DD280844A5 - Verfahren und vorrichtung zur behandlung einer giftmuell-deponie an ort und stelle - Google Patents

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DD280844A5 DD85280334A DD28033485A DD280844A5 DD 280844 A5 DD280844 A5 DD 280844A5 DD 85280334 A DD85280334 A DD 85280334A DD 28033485 A DD28033485 A DD 28033485A DD 280844 A5 DD280844 A5 DD 280844A5
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf die Behandlung einer Giftmuell-Deponie. Ziel und Aufgabe der Erfindung bestehen darin, bekannte Verfahren und Vorrichtungen so zu verbessern, dass keine gefaehrlichen Emissionen entweichen koennen. Ein Apparat (u) umfasst ein angetriebenes Fahrzeug (V), welches einen vertikal bewegbaren Rahmen (W) umfasst. Am unteren Ende dieses Rahmens befindet sich eine einen begrenzten Raum bildende Haube (X), die in dichtender Beruehrung mit der Oberseite eines Bodenbereiches (X) bringbar ist, in dem gefaehrliche Abfallprodukte eingelagert sind, und zwar an einer ersten Stelle, um in einem gewuenschten Teil der Einlagerung eine in situ-Entgiftung vorzunehmen. Zumindest eine angetriebene Schneidklinge wird innerhalb der Haube (X) nach unten in die Einlagerung gedreht, um eine vertikal verlaufende Zone (A-1) aus partikuliertem Material auszubilden, die mit einem Entgiftungsmittel behandelt wird, welches Entgiftungsmittel ein chemischer Stoff, ein biologisches Mittel oder Waerme von einer oder mehreren Plasmafackeln sein kann. Waehrend der Ausbildung der partikulierten Zone abgegebene Gase werden innerhalb der Haube einer Absonderungswirkung durch eine Fluessigkeit unterworfen, wobei diese Fluessigkeit in die Zone zurueckkehrt. Nach der vollstaendigen Durchfuehrung der Entgiftung einer Zone wird der Apparat (U) zu einer Reihe von einander ueberlappenden zweiten Stationen gebracht, wo das zuvor beschriebene Verfahren wiederholt wird. Die entgifteten Zonen bilden eine Wand, die die gesamte Einlagerung von gefaehrlichem Abfallprodukt umgibt, womit somit eine Barriere oder eine Auskleidung gebildet wird, die nach unten verlaeuft und den gesamten Umfang der Einlagerung umfasst.

Description

Hierzu 10 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
In verschiedenen Industriezweigen ist es übliche Praxis, wäßrige, trockene oder halbfeste chemische oder radioaktive Abfallprodukte in Gruben zu lagern, worin das Abfallprodukt nach einer gewissen Zeitperiode aufgrund tier Verdampfung des Wassers pastös oder fest wird. Nachdem das Abfallprodukt einen im wesentlichen festen Zustand eingenommen hat, gelangen Trockenpartikel in die Atmosphäre, lagern sich in der Luft ein und stellen somit eine Gesundheitsgefährdung dar. Derartig eingelagertes bzw. eingesperrtes toxisches Material neigt zum Einsickern in den Erdboden und zu einer Verunreinigung des Grundwassers.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
In der Vergangenheit hat man verschiedene Verfahren vorgeschlagen, um die bei solchen gefährlichen Einlagerungen auftr .'onde Gefahr zu verringern. Solche Verfahren mangelten bisher jedoch an einer ausreichenden Wirksamkeit. Eines dieser Verfahren umfaßt die Beseitigung eines Teils des Abfallproduktes und das Aufrichten einer Beton- oder Betonit-Isolierungswand, mit dem Versuch, eine Ausgewogenheit des Materials zu bewirken.
Es wurde auch bereits vorgeschlagen, das eingesperrte Material auszuheben und zu einem neuerbauten Areal zu bringen, welches mit einer Auskleidung versehen sein kann. Jedoch bei beidon Verfahren wird das eingesperrte Material einer mechanischen Wirkung unterworfen, bei d6r ein Teil der giftigen Stoffe mit der erwähnten Gesundheitsstörung in die Luft gelangt.
Diese Angaben beruhen auf der Fachkenntnis des Erfinders, nicht auf einer systematischen Recherche.
Ziel der Erfindung
Es ist ein Ziel der Erfindung, die mit der Behandlung giftiger und damit gefährlicher Abfallprodukte beschäftigen Personen nicht oder nur in geringem Umfang mit den giftigen Emissionen aus der Deponie in Berührung zu bringen.
Ein weiteres Ziel ist es, daß die wäßrigen Abfallprodukte nach dor Behandlung nur noch einen solchen Stoff darstellen sollen, der leicht gehandhabt und wirtschaftlich, also kostengünstig, mit üblichen Erdbewegungs-Einrichtungen transportiert werden kann, wobei von diesem Transport keine Gefahren mehr für die Umwelt ausgehen dürfen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Wirksamkeit der oben geschilderten bekannten Verfahren und Vorrichtungen zu verbessern, ohne daß dabei gefährliche Emissionen entweichen können. Insbesondere soll das radioaktive Material enthaltende Abfallprodukt so behandelt werden, daß ein Entweichen von Radongas kleingehalten wird, wobei angestrebt wird, die radioaktiven Verbindungen in den eingelagerten Abfallprodukten in einem solchen Ausmaß unlöslich zu halten, daß sie nicht aus dem behandelten Material entweichen können.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zum In-situ-Behandeln einer Giftmülldeponie mit folgenden Schritten gelöst:
a) Ausbilden einer abwärts gerichteten Zone von Giftmülleilchen an einem ersten Ort der Deponie,
b) Abschließen dieser Zone von einer Verbindung mit der Atmosphäre,
c) Entnehmen von Proben aus dieser Zon<3, um die Art der darin befindlichen giftigen Bestandteile zu bestimmen,
d) Ableiten von durch das Probennehmen ermittelten giftigen Gasen und Dämpfen aus den Teilchen in der Zone,
e) Entgiften dieser abgeleiteten Gaso und Dämpfe,
f) Einspritzen wenigstens eines Behandlungsmittels in die Teilchen der genannten Zone,
g) Beenden des Verfahrens dann, wenn das Entnehmen von Proben zeigt, daß die Teilchen bis zu einem gewünschten Ausmaß bearbeitet worden sind, und
h) Wiederholen des Verfahrens an einem zweiten, sich mit dem ersten Ort überlappenden Ort der Deponie.
Zur Durchführung des Verfahrens dient erfindungsgemäß eine Vorrichtung zum In-situ-Bohandeln einer Giftmülldeponie mit
a) Schneidinjektoren, von denen jeder drehbar und nach unten durch den Giftmüll hindurch bewegbar ist und dabei eine vertikal verlaufende Zone davon in eine im wesentlichen homogene Konsistenz umwandelt,
b) einer Spülstange für jeden Schneidinjektor zum Drehen und vertikalen Bewegen desselben im zu behandelnden Giftmüll,
c) einem Motor zum Drehen der Schneidinjektoren und zu dessen Kraft angetriebenen Bewegung in den Müll hinein und aus ihm heraus,
d) einer Vorrichtung zum Entnehmen von Proben giftiger Materialien aus der genannten Zone, um sie zu analysieren,
e) an den Schneidinjoktoren angebrachten Düsen zum Einspritzen eines Behandlungsmittels in die Zone,
f) einer Hfaube zum Sammeln der aus der genannten Zone entweichenden giftigen Gase und Dämpfe an der Oberfläche dieser Zone und zum abdichtenden Berühren der Oberfläche dieser Zone, um die Gase und Dämpfe an einem Entweichen in die Atmosphäre zu hindern und
g) einer Flüss'gkeits-Gaswäsche zum Trennen der giftigen Bestandteile der in der Haube gesammelten Gase und Dämpfe.
In den Ansprüchen 2 bis 15 bzw. 17 bis 24 sind jeweils zusätzliche Merkmale enthalten, die zwar zur Lösung der oben gestellten Aufgabe nicht notwendig, aber wünschenswert sind. Die beanspruchte Vorrichtung wird von einem Ausleger oder dergleichen gehalten, der von einem angetriebenen Fahrzeug, wie z. B. einem Traktor, einem Rohrverlegekran oder dergleichen, gehalten
Die vom Ausleger gehaltene Anordnung kann einem wesentlichen Abstand über einer Deponie angeor ot werden, während das angetriebene Fahrzeug auf dem festen Gelände neben der Deponie verbleibt.
Die Anordnung der Schneidinjektoren wird nachfolgend in die benachbarten Bereiche oder Stationen der Deponie abgesenkt, während sich diese Schneidinjektoren drehen, um den Giftmüll in einer gewünschten Tiefe zu homogenisieren. Wenn die gewünschte Tiefe erreicht worden ist, wenden die Schneidinjektoren bei der Drehung nach oben bewegt. Gleichzeitig werden Behandlungschemikfiien für den Giftmüll injiziert.
Die Tiefe, in die die Schneidinjektoren nach unten bewegt werden und aus der ein Anheben nach oben erfolgt, erbringt unterschiedliche Resultate. Wenn die Schneidinjektoren nur in dem C^lände neben der Deponie nach unten und dann wieder nach oben bewegt werden, kann eine undurchlässige Auskleidung ausgebildet werden, die die gefährlichen Abfallprodukte zwischen sich aufnimmt, ohne das gefährliche Material aus der Einsperrung zu entfernen. Durch Absenken der Schneidinjektoren zum Boden der Deponie und das sich anschließende Anheben kann der gesamte Inhalt der Deponie in eine inerte unlösliche Masse umgewandelt werden, die eine erhebliche Festigkeit hat und am Ort verbleiben ksnn. Sollten die Schneid-Injektoren unter die Oberfläche der Deponie nach unten und dann wieder nach oben bewegt werden, kann eine steife Kappe güwünschtar Dicke über dem gefährlichen Abfallprodukt in der Deponie angeordnet werden, die eine wesentliche Last aufnehmen kann und verhindert, daß Partikel des gefährlichen Abfallproduktes in die Luft gelangen.
Ausgelöste Gerüche und Giftdämpfe, die aus dem gefährlichen Abfallprodukt während der Behandlung entweichen können und die insbesondere bei de. chemischen Behandlung entstehen können, werden zur Oberfläche der Deponie geleitet und in einem begrenzten Raum für die Beseitigung gesammelt, welcher Raum innerhalb einer Schutzsammeihaube ausgebildet ist, die sich über den gesamten Behandlungsbereich erstreckt.
Die Multikopf-Dreh-Schneid-Injektoren sind so beabstandet, daß die Kreisbereiche, in denen sie sich drehen, einander überlappen, um e<n vollständiges Vermischen des gefährlichen, zu behandelnden Abfallproduktes und die vollständige Behandlung mit den Chemikalien sicherzustellen. Technische Werte des behandelien Materials können durch entsprechende Flachfall- und Umstürztests repräsentativer Proben vorgenommen werden, insbesondere auch periodisch zur Bentimmung der Schwerbelastung und der Lasttragfestigkeit des behandelten Materials. Auf der Basis dieser Resultate wird die zeitliche Zugabemenge der Injektion der Behandlungschemikalien geändert, um ein behandeltes Abfallprodukt mit den gewünschten physikalischen Eigenschaften zu erzielen.
Die spezifischen Behandlungschemikilien, wie sie hier zum Einsatz gelangen, hängen von der Zusammensetzung des gefährlicher Abfallproduktes ab. Die Zusammensetzung wird durch eine Analyse bestimmt. In Einlagerungen oder •insperrungen gefundene Abfallprodukte umfassen Cyanidabfall; Giftmetalle; metallgalvanische Abfallprodukte; anorganische ' 'erbindungen η Form von Säure, basischen Lösungen und reaktiven Schlämmen; pestizide Verbindungen; halogenisierte oder nicht-halogenisierte flüchtige organische Stoffe, umgesetzt aus Öl und dergleichen. Einsperrungen oder Einlagerungen können ebenso Bohrschlämme und Bohtflüssigkeiten, ölige Abfallschlämme; pastöse Schlämme; pharmazeutische, landwirtschaftliche und städtische Abwasserschlämme; und bei niedrigem Niveau liegende radioaktive Abfälle und Uranmüll enthalten.
Die für die Verwendung einer besonderen Einlagerung ausgewählten Behandlunqschemikalien können in einem wäßrigen Abfallprodukt resultieren, welches entwässert ist und dessen Volumen dementsprechend roduziert ist.
Freistehende Flüssigkeit wird mit einer festen Fraktion vermischt, um das Entfernen der flüssigen Phase zu eliminieren.
Giftsubstanzen in der Einsperrung werden in ein stabiles, inertes, unlösliches Sediment umgewandelt, welches in eine undurchlässige Matrix verfestigt wird. Abfallgerüche und Giftdämpfe, die während der Behandlung der eingelagerten Abfallprodukte auftreten, werden entweder chemisch zerstört oder abgesondert, um zu verhindern, daß diese Stoffe in die Atmosphäre gelangen.
Die gefährlichen Abfallprodukte werden somit erfindunfjrgemäß nicht abgetragen und gelangen auch nicht an die Oberfläche der Deponie, so daß die mit der Behandlung beschäftigton Personen nur geringfügig oder überhaupt nicht mit giftigen Emissionen in Berührung gelangen. Wäßrige Abfallprodukte werden nach der Behandlung unmittelbar in ein trockenes, erdähnliches, bröckeliges Material umgewandelt, welches sicher yehandhabt und mit üblichen Erdbewegungseinrichtungen transportiert werden kann.
Der hauptsächliche chemische Einsatz beim Durchführen der In-situ-Behandlung ist das Immobilisieren, das Entgiften, das Zerstören oder Sedimentieren von Giftsubstanzen und das Überführen derselben in einen unlöslichen Zustand sowie in eine höchst undurchlässige und dichte Matrix. Dabei beinhaltet der chemische Einsatz das Kalken in Form von Calciumoxid, Calziumhydroxid und Kalkmilch und geeignete Tonprodukte.
Andere chemische Additive umfassen im weiteren Umfang oxidierende Additive, von denen Natriumbisulfit, Natriumhydrosulfit, Chlordioxid, Wasserstoffperoxid, Ozon und Säuren und alkalische Produkte in verschiedenen Formen einige Beispiele sind. Andere zum Einsatz gelangende Chemikalien sind abhängig von der Zusammensetzung des Abfallproduktes.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der in den Zeichnungen rein schomatisch dargestellten Ausführungsbeispiele. Es zeigt:
Fig. 1: eine Seitenansicht eines Apparates für die In-situ-Behandlung von gefährlichen, eingeschlossenen Abfallprodukten, Fig. 2: eine Draufsicht auf einen Teil des Apparates entlang der Linie 2-2 der Fig. 1, Fig. 3: eine vertikale TeilquerschnittsansicH*. einer Drehanordnung,
Fig. 4: eine Draufsicht auf einen Teil eines Drehtischbodens entlang der Linie 4-4 der Fig. 1, Fig. 5: eine vertikale Querschnittsansicht eines Teils eines Antriebsmechanismus für den Schneider-Injektor entlang der Linie 5-5 der Fig.4
Fig. 6: eine Seitenansicht eines Schneidinjektors,
Fig. 7: eine vertikale Teilschnittansicht oines Schneidinjektors entlang der Linie 7-7 der Fig.6, Fig. 8: eine Draufsicht auf einen Teil des Schneidinjektors, Fig. 9: eine Seitenansicht des unteren Abschnittes des Apparates, welcher eine Anzahl von benachbart angeordneten Zonen
des sorgfältig gemischten gefährlichen Abfallproduktes in einer Einsperrung hält, Fig. 10: eine Draufsicht auf den Apparat, welcher in der Nachbarschaft einer Einsperrung für das Abfallprodukt angeordnet ist und die Schneider-Injektor-Anordnung von Station zu Station bewegt, um das gefährliche Abfallprodukt unlöslich und
inortzu machen, Fig. 11: eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform dos Apparates für die In-situ-Behandlung gefährlicher, eingeschlossener Abfallprodukte,
Fig. 12: eine Seitenansicht der zweiten Ausführungsform des Apparates, Fig. 13: eine Endansicht der zweiten Ausführungsform des Apparates, Fig. 14: eine horizontale Querschnittsansicht eines Teils dieser zweiton Ausführungsform des Apparates entlang der Linia 14-13 der Fig. 13,
Fig. 15: eine vertikale Teilquerschnittsansicht der zweiten Ausführungsform des Apparates entlang der Linie 15-15 der Fig. 14, Fig. 1b: eine horizontale Querschnittsansicht eines Teils der zweiten Ausführungsform des Apparates entlang der Linie 16-16
der Fig. 15, Fig. 17: eine horizontale Querschnittsansicht eines Teils der zweiten Ausführungsform des Apparates entlang der Linie 17-17 der Fig. 15,
Fig. 18: eine Bodenansicht eines Teils der zweiten Ausführungsform des Apparates entlang der Linie 18-18 der Fig. 15, Fig. 19: eine Draufsicht auf einen Teil der zweiten Ausführungsform des Apparates entlang der Linie 19-19 der Fig. 15, Fig. 20: eine schematische Ansicht eines Kelly-Antriebsmechanismus, Fig. 21: eine Seitenansicht des Mechanismus zum Bewegen der Zwischenplattform, Fig. 22,23 und 24: Seitenansichten einer ersten, zweiten und dritten Ausführungsform der Schneidblätter, Fig. 25: eine Vorderansicht des Inneren der Haube, in der Sprühwasser und flüssige Reagenzien angegeben werden, um Giftgase von der Luft zu entfernen, bevor dieser an die Atmosphäre abgegeben wird,
Fig. 26: das Ausbilden einer nach unten verlaufenden Zone eines gefährlichen Abfallproduktes in Partikolform, Fig. 27: eine überlappende Gegendrehungswirkung eines Paares von benachbart angeordneten, angetriebenen Blättern, Fig. 28: ein schematisches Layout der Sensorausrüstung, wie sie bei der computergesteuerten In-situ-Behandlung der
eingeschlossenen gefährlichen Abfallprodukte verwendet wird, und Fig. 29: eine schematische Ansicht des unteren Endes eines rohrförmigen Spülstangen-Antriebs, welcher eine Anzahl von Plasmafackeln trägt, weiche eine ausreichende Hitze vorsieht, um die Zone A-1 in eine glasige Masse umzuwandeln.
Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform:
Der Apparat A, wie er zur Durchführung des In-situ-Verfahrens für 'Jie Behandlung von eingeschlossenen gefährlichen Abfallprodukten verwendet wird, umfaßt ein kraftbetriebenes Fahrieug B, v;elches vorzugsweise ein Raupenfahrzeug C ist.
damit sich das Fahrzeug auf einem weichen Boden bewegen kann. Ein Ausleger D ist schwenkbar am Fahrzeug B abgestützt und verläuft von diesem ausgehend nach oben und nach außen, wie dies der Fig. 1 zu entnehmen ist. Der Ausleger D ist hinsichtlich seines Anstellwinkels relativ zum Fahrzeug durch herkömmliche Mittel (nicht dargestellt) einstellbar.
Der Ausleger D weist ein äußeres Ende 10 auf, welches drehbar eine Scheibe 12 trägt, über die ein von einer Winde angetriebenes erstes Kabel 14 nach unten zu einem Träger 16 führt. Ein längliches vertikales Rahmenwerk E weist 6inen oberen Endabschnitt 18 und einen unteren Endabschnitt 20 auf. Eine Anzahl von zweiten Kabeln 22 verläuft vom Träger 16 nach unten und ist am oberen Endabschnitt 18 des Rahmenwerks befestigt.
Eine horizontale, vertikal bewegbare Plattform F befindet sich innerhalb des Rahmenwerks E und wird durch eine Anzanl von baabstandeten Kettenriemen 24 nach oben und nach unten beweg!, welche Kettenriemen mit am Rahmenwerk E befestigten oberen und unteren Kettenrädern 26 in Eingriff stehen, wobei jedoch nur die oberen Kettenräder dargestellt sind. Die Plattform F ist durch herkömmliche Mittel 25 mit einem der Trume der Kettenriemen 24 verbunden. Die Kettenräder 26 sind an nicht dargestellten Wellen befestigt, welche - wie aus Fig. 1 ersichtlich ist- durch Motoren 28 angetrieben sind.
Eine Anzahl von Gehäusen G in Form eines umgekehrten Bechers sind an der Plattform F befestigt, wie dies der Fig. 2 zu entnehmen ist. Diese Gehäuse sind in vier Reihen angeordnet, wobei jede Reihe vier Gehäuse umfaßt. Jedes Gehäuse G hat ein oberes Ende 30, von dem ein Haken 32 nach unten verläuft, um einen herkömmlichen Ölbohrungswirbel H zu halten.
Eine Anzahl von hohlen Spülstangen J ist vorgesehen und wird mit ihren oberen Enden drehbar von den Wirbeln H gehalten, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist. Jeder Wirbel H ist mit einem daran angeschlossenen ersten Schlauch 34 versehen, wie dies der Fig. 3 zu entnehmen ist, wobei der Schlauch mit einem Kanal 36 in Verbindung steht, der in den Spülstangen nach unten verläuft. Jeder der Schläuche 34 ist durch eine Rohranordnung 38 an eine Sammelleitung 40 angeschlossen.
Ein zweitor Schlauch 42 ist an einer Mittelöffnung 44 der Sammelleitung 40 angeschlossen, wobei dieser zweite Schlauch zu einer Haspel 46 verläuft. Die Haspel 46 ist auf dem oberen Abschnitt des Rahmenwerks E abgestützt. Ein dritter Schlauch 47 verläuft von der Haspel 46 entlang dem Rahmenwerk E nach umen zu einer Anlage K, die zum Speichern von Chemikalien dient.
wobei außerdem ein Apparat zum chemischen Mischen und Proportionieren, ein Kompressor und eine Pumpe zum Abgeben trockener Chemikalien und chemischer Lösungen in den dritten Schlauch 47 vorgesehen sind. Diese Anlage ist nicht im einzelnen dargestellt, da deren Ausrüstung herkömmlicher Art und auf dem Markt verfügbar ist. Das Fahrzeug B ist mit Stabilisatoren 48 und 50 versehen, die vom Rahmenwerk E ausgehen.
Ein Drehtisch L ist im unteren Abschnitt des Rahmenwerks E befestigt. Wie der Fig.5 zu entnehmen ist, besteht jeder Drehtisch aus zwei parallelen, vertikal beabstandeten Platten 52, welche durch herkömmliche Mittel (nicht dargestellt) in festem Verhältnis miteinander verbunden sind. Eine Hälfte dss Drehtisches ist in Fig.4 dargestellt, wobei die andere Hälfte denselben Aufbau hat. Eine Anzahl von Kugellagern 54 liegt in Nuten eines Paares von Ringzahnrädern 56. Die Kugellager 54 stützen drehbar das Paar von Ringzahnrädern 56 zwischen den Platten ab. Die Ringzahnrädar 56 haben Innen- und Außenzähne 56a und 56b. Die Außenzähne 56b stehen entsprechend der Darstellung in Fig.4 in Eingriff. Acht Kettenräder 58 befinden sich zwischen den Platten 52 und sind in zwei Reihen von je vier Kettenrädern angeordnet.
.!odes Kettenrad 58 umfaßt eine Nabe 58a, welche drehbar in einem Lager 60 gelagert ist, welches mit dem Paar von Platten 52 verbunden ist. Die Lager 60 werden durch Halteteile 62 auf dem Drehtisch L gehalten. Die Halteteile sind durch Schrauben 64 an dan Platten 52 befestigt.
Jede der Naban 58 a weist eine durch diese hindurch verlaufende Hülse 66 auf, <n der eine Durchgangsöffnung mit quadratischem Querschnitt ausgebildet ist, in die verschiebbar eine der hohlen Spülstangen J ragt, die ebenfalls einen quadratischen Querschnitt aufweist. Ein Antriebszahnrad 68 steht mit der Außenverzahnung 56b eines der Ringzahnräder 56 in Eingriff, wie dies der Fig. 4 zu entnehmen ist, wobei die Zahnräder von einem in Fig. 1 dargestellten Motor 70 angetrieben sind. Die in Fig. 4 nicht dargestellte Hälfte des Drehtisches L hat denselben Aufbau wie die dargestellte Hälfte und wird durch einen nicht dargestellten zweiten Motor angetrieben. Das Rahmenwerk E ist an seinem unteren Abschnitt mit Füßen 72 versehen, damit das Rahmonwerk sich auf einem festen Grund abstützen kann. Eine Haube 74 aus nachgiebigem Material verläuft vorn Umfang des Drehtisches L nach unten, wie dies der Fig. 1 zu entnehmen ist und hat vorzugsweise eine solche Länge, daß sie bis unter die Füße 74 verläuft, wenn die Haube voll ausgestreckt ist.
Die Spülstange J hält arn unteron Ende einen Schneiderinjektor M. Der Aufbau dieser Schneiderinjektoren ist in Fig. 6 dargestellt. Der Schneideinjektor M umfaßt ein starres, längliches, vertikales Wegwerfteil 76, dessen oberes Erde an einem rohrförmigen Kragen 78 mittels Schweißraupen 80 befestigt ist. Der Kragen selbst ist wiederum durch Schweißraupen 82 an der Spülstange J befestigt.
Zwei erste Bandstreifen 84 mit entgegengesetzter Steigung sind axial ausgerichtet und verlaufen in entgegengesetzten Richtungen vom Teil 76 nach außen. Die Bandstreifen 84 gehen an ihren entgegengesetzten Enden in zweite Sandstroifen 86 gekrümmter Form über, die nach unten und nach innen verlaufen und mit derr, unteren Ende am Teil 76 angebracht sind. Die zweiten Bandstreifen 86 haben ebenfalls eine entgegengesetzte Steigung.
Das hohle rohrförmige Teil 76 ist an seinem unteren Ende mit einem Schädelbohrer 88 versehen. Ein rohrförmiges Teil 90 verläuft vom hohlen vertikalen Teil 7G in der Nähe der ersten Bandstreifjn 84 nach außen und dient dem Abgeben der Chemikalien zum Behandeln der gefährlichen Abfallprodukte.
Die Behandlung einer Einsperrung P, die gefährliche Abfallprodukte R enthält, erfolgt durch den Apparat A, welcher als Kran in Fig. 1 dargestellt ist. Dio Behandlung wird wie folgt durchgeführt. Der Apparat A wird in das Gelände S neben der Einsperrung P bewegt, wie dies in Fig.9 dargestellt ist. Der Ausleger D verläuft nach außen über die Einsperrung, um das Rahmenwerk E entsprechend der Darstellung in Fig. 10 über der Einsperrung zu positionieren. Die Spülstangen J werden gegenseitig godreht und die Plattform F ebgesenkt, damit die Schneidinjektoren M sich in einer Station T durch die gefährlichen Abfallprodukte R nach unten bewegen. Eine Reihe von benachbarten Stationen ist in Fig. 10 dargestellt. Jeder Schneidinjektor M schneidet und mischt die Abfallprodukte R in einor kreisförmigen, nach unten verlaufenden Zone R-1, wie dies in Fig.8 in strichpunktierten Linien dargestellt ist, bei deren Drehung. Die benachbart angeordneten Schneidinjektoren M haben eine solche Quordimension, daß die Zonen e^nes R-1 eine andere überlappen, wie dies in Fig.8 durch strichpunktierte Linien dargestellt ist. In diesen Zonen werden die Behandlungschemikalien abgegeben.
Die Anlage K wird dazu verwendet, geeignete Chemikalien entweder trocken, naß oder gasförmig in einer gewünschten zeitlichen Menge zu den Schneidinjektoren M abzugeben, wobei diese Abgabe wunschgemäß stattfinden kann, wenn dia Zonen R-1 in einer gewünschten Tiefe ausgebildet sind. Die Bohrer 88 erlauben ein Durchdringen relativ harten Materials, wenn sie die Schneidinjektoren durch das Abfallprodukt R nach unten bewegen. Das Abfallprodukt R, welches in den Zonen R-1 in einer gleichförmigen Konsistenz gemischt worden ist, verbleibt darin am Ort. Aufgrund der Teilung der Bandstreifen Mund 86 und der entgegengesetzten Drehung benachbarter Schneidinjektoren M wird das Abfallprodukt in einer Zone R-1 einer Aufwärtskraft und in der benachbarten Zone einer Abwärtskraft unterworfen, um dadurch ein optimales Vermischen der Abfallprodukte zj erzielen. Die Abgabechemikalien strömen aus dem rohrförmigen Teil 90, wenn sich der Schneidinjektor M dreht. Nachdem die Zonen R-I ausgebildet wurden, bewegt sich die Plattform F nach oben, damit die Schneidinjektoren M durch die Zonen R-1 bei kontinuierlicher Drehung der Schneidinjektoren angehoben werden. Wenn keine Chemikalien beim Ausbilden der Zonen R-1 in das Abfallorodukt injiziert worden sind, werden die Chemikalien bei der Aufwärtsbewegung der Schneidinjektoren M durch die Zonen H-1 injiziert. Es kann gelegentlich wünschenswert sein, daß Chemikalien sowohl während der Aufwärtsbewegung als auch während des Ausbildens der Zonen R-1 injiziert werden. Während der Ausbildung der Zonen R-1 und der Injektion der Chemikalien werden Dämpfe, Gerüche oder Auslassungen des Abfallproduktes R in einem bestimmten Raum innerhalb der Endraupe 74 gesammelt und durch einen herkömmlichen Skrubber U entfernt, wonach von diesen Bestandteilen freio Luft durch eine Leitung 92 strömen kann, um an einer gewünschten Stelle in die Atmosphäre zu gelangen.
Eine zweite Ausführungsfonr eines Apparates U ist in Fig, 11 bis 13 dargestellt. Dieser Apparat kann dazu verwendet werden, gefährliche Abfallprodukte hnerhalh einer Einsperrung Y zu entgiften. Der Apparat U umfaßt ein kraftbetätigtes Fahrzeug V, welches in Fig. 11 bis 1ö .^s Raupenfahrzeug dargestellt ist, welches einen vertikal verlaufenden Rahmen W umfaßt, sowie eine Instrumenten-und Steuerkabine 100. Der Rahmen W verläuft vertikal und hat eine offene längliche Form. Der Rahmen W, wie er in Fig. 11 dargestellt ist, wird von vier länglichen Eckteilen 102 gebildet, welche zwischen Querträgern 104 und Verstärkungsteilen 106 verlaufen. Der Rahmen W umfaßt eine obere Plattform 8 und eine starr daran befestigte untere Plattform 110. Eine Zwischenplattform 112 der in Fig. 12 dargestellten Art sitzt innerhalb des Rahmens W und ist darin vertikal bewegbar.
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Osr Rahmen W ist relativ zu einer Stützanordnung 114 vertikal bewegbar. Die Sternanordnung 114 weist eine Anzahl von länglichen Stützteilen 116 auf, die von der Stützanordnung 114 zum Fahrzeug V verlaufen, wie dies der Fig. 13 zu entnehmen ist.
Die Stützteile 116 sind mit ihren äußeren Enden an der Stützanordnung 114 durch Schwenkverbindungen 116a und am Fahrzeug V durch Schwenkverbinour.gen 116b befestigt. Ein Gegengewicht 118 ist durch ein herkömmliches Gestänge 120 bewegbar am Fahrzeug V abgestützt und zwar an einer Stelle, aie der des Rahmens W entgegengesetzt ist. Eine erste hydraulische Zylinderanordnung 122 ist schwenkbar am Fahrzeug V angeschlossen und das Gestänge 120 als Lenkergestänge erlaubt die seitliche Bewegung das Rahmens W und dar Stützanordnung 114 relativ zum Fahrzeug V, wenn die erste hydraulische Zylinderanordnung 132 aktiviert wird. Eine zweite hydraulische Zylinderanordnung 124 ist schwenkbar an der Stützanordnung 114 angeschlossen und erlaubt eine Vertikalbewegung des P'hmens W relativ zur Stützanordnung 114 und dem Fahrzeug V, wenn die zweite hydraulische Zylinderanordnung aktiviert wird.
Ein eine Haube X bildender, begrenzter Raum verläuft von der unteren Plattform 110 nach unten. In dieser Haube ist eine kraftangetriebene, drehbare Schneidklinge Z vertikal bewegbar. Ein seitlich beabstandetes Paar von Motoren 126 ist an der unteren Plattform 110 befestigt und dreht Antriebskettenräder 128. Jedes Antriebskettenrad 128 steht mit einem nach obei.
verlaufenden Endlos-Gliederriemen 130 in Eingriff, welcher Gliederriemen außerdem mit einem Paar von Kettenrädern 132 in Eingriff steht, welche drehbar von der oberen Plattform 108 gehalten sind. Die Zwischenplattform 112 ist durch herkömmliche Befestigungsmittel 112a an einem vertikalen Verlauf 130a des Riemens 130 befestigt.
Die untere Plattform 110 weist zwei Paare von Elektromotoren 134 auf, die daran befestigt sind und die Antriebskettenräder 136, wie sie in Fig. 14 und 20 dargestellt sind, drehen. Diese Kettenräder stehen im Zahneingriff mit einem Paar von angetriebenen Zahnrädern 138, welche Zahnräder ebenfalls im Zahneingriff stehen.
Die untere Plattform 110 wird, entsprechend der Darstellung in Fig. 15 von einer oberen horizontalen Platte 110a und einer unteren Platte 110b gebildet. Jedes Zahnrad 138 hat ein* Ringform und stützt sich drehbar auf einer Folge von Kugellagern 140 an einer ringförmigen Befestigungsanordnung 142 ab, die entsprechend der Darstellung in Fig. 15 durch Schrauben 144 an der unteren Platte 110b befestigt ist.
Jedes angetriebene Zahnrad 138 weist ein flaches, starres, ringförmiges Teil 146 auf, welches an dessen Oberseite durch Schrauben 148 befestigt ist, wie dies in Fig. 15 dargestellt ist. Jedes Teil 146 hat eine zylindrische Hülse 150, welche von diesem Teil nach oben absteht und durch eine Öffnung 152 in der oberen Platte 110a ragt. Aus Fig. 15 ist ersichtlich, daß jede Hülse 150 einen Flansch 154 aufweist, der von dieser nach außen absteht, und eine Dichtung 156 trägt, die in Gleitberührung mit der Oberseite der oberen Platte 110a steht. Fig. 14 und 16 zeigen, daß zwei beabstandete Paare von Rollen 158 oberhalb der oberen Platte 110a von Laschen 160 abgestützt werden, die an den Teilen 146 befestigt sind.
Die Zwischenplattform 112 wird, wie der Fig. 15 zu entnehmen ist, von einer oberen und einer unteren starren, ringförmigen, horizontalen Platte 112a und 112b, die vertikal beabstandet sind, gebildet, wobei die Platten durch Verbindungsteile 162 miteinander verbunden sind. Zwei rohrförmige Spülstangen 164, die die Schneidklingen Z antreiben, weisen obere Endabschnitte 164 a auf, die innerhalb der Zwischenplattform 112 angeordnet sind.
Jeder Endabschnitt 164 a weist einen daran befestigten, nach außen verlaufenden Flansch 166 auf, an dem ein außen genutetes, ringförmiges Teil 168 befestigt ist. Dieser ringförmige Teil 168 sieht drehbar mit einer Folge von Kugellagern 170 in Verbindung und steht im Eingriff mit einem innen genuteten ringförmigen Teil 172, welches an der oberen Platte 112a der Zwischenplottform 112 befestigt ist.
Die Spülstange 164 weist zwei entgegengesetzt angeordnete, vertikal verlaufende Rippen 174 auf, welche von der Außenseite nach außen verlaufen, wie dies der Fig. 16 zu entnehmen ist. Diese Rippen stehen drehbar im Eingriff mit den Rollen 158. Die Spulstfinge 164 weist ein an dessen unterem Ende befestigtes, horizontales Teil 164a auf, welches ein zentral angeordnetes, rohrförmiges Teil 176 abstützt, welches einen wesentlich kleineren Durchmesser hat als die Spülstange 164. Das rohrförmige Teil 176 dient der Befestigung eines Rohres 178, welches in der Soülstange 164 nach oben verläuft. Dieses Rohr hat an seinem oberen Ende eine außen verlaufende Dichtung 180. Das untere Ende des rohrförmigen Teils 176 geht in einen außen verlaufenden Flansch 182 über.
Das rohrförmige Teil 176 stützt drehbar eine Büchse 184 zwischen dem Teil 164 a und dem Flansch 182. Die beiden Büchsen 184 stehen drehbar mit zylindrischen Schalen 186 im Eingriff, welche durch Arme 188 eines offenen, rechtwinkligen Rahmens 190 angeschlossen sind. Der Rahmen 190 stützt an seinem Umfang eine Leitung 192 ab, die daran befestigte Sprühköpfe 194 aufweist, deren Zweck später erläutert wird.
Dio in Fig. 15 dargestellte Schneidklinge Z umfaßt ein äußeres Rohr 196 mit einem spitzen unteren Ende 196a. Das obere Ende des Rohres ist an einer Kreisplatte 198 befestigt, in der sich eine Mittelöffnung 198a befindet. Ein inneres Rohr 200 ist an der Platte 198 befestigt und steht mit der Öffnung 198a in Verbindung. Das innere Rohr 200 geht an seinem unteren Ende in eine Abgabedüse 202 über, die durch das äußere Rohr 196 verläuft.
Zwei entgegengesetzt angeordnete Schneidklingen 204 verlaufen vom unteren Ende des äußeren Rohres 196 nach außen und tragen eine Anzahl von beabstandeten Zähnen 206. Zwei gekrümmte Zweitglieder 208 verlaufen von den äußeren Enden der Klinge 204 nach oben zum äußeren Rohr 196, wie dies in Fig. 15 dargestellt ist. Die Kreisplatte 198 ist auf herkömmliche Weise mittels Schrauben 210 oder dergleichen am Flansch 182 befestigt.
Die Dichtung 180 berührt die Innenfläche eines zwischenpositionierten Rohres 212, welches zwischen der Spülstange 164 und dem inneren Rohr 178 nach unten verläuft.
Eine Rohrverlängerung 214 ragt vom Rohr 212 nach oben und ist daran mittels eines ringförmigen Endstückes 216 befestigt, wie dies in Fig. 15 dargestellt ist. Aus Fig. 16 ist ersichtlich, daß die Spülstange 154 zwei nutenbildende Rippen 218 an dessen Innenseite aufweist, die verschiebbar die Außenfläche des Rohres 212 berühren.
Zwei die Form eines umgekehrten U aufweisende rohrförmige Beschläge 222 sind an der oberen Plattform 108 befestigt und werden von zwei Rohren 224 mit Luft unter Druck beaufschlagt. Die Rohre 224 stehen in Verbindung mit einer Luftgebläseanordnung 226, die entsprechend der Darstellung in Fig. 5 auf dem Fahrzeug V befestigt ist. Zwei Rohre 228 verlaufen von den Beschlägen 222 nach unten zu zwei rohrförmigen Wirbeln 230, wobei die unteren Enden der Wiibel, entsprechend der Darstellung in Fig. 13, mit den Rohrverlängerungen 212 verbunden sind.
Fig. 15 und 18 zeigen, daß ei" rohrförmiger, rechtwinkliger Rahmen 232 an der Unterseil der unteren Platte 110b innerhalb der Haubo X abgestützt ist und Sprühdüsen 234 aufweist, die davon nach außen verlaufen.
Kreisrohre 236 werden von der unteren Platte 110 b abgestützt und verlaufen um die Spülstangen 164 und tragen Düsen 23Ö. Flüssigkeit unter Druck wird dem rohrförmigen Rehmer; 23?. durch ein Rohr 240 und durch ein Rohr 242 den Kreisrohren 236 zugeführt. Die zu dem rohrförmigen Rahmen 232 und zu den Kreisrohren zugeführte Flüssigkeit kann Wasser sein, um nicht nur Sprays zum Absondern von Giftgasen aus der in dar Haube befindlichen Luft zu bilden, sondern um das giftige Material aus den Spülstangen auszuwaschen, wenn die Entgiftung der Einsperrung Y fortschreitet. Die Giftgase, die während des Entgiftens der Einsperrung Y auftreten, werden daran gehindert, nach oben du;cn die Spülstangen 134 zu entweichon, und zwar durch rohrförmige Bälge 244, die die Spülstangen umgeben. Das untere Ende der Bälge 244 ist durch herkömmliche Mittel an den Laschen 160 befestigt. Die oberen Enden der Bälge sind an der Unterseite der Zwischenplattform 112 angebracht. Vor der Benutzung des Apparates U ist er wünschenswert, daß eine Unterboden-Radarabtastung von der Einsperrung für das gefährliche Abfallprodukt erstellt wird, um eingegrabene Trommeln, Behälter, Fässer und dergleichen, die bestimmte, extrem gefährliche Materialien enthalten, zu lokalisieren. Geeignete Vorsichtsmaßnahmen müssen getroffen werden, wenn Bereiche der Einsperrung Y daneben entgiftet werder. sollen.
Nach Erhalt der vorgenannten Information sowie nach Analyse einer Probe des gefährlichen Abfallproduktes in der Einsperrung Y zur Erfassung der Zusammensetzung des Abfallproduktes, wird der Apparat U zu einer ersten Station bewegt, wie dies in Fig. 25 dargestellt ist, und zwar neben der Einsperrung. Der Rahmen W wird dann so bewegt, daßdieHaubeXin abgedichteter Berührung mit der Oberseite Her Einsperrung Y sich befindet.
Die Motoren 134 treiben nun die Teile 146 mit den Rollen 158 an, um auf die Rippen 174 eine Drehkraft auszuüben, damit sich die Spülstangen 164 und somit die Schneidklinge Z dreht. Es werden nun die Motoren 12G erregt, um die Riemen 130 anzutreiben und somit eine Bewegung der Zwischenplattform 112 nach unten zu veranlassen, wodurch eine Abwärtskraft auf die Spülstangen 164 ausgeübt wird. Die Drehung der Spülstangen 164 wird begleitet von der konkurriarenden Drehung der Rohre 176,178,212 und 200. Unter Druck stehende Luft kann nun durch die türanordnung 226 nach unten abgegeben werden, wonach die Luft aus der Düse 202 austritt.
Der Betrieb des Apparates U resultiert in der Ausbildung einer nach unten verlaufenden Zone A-1 von eingeschlossenem, partikelförmigen, gefährlichen Abfallproduktmaterial, wie dies in Fig.26 dargestellt ist. Das nntgiftende Agens ist ein trockenes pulverförmiges Material und wird in den aus der Blasanordnung 226 abgegebenen Luftstrom eingeführt und wird von der Düse 202 abgegeben. Wenn das Ausbilden der Zone A-1 erfolgt, wird unter Druck stehende Flüssigkeit von den Düsen 194 abgegeben, um die Schneidklinge Z beim Ausbilden der Zono A-1 zu unterstützen und die Größe der Partikel zu reduzieren. Die Abgabe von Flüssigkeit aus den Düsen 194 verursacht die Ausbildung einer Schicht aus turbulenter Flüssigkeit und Partikeln oberhalb der Klinge Z, welche als vertikal bewegliche Abdichtung wirkt, um den Aufwärtsstrom von Giftgasen in dor Zone A-1 in das Innere der Haube X klein zu halten. Die Giftgase iinttihslb dor Dichtung werden duich das entgiftende Agens entgiftet. Die Giftgase, die nach oben in die Haube X strömen, werden durch eine Reihe von Flüssigkeitssprays aus den Düsen 234 und 238 entfernt, bevor die Lufi aus der Haube X in die Atmosphäre gelangt. Die als Absonderungsagens wirkende Flüssigkeit strömt in die Zone A-1 nach unten und wird dort entgiftet. Die Giftgase aus der Zone A-1 werden daran gehindert, um die Spülstange 164 nach oben in die Atmosphäre zu fließen und zwar weil der Teil der Spülstange oberhalb der untoren Plattform von längsbewegbaren Bälgen 224 eingehüllt ist. Nachdem das entgiftende Verfahren in einsr ersten Station vollzogen worden ist, wird der Apparat U in seine Ausgangslage zurückgebracht und anschließend in Folge zu einer zweiten Station gebrächt, wo das beschriebene Verfahren wiederholt wird.
Obwohl im Zusammenhang mit dem beschriebenen Verfahren die Verwendung von Druckluft erfolgt, um die Giftgase aus dem partikelförmigen Material in der Zone A-1 iu entfernen, kann auch für diesen Zweck Wasserdampf verwendet werden. Der Einsatz von Wasserdampf ist bevorzugt, wenn das gefährliche Abfallprodukt wesentliche Mengen an flüchtigen organischen Komponenten enthält. Das Paar von konkurrierend sich drehenden Klingen Z beeinträchtigt sich nicht wegen der Zahnräder 138, die gemäß Fig.20 im Zahneingriff ενεΊβη.
Die sich drehenden Schneidklingen. ,'artikulieren das gefährliche Material in der Zone A-1, ohne daß das partikulierte Material da von nach oben abgegeben wird. Erste, zweite und dritte alternative Ausführungsformen der Klingen Z-1, Z-2 und Z-3 sind in Fig. 22, 23 und 24 dargestellt. Jode Ausführungsform umfaßt ein Paar von entgegengesetzt angeordneten Armen 244, die am äußeren Rohr 196 befestigt sind und gekrümmte Schneidklingen 246 aufweisen, die davon nach unten zum äußeren Rohr vollaufen. Die dritte Ausführungsform Z-3 umfaßt ein spezielles Schneidglied 248 und am äußeren Rohr 196 befestigte Zähne 250.
Anstatt der Verwendung eines chemischen Entgiftungsagens kann der Apparat U dazu verwendet werden, Mikroorganismer, in die Zone A-1 einzuführen, um letztere zu entgiften. Die Mikroorganismen sind entweder solche, die in der Einsperrung Y vorhanden sind, oder solche, die genetisch erzeugt wurden, um das gefährliche Material biologisch abzubauen. Das Einführen der Mikroorganismen ist begleitet von einem flüssigen Nährmittal.
In Fig.28 i'A schematisch eine Anordnung dargestellt, die die Bestimmung der Zusammensetzung der Einsperrung mit dem gefährlichfln Abfallprodukt in den Zonen A-1 erlaubt., sowie die Bestimmung der Menge des Entgiftungsagens, welches notwendig ist, eine computergesteuerte Behandlung vorzunehmen. Ein Rahmen 248 wird von den Rohren 196 oberhalb der Schneidklingen Z abgestützt, welcher Rahmen eine Strahlanordnung 250 abstützt.
Flüssiges Befeuchtungsreagens oder diionisiertes Wasser aus einem Lagertank 252 wird durch eine Pumpe 254 über eine Leitung 255 in die Spülstrahlanordnung 250 geführt, wie dies in Fig. 28 dargestellt Ibt. Die Strahlenordnung 256 erodiert oder versetzt oder wäscht das verunreinigte Abfallprodukt aus und veranlaßt das Waschwasser, die Probenvorrichtung mit später noch zu beschreibende, auf dem Rahmen 244 befestigten Sonden zu umgeben. Von dem die Abfallprodukt-Verunreinigungen enthaltenden Wasser kann eine Probe entnommen werden odsr steht mit den Sonden in irgendeiner vornrogrammierten Tiefe der Zone A-1 in Beiührung.
Die Probenvorrichtuny 258 nimmt das gespülte Wasser auf unri entfernt solches Wasser durch eine Leitung 260. Die Wasseraufnahme wird durch eine Vakuumpumpe 262 erreicht. Das aufgenommene Wasser wird zu Aufnahmekammern eines ICP-Spektrometers oder einer geeigneten Ausrüstung 262 geleitet, um die giftigen Elemente, wie Schwermetalle, auszusieben; zu einem Strahlungsdetektor oder einer geeigneten Ausrüstung 264 zum Aussieben der Strahlungssubstanzen; zu einem Analysator 266 für die Reaktivität und die Leitfähigkeit zum Aussieben des Probenwassers für solche Zwecke; zu einem biologischen Analysator oder einer ähnlichen geeigneten Ausrüstung 268, um die biologischen Eigenschaften darin zu kennzeichnen und solche Proben für eine traditionelle Laboranalyse vorzubereiten.
Die pH-Oxidation-Reduktion-Potential (ORP-) Sonde 270 signalisiert den pH- und ORP-Wert des Waschwassers und überträgt solche Signale zu einem pH- und ORP-Messer 272.
Die Sonde für die Messung der Temperatur und des Feuchtigkeitsgehaltes 276 überträgt Signale über ein Kabel 274 zu einem Temperatur- und Feuchtigkeitsmesser,
Gase oder Dämpfe, welche durch Mischen und Homogenisieren auo den Oberflächeninhalten gelöst werden, werden in der Haube X gesammelt. Solche freien Gase oder Dämpfe werden durch den Sensor 278 erfaßt, dor an der Haube X befestigt ist. Diese Gase werden i;u einem Fotoionisationsdetektor oder einer ähnlichen Ausrüstung gebracht und dann in einem weiten Bereich chemisch-organischer Verbindungen, flüchtiger Bestandteile und explosiver Dämpfe ausgesiebt. Der Fotoionisationsdetektor oder eine geeignete Ausrüstung ist bei 280 dargestellt.
Der Sensor 278 befördert ebenso Gase und Dämpfe aus der Zone A-1 7u einem Schwefeldioxid- und Schwefelwasserstoff-Detektor 282, um die KonzentrationsnivRaus solcher Elemente zu messen.
Die vom ICP-Spektrometer 262 abgenommenen Daten, der Radiationsdetektor 264, der Reaktivitäts- und Leitfähigkeitsanalysator 266, der biologische Analysator 268, der pH- und ORP-Messer 272, der Temperatur- und Feuchtigkeitsmesser 274, der Fotoionisationsdetoktor 260 und der Schwefeldioxid- und Schwefelwasserstoff-Detektor 282 geben ihre Signale zur Datenabtastung, dem Interfaceanalysator und der Steuerung 284 weiter, und von dort zu einem Behandlungsplan-Programnninterface-System 286 weiter, welches die besonderen Behandlungsparameter und die Behandlungsmediumdosierungsrate bestimmt, um > .ie Versorgungseinrichtung 288 für die programmierte Zuführung des Behandlungsmedi'jms aus dem pneumatischen Chemikalien 290 zu schalten, welches Behandiungsmedium chemische Reagenzien, Bakterien, BakteriennährmiUel und Sauerstoff erzeugende Chemikalien umfassen kann. Das ausgewählte Behandlungsmedium wird dann durch die Oberseite den Spülstangen 164 zugeleitet, wie dies durch die Linie 224 dargestellt wird und zwar für die Integration mit den Unterboden-Abfallprodukten. Während der Behandlungsstufen werden alle früher beschriebenen Daienaquisitionssysteme dort verwendet, wo sie für die Charakterisierung der chemisch oder biologisch verbesseren Unterboden-Inhalte besonders benötigt werden. Gase und Emissionen werden von der Haube über eine Leitung 296 ium Skrubber 294 gebracht.
Die Datenaquisi'ions- und Analysatorausrüstung ist nicht aus die zuvor beschriebene Ausrüstung beschränkt. Es können Ausrüstungen und Analysatoren ähnlicher Funktion und ähnlichen Zwecks verwendet werden, da Verunreinigungen im gefährlichen Abfallprodukt nicht typisch sind und im allgemeinen höchst unterschiedlich und komplex sein können. Während des Absonderns der freien Gase oder Dämpfe durch den Skrubber 294 werden die ausgelösten Emissionen über einen Bypaß 296 zum Fotoionisationsdetektor 280 oder zum Schwefeldioxid- und Schwefelwasserstoff-Detektor 282 gebracht, um eine abgetrennte Compliance zu bestimmen. Der Bypaß 296 kann an einen Emissionsanalysator angeschlossen sein, wobei die lesultato zur Datenabtastung 284 signalisiert werden.
Ein Plastizitätsmeter 298 erfaßt dio Plastizität oder Dichte des Inhalts der Zone A-1 aus der sich ändernden Energiebelastung der Spülstangen-Antriebsmotoren 134. Solche Daten charakterisieren die Vervollständigung der Verfestigung des Unterboden-'nhalts, wenn die bevorzugte Behandlung der Abfallprodukt-Inhalte eine Verfestigung erfordert. Der Upm-Messer 300 nimmt solche Daten von den Spülstangen-Antriebsmotoren 134 auf. Die vertikale Bewegungstiefe und Geschwindigkeit der Klingen Z wird durch den Abtaster 302 angezeigt, wobei solche Daten von einem vertikallaufenden Monitor 304 angenommen werden. Alle vom Plastiz'tätsmeter 298, vom Upm-Messer 300 jnd von den Vertikallaufvorrichtungen 302 und 304 angenommenen Daten werden zum Behandlungsprogramm-Int^rface-System 286 signalisiert, um eine bevorzugte Behandlung des gefährlichen Materials in der Zone A-1 vorzunehmen.
In Ergänzung zu der zuvor beschriebenen Entgiftung kann der App?rat U verwendet werden, um die Zone A-1 glasartig zu machen, wenn dieselbe sandig oder tonhaltig ist. Solch eine Verglasung wird unter Verwendung von Plasmafackeln 350 durchgeführt, die an den unteren Enden der Rohre 196 durch Stützen 392 gehalten sind, wie dies in Fig. 29 dargestellt ist. Nachdem die Zone A-I durch die Verwendung der Klingen Z partikuliert worden ist, werden die Klingen darin nach oben bewegt und das Material darunter den Plasmabögen unterworfen, um das Erdreich zu schmelzen und nachfolgend zu kühlen und so eine verglaste, nicht-lösliche starre Masse zu erzeugen. Wenn das gefährliche Abfallprodukt in der Zone A-1 nicht ausreichend Sand oder Ton b.i'hält, um eine Verglasung vorzunehmen, kann Sand, Ton oder anderes verglasungsfähiges Material durch die Spülstangen 164 mittels eines Luftstroms zugefügt werden, während das gefährliche Abfallprodukt partikuliert wird.

Claims (24)

1. Verfahren zur Behandlung einer Giftmülldeponie an Ort und Stelle, gekennzeichnet durch:
a) Ausbilden einer abwärts gerichteten Zone von Giftmüllteilchen an einem ersten Ort dor Deponie,
b) Abschließen dieser Zone von einer Verbindung mit der Atmosphäre,
c) Entnehmen von Proben aus dieser Zone, um die Art der darin befindlichen giftigen Bestandteile zu bestimmen,
d) Ableiten von durch das Probennehmen ermittelten giftigen Gasen und Dämpfen aus den Teilchen in der Zone,
e) Entgiften dieser abgeleiteten Gase und Dämpfe,
f) Einspritzen wenigstens eines Behandlungs-Mittels in die Teilchen der genannten Zone,
g) Beenden des Verfahrens dann, wenn das Entnehmen von Proben zeigt, daß die Teilchen bis zu einem gewünschten Ausmaß bearbeitet worden sind, und
h) Wiederholen des Verfahrens an einem zweiten, sich mit dem ersten Ort überlappenden Ort der Deponie.
2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verfahrensschritt zum Ausbilden der üLwärts gerichteten Zone aus einer Abwärts-Drehbewegung einer Viehahl von nebeneinander angeordneten Schneid-Werkzeugen durch die Zone hindurch besteht.
3. Verfahren nach Punkt 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Schneidwerkzeuge ein Paar Schneidklingen mit entgegengesetzten Steigungen umfassen, um auf den Giftmüll eine abwärts und aufwärts gerichtete Schraubwirkung auszuüben und auf diese Weise dessen bestmögliche Homogenisierung zu erzielen.
4. Verfahren nach den Punkten 1,2 oder 3, gekennzeichnet dadurch, daß der Verfahrensschritt des Einspritzens eines Behandlungsmittels das Einspritzen eines Mitteis in die Zone umfaßt, das darin befindliche wasserlösliche giftige Bestandteile in unlösliche Bestandteile überführt.
5. Verfahren nach Punkt 4, gekennzeichnet durch den zusätzlichen Verfahrensschritt, daß ein solches Entgiftungsmittel ausgewählt wird, daß es zum Unschädlichmachen derjenigen Giftbestandteile geeignet ist, die beim Probennehmen gefunden worden sind.
6. Verfahren nach Punkt 5, gekennzeichnet dadurch, daß das Entgiftungsmittel aus der Gruppe Calciumoxid, Natriumbisolfid und Natriumhydrosulfit ausgewählt ist.
7. Verfahren nach Punkt 5, gekennzeichnet durch den zusätzlichen Verfahrensschritt, daß in der genannten Zone ein pH Wert von 8,0 bis 11,0 erzeugt wird, um das Oxidieren der löslichen Salze der giftigen Metalle zu einem im wesentlichen unlöslichen Zustand zu erleichtern.
8. Verfahren nach Punkt 5, gekennzeichnet dadurch, daß ein Behandlungsmittel in die genannto Zone eingespritzt wird, das mit dem in der Zone befindlichen Wasser reagiert und eine exothermische Reaktion hervorruft, durch welche in der Zone befindliche radioaktive Produkte in eine feste, wasserunlösliche Masse überführt werden.
9. Verfahren nach Punkt 8, gekennzeichnet dadurch, daß eine Vielzahl der erwähnten Zonen angelegt wird, um eine unlösliche Auskleidung am Umfang und unter der Giftmülldeponie zu schaffen.
10. Verfahren nach Punkt 5, gekennzeichnet dadurch, daß der Verfahrensschritt des Einspritzens eines Behandlungsmittels das Verseifen der Kohlen-Wasoerstoff-Produkte in der genannten Zone zu einer unlöslichen Masse sowie das Oxidieren der löslichen Salze der giftigen Metalle in einen im wesentlichen unlöslichen Zustand umfaßt, wobei die Gase aus den Verfahrensschritten des Verseifens und des Oxidierens in einem abgeschlossenen Raum gesammelt und in diesem Raum auch gewaschen werden.
11. Verfahren nach Punkt 5, gekennzeichnet dadurch, daß der Verfahrensschritt des Einspritzens des Behandlungsmittels das Einführen von Mikroorganismen in flüssiger Form sowie einer entsprechenden Nährlösung in die genannte Zone umfaßt, wobei die Mikroorganismen von solcher Art sind, daß sie in der Zone befindliche giftige Substanzen biologisch zu nichtgiftigen Materialien abbauen, die in der Zone am Ort verbleiben.
12. Verfahren nach einem der Punkte 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß der Verfahrensschritt des Einspritzens des Behandlungsmittels den Schritt umfaßt, daß die Teilchen in der betreffenden Zone wenigstens einem Plasma-Flammenbogen ausgesetzt werden, um eine feste, verglaste und unlösliche Masse von erheblicher Festigkeit zu bilden.
13. Verfahren nach Punkt 12, gekennzeichnet dadurch, daß eine Vielzahl der erwähnten Zonen angelegt wird, um eine unlösliche Auskleidung am Umfang und unter der Giftmülldeponie zu schaffen.
14. Verfahren nach Punkt 5, gekennzeichnet dadurch, daß der Verfahrensschritt des Einspritzensdes Behandlungsmittel das Einbringen einer Vielzahl von Flüssigkeitsstrahlen in die genannte Zone umfaßt, um d, 9 Abmessungen der Teilchen weiter zu verkleinern und um eine flüssige Abdichtung zu schaffen, mit deren Hilfe der Ausfluß giftigen Gases aus der Zone vermindert wird.
15. Verfahren nach Punkt 8, bei dem der Giftmüll Radium 226 und Thorium enthalten kann, von dem Radon aufgrund des radioaktiven Zerfalles abgegeben wird, gekennzeichnet dadurch, daß das Behandlungsmittel in einer Menge zugeführt wird, die ausreicht, um das Radium und das Thorium auszufällen und den Zerfall zu verhindern und diese Materialien und den Giftmüll in eine feste, inerte und unlösliche Masse einer so hohen Dichtigkeit zu überführen, daß die Wanderungsgeschwindigkeit des Radons in einem solchen Ausmaß verlangsamt wird, daß der Hauptteil des Radons in ein festes, radionukleides Element umgewandelt wird, bevor es die Atmosphäre erreichen und diese vergiften kann, wobei das radicnukleide Element durch die Berührung mit dem Behandlungsmittel unlöslich wird und in der unlöslichen Masse am Ort verbleibt.
16. Vorrichtung zur Behandlung einer Giftmülldeponie an Ort und Stelle, gekennzeichnet durch
a) Schneidinjektoren (M,Z),von denen jederdrehbarund nach unten durch den Giftmüll hindurch bewegbar ist und dabei eine vertikal verlaufende Zone (R-1, A-1) davon in eine im wesentlichen homogene Konsistenz umwandelt,
b) eine Spülstange (J, 164) für jeden Schneidinjektor zum Drehen und vertikalen Bewegen desselben im zu behandelnden Giftmüll,
c) einen Motor (70,134,126) zum Drehen der Schneidinjektoren (M, Z) und zu deren Kraft angetriebener Bewegung in den Müll hinein und aus ihm heraus,
d) eine Vorrichtung (258) zum Entnehmen von Proben giftiger Materialien aus der genannten Zone, um sie zu analysieren,
e) an den Schneidinjektoren (M, Z) angebrachte Düsen (90, 202) zum Einspritzen eines Behandlungsmittols in die Zone (R-I, A-1),
f) eine Haube (74, X) zum Sammeln der aus der genannten Zone entweichenden giftigen Gase und Dämpfe an der Oberfläche dieser Zone und zum abdichtenden Berühren der Oberfläche dieser Zone, um die Gase und Dämpfe an einem Entweichen in die Atmosphäre zu hindern, und
g) eine Flüssigkeits-Gaswäsche zum Trennen der giftigen Bestandteile der in der Haube (74, X) gesammelten Gase und Dämpfe.
17. Vorrichtung nach Punkt 16, gekennzeichnet dadurch, daß die Flüssigkeits-Gaswäsche Düsen (234, 238) ausweist zum Einsprühen wenigstens einer gesprühten Flüssigkeit in den abgeschlossenen Raum innerhalb einer Haube (74, X), um die giftigen Gase aus der darin befindlichen Luft herauszuwaschen, wobei die Waschflüssigkeit in der Zone (R-1, A-1) des stückigen Mülls abwärtsfließt.
18. Vorrichtung nach Punkt 16, gekennzeichnet dadurch, daß sich die Haube (74, X) in abdichtender Berührung mit der oberen Oberfläche des Erdbodens erstreckt und dabei einen abgeschlossenen Raum über diesem Platz bildet.
19. Vorrichtung nach Punkt 17, gekennzeichnet dadurch, daß sie ferner Düsen (194) zum Einspritzen eines Nebels unter Druck stehender Flüssigkeit in der Zone (R-1, A-1) oberhalb der Schneidinjektoren enthält, um das Ausbilden dieser Zone und das Vermischen derTeilchen zu unterstützen und eine Wirbelschicht zu bilden, die als bewegliche Abdichtung zum Vermindern des aufwärtsgerichtetan Flusses der giftigen Gase von der genannten Zone zu dem abgeschlossenen Raum dient.
20. Vorrichtung nach Punkt 17, gekennzeichnet dadurch, daß der Schneidinjektor (M, Z) weiterhin einen Plasmabrenner (350) zum Schmelzen der Teilchen und zu deren Umwandlung in eine feste verglaste Masse enthält.
21. Vorrichtung nach Punkt 16, gekennzeichnet dadurch,
- daß die Spülstangen (J, 164) obere und untere Enden aufweisen, wobei die Schneidinjektoren (M, Z) an den unteren Enden angebracht sind, um jeweils eine Zone (R-1, A-1) zu bilden;
- daß Kugellager (H, 170) zum drehbaren Lagern der oberen Enden jeder Spülstange im Abstand voneinander vorhanden sind;
- daß eine Plattform (F, 112) vorhanden ist, die vertikal beweglich ist und die genannten Kugellager aufnimmt; und
- daß ein Motor (28,128) zum gleichzeitigem vertikalen Bewegen der Plattform, der Kugellager und der Spülstangen vorhanden ist.
22. Vorrichtung nach Punkt 21, gekennzeichnet dadurch, daß die Spülstangen (J, 164) und die Kugellager (H, 170) in einem solchen Abstand angeordnet sind, daß die so gebildeten Zonen (R-1, A-1) einander überlappen, um sicherzustellen, daß der gesamte Giftmüll in diesen Zonen in eine im wesentlichen homogenisierte Mischung überführt worden ist.
23. Vorrichtung nach Punkt 22, gekennzeichnet dadurch, daß sie ferner ein kraftangetriebenes Fahrzeug (B, K) aufweist sowie einen von diesem Fahrzeug getragenen, länglichen, sich vertikal erstreckenden Rahmen (E, W) zum Lagern der Schneidinjektoren bei der Drehung und bei der vertikalen Bewegung.
24. Vorrichtung nach Punkt 16, gekennzeichnet dadurch, daß sie ferner ein Gerät zum Erlangen und Verarbeiten von Daten aufweist, um Art und Menge des einzusprühenden Behandlungsmittels in Abhängigkeit von der errechneten Zusammensetzung der entnommenen Proben des giftigen Materials zu bestimmen.
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