DD279701A5 - Verfahren und vorrichtung zur kontinuierlichen permanenten dekatier- und fixierbehandlung von geweben, gewirken u. dgl. - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur kontinuierlichen permanenten dekatier- und fixierbehandlung von geweben, gewirken u. dgl. Download PDF

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DD279701A5
DD279701A5 DD88312250A DD31225088A DD279701A5 DD 279701 A5 DD279701 A5 DD 279701A5 DD 88312250 A DD88312250 A DD 88312250A DD 31225088 A DD31225088 A DD 31225088A DD 279701 A5 DD279701 A5 DD 279701A5
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung zur kontinuierlichen permanenten Dekatier- und Fixierbehandlung von mit einem Fixiermittel vorbehandelten Geweben, Gewirken und dergleichen. Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung zur Ausfuehrung desselben aufzuzeigen, bei welchem unabhaengig von der Art und Geschwindigkeit des Textilgutes sowie der Temperatur des Daempfzylinders stets ein optimaler Dekatier- und Fixiereffekt erreicht wird. Diese Aufgabe wird dadurch geloest, dass der Wassergehalt der nach dem Daempfen freiwerdenden Dampfschwaden laufend gemessen wird und die Messwerte in einen Reglerkreis eingegeben werden, welcher auf die Befeuchtungsvorrichtung in der Weise einwirkt, dass dem vorbehandelten Textilgut soviel Wasser zugefuehrt wird wie waehrend der Dekatier- und Fixierbehandlung dem Textilgut entzogen wird. Figur

Description

Zweckmäßig liegt in dem Reglerxreis zwischen dem Sensor und dem Antriebsmotor ein Meßumformer und Verstärker. Vorteilhaft liegt zwischen dam Meßumformer und Verstärker und dem Antriebsmotor ein Stromrichter. Nach einer weiteren Ausführungsvariante liegt zwischen dem Meßumformer und Verstärker und dem Antriebsmotor ein Frequenzrichter. Bei der erfindungsgemäßen Methode erfolgt aus den erhaltenen Meßwerten ein direkter Eingriff in die Mengen-Dosierung für die Wasserzufuhr. Das vor der Dekatier- und Fixierbehandlung dem Textilgut zugeführte Wasser wird im Bereich der Dekatier- und Fixierzone zunächst auf eine oberhalb der Verdampfungstemperatur liegende Temperatur gebracht. Da das Textilgut mit Hilfe eines gasundurchlässigen Druckbandes mit sehr hohem, den Wärmeübergang verbessernden Anpreßdruck gegen den Dämpfzylinder gepreßt wird, kann innerhalb dieser Behandlungszone kein Dampf entweichen. Der Dampf wird vielmehr erst frei, sobald das Textilgut die Behandlungszone verlassen hat. In der Praxis läßt sich aus den Meßwerten der Feuchtigkeit der Dampfschwaden (prozentualer Wassergehalt des Dampfes) klar erkennen, bei welchem Wert der optimale Fixiorungspunkt liegt. Dieser einmal gefundene Wert gilt dann als Sollwert und sobald Abweichungen gemessen werden, erfolg*, über den Steuerkreis eine entsprechende Nachregelung, beispielsweise in Form einer Drehzahlregelung der die Befeuchtungsvorrichtung beaufschlagenden Förderpumpe. Dabei könnte die Wassermangenregelung auch durch eine Druckregelung ersetzt werden. Das erfindungsgemäße Verfahren hat den großen Vorteil, daß die dem Textilgut zuzuführende Wassermenge stets unter der Berücksichtigung nachstehender Einflußgrößen erfolgt: Faserart, Flächengewicht, Fadendichte, Porenvolumen, Eingangsfeuchte, Saugfähigkeit, Laufgeschwindigkeit, Behandlungstemperatur und Anpreßdruck während der Fixierung. Wenn beispielsweise die gemessene Feuchtigkeit der Dampfschwaden den optimalen Punkt überschreitet, so muß die dem Textilgut zugeführte Wassermenge gedrosselt werden. Wi:d hingegen eine Minderung des Wassergehaltes des Dampfes festgestellt, so wird über den Reglerkreis die Wassermenge erhöht. Damit wird eine artikel- und geschwindigksitsunabhängige Regelung erzielt.
In dem Reglerkreis können Sensoren verschiedenster Art verwendet werden. So kann zum Beispiel ein Zirkonia-Feuchtigkeitsanalysator mit einem Zirkonia-Sauerstoffsensor verwendet werden. Der Sensor kann direkt in der Meßatmosphäre, im vorliegenden Falle also in den Dampf schwaden, eingesetzt werden, wodurch die genauesten Meßwerte zu verzeichnen sind. Der Analysator hat eine Digitalanzeige, aufweicher der Gehalt des Wasserdampfes in Volumenprozenten kontinuierlich angezeigt wird. Schnelles Ansprechen, hervorragende Stabilität und wartungsfreier Betrieb erleichtern diesen Regelvorgang. Das Zirkonia-Element besteht aus Zirkonkeramik, welches sich bei hohen Temperaturen Sauerstoffionen gegenüber wie ein fester Elektrolyt verhält. Wenn auf der Innen- und Außenseite des Zirkonkeramik-Rohrs beheizt1; Platinelektroden montiert werden, bewirkt die Differenz zwischen den Sauerstoff-Partialdrückan auf der Innen- und Außenseite des Rohrs einen Elektronenfluß durch den Elektrolyten hindurch. Zwischen den beiden Elektroden baut sich eine Spannung auf. Wenn der zu messende Dampf die eine Elektrode (Referenz-Elektrode) und Luft die andere Elektrode überstreicht, entsteht an den Elektroden eine entsprechende Spannung, die als Regelgröße über einen Meßwertumformer dem Reglerkreis zur Verfügung steht. Man kann aber auch einen Lithium-Chlorid-Feuchtefühler verwenden. Dieser gewährleistet durch seinen speziellen Aufbau eine Feuchtemessung nach dem Taupunkt-Meßverfahren, und zwar unabhängig vom Luftdruck und von der Lufttemperatur und innerhalb eines großen Feuchtigkeitsbereiches. Das Meßprinzip des Lithium-Chlorid-Feuchtefühlers besteht darin, daß die hygroskopische Lithium-Chlorid-Lösung auf dem Meßelement soweit erwärmt wird, bis der Feuchteaustausch zwischen der Lithium-Chlorid-Lösung und dem das Meßelement umströmenden Dampf in beiden Richtungen gleich groß ist. Die Temperatur der Lithium-Chlorid lösung, bei der sich dieser Gleichgewichtszustand einstellt, ist ein direktes Maß für die absolute Feuchte. Man kann aber auch iuf dem Laserstrahl-Prinzip Feuchtigkeitsmeßvorrichtungen einsetzen. Der gebündelte Laserstrahl durchbricht die Dampfatmosphäre quer zur Bewegungsrichtung der Dampfschwaden und gibt je nach Widerstand der Wasserteilchen einen entsprechenden Wert an einen Empfänger weiter. Die von diesem erhaltenen Impulse können nach entsprechender Verstärkung und Umformung in den Reglerkreis eingesteuert werden.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels nähererläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung ist in rein schematischer Weise eine Ansicht der Vorrichtung gemäß der Erfindung dargestellt.
Mit 1 ist ein beheizbarer, drehbarer Dämpfzylinder bezeichnet, während mit den Bezugsziffern 3-5 Umlenkwalzen angedeutet sind, um welche ein gasundurchlässiges, endloses Druckband 6 herumgeführt ist. Dieses Druckband 6 liegt in dem den Dämpfzylinder 1 umgebenden Teil unmittelbar auf dem zu dekatierenden und fixierenden Textilgut 7 auf.
Die Zufuhr- bzw. Abführrichtung des Textilgutes 7 sind mit entsprechenden Pfeilen angedeutet.
Die Umlenkwalze 4 ist beheizt, so daß das Druckband 6 unabhängig vom Dämpfzylinder 1 beheizbar ist. Die Umlenkwalze 5 ist stufenlos spannbar, so daß maximale Spannkräfte (etwa 6,0kg/m2) auf das Textilgut 7 während der Dekatier- und Fixierbehandlung erzeugt werden.
Bevor das Textilgut 1 in den Bereich des Dämpfzylinders 1 einläuft, wird ersteres mittels einer Befeuchtungsvorrichtung 8 befeuchtet. Diese Befeuchtungsvorrichtung 8 ist vor dem Dämpfzylinder 1 angeordnet, damit dia aufgebrachte Wassermengo in Form klein^tsr Tröpfchen verlustfrei in die Dekatier- und Fixierzone einlaufen kann. Zur Erzielung e'ner optimalen Befeuchtung werden zwe-xmäßig Rotoren-Sprüheinrichtungen verwendet, welche das Sprühgut in Form eines strichdünnen Sprühfächers auf das Textilgut 7 aufbringen.
Mit 9 ist ein Sensor bezeichnet, welcher die Feuchtigkeit der von dem dekatierten und fixierten Textilgut 7 freigegebenen Dampfschwaden analysiert. Dieser Sensor 9 befindet sich - in Laufrichtung des Textilgutes 7 gesehen - unmittelbar hinter der Dekatier- und Fixierzone.
Als Sensor 9 kann ein Zirkonkeramik-Element oder ein Lithium-Chlorid-Feuchtefühler bzw. ein Laserstrahl eingesetzt werden.
Die de.i prozentualen Wassergehalt des Dampfes kennzeichnenden Meßwerte des Sensors 9 werden über einen Meßumformer und Verstärker 10 einem Reglerkreis zugeführt. Die Meßwerte werden dann entweder über einen S'.romrichter 11 in einen Gleichstrom-Motor 12 oder über einen Frequenzrichter 11 a in einen Drehstrom-Motor 12a eingesteuert, wodurch die Drehzahl
der Förderpumpe 13 geregelt wird. Hierdurch ist eine Dosierung der dem Textilgut 7 zugeführten Wassermenge gegeben. Anstelle einer Drehzahlregelung kann auch Ober eine Druckregelung des lugeführten Wassers eine Mengendosierung erfolgen, wobei die Praxis genauere Ergebnisse mit der Drehzahlregelung der Förderpumpe 13 zeigt.
Es ist auch denkbar, daß anstelle der Befeuchtung des Textilgutes 7 vor dem Dämpfzyiinder 1 eine Absaugvorrichtung angeordnet ist, welche die Aufgabe hat, relativ nasses Textilgut 7 auf eine bestimmte Restfeuchte zu trocknen. In diesem Falle werden die vom Sensor 9 ermittelten Meßwerte in der vorbeschriebenen Weise nach Umformung und Verstärkung für eine Drehzahlregelung einer vakuumpumpe für die Absaugvorrichtung verwendet. Dabei beeinflußt die Größe des Vakuums im Bereich der Absaugvorrichtung die Eingangsfeuchte des Textilgutes 7.

Claims (3)

1. Verfahren zur kontinuierlichen permanenten Dekatier- und Fixierbehandlung von mit einem Fixiermittel vorbehandelten Geweben, Gewirken u. dgl., mit zumindest einem drehbar gelagerten Dämpfzylinder und einem über Umlenkwalzen geführten, beheizbaren und gasundurchlässigen Druckband, welches auf den den Zylinder umgebenden Teil des Textilgutes Druckkräfte ausübt und das Textilgut zur Aktivierung des Fixiermittels vor dem Dämpfen befeuchtet wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Wassergehalt der nach dem Dämpfen freiwerdenden Dampfschwaden 'aufend gemessen wird und die Meßwerte in einen Reglerkreis eingegeben werden, welcher auf die Befeuchtungsvorrichtung (8) in der Weise einwirkt, daß dem vorbehandelten Textilgut (7) so viel Wasser zugeführt wird wie während der Dekatier-und Fixierbehandlung dem Textilgut (7) entzogen wird.
2. Vorrichtung zur kontinuierlichen permanenten Dekadier- und Fixierbehandlung, dadurch gekennzeichnet, daß als Meßgerät ein Sensor (9) vorgesehen ist, der die Meßwerte einem regelbaren Antriebsmotor (12 bzw. 12a) einer die Befeuchtungsvorrichtung (8) beaufschlagenden Förderpumpe (13) zuführt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Reglerkreis zwischen dem Sensor (9) und dem Antriebsmotor (12 bzw. 12 a) ein Meßumformer und Verstärker liegt.
Hierzu 1 Seite Zeichnung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein Vorrichtung zur kontinuierlichen permanenten Dekatier- und Fixierbehandlung von Geweben, Gewirken u.dgl. Bei einer bekannten Methode bzw. Vorrichtung dieser Art wird das mit einem Fixiermittel ielte Textilgut zur Aktivierung des Fixiermittels vor dem Dekatier- und Fixiervorgang befeuchtet.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Es sind die verschiedensten Verfahren und Vorrichtungen zur permanenten Dekatier- und Fixerbehandlung von Geweben bekannt. Dabei kann das aktivierte Fixiermittel in dem Textilgut unter den physikalischen Fixiorbedingungen, z. B. Temperatur, Zeitdauer und mechanischem Anpreßdruck ausreagieren. Hierbei spielt die Menge der auf das Textilgut aufzubringenden Feuchtigkeit für den Dekatier- und Fixiereffekt eine wesentliche Rolle. Die Praxis zeigt eindeutig, daß bei zu geringer Feuchtigkeit des Textilgutos vor dem Eintritt in die Dekatier- und Fixierzone nur eine schwache Fixierung erfolgt, während bei zu hoher Feuchtigkeit eine maximale Fixierwirkung ebonfalls ausbleibt, weil in letzterem Falle mengenmäßig mehr Chemikalien aktiviert werden als letztlich bei der kontinuierlichen Behandlung mit der relativ kurzen Einwirkzeil Fixiergut ausreagieren kann. Ein optimaler Ausfall des Fixiergutes hängt im übrigen auch noch von der Faserart, dem Flächengewicht, der Fadendicke, dem Porenvolumen, der Eingangsfeuchte, der Saugfähigkeit des Textilgutes sowie der Behandlungstemperatur und dem Preßdruck beim Fixieren ab.
Ziel der Erfindung
Es ist das Ziel der Erfindung, eine ständig gleichbleibende Qualität zu erreichen, wobei die einwirkenden Negativfaktoren im Einfluß reduziert sind.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung zur kontinuierlichen permanenten Dekatier- und Fixierbehandlung von mit einem Fixiermittel vorbehandeln Geweben, Gewirken u. dgl., mit zumindest einem drehbar gelagerten Dämpfzylinder und einem über Umlenkwalzen geführten, beheizbaren und gasundurchlässigen Druckband, welches auf den den Zylinder umgebenden Teil des Textilgutes Druckkräfte ausübt und das Textilgut zur Aktivierung des Fixiermittels vor dem Dämpfen befeuchtet wird, zu schaffen, bei welchem unabhängig von der Art und Geschwindigkeit des Textilgutes sowie der Temperatur des Dämpfzylinders stets ein optimaler und reproduzierbarer Dekatier- und Fixiereffekt erreicht wird. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Wassergehalt der nach dem Dämpfen freiwerdenden Dampfschwaden laufend gemessen wird und die Meßwerte in einen Reglerkreis eingegeben werden, welcher auf die Befeuchtungsvorrichtung in der Weise einwirkt, daß dem vorbehandelten Textilgut soviel Wasser zugeführt wird wie während der Dekatier- und Fixierbehandlung dem Textilgut entzogen wicd. Hierdurch wird sichergestellt, daß während des Dämpfvorganges das gesamte aktivierte Fixiermittel reagiert mit der Folge eines optimalen permanenten Dekatier- und Fixiereffektes.
Die zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens erforderliche Vorrichtung weist einen Sensor auf, der die Meßwerte einem regelbaren Antriebsmotor einer die Befeuchtungsvorrichtung beaufschlagenden Förderpumpe zuführt.
DD88312250A 1987-07-11 1988-01-15 Verfahren und vorrichtung zur kontinuierlichen permanenten dekatier- und fixierbehandlung von geweben, gewirken u. dgl. DD279701A5 (de)

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