DD281042A1 - Magnetisches signalaufzeichnungsmaterial - Google Patents

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DD281042A1
DD281042A1 DD32719589A DD32719589A DD281042A1 DD 281042 A1 DD281042 A1 DD 281042A1 DD 32719589 A DD32719589 A DD 32719589A DD 32719589 A DD32719589 A DD 32719589A DD 281042 A1 DD281042 A1 DD 281042A1
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polyurethane
signal recording
organic solvent
volatile organic
magnetic signal
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DD32719589A
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Rainer Schwuchow
Anita Boehme
Wolfgang Neumann
Ute Weisflog
Klaus Stopperka
Volker Krueger
Karin Schulz
Sigrid Heide
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Dessau Magnetbandfab
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Abstract

Es werden magnetische Signalaufzeichnungsmaterialien, bestehend aus einem nichtmagnetischen Traegermaterial und einer darauf befindlichen magnetisch aktiven Schicht, die im wesentlichen aus einem ferromagnetischen Pigment und einem polymeren Bindemittelgemisch besteht, derart geschaffen, dass sich das Bindemittel zusammensetzt ausA 50-95 Gewichtsprozent eines in einem fluechtigen organischen Loesungsmittel geloesten, thermoplastischen, amorphen, praktisch hydroxylgruppenfreien Polyurethans mit einem komplexen dynamischen Elastizitaetsmodul von 4102 bis 10102 MPa undB5-15 Gewichtsprozent eines in einem fluechtigen organischen Loesungsmittel geloesten feuchtigkeitshaertenden 1-Komponenten Polyurethanpraepolymers mit einem Gehalt an endstaendigen Isocyanatgruppen von 1,5-6,5%, bevorzugt 3-5% undC0-38 Gewichtsprozent eines in einem fluechtigen organischen Loesungsmittel loeslichen chlorierten Suspensionspolyvinylchlorids mit einem komplexen dynamischen Elastizitaetsmodul von 25102 bis 35102 MPa

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft magnetisches Signalaufzeichnungs naterial für die Speicherung von Ton- und Videosignalen sowie von Daten in digitaler und analoger Form, bestehond aus einem nichtmagnetischen Trägermaterial und einer darauf befindlichen, magnetisierbaren Schicht, in derfeinstverteilte magnetische Pigmente in zumeist auf spezielle Anwendungsfälle abgestimmten Pnlymerkombinationen als organischer Bindemittelmatrix eingebettet sind.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Magnetische Aufzeichnungsschichten, welche extremen mechanischen, thermischen und klimatischen Belastungen ausgesetzt sind, werden bekannterweise aus Dirpersionenfeinstverteilter Magnetpigmente auf der Basis von Polyurethanen als polymerem Bindemittel aergestellt.
Bevorzugte Bindemittel führen zu Aufzeichnungsschichten, die sich durch hohe Flexibilität, und Elastizität, eine gute thermische und klimatische Beständigkeit sow ι eine hohe Oberflächenhärte auszeichnen.
Bekannt ist die Verwendung von elastomeren Polyurethanen als Bindemittel für Magnetschichten. Entsprechende Systeme werden z.B. in UE OS 1106959, US PS 2899411, DD PS 234515, DE OS 2753694 beschrieben. Diese Polyurethane haben sich jedoch als alleiniges Bindemittel für Magnetschichten nicht einführen können, da sie zu Magnetschichten führen, die die an sie üblicherweise gestellten Anforderungen nur in ganz speziellen Anwendungsfällen hinreichend erfüllen.
Eine weiter*. Möglichkeit besteht in der Abmischung von Polyurethanen mit höhermolekularen Epoxidharzen bzw. Pheno\yiic 7en (DE OS 1269661).
Andere vorgeschlagene Bindemittelkombinationen sind z. B. Modifizierungen von Polyurethanen mit Vinylidenchlorid-Acrylnitril-Copolymerisaten entsprechend DE OS 2037605 oder mit Polycarbonaten nach DE OS 2114611 sow'a mit Polyvinylformalen bzw. Vinylchlorid-Copolymerisaten entsprechend DE OS 3341698.
In den letztgenannten Bindemittelsystemen nimmt des Polyurethan die Funktion der weichen Bindomittelkornponente ein. In der DE OS 2352983 sind darüber hinaus zahlreiche Versuche unternommen worden, Polyurethan-Bindemittelsysteme zu entwickeln, in denen vorteilhaft als zweite, harte Komponente ebenfalls Polyurethane zum Einsatz kommen. Üblicherweise werden die o. g. Bindemittelsysteme - sowohl Polyurethan-Polymer - als auch Polyurethan-Polyurethan-Kombinationen - mit bis zu 20Gew.-% Polyisocyanat, bezogen auf das polymere Bindemittelgemisch, chemisch vernetzt, um eine erhöhte Abriebfestigkeit und Klimastabilität zu erreichen.
Den gebrauchswerterhöhenden Effekten der Polyisocyanatvernetzung stehen allerdings auch einige negative Aspekte gegenüber. So muß das Polyisocyanat üblicherweise unmittelbar vor dem Beschichtungsprozeß und abgestimmt auf den jeweiligen Pigmentierungsgrad der Dispersion mit hoher G nauigkeit zudosiert werden. Der Grund dafür liegt in der unmittelbar nach Zugabe beginnenden Isocyanatumsetzung, die in Abhängigkeit von den eingesetzton Suspensionsbestandteilen und dem Härtetyp nach einem bestimmten Zeitraum zu einer starker Viskositätserhöhung, im Extremfall zum Gelieren und somit zur Nichtverarbeitbarkeit der Suspension führt (Topfzeit).
Dk1 vergleichsweise hohe Reaktivität der gebräuchlichen Isocyanatverbindungen (Isocyanatgehalte von 9-15Gew.-%) mit anderen Susponsionsbestandteilen als dem Bindemittel ermöglicht zudem die Bildung niedermolekularer Reaktionsprodukte, welche unter dem Einfluß extremer Einsatzbedingungen an die Magnetbandoberfläche migrieren und dort ein negatives l.aufverhalten dee Finalproduktes bewirken können. Darüber hinaus können diese Rezepturbestandteile ihrer Funktion in der Magnetschicht dann nicht mehr gerecht werden. Weiterhin besteht eine gegebene Reaktionswahrscheinlichkeit der Isocyanatkomponente mit dem System immanentem Wasser zu unerwünschten niedermolekularen Harnstoffverbindungen. Ferner befinden sich in den üblicherweise eingesetzten Systemen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nach der Beschichtung Isocyanat-Restmengen in der magnetisch aktiven Schicht, die vor den nachfolgenden Prozeßstufen der Aufarbeitung und Konfektionierung durch eine spezielle Wärmebehandlung umgesetzt werden müssen.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, für magnetische Signalaufzeichnungsmaterialien, die ein feinverteiltes, feintetliges magnetisches Pigment mit einem hohen Pigmentierungsgrad in der magnetisch aktiven Schicht enthalten, spezielle auf Polyurethan als Hauptkomponente basierende Bindemittelsysteme zu finden, die gegenüber bekannten, vergleichbaren magnetischen Signalaufzeichnungsmaterialien mindestens eine gleichwertige Abriebbeständigkeit, sehr gute mechanische und thermische Beständigkeit der magnetisch aktiven Schicht im Dauerbetrieb sowie die mit einer chemischen Vernetzung verbundenen zusätzlichen positiven Eigenschaften des Finalprodukt.. u<e Beständigkeit gegenüber Lösungsmitteln und extremen klimatischen Belastungen bei gleichzeitig hoher Topfzeit der ».·:·., <ension aufweisen und weiterhin in kostengünstigen, technologisch leicht zu verarbeitenden Lösungsmitteln wie Gemischen aus 1,2 Dichlorethan mit Cyclohexanon löslich sind.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, solche polymeren Bindemittelsysteme zu finden, die gegenüber bekannten, vergleichbaren magnetischen Signalaufzeichnungsmaterialien mindestens eine gleichwertige Abriebbeständigkeit, sehr gute mechanische und thermische Beständigkeit der magnetisch aktiven Schicht im Dauerbetrieb sowie die mit einer chemischen Vernetzung verbundenen zusätzlichen positiven Eigenschaften des Finalproduktes wie Beständigkeit gegenüber Lösungsmitteln und extremen klimatischen Belastungen bei gleichzeitig hoher Topfzeit der Suspension aufweisen und weiterhin in kostengünstigen technologisch leicht zu verarbeitenden Losungsmitteln wie Gemischen aus 1,2 Dichlorethan und Cyclohexanon löslich sind. Es wurde überraschenderweise gefunden, daß magnetische Signalaufzeichnungsmaterialien, basierend auf einem nichtmagnetischen Trägermaterial und einer darauf aufgebrachten magnetisch aktiven Schicht, welche im wesentlichen aus einer dispergiertes, feinteiliges magnetisches Pigment enthaltenden Bindemittelkombination auf Polyurethanbasis besteht, solche verbesserten Eigenschaften aufweist, wenn die Bindemittelkombination erfindungsgemäß aus 50-95Gew.-% eines in einem flüchtigen organischen Lösungsmittel löslichen, thermoplastischen, amorphen praktisch hydroxylgruppenfreien Polyurethans mit einem komplexen dynamischen Elastizitätsmodul von 4 · 102-10 · 102MPa und 5-1SGew.-% eines in einem flüchtigen organischen Lösungsmittel gelösten feuchtigkeitshärtenden 1-Komponenten-Polyurethanpräpolymers mit einem Gehalt an endständigen Isocyanatgruppen von 1,5-6,5%, bevorzugt 3-5% und 0-38Gew.-% eines in einem flüchtigen organischen Lösungsmittel löslichen, chlorierten Suspensionspolyvinylchlorids mit einem komplexen dynamischen Elastizitätsmodul von 25 102-35 · 102MPa besteht.
Nach der überraschenden Lehre der vorliegenden Erfindung ergeben sich somit vorteilhafte Bindemitteleigenschaften, wenn die Kombination aus einem thermoplastischen, amorphen Polyesterpolyurethan mit einer Reißspannung (TGL 25267) von 20-50MPa, einer Reißdehnung (TGL 2526?) von 350-600%, einem komplexen dynamischen Elastizitätsmodul bei Raumtemperatur von 4 · 102—10 · 102MPa sowie einer Vickershärte von 1,9-3,5MPa und einem feuchtigkeitshärtenden 1-Komponenten-Polyurethanpräpolymoren mit einem Gehalt an endständigen Isocyanatgruppen von 1,5-6,5%, bevorzugt 3-5% als weiche Bindemittelkomponente sowie einem chlorierter· Suspensionspolyvinylchlorids mit einer Reißspannung (TGL 25267} von 60-70MPa, einer Reißdehnung (TGL 25267) von 2-7%, einem komplexen dynamischen Elastizitätsmodul bei Raumtemperatur von 25 · 102-33 · 102MPa sowie einer Vickershärto von 100-130MPa als harter Komponente besteht. Die Messung des komplexen dynamischen Elastizitätsmoduls erfolgte mit dem Viskoeiastometer Rheovibron DDV Il C der Fa. Toyo Baldwin bei einer Belastungsfrequenz von 110Hz.
Die erfindungsgemäße Polyurethanbindemittelkomponente A gemäß Anspruch 1 wird in bekannter Weise nach dem Schmelzkondensationsverfahren hergestellt. Zur Herstellung des löslichen thermoplastischen, amorphen Polyosterurethanr werden aliphatische Polyester, welche endständige Hydroxylgruppen aufweisen mit aromatischen Diisocyanaten und einem verzweigtkettigen α-ω aliphatischen und/oder cycloaliphatischen Diol mit 4-8C-Atomen umgesetzt. Ein beispielsweise geeignetes thermoplastischos amorphes Polyesterpolyurethan hatte folgende Eigenschaften:
Reißspannung: 36,8MPa
Reißdehnung: 420%
Mikrohärte (Vickers): 2,1 MPa
komplexer dynamischer
Elastizitätsmodul: 5,0-102MPa
Die Viskosität einer 15Gew.-%igen Lösung in einem Lösungsmitte gemisch aus 84Gew.-Teilen 1,2 Dichlorethan und 16Gew.- Teilen Cyclohexanon beträgt 421 mPa · s. Die Herstellung des feuchtigkeitshärtenden 1-Komponenten-Polyurethanpräpolymers B gemäß Anspruch 1 erfolgt durch Reaktion eines aus Adipinsäure, Trimethylolpropan und einem verzweigtkettigen aliphatischen Diol mit 3-7 C-Atomen
hergestellten Polyesteralkohol (Molekulargewicht 700-800) mit einem cycloaliphatischen oder aromatischen Diisocyanat unter
Zusatz eines Katalysators. Für ein beispielsweise geeignetes derartiges Präpoly Tier wurde ein Isocyanatgehalt von 3,6%
ermittelt.
Die harte Bindemittelkomponente C gemäß Anspruch 1 wird durch Lösungschlorierung eines Suspensionspolyvinylchlorids in
einem Gemach von Chloralkanen hergestellt und enthält 60-70Gew,-% Chlor in der polymeren Substanz. Ein beispielsweisegeeignetes nachchloriertes Suspensionspolyvinylchlorid mit einem Chlorgehalt von 65,2% hatte folgende Eigenschaften:
Reißspannung: 62,7MPa
Reißdehnung: 6%
Mikrohärte (Vickers): 112MPa
komplexer dynamischer
Elastizitätsmodul: 27,7-102MPa
Die Viskosität einer 15 Gew.-%igen Lösung in einem Lösungsmittelgemisch aus 84 Gew.-Teilen 1,2 Dichlorethan und 16 Gew.-Teilen Cyclohexanon beträgt 183OmPa s.
Das Mischen der Bindemittelbestandteile erfolgt gewöhnlich während der Herstellung der magnetischen Dispersion. Die nachfolgende Verarbeitung der erfindungsgemäßen Bindemittelkombination erfolgt in gelöster Form unter Verwendung von ferro- und ferrimagnetischen Pigmenten und geeigneten Zusatzstoffen zu magnetischen Aufzeichnungsmaterialien in bekannter Weise. Geeignete magnetische Pigmente sind nadeiförmiges ^Fe2O3, Co-dotiertes Eisenoxid, Chromdioxid, Bariumferrit, Eisenpulver oder Eisenlegierungspulver. Die Teilchengröße beträgt 0,1-1 μητι.
Nach einer Vordispergierung des magnetischen Pigments unter Zugabe von Dispergierhilfsmitteln, Lösungsmittel und gewissen Mengen Bindemittellösung wird die Mischung unter Zugabe der Restmenge an Bindemittellösung, Gleitmittel und Antistatika in geeigneten Dispergieraggregaten bis zur gewünschten Mahlfeinheit dispergiert. Anschließend wird die magnetische Dispersion filtriert und mittels eines geeigneten Auftragsverfahrens auf ein unmagnetisierbares Trägermaterial aufgetragen. Geeignete Trägermaterialien sind u.a. Folien aus Polyethylenterephthalat, Polyimid, Polyvinylchlorid oder Celluloseacetat. Die Dicke der Folie beträgt 6-75pm.
Nach dem Auftragen der magnetischen Dispersion auf das unmagnetisierbare Trägermaterial wird mittels eines Magnetfeldes das Pigment in einer Vorzugsrichtung orientiert, die magnetisch aktive Schicht anschließend bei Temperaturen von 303 K bis 373K getrocknet und durch eine Kalandriereinrichtung zwischen geheizten und polierten Stahlwalzen verdichtet und geglättet. Danach werden die beschichteten Folien durch Schneiden oder Stanzen in die gewünschte Anwendungsform gebracht. Die erfindungsgemäße Bindemittelkombination zeichnet sich gegenüber bekannten, mit Polyisocyanat reaktiv vernetzten Schichtformulierungen durch eine Reihe von Vorteilen aus:
Durch den Einsäte einer im Vergleich zu herkömmlichen Vernetzern speziellen, niedrigerfunktionellen Bindemittolkomponente B gemäß Anspruch 1 wird zusätzlich zu der dem System eigenen chemischen Vernetzung eine vom Polyurethan-Grundgerüst des Polyurethan-Präpolymers ausgehende physikalische Vernetzung über Kettenverschlaufungen und -verhakungen bzw. Wasserstoffbrückenbindungen bewirkt und dadurch einen Effekt erzielt, der bezüglich Abriebfestigkeit, Elastizität und Klimabeständigkeit dem mit Polyisocyanat chemisch reaktiv vernetzter Systeme vergleichbar ist. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, daß das feuchtigkeitshärtende Bindemittel B gemäß Anspruch 1, welches über den gesamten Dispergierprozeß im System enthalten ist, die in der Suspension üblicherweise vorhandenen Wasserspuren bindet. Dadurch wird speziell in Chromdioxidformulierungen die unerwünschte Disproportionierung des vierwertigen Chrom zu unmagnetischen und oxidierend wirkenden Chromverbindungen unterdrückt. Überraschenderweise besteht in den erfindungsgemäßen Systemen dadurch keine Neigung zum Gelieren, wodurch wesentlich längere Standzeiten der Suspension gegenüber konventionell vernetzten Varianten realisiert werden können. Darüber hinaus kann auch in Systemen auf Basis anderer magnetischer Pigmente eine wesentlich längere Topfzeit der Suspension erreicht werden. Die erfindungsgemäße Bindemittelkombination zeichnet sich gegenüber bekannten reaktiv vernetzten Schichtzusammensetzungen weiterhin durch eine vereinfachte technologische Verarbeitbarkeit, durch die Löslichkeit in kostengünstigen Lösungsmittelgemischen aus 1,2 Dichlorethan und Cyclohexanon sowie durch die mit einer chemischen Vernetzung verbundenen zusätzlichen positiven Eigenschaften des Finalproduktes wie Beständigkeit gegenüber Lösungsmitteln und extremen klimatischen Belastungen bei gleichzeitig erhöhter Topfzeit der Suspension aus. Hervorzuheben ist die ausgezeichnete Ersetzbarkeit des erfindungsgemäßen Bindemittelsystems für Audiobänder, die im Schnellkopierprozeß verarbeitet werden. Die in den nachfolgend aufgeführten Beispielen genannten Teile beziehen sich auf das Gewicht.
-4- 281042 Ausführungsbeitplel 1
Eine Mischung aus
100 Teilen nadeiförmigem Chromdioxid
3 Teilen eines sauren Alkylarylethoxyphosphates
0,95 Teilen eines Methylphenylpolysiloxans 21,04 Teilen des erfindungsgemäßen Bindemittelgemisches, bestehend aus
• 16,84 Teilen eines thermoplastischen Polyurethans
• 2,1 Teilen eines fnuchligkeitshärtenden 1-Komponenten-Polyurethan-Präpolymers
• 2,1 Teilen eines nachchlorierten Suspensionspolyvinylchlorids 213 Teilen 1,2 Dichlorethan
41 Teilen Cyclohexanon
wird in einer Rührwerkskugelmühle dispergiert und anschließend filtriert. Danach wird die Dispersion auf eine 11 pm-starke Polyethylenterephthalat-Folie aufgetragen. Nach dem Trocknen und Kalandrieren besitzt die magnetisch aktive Schicht eine Dicke von 5μπι. Das Material wird auf eine Breite von 3,81 mm geschnitten.
Vergleichsbeispiel 1
Es wird mit Ausnahme des feucii'.igkeitshärtenden 1-Komponenten-Polyurethanpräpolymers wie im Ausführungsbeispiel 1 verfahren. Unmittelbar vor der Beschichtung werden der Suspension 30 Teile einer 67 Gew.-%igen Lösung eines Reaktionsproduktes aus Toluylendiisocyanat 2,4/2,6 Trimethylolpropan und Diethylenglykol zugesetzt.
Nach Homogenisierung wird weiter wie im Ausführungsbeispiel 1 verfahren.
Die Ergebnisse der Prüfung der nach Ausführungsbeispiel 1 und Vergleichsbeispiel 1 hergestellten Bänder sind nachfolgend wiedergegeben.
Die speichertechnischen Eigenschaften wurden bei einer Bandgeschwindigkeit von 4,75cm · s"' gegen das IEC Il Vergleichsband BASF S 4592 A gemessen. Die Schnellkopierfähigkeit wird anhand der Verzerrungen bei einer Kopiergeschwindigkeit bis zu 304cm s"1 auf handelsüblichen Kopiergeräten aufgezeichneten Rechteckimpulsen bewertet.
Zur Beurteilung der Abriebfestigkeit wird die Pegeländerung ein6s 1OkHz Signals vor und nach 100 Durchläufen auf einem Kassettentonbandgerät gemessen. Zulässig ist eine Pegeländeiung von ±1,5dB. Das Verkleben wird bewertet, indem ein 1 m langes Bandstück unter einer Belastung von 50g auf einen Glasstab von 10 mm Durchmesser aufgewickelt und am Ende verklebt wird. Anschließend erfolgt eine 9stündige Lagerung bei 343 Kund 95-97% relativer Feuchte. Der Test gilt als bestanden, wenn sich das Untersuchungsmaterial nach dem Lösen des Klebebandes abwickeln läßt, ohne daß Schichtablösungen auftreten.
Die Suspensionsviskosität wird mit einem Rotationsviskosimeter Rheotest 2 bei einem Schergefälle von 48,6 s"1 und einer Temperatur von 293K gemessen.
Testergebnlsse der Versuchsmaterialien
Ausführungs Vergleichs
beispiel 1 beispiel 1
Viskosität der Finaldispersion
bei D = 48,6 s"1 (mPas) 716 820
zumZeitpunktt = 0
Viskositätsänderung der Final
dispersion nach 12 h Standzeit +8% +80%
Koerzitivkraft (κΑ-πΓ1) 46,2 45,4
remanenter Fluß (mT) 90,8 90,6
Rechteckigkeit 0,91 0,89
MOL (dB) 4,4 3,9
SOL (dB) -7,2 -7.4
Bias/Noise(dB) 57,3 56,8
Schnellkopiertest bestanden bestanden
Verkleben bestanden bestanden
Abriebfestigkeit ohne Klima
lagerung (dB) 0,4 0,5
Abriebfestigkeit nach Klirna-
lagerung(dB)14d,35°C
92 %rel. Feuchte 0.5 0.6
Die Ergebnisse der Vergleichsuntersuchungen zeigen, daß das erfindungsgemäße Bandmaterial in seinen anwendungstechnischen Eigenschaften mindestens denen entspricht, die auf Basis von konventionell mit Isocyanat vernetzten Bindemittelkombinationen hergestellt wurden. Eine wesentliche Verbesserung stellt die für den technologischen Prozeß vorteilhafte hohe Viskositätsstabilität der im Ausführungsbeispiel 1 beschriebenen Dispersion dar. In den magnetischen Eigenschaften widerspiegelt sich der beschriebene positive Aspekt der Verzögerung der Disproportionierung des Chromdioxides während des Dispergierprozesses.

Claims (4)

1. Magnetisches Signalaufzeichnungsmaterial, bestehend aus einem nichtmagnetischen Trägermaterial und einer darauf befindlichen magnetisch aktiven Schicht, die im wesentlichen aus einem ferromagnetischen Pigment und einem polymeren Bindemittelgemisch besteht, gekennzeichnet dadurch, daß das Bindemittelgemisch aus A 50-95 Gew.-% eines in einem flüchtigen organischen Lösungsmittel löslichen, thermoplastischen amorphen, praktisch hydroxylgruppenfreien Polyurethans mit einem komplexen dynamischen
Elastizitätsmodul von 4 · 102-10 · 102MPa und
B 5-15Gew.-% eines in einem flüchtigen organischen Lösungsmittel gelösten feuchtigkeitshärtenden 1-Komponenten-Polyurethanpräpolymers mit einem Gehalt an
endständigen Isocyanatgruppen von 3-5% und
C 0-38Gew.-% eines in einem flüchtigen organischen Lösungsmittel löslichen chlorierten Suspensionspolyvinylchlorids mit einem komplexen dynamischen Elastizitätsmodul von 25 · 102-35 · 102MPa besteht.
2. Magnetisches Signalaufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß
- das lösliche, thermoplastische, amorphe, praktisch hydroxylgruppenfreie Polyurethan A ein Polyesterpolyurethan ist, welches hergestellt wird aus einem endständige Hydroxylgruppen aufweisenden aliphatischen Polyester, einem aromatischen Diisocyanat und einem verzweigtkettigen α - ω aliphatischen und/oder cycloaliphatischen Diol mit 4-8 C-Atomen und
- das feuchtigkeitshärtende 1-Komponenten-Polyurethanpräpolymer 3 durch Reaktion eines aus Adipinsäure, Trimethylolpropan und einem verzweigtkettigen aliphatischen Dio! mit 3-7 C-Atomen hergestellten Polyesteralkohols (Molekulargewicht 700-800) mit einem cycloaliphatischen oder aromatischen Diisocyanat unter Zusatz eines Katalysators synthetisiert wird und
- das chlorierte Suspensionspolyvinylchlorid C gemäß Anspruch 1 einen Chlorgehalt von 60-70Gew.-% besitzt und durch Lösungschlorierung von Suspensionspolyvinylchlorid in einem Gemisch von Chloralkanen hergestellt wird.
3. Magnetisches Signalaufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die im Bindemittelgemisch enthaltenen Komponenten A, B und C in Lösungsmittelgemischen aus 1,2 Dichlorethin und Cyclohexanon löslich sind.
4. Magnetisches Signalaufzeichnungsmaterial nach Anspruch 2, gekennzeichnet dadurch, daß der in Komponente B synthesebedingt enthaltene Katalysator, welcherz. B. eine Organo-Zinn-Verbindung ist, im System verbleibt.
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