DD281211A5 - Space-dyeing-avivage - Google Patents

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DD281211A5
DD281211A5 DD32732589A DD32732589A DD281211A5 DD 281211 A5 DD281211 A5 DD 281211A5 DD 32732589 A DD32732589 A DD 32732589A DD 32732589 A DD32732589 A DD 32732589A DD 281211 A5 DD281211 A5 DD 281211A5
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
space
dyeing
finishing agent
betaine
knit
Prior art date
Application number
DD32732589A
Other languages
English (en)
Inventor
Juergen Peschel
Detlef Ballschuh
Adolf Friedrich
Frank Jenke
Walter Kraus
Juergen Koch
Roland Ohme
Thomas Rademacher
Horst Seibt
Original Assignee
Warnke Chemiefaserwerk Veb
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Publication date
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Space-dyeing-Avivage fuer gespacte Polyamidfaeden nach dem knit-deknit-Verfahren. Ziel der Erfindung ist es, stoerende Beimengungen problemlos zu beseitigen. Erfindungsgemaesz wird die Aufgabe durch eine Zusammensetzung fuer eine Space-dyeing-Avivage geloest, die Derivate des Sulfopropylamins in definierten Konzentrationen enthaelt.{Space-dyeing; Avivage; Polyamidfaeden; knit-deknit-Verfahren; 3-Sulfopropylammoniumbetain; * 2,3 Disulfopropylammoniumbetain}

Description

Charakteristik der bekannten technischen Lösung
Die rohweißen Polyamid-Teppichseiden-Strickschläuche werden auf einer knit-deknit-Anlage gespact. Während des Space-Prozesses werden die folgenden Verfahrensschritte realisiert:
Foulardieren
Drucken
Fixieren
Waschen
Avivieren
Trocknen
Spulen
Beim kontinuierlichen Waschpmzeß werden die Druckverdickungsmittel auf Guar- und Cassiabasis, Farbraste und TextilKilfsmittel fast vollständig ausgewaschen und zum Schluß des Waschprozesses wird eine Avivage über Quetschwalzen vor dem Trocknungsprozeß aufgetragen. Die Avivage besitzt die Aufgabe, dem gespacten Material für die wei'tren Arbeitsgänge Trocknen
Spulen gute textile Weiterverarbeitungseigenschaften (Tufting, Malimo, Liroflor) wie
- optimale Haft-Gleiteigenschaften und Ablaufeigenschaften
- ausreichende äußere Antistatikaoigenschaften
- Staubbindung (Binden der Reste der nicht ausgewaschenen Oligomeren und Druckverdickungsmittel)
- abgestimmte Weichheit/Streifigkdit
- geringeAnschmutzneigung zu verleihen.
Nach B.Goessens und R.Peceny, Melliand Textilberichte5 (1988) S.330-333 besteht die Zusammensetzung einer Finishpräparation aus Substanzen unterschiedlicher Stoffklassen, z.B.:
Schmiermittel - Mineralöle
- Naturöle
- synthetische Esteröle
- Alkylenoxidaddukte mit höherem Molekulargewicht Emulgatoren - Seifen
- anionischeTenside
- nichtionogene Tenside
Antistatika - Phosphor/Phosphonsäureester bzw.-estersalze
- sulfinierte oderethoxylierte Fettderivate
Bekannt ist, eine Mischung aus Alkylenoxidaddukten mit Alky!- und/oder Alkalipolyakrylaten in Kombination mit Phosphorsäureestersalzen anzuwenden. Diese Kombination ist leicht applizierbar, fixierbeständig und liefert günstige textile Weiterverarbeitungseigenschaften, bindet aber beim knitdeknit-Prozeß anfallenden Staub (unvollständig ausgewaschene Druckverdickungsmittel usw.) nicht ausreichend beim Schulprozeß und der textlien Weiterverarbeitung zu Tafting, Maümo und Liroflorteppichware. Die entstehende Staubentwicklung wird als sehr störend empfunden. Diese Avivage ist nur durch spezielle Prüfverfahren quantitativ auf der Seide nachweisbar.
Ist auf Grund der nicht optimalen Zusammensetzung der Avivage die Staubbindung ungenügend, so kommt es bei der mechanischen Beanspruchung des Fadens bei der Weiterverarbeitung speziell beim Aufziehen der Space-dyeing-Schläuche und Spulen des Garns bei etwa 700m/rnin sowie bei der Beanspruchung in den Wirkwerkzeugen der Teppichmaschinen zu erhöhtem, störendem Staubanfall. Dieser kann so stark sein, daß es ζ. B. an den Teppichmaschinen zu Störungen wie Fadenbruch, Fehlpol und Nadelbruch kommen kann. Es ist also erhöhter Reinigungsaufwand an den Konmaschinen, Klimaanlagen und Teppichverarbeitungsmaschinen erforderlich.
Überraschenderweise binden alle käuflichen Finishpräparationen/Avivagen für Space-Dyeing-Polyamidgarne den störenden Staub beim Spulen und den textlien Nachfolgeprozessen nicht genügend. Auch die klassischen Polyamidteppich und -cordtiterpräparatior.en bewirken keine ausreichende Staubbindung bzw. führen zu einer erhöhten Verschmutzungsneigung der gebrauchsfähigen Teppiche.
Bei der Präparation nach DE-OS 2726438 auf Butylstearat-Basis mit Alkyl/Alkaryl-EO-Addukten und Laurylpentaglykol-Phosphorsäureester wurde der Staub etwas besser gebunden, aber die Farbbrillanz der gesparten Garne wurde negativ beeinflußt.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, den beim Space-dyaing-Prozeß nicht vollständig ausgewaschenen Rückstand, bestehend aus Guar- und/oder Cassia-Druckverdickungsmittel und/oder Oligomeren, der beim anschließenden Konprozeß belästigend für das Bedienpersonal ist und erhöhten Reinigungsaufwand erfordert, zu binden bzw. eine problemlose Beseitigung zu erreichen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, für die textile Weiterverarbeitung der gesparten Teppichtiterschläuche eine trocknungsbeständige, staubbindende, sehr gut antistatisch v/irksame Space-dyeing-Avivage einzusetzen. Diese neue Avivage muß parallel problemlos quantitativ auf dem gesparten Material nachweisbar sein.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß während des Space-dyeing-Prozesses die neue Avivage vor dem Trocknungsprozeß über Tauchwalzen und definiertes Abquetschen appliziert wird. Die neue, ölfreie und paraffinfreie Avivage besteht aus einer Mischung von
40-60% 3-Sulfopropylammoniumbetain (A)
20-30% (2-Sulfinato)-3-Sulfopropylammoniumbetain (B)
20-30°/ 2,3-Disulfopropylammoniumbetain (C)
nach Formel I
R„-N+
-CH-CH2-X
R1 = Alkyl C16Zi8
R2 = -CH2CH2-OH oder ein Mehrfaches
R3 = -CH2-CH2-O-CH2-CH2-OH oder ein Mehrfaches
X = H, SO2", SO3"
Bevorzugt wird eine Mischung von S0% Verbindung A mit je 25% Verbindung B + C, die als 30%ige wäßrige Lösung appliziert wird. Zur Homogenhaltung der wäßrigen Lösung besteht das Lösungsmittel für obige Sulfobetainmischung aus 64% Wasser und 6% n-Butanol. Dadurch entsteht eine hellbraune klare Lösung, die problemlos bei 20-40°C mit Wasser verd'innbar ist. Die obige Sulfobetainlösung ist überraschenderweise auch sehr gut zum parallelen Auftrag mit Hochveredlungsi litteln zur Antischmutzausrüstung, Flammfestausrüstung, Polstabilisierung usw. geeignet.
Ausführungsbeispiel
An einem Ausführungsbeispiel soll die Erfindung näher erläutert werden:
Beispiel 1
In 9,61 Deionat und 900 ml n-Butanol werden bei 7OC
2,25kg 3-Sulfopropylammoniumbetain
1,12kg (2-Sulfinato)-3-Sulfopropylammoniumbetain und
1,13kg 2,3-Disulfopropylammoniumbetain
unter Rühren gelöst. Es entsteht eine homogene, bräunliche Lösung (Starksnsatz).
In 185 Liter Deionat v/erden 15 kg des Starkansatzes zu ein6r klaren Lösung eingerührt. Um unerwünschte Schaumbildung zu vermeiden, werden 20g Entschäumer (2-Ethylhexanol) zugegeben.
Diese 7,5%ige Lösung wird leruinuierlich der Avivageeinrichtung der Spacedyeing-Anlage zugeführt.
Die Auflage beträgt 0,3 + 0,1 uo. Beim Konen des avivierten Space-dyeing-Schlauches tritt kein störender Staub auf.

Claims (2)

  1. Space-dyeing-Avivagefürgespacte Polyamidfäden nach dem knit-deknit-Verfahren, gekennzeichnet durch eine Zusammensetzung von 40-60% 3-Sulfopropylammoniumbetain, 20 bis 30%
  2. (2-Sulfinato-)-3-Sulfopropylammoniumbetain und 20 bis 30% 2,3-Disulfopropylammoniumbetain.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft die Anwendung einer Avivage für gesparte Polyamidfäden nach dem knit-deknit-Verfahren mit verbesserter Staubbindung und Verträglichkeit mit handelsüblichen Flammschutzrr>:'. ein, Antischmutzmitteln und Polstabilisierungsmitteln.
DD32732589A 1989-04-06 1989-04-06 Space-dyeing-avivage DD281211A5 (de)

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DD32732589A DD281211A5 (de) 1989-04-06 1989-04-06 Space-dyeing-avivage

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DD32732589A DD281211A5 (de) 1989-04-06 1989-04-06 Space-dyeing-avivage

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DD281211A5 true DD281211A5 (de) 1990-08-01

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1994026969A1 (de) * 1993-05-13 1994-11-24 Trinova Chemie Gmbh Variables, flüssiges mittel zur oberflächenausrüstung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO1994026969A1 (de) * 1993-05-13 1994-11-24 Trinova Chemie Gmbh Variables, flüssiges mittel zur oberflächenausrüstung

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