DD280661A3 - Verfahren zur reinigung von reaktionsgefaessen oder verarbeitungsmaschinen von estergruppen enthaltenden polymeren vom integraltyp - Google Patents

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DD280661A3
DD280661A3 DD87303054A DD30305487A DD280661A3 DD 280661 A3 DD280661 A3 DD 280661A3 DD 87303054 A DD87303054 A DD 87303054A DD 30305487 A DD30305487 A DD 30305487A DD 280661 A3 DD280661 A3 DD 280661A3
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Dieter Lehmann
Manfred Raetzsch
Marlies Lehmann
Helga Kohlisch
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Akad Wissenschaften Ddr
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    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D7/00Compositions of detergents based essentially on non-surface-active compounds
    • C11D7/22Organic compounds
    • C11D7/32Organic compounds containing nitrogen
    • C11D7/3218Alkanolamines or alkanolimines
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
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    • C11D2111/00Cleaning compositions characterised by the objects to be cleaned; Cleaning compositions characterised by non-standard cleaning or washing processes
    • C11D2111/10Objects to be cleaned
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Abstract

Die Erfindung beinhaltet ein Verfahren zur schnelleren und gruendlicheren Reinigung von Reaktionsgefaessen oder Vorrichtungen zur Herstellung und/oder Verarbeitung sowie von Apparateteilen von anhaftenden Rueckstaenden und schwer loeslichen Resten, die aus Estergruppen enthaltenden Polymeren vom Integraltyp bestehen. Durch Verwendung von Monoethanolamin allein, verduennt oder im Gemisch mit Diethanolamin im Temperaturbereich von 50 bis 350C erfolgt eine schnelle und gruendliche Reinigung von anhaftenden Polymerrueckstaenden. Die Erfindung hat Bedeutung fuer die polymerherstellenden und -verarbeitenden Industriezweige, die sich mit Polyestern, Polyesteramiden, Polyurethanen oder Polycarbonaten befassen.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur schnelleren und gründlicheren Reinigung von Reaktionsgefä3en oder Vorrichtungen zur Herstellung und/oder Verarbeitung sowie Teilen davon, wie Polymerfördereinrichtungen oder Düeensystemen, von anhaftenden Rückständen und schwer löslichen Resten, die aus Estergruppen enthaltenden Polymeren vom Integraltyp bestehen, insbesondere von Resten von Polyestern, Polyesteramiden, Polyurethanen oder Polycarbonaten.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Die Beseitigung von Polymei rückständen mit Estergruppen in der Hauptkette aus Reaktionsgefäßen oder Vorrichtungen zur Herstellung und/oder Verarbeitung sowie Teilen davon, wie Polymerfördereinrichtungen oder Üüsensystemen aller Arten, stellt zur Zeit groSe Probleme dar. Zur Reinigung von Polymerrückständen des Polyestertyps wurden verschiedene mechanische und chemische Reinigungsverfahren entwickelt. Neben dem Ausbrennen von Düsen und dem manuellen Reinigen werden, verschiedene Lösungsmittel und Zusätze zur Entfernung polymerer Materialien vorgeschlagen. Gemäß CH-PS 242 618 werden heiße Alkanolamine, insbesondere das hygroskopische Triethanolamin, zum physikalischen Lösung von Superpolyamiden ohne eine wesentliche Verringerung des Polymerisationsgrades eingesetzt. In Gegenwart von Wasser stallt Triethanolamin eine starke Base dar, was ausgenutzt wird, um z. B. durch Basenkatalyse unter hydrolytischer Spaltung eine Reinigung zu erreichen. Die Basizität nimmt vom tertiären Triethanolamin über das sekundäre Diethanolamin zum primären Monoethqnolamin stark ab analog zur in der Fachliteratur bekannten Basizitätsabstufung von tertiären über sekundäre zu den primären Alkyl&minen. Ebenfalls nehmen die Siedepunkte der genannten Substanzen ab. Die wirkenden Faktoren Basizität und Temperatur beim hydrolytischen Abbau verschlechtern sich demzufolge bei Verwendung von Di- oder Monoethanolamin. Analog mü3te sich der Reinigungseffekt verschlechtern.
Infolge dieser Zusammenhänge wurde trotz Kenntnis der Anwendung zur Reinigung von mit Superpolyamidan verunreinigten Gegenständen bisher das Mittel nicht zur Reinigung ven Estergruppen enthaltenden Polymeren eingesetzt. Der Einsati von Triethanolamin (US-PS 3740267), N-Methyldisopropanolamin oder N-Ethyldiethanolamin (GB-PS 1 323886) oder Tetrahydrofuran/Wasser im Verhältnis 95:5 (JP-OS 7678794) besitzen keinen ausreichenden Reir igungseffekt gegenüber Polyesterverbindungen. Glykole und Glykolgemische (DD-PS 220839) lösen Polyesterrückstände verhäKriimäßig langsam. Zudem ist Ethylenglykol eine toxische Vorbindung. Beim Auflöson von flüssigkristallinen Poly- und Copolyestern erhöht sich der Zeitfaktor. Trotz längerer Einwirkungszeiten ist ein vollständiger Reinigungsoffekt schlecht zu erreichen. Polyurethanrüc'<stände werden nach DD-PS 134923 mit einer Wasser-Tensid-Lösung beseitigt. Diese Methode ist sehr zeitaufwendig.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, innerhalb kurzer Zeit mit einem geringen Aufwand einen verbesserten Reinigungseffek'. von Polymerrückständen und Resten aus Reaktionsgefäßen oder Vorrichtungen zur Herstellung und/oder Verarbeitung sowie Teilen davon, wie Polymerfördereinrichtungen oder Düsensystemen, zu erreichen, die fest anhaften, schwer löslich ;/!nd und Estergruppen in der Hauptkette besitzen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist os, geeignetere Lösungsmitte! einzusetzen.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß als Lösung?- undReaktionsmiltel Monoethanolamin allein, verdünnt oder im Gemisch mit Diethanolamin im Temperaturboreich von 50 bis 35O0C, vorzugsweise 120 bis 300°C, eingesetzt werden. Das Lösungs- und Reaktionsmittel wird in Substanz als Flüssigkeit oder Dampf angewandt und verdünnt mit Wasser, Alkoholen oder Glykolen in Konzentrationen ab 5 Volumenanteilen in % an Lösungs- und Reaktionsmittel eingesetzt. Bei der Reinigung vor. Apparate- und Werkzeugteilen ist die Lösung vorzugsweise durch Rühren, Sprühen, Spritzen, Umpumpen, mit Ultraschcll oder anderen bekannten Formen einer Zwangskonvention zu unterwerfen.
Ausführungsbeispiele
Nachstehend soll die Erfindung an mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert werden:
Beispiel 1
Das Reaktionsgefäß, das mit Polyethylenterephthalat verunreinigt ist, wird mit Monoethanolamin unter Rückfluß erhitzt. Nach etwa 0,5 bis rr.axima! 3h, y> nach Art des Gefäßes und der Menge an abzulösenden Polyestern, entsteht eine klare Lösung, die nach dem Abkühlen abgelassen wird. Das Gefäß wird anschließend (je nach Gefäßart und GefäßgröSe) mit warmem Wassor, Dampf oder einem organischen Lösungsmittel oder Druckluft gereinigt.
Beispiel 2
Ein Reaktionsgefäß, das mit Polybutylenterephthalat verunreinigt ist, wild mit einer Lösung, bestehend aus Diethanolamin und 5 Volumenanteilen in % an Monoethanolamin 1 h auf 2000C erhitzt. Das Gefäß wird dann analog Beispiel 1 weiter gereinigt.
Beispiel 3
Eine Spinn- und eine Schlitzdüse, die mit Polyethylenterephthalat verunreinigt sind, werden in einem Rührautoklaven mit 11 Reinigungslösung, bestehend aus Propylenglykol und 10 Volumenanteilen in % Ethanolamin, auf 250°C unter Rühren der Lösung erhitzt. Nach spätestens 2,5h sind die Düsen gereinigt. Die Düsen werden in einem speziellen Gestell im Autoklaven deponiert, um beim Reinigungsvorgang eine allseitige Zugängigkeit zu gewährleisten. Die Teile werden anschließend analog Beispiel 1 weiter gereinigt.
Beispiel 4
Ein Spinndüsenpaket, das mit Polyethylenterephthalat-co-oxybenzoat verunreinigt ist, wird mit einer technischen Lösung, besteh 2nd aus Monoethanolamin und 5 Volumenanteilen in % an Diethanolamin, in einem Gefäß mit Rückflußkühler ausgekocht. Nach 1 h Rückflußerhitzung ist das Spinndüsenpaket von Polymerrosten befreit. Die Teile werden anschließend analog Beispiel 1 weiter gereinigt.
Beispiels
Die mit Polyestoramid verunreinigten Düsenteile werden in einem Stahlautoklaven mit einem Überschuß an Reinigungslösung, die aus einer sec.-Butanollösung mit 5 bis 10 Volumenanteilen in % an Monoethanolamin besteht. 1 h auf 2000C erhitzt. Die Teile sind in einem Einhängekorb deponiert. Die von αβη Polymerresten befreiten Teile sind anschließend durch Abspülen mit Wasser oder Lösungsmitteln zu säubern.
Beispiele
Analog Beispiel 5 wird einn Reinigungslösung, die aus einer wäßrigen, 5 Voiumenanteilen in %, Monoethariolaminlösung besteht, verwendet
Mit dem vorgeschlagenen Verfahren wurden Roaktionsgefäße und Teile von Anlagen von Polyestern, Copolyastern, Polyesteramiden, Polyurethanen oder Polycarbonaten befreit. Analog werden Gemische dieser Substanzkiassen entfernt. Durch Verwendung der genannten Mittel ist eine Reinigung von Polymerrückständen effektiver als bisher möglich.
In einem Vergleichsversuch wurden 100g Polyethylenterephthalat in 200ml Ethylenglykol und 200ml Ethanolamin unter R'jc! iluß erhitzt. Wählend nach 1,5h das Polyethylenterephthalat in Ethanolamin klar gelöst war, waren nach 30h in Ethylenglykol die Granulatkörner nur angelöst.

Claims (5)

1. Verfahren zum Reinigen von Reaktionsgefäßen oder Vorrichtungen zur Herstellung und/oder Verarbeitung sowie Teilen davon, die Polymerfördereinrichtungen oder Düsensystemen, von anhaftenden Rückständen und schwer löslichen Resten von mit Estergruopen enthaltenden Polymeren vorn Integ'altyp, gekennzeichnet dadurch, daß als Lösungs- und Reaktionsmittel Monoethanolamin allein, verdünnt oderim Gemisch mit Diethanolamin im Temperaturbereich von 50 bis 350°C eingesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Lösungs- und Reaktionsmittel in Substanz als Flüssigkeit oder Dampf angewandt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß als Lösungs- und Reaktionsmittel verdünnt mit Wasser, Alkoholen oder Glykolen in Konzentrationen ab 5 Volumenanteilen in % an Lösungs- und Reaktionsmitte ngesetzt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 b ^ 3, gekennzeichnet dadurch, daß das Lösungs- und Reaktionsmittel bei Temperaturen von 120 bis 3000C eingesetzt wird.
5. Verfahren nach Anspruch. 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß bei der Reinigung von Apf. arate- und Werkzeugteilen die Reinigungslösung vorzugsweise durch Rühren, Sprühen, Spritzen, Umpumpen, mit Ultraschall oder anderen bekannten Formen der Zwangskonvektion unterworfen wird.
DD87303054A 1987-05-25 1987-05-25 Verfahren zur reinigung von reaktionsgefaessen oder verarbeitungsmaschinen von estergruppen enthaltenden polymeren vom integraltyp DD280661A3 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0710693A3 (de) * 1994-11-04 1996-12-18 Hoechst Celanese Corp Methode zur Verringerung von schwarzen Flächen in thermotropen flüssigkristallinen Polymere
EP2772528A1 (de) 2013-02-28 2014-09-03 Bayer MaterialScience AG Verfahren zur Entfernung eines isocyanat-basierten Rückstands

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EP0710693A3 (de) * 1994-11-04 1996-12-18 Hoechst Celanese Corp Methode zur Verringerung von schwarzen Flächen in thermotropen flüssigkristallinen Polymere
US5762718A (en) * 1994-11-04 1998-06-09 Hoechst Celanese Corporation Process for reducing black specks in a thermotropic liquid crystal polymer with successive washes of triethylene glycol, ethylene glycol and water
EP2772528A1 (de) 2013-02-28 2014-09-03 Bayer MaterialScience AG Verfahren zur Entfernung eines isocyanat-basierten Rückstands

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