DD280960A1 - Farbmischungen fuer die farbliche gestaltung von beton und moertel - Google Patents

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DD280960A1
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oxide
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Christian Goehring
Veronika Brueckner
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Ingenieurschule F Bau Stofftec
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Abstract

Die Erfindung beinhaltet definierte Farbmischungen fuer die farbliche Gestaltung von Beton und Moertel. Sie findet Anwendung vor allem, aber nicht ausschliesslich in der Beton-, Betonwerkstein- und Moertelindustrie. Ziel der Erfindung ist es, neue Beton- und Moertelfarben als Mischung aus bekannten Farbpigmenten oder aus bekannter Farbdispersion mit bekanntem Farbpigment in bisher nicht ueblichen Farbtoenen und/oder nicht erreichter Farbstaerke fuer die Produktion von Farbbeton und Farbmoertel herzustellen. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe der Herstellung von farbintensiven Mischpigmenten dadurch geloest, dass wenigstens zwei farbgebende Mittel in einem definierten Verhaeltnis ohne Extendereinsatz in Mischung gebracht werden. Eine besondere Ausfuehrung der Loesung der Erfindung besteht ferner in der Herstellung einer Beton- und Moertelfarbe als Mischung aus einem aeusserst farbintensiven organischen Pigment mit einem Extender und einem Netzmittel.

Description

Mörtelfarbe Mittel Mittel Mittel Mittel Mittel Mittel
1 2 3 4 5 6
Farbton I 20% 80%
Farbton Il 76,2 % 23,8%
Farbton III 66,5% 33,5%
Farbton IV 80% 20%
Farbton V 40% 40% 20%
Farbton Vl 16,7% 26,7% 56,6%
Farbton VII 98% 2%
Farbton VIII 50% 50%
Farbton IX 21,4% 78,6°/
Farbton X 0-100% 100-0%
4. Farbmischung zum Einfärben von Beton bzw. Mörtel gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Masseprozente gemäß Tabelle für den jeweiligen genannten Farbton veränderlich sind in einem Tleranzbereich von ±5 %.
5. Farbmischung zum Einfärben von Beton bzw. Mörtel dadurch gekennzeichnet, daß die Farbmischung aus einem organischen Pigment und Extender besteht.
6. Farbmischung zum Einfärben von Beton bzw. Mörtel, dadurch gekennzeichnet, daß das organische Pigment Versalblau und der Extender Calcit ist und im Ve hältnis 1:9 in Mischung gebracht werden.
7. Farbmischung zum Einfärben von Beton bzw. Mörtel gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß besagter Farbmischung ein Netzmittel in kleinen Mengen (etwa 1 %) zugesetzt wird.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf eine neue Mischung von Farbpigmenten zum Erzielen von bisher nicht erreichter Farbstärke und/oder üblichen Farbtönen bei der Herstellung von Farbbelon un 1 Farbmörtel unter Verwendung bisher bekannter Farbpigmente.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Das Einfärben von Beton und/oder Mörtel erfolgte bisher vorzugsweise unter Verwendung synthetischer Eisenoxidpigmente und/oder Chromoxidgrün bzw. deren Abmischungen mil Extender, ζ. B. Schwerspat oder Calcit. Extender werden vom Hersteller der Mörtelfarbe untergemischt, um dafür Farbpigmente einzusparen, evtl. technologisch mögliche Schwierigkeiten beim Untermischen der Farben bei der Farbbeton- oder Farbmörtelherstellung zu eleminioren und um ferner eine optische Aufhellung der Mörtelfarben zu erreichen.
Dieser Effekt der optischen Aufhellung ist jedoch bei der Herstellung von Farbbeton oder Farbmörtel völlig bedeutungslos. Ebenso besitzt auch die angestrebte bessere Mischbarkeit der Farbpigmente mit Extenderzusatz bei der Farbbeton- oder Farbmörtelherstellung keine Bedeutung, da in der Praxis z.B. auch mit reinen synthetischen Eisenoxidpigmenten bei üblicher Mischtechnik gleichmäßig eingefärbte Fabbetone hergestellt werden.
Abgesehen von der Tatsache, daß der bisher handelsübliche Extender, nämlich Schwerspat, in anderen Industriezweigen (chemische Industrie) dringend benötigt wird bei knapp werdenden Ressourcen, hatten die Extender lediglich eine Magerung der hergestellten Mörtelforbe bewirkt, die bei Anwendung in der Beton- oder Mörtelmischung zu höhe/en Dosiermengen führte, d. h., es waren höhere Zugabemengen an Mörtelfarbe erforderlich.
Außerdem bestand eine farbliche Festlegung auf etwa zehr i'örtelfarben, gemäß TGL 31956, was die DDR betrifft. Angebote von Mörtelfarben, z. B. von Bayer Leverkusen (BRJ), die den erfindungsgemäßen Mörtelfarbmischungen nahekommen, gehen von anderen Mischverhältnissen aus ifirmenanschrift Bayer Leverkusen D 307-8125/85-4030).
Ziel der Erfindung ist eine Erweiterung des technisch ersetzbaren Angebotes an Farben für das Bauwesen, die bisher nicht übliche oder erzielbare Farbgebungen im Farbbeton oder -mörtel ermöglichen.
Ein weiteres Ziel der Erfindung ist der Einsatz von Abprodukten bei der Farbgebung im Farbbeton oder Farbmörtel.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist die Herstellung von Fa-bbeton bzw. Farbmörtel unter Verwendung von Farbpigmenten und deren Abmischungen, die ohne den Einsatz von Extendern das Erzielen von Farbtönen in bisher nicht gekanntem Umfang im Farbbeton bzw. Farbmörtel ermöglichen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe in einer Farbmischung zum Einfärben von Beton bzw. Mörtel dadurch erreicht, daß wenigstens zwei farbgebende Mittel in einem definierten Verhältnis in Mischung gebracht werden.
Die farbgebenden Mittel werden aus geeigneten Farbpigmenten ausgewählt.
Geeignete farbgebende Mittel sind
Mittel 1 technisch reines Eisen(lll)oxid
Mittel 2 technisch reines Eisen(lll)oxidhydrat
Mittel 3 technisch reines Eisendl, IIDoxid
Mittel 4 Graphitkristalle in Dispersion
Mittel 5 organische Pigmente, z. B. Versalbau
Mittel 6 technisch reines Chromoxid
Vorteilhafte Farbmischungen der Erfindung ergeben sich aus folgender Tabelle, die besagtes definiertes Verhältnis bestimmt:
Mörtelfarbe Mittel Mittel Mittel Mittel Mittol Mittel
1 2 3 4 5 6
Farbtoni 20% 80%
Farbton Il 76,2 % 23,8%
Farbton III 66,5% 33,5%
Farbton IV 80% 20%
Farbton V 40% 40% 20%
Farbton Vl 16,7% 26,7 % 56,6%
Farbton VII 98% 2%
Farbton VII! 50% 50%
Farbton IX 21,4% 78,6%
Farbton X 0-100% 100-0%
Eine vorteilhate Lösung gemäß der Erfindung ergibt sich, wenn das Mittel 3, wie in der Tabelle aufgeführt, durch das Mittel 4 zumindest teilweise ersetzt wird.
Eine alternative Lösung der Aufgabe der Erfindung besteht aus einer Mörteifarbe, zusammengesetzt aus einer Mischung von organischem Pigment und Extender, ζ· B. von Veroalblau und Calcit im Mas.^evorhältnis 1:9.
Eine besondere Ausführung besagter Mörtelfarbe besteht im Zusatz eines Netzmittels in kleinen Mengen unter 1 Ma.-%.
Ausführungsbeispiel Beispiel 1
Eine der Erfindung gemäße Mörtelfarbe besieht aus anorganischen Pigmenten, ausgewählt aus technisch reinem Eisen(lll)oxid (Mittel 1) und aus technisch reinem Eisen(lll)oxidhydrat (Mittel 2).
Mittel 1 und Mittel 2 werden im Verhältnis von 76,2 und 23,8Ma.·% ausgewählt und zur Mischung gebracht, wobei die herkömmliche Mischtechnik zum Einsatz gelangt.
Die Farbmischung besitzt einen hellen, oxidbraunen Farbton, der bisher nicht in den Mörtelfarben nach TGL 31956 zur Farbgestaltung von z. B. Betonaußenwänden bekannt war.
Beispiel 2
Ein weiteres erfindungsgemäßes Beispiel besteht aus einem Mittel 1, technisch reinem Eisen(lll)oxid und einem Mittel 3, technisch reinem Eisen(ll, lll)oxid, wobei Mittel 1 und Mittel 3 in einem Verhältnis von 66,5 Ma.-% und 33,5 Ma.-% ausgewählt und mengenmäßig vermischt werden.
Der erzielte Farbton ist ein dunkles Rotbraun.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung von Beispiel 2 ergibt sich Beispiel 3, in welchem das Mittel 3 durch ein Mittel 4 ersetzt wird, wobei dies vollständig oder teilweise geschehen kann. Mittel 4 ist eine Dispersion mit Graphitkristallen (Rußdispersion), wobei die Graphitkristalle als Abprodukt Ruß vorliegen und eine ökonomisch besonders günstige Variante dar erfindungsgemäßen Farbmischungen darstellt.
Die schwarzrote Mischung aus Mittel 1 und Mittel 4 stellt einen Farbschlamm dar.
Sowohl die Pigmentmischungen nach Beispiel 1 und 2 als auch der Farbschlamm nach Beispiel 3 werden zur Farbgestaltung des Betons oder Mörtels gravimetrisch oder volumetrisch bis etwa 10%, bezogen auf die Bindemittelmasse, nach üblichen Dosierverfahren der Mischmaschine zugegeben. Weitere Beispiele für erfindungsgemäße Farbmischungen ergeben sich aus der folgenden Tabelle, wobei die genannten Masseprozente nur mögliche Ausführungen innerhalb bestimmter Grenzen darstellen (Toleranz etwa + 5Ma.-%).
Mittel Mittel Mittel Mittel Mittel O 280 960
Mörtelfarbe 1 2 3 4 5 Mittel
20% 80% 6
Farbton I 76,2 % 23,8%
Farbton Il 66,5% 33,5%
Farbton III 80% 20%
Farbton IV 40% 40% 20%
Farbton V 16,7% 26,7% 56,6%
Farbton Vl 98% 2%
Farbton VII 50%
Farbton VIII 21,4% 50%
Farbton IX 0-100% 100-0% 78,6%
Farbton X
Die erfindungsgemäßen Farbmischungen ermöglichen nicht nur die Einsparung von den bisher üblichen Extendorn wie Schwerspat, sie stellen auch eine Bereicherung der Farbgebung, vor allemim Wohnungsbauprogramm dar, was nicht nur einen ökonomischen, sondern auch einen ästhetischen Fortschritt darstellt.

Claims (3)

1. Farbmischungen zum Einfärben von Beton bzw. Mörtel besonders für die Anwendung im Bauwesen, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei farbgebende Mittel in einem definierten Verhältnis in Mischung gebracht werden, wobei besagte farbgebende Mittel aus geeigneten Farbpigmenten bestehen.
2. Farbmischung zum Einfärben von Beton bzw. Mörtel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß besagte geeignete farbgebende Mittel ein Mittel 1, technisch reines Eisen(lll)oxid, ein Mittel 2, technisch reines Eisen(lll)oxidhydrat, ein Mittel 3, technisch reines Eisendl, lll)oxid, ein Mittel 4, Graphitkristalle in Dispersion, ein Mittel 5, Versalbau, ein Mittel 6, Chromoxidgrün sind.
3. Farbmischung zum Einfärben von Beton bzw. Mörtel gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß besagtes definiertes Verhältnis sich gemäß folgender Tabelle bestimmt:
DD32706989A 1989-03-30 1989-03-30 Farbmischungen fuer die farbliche gestaltung von beton und moertel DD280960A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0801173A3 (de) * 1996-04-08 1999-05-26 Toyo Ink Manufacturing Co., Ltd. Wässrige Pigmentdispersion für lichtabschirmendes Papier

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0801173A3 (de) * 1996-04-08 1999-05-26 Toyo Ink Manufacturing Co., Ltd. Wässrige Pigmentdispersion für lichtabschirmendes Papier

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