rohstoffe, die wie folgt beschrieben werden können:
Vaselinum flavum: höher siedende langkettigegestättigte Kohlenwasserstoffe
Paraffinum perliquidum: höher mittel siedende langkettige gesättigte Kohlenwasserstoffe
RofacerST: Wachsester aus gesättigten natürlichen Fettsäuregemischen (C 16 bis C18) und gesättigten
natürlichen Fettalkoholgemischen der gleichen Kettenlänge
Rofanol PS: Gemisch gesättigter natürlicher Fettalkoh ' > mit vornehmlich C16 und C18
Sorbit: sechswertiger Zuckeralkohol
Rofetan GP: Partialestergemisch natürlicher Fettsäuren mit 1,2-Propylenglykol und Glycerin.
Beispiel 1:
45% Vaselinum flavum werden bis auf 60 bis 7O0C erwärmt. Anschließend werden 13% Rofacer ST und 9% Rofanol PS hinzugewogen. Danach wird bei obigen Temperaturen kurzzeitig temperiert. In der Reihenfolge wird mit 13% Propylenglykol-1,2 und 20% Rofetan GP das Gemisch fertiggestellt und abgekühlt.
Die Zugabe zum Ansatz der Toilettenseife kann als Paste oder in Form einer Parfümölemulsion, die das erfindungsgemäße Überfettungsmittelgemisch enthält, erfolgen.
Die Verarbeitungstechnologie der Gemische ist analog der von Lanolin und Rewolan.
Beispiel 2:
45% Paraffinum perliquidum werden analog Beispiel 1 erhitzt. Danach werden 13% Rofacer ST und 9% Rofanol hinzugewogen. 13% Propylenglykol-1,2 und 20% Rofetan GP komplettieren den Ansatz.
Beispiel 3:
18% Vaselinum flavum werden gemäß Beispiel 1 erwärmt. Darin werden 7% Rofanol PS und 11 % Rofacer STgeschmolzen. 54% Sorbit und 10% Rofetan GP ergeben den Ansatz.
Beispiel 4:
18% Vaselinum flavum werden gemäß Beispiel 1 erwärmt. Darin werden 7 % Rofanol PS und 11 % Rofacer ST geschmolzen. 54% Propylenglykol-1,2 und 10% Rofetan GP ergeben den Ansatz.
Beispiel 5:
10% Vas3linum flavum oder Paraffinum perliquidum werden gemäß Beispiel 1 erwärmt. Darin werden 10% Rofanol PS und 20% Rofacer ST gelöst. Anschließend werden 20% Sorbit oder Propylenglykol-1,2 hinzugegeben. 40% Rofetan GP komplettieren den Ansatz.
Die in den Beispielen aufgeführten Komponenten werden einzeln ode. in bestimmten Kombinationen in unterschiedlichen kosmetischen und pharmazeutischen Erzeugnissen verwendet.

Claims (2)

1. Überfettungsmittel für Toilettenseifen, dadurch gekennzeichnet, daß sie 10 bis 45Ma.-% hochgereinigtes aromatenfreies Vaselinum flavum mit einem Schmelzbereich von 37 bis 460C oder Paraffinum perliquidum mit einem Stockpunkt von -15°C und einer Viskosität bei 200C von 39 bis 48cp, 10 bis 40Ma.-% eines Partialestergemisches aus natürlichen Fettsäuren mit 1,2-Propylenglykol und Glycerin, 3 bis 54Ma.-% mehrwertiger Alkohole, 7 bis 12 Ma.-% eines Gemisciies aus natürlichen Fettalkoholen mit vorzugsweise C16 bis C18 und 10 bis 25Ma.-% eines Partialestergemisches aus gesättigten natürlichen Fettsäuregemischen mit natürlichen Fettalkohülgemischen mit jeweils C16 bis C18 enthalten.
2. Überfettungsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mehrwertigen Alkohole, 1,2-Propylenglykol, Glycerin oder Sorbit sind.
DD32346088A 1988-12-20 1988-12-20 Ueberfettungsmittel fuer toilettenseifen DD278352A1 (de)

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