DD281061A1 - Vorrichtung zur montage von leiterseilen - Google Patents
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Abstract
Die Vorrichtung zur Montage von Leiterseilen an Leitungstraegern von Freileitungen dient dem Seilzug insbesondere ueber komplizierte Trassen fuer vorzugsweise Mittel- und Hochspannungsfreileitungen. Dazu besteht die Vorrichtung aus einem Laufrollengehaenge, das zwei dreieckfoermig angeordnete Schenkel aufweist, an deren freien Enden Seillaufrollen angeordnet sind. Zwischen den Schenkeln am Knoten angelenkt ist eine Halterung mit einer Gegendruckrolle. Die Halterung ist derart ausgebildet, dass sie in ihrer Laenge verstellbar ist. Durch diese Ausbildung der Halterung ist es moeglich, den Biegeradius fuer das Leiterseil zu vergroessern oder bei Abspannungen gleichzeitig eine ungeschnittene Stromschlaufe auszubilden. Fig. 1
Description
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für eine Montage von Leiterseilen an Leitungsträgern von Freileitungen, insbesondere von Mittel· und Hochspannungsfreileitungen, wobei die Vorrichtung Seillaufrollen aufweist, die beim Seilzug an den Leitungsträgem angebracht sind.
Für den Seilzug von Freileitungen sind Einzelseillaufrollen bekannt, die an jedem Leitungsträger befestigt sind und über die das Leiterseil gezogen wird. Leiterseile, die einen geringen Querschnitt aufweisen, und Leitungen mit kurzen Spannweiten sind damit komplikationslos an den Isolatoren beziehungsweise an den Armaturen zu befestigen, da sie vom Monteur leichter angehoben werden können. Für Freileitungen mit größeren Seilquerschnitten beziehungsweise schwererer. Leiterseilen, welche größere elektrische Leistungen übertragen, insbesondere die der Mittel- und Hochspannungsebene mit Spannweiten über 200 Meter, können nicht mehr über nur eine Seillaufrolle geführt werden, da die Montage der Hängeklemme am Leiterseil problematisch ist. Hierbei kommen Laufrollengehänge mit zwei oder mehr Seillaufrollen zur Anwendung, die derart angeschlagen werden, daß bei einreguüerter Seilzugkran das Leiterseil bereits im Bereich der Hängeklemme verläuft. An diesem Laufrollengehänge sind die Seillaufrollen abklappbar gestaltet oder, wie es im DD-WP156886 vorgeschlagen wurde, sind die äußeren Seillaufrollen an Tragarmen befestigt, die über ein Anschlußstück mit der Tragklemme verbunden sind. Nicht ganz problemlos ist der Seilzug bei nichtgeradem Trassenverlauf, da hier resultierende Kräfte in den Winkelpunkten aufzunehmen sind oder der Seilzug auf Trassen mit großen Höhenunterschieden beziehungsweise über Weitspannfelder, da hierbei ein große/ Seilablaufwinkel auftritt. Für Winkelmaste mit Stützisolatoren wurde in der DE-OS 3226414 eine Lösung beschrieben. Dabei sind an beiden Seiten des Stützisolators Seillaufrollen in Richtung der resultierenden Kraft des Leiterzuges verschwenkbar angeordnet. Diese Lösung ist jedoch für Hängeisolatoren nicht geeignet.
Die anderen vorhandenen Laufrollengohänge sind ebenfalls ungeeignet, da sie einen zusätzlichen Aufwand für ein sicheres Einlegen des Leiterseiles in die Tragklemme erforderlich machen und auch der Vorgang selbst mit einer erhöhten Unfallgefahr verbunden ist.
Es ist das Ziel der Erfindung, den Se?'?ug von Freileitungen unfailsicher zu gestalten, wobei gleichzeitig der Montageaufwand für das Einlegen des Leiterseiles in die Leiterklemme zu reduzieren ist. Dazu ist eine Vorrichtung zu schaffen, die selbst mit geringem Aufwand herstellbar ist, ein universelles Einsatzgebiet aufweist und leicht montiert werden kann.
-2- 281 0S1 Darlegung de« Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtuno herzustellen, mit der Seilzüge für Freileitungen, insbesondere der Mittel· und Hochspannungsebenen, durchgeführt werden können, die über übererhöhte Maste vorgenommen werden, deren Trassenverlauf unregelmäßig ist und/oder deren Spannfelder länger sind. Dabei ist das Gewicht der Vorrichtung gering zu halten, und es muß bei der Verwendung der Vorrichtung möglich sein, nach Beendigung des Seilzuges das Leiterseil unmittelbar an eine Trag· oder Abspannklemme anzuschließen.
Emndungsgemäß wird die gestellte Aufgabe dadurch gelöst, indem ein dreieckförmiges Laufrollengehänge mit zwei äußeren Seillaufrollan vorgesehen ist. Diese Seillaufrollen sind jeweils an einem Ende von zwei Schenkeln angeordnet, während die anderen Enden der Schenkel in ihrem Winkel verstellbar, in einem Knoten verbunden sind. An diesen Knoten ist zwischen den äußeren Schenkeln eine Gegendruckrolle schwenkbar angeordnet, wobei der Abstand der Gegendruckrolle zum Knoten variabel ist. Der Winkel zwischen einer Gegendruckrolle führenden Halterung zu den äußeren Schenkeln mit den Seillaufrollen ist ebenfalls wählbar zu arretieren.
Vor der Anbringung der Vorrichtung an einen Leitungsträger ist diese in Abhängigkeit von der zu übernehmenden Funktion einzustellen.
Bei einem fluchtenden Leiterzug und einer Hängelage ist die Vorrichtung an einem Leitungsträger in dem Abstand vom Querträger anzuordnen, daß nach Beendigung des Leiterzuges - ohne weiterem Aufwand - eine Tragklemme an das Leiterseil angebracht werden kann. Dazu werden die Schenkel mit den Seillaufrollen gespreizt, die Gegendruckrolle einseitig zu einer Seillaufrolle geschwenkt und derart in der Länge eingestellt, daß zwischen der oberen Rille der äußeren Seillaufrolle und der unteren Rille der Gegendruckrolle das Leiterseil durchlaufen kann. Hierbei übernimmt die Gegendruckrolle die Funktion der Seilsicherung und verhindert das Herausspringen des Leiterseiles von der Seillaufrolle. Ist nach dem Seilzug die Tragklemme an das Leiterseil angebracht, wird nach der LSngenkÜrzung der Halterung für die Gegendruckrolle der Winkel der Schenkel veningert, so daß eine Entlastung der Rollen erfolgt.
Wird ein Seilzug über einen höheren oder topographisch höher stehenden Mart beziehungsweise über weite Spannfelder vorgenommen, erfolgt eine Kürzung der Halterung für die Gegendruckrolle. Das Leiterseil wird hierbei über alle oberen Rillen geführt, wobei die Gegendruckrolle des Biegeradius für das Leiter3eil vergrößert wird.
In einer weiteren Verwendungsvariante, bei der an jedem Tragmast der Freileitung für einen Teil der zu führenden Leiter eine Abspannung erfolgt, wie beispielsweise in Gebieten mit erhöhter Eislast und/oder an isoliert verlegten Erdseilen, ist die Vorrichtung gleichzeitig für eine Stromschlaufenbildung einsetzbar. Das erfolgt derart, daß die Gegendruckrolie vorzugsweise mittig zwischen den Seillaufrollen arretiert wird und der Abstand der Gegendruckrolle zum Knoten über die fluchtende Strecke der äußeren Seillaufrollen hinaus eingestellt wird. Damit ist die Ausbildung der erforderlichen Stromschlaufe mit dem Seilzug selbst möglich, da die Gsgendruckrolle als Umlenkrolle Verwendung findet. Nach Beendigung des Seilzuges können die Abspannklemmen der Abspannisolation angesetzt werden, und mit der Entlastung der Vorrichtung durch Verkürzung der Halterung der Gegendruckroll·) ist eine ungeschnittene Stromschlaufe vorhanden, welche nicht zusätzlich montiert wird und keine zusätzlichen stromtragfähigen Verbindungselemente, wie beispielsweise Kerbverbinder oder Verbindungsklemmen, benötigt. Die Vorteile hierbei sind der verringerte Montageaufwand bei der Einzelabspannung, die vorhandene Abspannlage des Leiterseiles nach dem Seilzug, die vorhandene Stromschlaufe und eine verringerte Dämpfung bei einer Trägerfrequenzübertragung über ein Erdseil.
Fig. 1: die Vorrichtung in Einbaulage zur Stromschlaufenbildung für Abspannungen Fig. 2: die Vorderansicht der Vorrichtung.
An einem nicht näher dargestellten Querträger eines Leitungsträgers ist gemäß der Fig. 1 die Vorrichtung als Laufrollengehänge 1 dargestellt. Das Laufrollengehänge weist zwei sich spreizende Schenkel 2,2' auf, die miteinander in einem Knoten 3, der als Gelenk ausgebildet ist, verbunden sind. An den freien Enden der Schenkel 2,2' sind jeweils eine Seillaufrolle 4, 4' angeordnet. An dem Knoten 3 ist zwischen den Schenkeln 2,2' eine Halterung 5 angelenkt, an deren Ende eine Gegendruckrolle 6 befestigt ist. Die Halterung 5 der Gegendruckrolle 6 ist in ihrem freien Drittel vorzugsweise als Gewindespindel 7 ausgebildet, während im mittleren Drittel eine Arretierung 8 vorgesehen ist, die einen Steckbolzen 9 vorsieht. Für die Feststellung der Schenkel 2,2' sowie der Halterung 5 ist eine kurvenförmige Lasche 10 beispielsweise am Schenkel 2 starr befestigt, während am Schenkel 2' eine lösbare Verbindung für die stufenlose Einstellung der Spreizung angeordnet ist. Die Einstellung der Halterung 5 an der Lasche 10 erfolgt vorzugsweise abgestuft mittels des Steckbolzens 9. Die Fig. 1 zeigt weiterhin die Vorrichtung in Arbeitsstellung für eine Schlaufenbildung an einem Leitungsträger mit Abspannisolatoren 11,11',wobei die Abspannisolatoren 11,11'über.die Abspannklemmen 12,12'an dem Leiterseil 13 befestigt sind.
Die Fig. 2 zeigt die Vorderansicht des Laufrollengehänges 1, aus der ersichtlich ist, daß die Schenkel 2,2' der Seillaufrollen 4,4' und die Halterung 5 der Gegendruckrolle 6 eine gleichseitige Kröpfung aufweisen.
Claims (8)
1. Vorrichtung zur Montage von Leiterseilen am Leitungsträger bei Freileitungen, die mindestens eine Seillaufrolld und eine Seilführung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß ein dreieckförmiges Laufrollengehängo (1) aus zwei in einem gelenkig ausgebildeten Knoten (C) zusammengefaßten Schenkeln (2,2') besteht, an deren freien Enden Seillaufrollen (4,4') angeordnet sind und zwischen den Schenkeln (2,2') schwenkbar am Knoten (3) eine Halterung (5) angelenkt ist, die eine Gegendruckrolle (6) aufweist, wobei die Halterung (5) längenverstellbar ausgebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seillaufrollen (4,4') und die Gegendruckrolle (6) gleichseitig an den Schenkeln (2, T) beziehungsweise an der Halterung (5) angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (2,2') und die Halterung (5) im Bereich der Rollen (4,4', 6) gekröpft sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beispielsweise am Schenkel (2) eine kurzvenförmige Lasche (10) fest angebracht und am Schenkel (2') sowie an der Halterung (5) verstellbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schenkel (2') und die Halterung (5) im Bereich der Lasche (19) eine Arretierung (8) aufweisen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1,4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretierung (8) der Halterung (5) an der Lasche (10) eine Verbindung mittels des Steckbolzens (9) ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1,4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretierung (8) am Schenkel (2') eine Klemmvorrichtung ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (5) am freien Drittel eine Gewindespindel (7) aufweist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DD32713989A DD281061A1 (de) | 1989-03-31 | 1989-03-31 | Vorrichtung zur montage von leiterseilen |
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| DD32713989A DD281061A1 (de) | 1989-03-31 | 1989-03-31 | Vorrichtung zur montage von leiterseilen |
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| DD281061A1 true DD281061A1 (de) | 1990-07-25 |
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| DD (1) | DD281061A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102010031722B4 (de) * | 2010-07-21 | 2025-05-22 | Ltb Leitungsbau Gmbh | Umlenkmodul und System zum Spannen eines Leiterseils auf Hochspannungsmasten |
-
1989
- 1989-03-31 DD DD32713989A patent/DD281061A1/de not_active IP Right Cessation
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|---|---|---|---|---|
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