DD280663A3 - Anlage zur zufuehrung von verbrennungsluft - Google Patents

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DD280663A3
DD280663A3 DD30254687A DD30254687A DD280663A3 DD 280663 A3 DD280663 A3 DD 280663A3 DD 30254687 A DD30254687 A DD 30254687A DD 30254687 A DD30254687 A DD 30254687A DD 280663 A3 DD280663 A3 DD 280663A3
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DD
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air
shaft
supply
combustion air
fireplaces
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DD30254687A
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Inventor
Ingolf Moeve
Knut Hauswald
Original Assignee
Kreisbau Meissen Veb
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  • Regulation And Control Of Combustion (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft die Zufuehrung von Verbrennungsluft vorzugsweise fuer offene Feuerstaetten zur Heizung, fuer Kocheinrichtungen und Warmwasserbereitungsanlagen. Sie ist sowohl fuer die Anwendung bei festen, fluessigen als auch gasfoermigen Brennstoffen geeignet. Ziel der Erfindung ist es, in die einzelnen mit Feuerstaetten versehenen Raeume nicht mit Abgas verunreinigte Luft so zuzufuehren, dass keine Zugerscheinungen auftreten und Waermeverluste vermieden werden. Die Aufgabe der Erfindung besteht in einer Luftzufuehrung, die dem thermischen Auftrieb nicht entgegenwirkt und eine gleichmaessige Verteilung in die Raeume der verschiedenen Etagen gewaehrleistet. Erfindungsgemaess besitzt ein vertikaler Belueftungsschacht 1 im Bodenbereich einen Abschluss 3 und ist im Querschnitt durch Leitwaende 4 geteilt. Diese Leitwaende 4 gehen im Bereich der seitlichen Luftauslassoeffnungen 2 abgeschraegt in die Wand 5 des Schachtes 1 ueber. In einer vorzugsweisen Ausfuehrungsform liegt der Schacht 1 Wand an Wand mit dem Abgasschacht 7. Gemaess der Erfindung wird die Sogwirkung des Abgasschachtes 7 durch den thermischen Auftrieb im Belueftungsschacht 1 und die Erwaermung der Verbrennungsluft verstaerkt. Figur

Description

Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, zur Vermeidung von Zugerscheinungen die Verbrennungsluftzufuhr selbständig dem Verbrauch der Feuerstätten anzupassen. Dabei soll auf aufwendige Regelungseinrichtungen verzichtet werden.
Verwirbelungen und unnötige Druckverluste im Zuluftkanal sind zu vermeiden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein an sich bekannter lotrechter von unten nach oben durchströmter Schacht mit in den einzelnen Etagen angeordneten seitlichen Luftauslaßoffnungen über der obersten Luftauslaßöffnung einen Abschluß besitzt und durch eine vertikale Leitwand ein über alle Etagen gleichbleibender Teil seines Querschnittes abget-ennt ist, wobei die Leitwand in jedem Stockwerk eine Unterbrechung aufweist und der abgeteilte Querschnitt jeweils oberhalb der Luftauslaßöffnung einen abgeschrägten oberen Abschluß besitzt.
In einer vorzugsweisen Ausführungsform der Erfindung ist der Schacht für die Verbrennungsluft unmittelbar neben einem Schacht für die Verbrennungsabgase angeordnet.
Die Funktion ist wie folgt:
<n den mit den Feuerstätten ausgestatteten Räumen der einzelnen Etagen entsteht durch die Sogwirkung des Abgasschachtes (Schornstein) beim Betrieb der Anlagen ein Unterdruck. Infolgedessen wird aus den Luftauslaßöffnungen des Schachtes für die Verbrennungsluft Luft angesaugt, die im Kellerbereich in den Schacht eintritt.
Die Sogwirkung wird in der erfindungsgemäßen Lösung durch den natürlichen thermischen Auftrieb im Schacht unterstützt, so daß Verbrennungsluft aus dem Zuluftschacht durch Luftauslaßoffnungen frei in den Raum nachströmen kann.
Die Luftauslaßoffnungen münden in geschlossene Räume. Wenn keine Feuerstätten betrieben werden, entweicht aus diesen Räumen keine Luft, so daß auch keine Frischluft eintritt. Dadurch werden Zugerscheinungen vermieden. Durch die obere Abdeckung wird eine systemeigene Selbstregulierung ohne zusätzliche Regelorgane erreicht.
Im Winterfall wird sich die kalte Außenluft innerhalb des Kellers erwärmen und zwangsläufig im unten offenen Schacht durch das warme Gebäude nach oben steicen, wobei der thermische Auftrieb in der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung durch den direkt nebenan liegenden erhitzten Abgaskbnal noch verstärkt wird (Erwärmung der Zuluftsäule im Zuluftschacht).
Im Sommeifall gelangt warme Außenluft in den kühleren Keller, wird dort abgekühlt und kann im Schacht wiederum durch die Erwärmung nach oben steigen.
Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, daß durch die innere Unterteilung des Schachtes in Haupt- und Nebenschacht die Zuluft unbedingt ausströmen muß und Injektorwirkungen an den Luftauslaßoffnungen vermieden werden. Der nach oben strömenden Luft steht ständig ein gleicher Querschnitt zur Verfügung, so daß keine Verwirbelungen und unnötigen Druckverluste eintreten.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung seil nachstehend anhand der beigefügten Zeichnung erläutert werden.
Die Zeichnung zeigt in einer schematischen Schnittdarstellung ein Wohngebäude mit drei Etagen. Durch das Gebäude sind parallel der Schacht 1 für die Verbrennungsluft (rechts) und der Schacht 7 für die Ableitung der Värbrennungsabgase angeordnet.
Der Schacht 1 besitzt im Dachbodenbereich oinen oberen Abschluß und unten im Kellerbereich eine Luftuintrittsöffnung 6.
Weiterhin ist im Schacht 1 jeweils unter der Luftauslaßöffnung 2 eine vertikale Leitwand 4 angeordnet. Diese geht im Bereich der Luftauslaßoffnungen 2 abgeschrägt in die Wand 5 des Schachtos 1 über. Infolge der Sogwirkung innerhalb dor mit Feuerstätten versehenen Räume und unter Nutzung des natürlichen Auftriebs im Schacht 1 suömt die Verbrennungsluft von der Öffnung 6 ausgehend aufwärts und wird durch die Leitwände 4 zu den Luftauslaßoffnungen 2 geleitet.
Der ebenfalls mit Leitwänden 7 versehene Schacht 7 (Schornstein) für die Verbrennungsabgase besitzt seitliche Abgaseintrittsöffnungen 8 und vertikale Leitwände 9.
Die Wand 10 des Schachtes 7 liegt an der Wand 5 des Schachtes 1,um eine direkte Wärmeübertragung auf den Schacht 1 zu ermöglichen. Bei der gewählten Anordnung und parallelen Strömungsführung erhält die Verbrennungsluft im oberen Bereich des Schachtes 1 die höchste Vorwärmtemperatur, was den thermischen Auftrieb im Schacht 1 verstärkt.

Claims (2)

1. Anlage zur Zuführung von Verbrennungsluft, bestehend aus einem lotrechten von unten nach oben durchströmten Schacht und in den einzelnen Etagen angeordneten seitlichen Luftauslaßöffnungen, gekennzeichnet dadurch, daß der Schacht (1) über der obersten Luftauslaßöffnung (2) einen Abschluß (3) besitzt und durch eine vertikale Leitwand (4) ein über alle Etagen gleichbleibender Teil seines Querschnittes abgetrennt ist, wobei die Leitwand (4) in jedem Stockwerk eine Unterbrechung aufweist und der abgeteilte Querschnitt jeweils oberhalb der Luftauslaßöffnung (2) einen abgeschrägten oberen Abschluß besitzt.
2. Anlage nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Schacht (1) für die Verbrennungsluft unmittelbar neben einem Schacht (7) für die Verbrennungsabgase angeordnet ist.
Hierzu 1 Seite Zeichnung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Zuführung von Verbrennungsluft für Feuerstätten in Gebäuden. Sie ist sowohl für Heizungsanlagen, die mit festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden, als auch für vorzugsweise mit Gas betriebene Kocheinrichtungen und Warmwasserbereitungsanlagen geeignet. Die Anlage ist vorzugsweise für offeno Feuerstätten vorgesehen.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Bei den üblichen Feuerungsanlagen wird die Zuführung der Verbrennungsluft in der Regel dadurch bewirkt, daß der im Schornstein enthaltenen Gassäule von höherer Temperatur das größere Gewicht einer gleich hohen Säule dor freien atmosphärischen Luft entgegenwirkt. Durch die aufsteigenden Verbrennungsgase entsteht eine Sogwirkung, aufgrund deren die Feuerstätte mit Verbrennungsluft aus dem umgebenden Raum versorgt wird. Diese Luft wird durch die Außenluft ersetzt, die infolge der Fugendurchlässigkeit der Fenster in die mit den Feuerungsanlagen versehenen Räume einströmt. Die zunehmend realisierten Maßnahmen zum bautechnischen Wärmeschutz setzen durch Anwendung von wi.'ksameren Fugendichtungen den Außenluftvolumenstrom herab. Infolge der genannten Sogwirkung des Abgasstromes wird in den Räumen ein Unterdruck und gefährlicher Sauerstoffmangel erzeugt. Bisher hat man versucht, diesem Mangel durch Einbau von Außenluftdurchlaßelementen in den Außenwänden abzuhelfen, was aber zu beträchtlichen Wärmeverlusten und unangenehmen Zugerscheinungen führte.
Bei Gasheizungen hat man vorgeschlagen, die Verbrennungsluft der Feuerstätte durch einen vertikalen Schacht zuzuführen (DRP 557299, DE-PS 3623577), der über Dach mit der Außenluft in Verbindung sieht. Der Nachteil dieser Anlage ist darin zischen, daß der Zuluftstrom entgegen dem natürlichen thermischen Auftrieb dem abgeschlossenen Gasgerät zugeführt wird. Derartige Anlagen können oftmals nur bei künstlicher Luftumwälzung (Ventilatoren) betrieben werden. Eine weitore Forderung besteht darin, daß außer der abgeschlossenen Feuerstätte auch noch andere Feuerstätten (Gasraumheizer und -durchlauferhitzer, Gasherd, Öfen) speziell im Einsatzbereich „Innerstädtische Rekonstruktion" Verbrennungsluft benötigen. Daher muß diese frei in die Räume einströmen können und sich in der Wohnung zugfrei verteilen. Mit der Lösung nach dem DRP 557299 oder der DE-PS 3623577 ist aber nur die Versorgung des abgeschlossenen Gasgerätes möglich. Weiterhin ist bekannt (DE-AS 1211368, DE-OS 1554726), für Zu- und Abluft einen gemeinsamen Schacht zu verwenden. Dieser besitzt unten Stichkanäle zur Zuführung der Außenluft und eine obere Öffnung zur Ableitung der Verbrennungsgase. Der Querschnitt des Schachtes ist nicht unterteilt, so daß eine vollständige Vermischung der beiden Gasströme eintritt, d. h. ein Teil des Abgases gelangt in die Feuerstätten des nächsten Stockwerkes. Die Anwendung dieser zuerst in England gebauten Anlagen ist nur für geschlossene Gasfeuerstätten vorgesehen. Als „Kombinierter LuftAbgas-Schornstain (KLA-Schornstein)" ist dieses System auch in der DDF) gebaut worden. Als Nachteil ist hier wiederum zu sehen, daß keine Verbrennungsluft in die Räume einströmen kann, um die anderen Feuerstätten mit Sauerstoff zu versorgen.
Ein getrennter von unten nach oben durchströmter Belüftungsschachl mit Luftzufuhr im Kellerbereich ist aus dem DD-PS 78874 bekannt. Die aufsteigende Luft gelangt durch abgewinkelte Rohrstücke in die zu belüftenden Räume oder Feuerstätten. Der Schacht ist oben offen, so daß in ihm eine ständige aufwärts gerichtete Luftströmung entsteht (Schornsteinzug). Dadurch gelangt unabhängig vom tatsächlichen Verbrauch ständig ein Tellstrom in die zu belüftenden Räume. Die entstehenden Zugerscheinungen können nur durch Verschließorgane beseitigt werden. Es ist aber nicht zulässig, den Mietern zu überlassen, die Belüftung zu regulieren, denn bei Nachlässigkeit kann es zu erheblichem Sauei jtoffmangel kommen. Nachteilig sind beim WP 78874 auch die mehrfachen Querschnittsverengungen und -erweiterungen durch die rohrförmigen Anschlüsse, die zu Verwirbelungen und Druckverlusten führen.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, die in offenen Feuerstätten bonötigte Verbrennungsluft in ausreichendem Maße zuzuführen. Diese Verbrennungsluft darf nicht durch Abgase verunreinigt sein und die Zuführung ist so einzurichten, daß es in den Wohnungen nicht zu Wärmeverlusten und Zugerscheinungen kommt. Dabei sind manuell zi· betätigende Verschließorgane der Verbrennungsluftkanäle zu vermeiden.
DD30254687A 1987-05-08 1987-05-08 Anlage zur zufuehrung von verbrennungsluft DD280663A3 (de)

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Expiry date: 20070509