DD281448A5 - Verfahren zur Ermittlung eines Verschlackungsbereiches an den innerenWandflächen einer Brennkammer einer Kohlenstaubfeuerung - Google Patents

Verfahren zur Ermittlung eines Verschlackungsbereiches an den innerenWandflächen einer Brennkammer einer Kohlenstaubfeuerung

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung eines Verschlackungsbereiches an Heizflaechen, insbesondere in der Brennkammer einer Kohlenstaubfeuerung unter Verwendung einer mit einem Bildaufzeichnungsgeraet gekoppelten optischen Sonde mit Ablenkung. Dabei werden mit einem Blickwinkel der unter einem Drehwinkel bis 360 Grad umlaufenden bzw. geschwenkten und mit einem Drehwinkel-Meszsystem versehenen Sonde bei vorgegebenen Drehwinkelstellungen zugeordnete Referenzbilder, die durch Koordinaten in Felder eingeteilt und mit Signalen gekennzeichnet, von der Brennkammer erzeugt sowie gespeichert, waehrend des Betriebes der Brennkammer mit dem Blickwinkel Realbilder erzeugt sowie gespeichert und Referenz- sowie Realbilder verglichen. Fig. 1

Description

Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung eines Verschlackungsbereiches an den Heizflächen der Brennkammer einer Kohlenstaubfeuerung.
Charakteristik of 6 bekannten Standes der Technik
Die Ermittlung eines Verschlackungsbereiches an den Heizflächen der Brennkammer eines Dampfkessels mit Kohlenstaubfeuerung erfolgt entweder visuell mit oder ohne optischer Sonde (DD-PS 219059,209509,140077,124202,123013, 95440), wobei diese mit einer Fernsehkamera gekoppelt sein kann, oder meßtechnisch über Temperaturmessungen am Medium (DE-AS 1401900), Temperaturmessungen am Rohrsystem (DD-PS 239656,149272), Verschlackungsschichtdickenmessung (DE-AS 1526136) oder Wärmestrommessungen (DE-OS 3505343, DE-OS 2307311).
Diese Ermittlungen sind zumeist mit der Steuerung von Reinigungsgeräten gekoppelt.
Diese Ermittlungen lassen jedoch keine eindeutige Eingrenzung des Verschlackungsbereiches und damit keine umfassende Auswertung, keine umfassende Bewertung und keine meßtechnische Summierung zu, so daß keine Rückschlüsse auf die Mühlen- und/oder Btennerfahrweise der Kohlenstaubfeuerung oder Hineise zur Inbetriebnahme von Reinigungsgeräten zur Beseitigung von Verschlackungen, bezogen auf die komplexe Brennkammer, möglich sind.
Die bekannten Einzelmaßnahmen sind lediglich auf einen bestimmten, z.B. empirisch ermittelten Verschlackungsbereich gerichtet.
Ziel der Erfindung ist, eine Ermittlung von Verschlackungsbereichen an den Heizflächen der komplexen Brennkammer zu gewährleisten.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mittels einer optischen Sonde mit Ablenkung und einer Fernsehkamera eine Ermittlung, Auswertung, Bewertung und Summierung derVerschlackungsbereichezu erreichen.
Dies wird dadurch erreicht, daß erfindungsgemäß mit einem Blickwinkel der unter einem Drehwinkel bis 360° umlaufenden bzw. geschwenkten und mit einem Drehwinkel-Meßsystem vei seh.unen Sonde bei vorgegebenen Drehwinkelsteilungen zugeordnete Referenzbilder, die durch Koordinaten in Felder eingeteilt und mit Signalen gekennzeichnet, von der Brennkammer erzeugt sowie gespeichert, während des Betriebes der Brennkammer mit dem Blickwinkel Realbilder erzeugt sowie gespeichert und Referenz- sowie Realbilder verglichen werden.
Ausführungsbeispiel
An einem Ausführungsbeispiel wird die Erfindung näher erläutert
Die Zeichnung zeigt:
Fig. 1: die durch Koordinaten in Felder mit Signalen geteilte und fiächenhaft dargestellte Brennkammer eines
kohlenstaubgefeuerten Dampfkessels; Fig. 2: die Anordnung der optischen Sonden mit Ablenkung und Fernsehkamera an der Brennkammer mit Ermittlung von
Verschlackungsbereichen; Fig. 3: das Prinzipschaltbild der Gerätetechnik zur Auswertung von Verschlackungsbereichen.
Die Wandflächen 1 der Br*rnkammer 11 sind in aufgeklappter Form in einer Ebene mit den vorhandenen Brenneröffnungen 5 und Rauchgasrücksaugoöffnungen 6 dargestellt (Fig. 1).
Dia Wandflächen 1 sind dabei über Koordinatenlinien 2 η Felder 3 aufgeteilt, welche mit Signalen 1...n, z. B. als fortlaufende Numerierung gekennzeichnet sind.
Am Einbauort 7 in der Wandfläche 1 ist die optische Sonde ΊΟ mit Ablenkung angeordnet.
Durch die Linien 8 ist der theoretisch einsehbare Wandflächenbereich mit der optischen Sonde 16 bei vorgegebenen Drehwinkelstellungen 9 der Sonde a&s =15° und 270° begrenzt. Die Felder 3 sind bildlich durch Signalpunkte 10 gekennzeichnet.
Die in perspektivischer Form dargestellte und aus der Darstellung gemäß Fig. 1 übertragene Brennkammer 11 weist die Schottenunterkanten 12 auf (Fig. 2). Für die Drehwinkelstellungen 9 der optischen Sonde 16 mit aOs - 15° und 270" sind zusätzlich die Bilder 13; 14 abgebildet. Die Darstellung erfolgt für die ausgeleuchtete Brennkammer 11 ohne Sichtbehinderung durch den Flammenkörper. In der Wandfläche 1 ist die optische Sonde 16 mit abgeknicktem Blickwinkel 18 und ihrem Drehbereich 19 für U0S = 0° bis 360° dargestellt (Fig.3). Die optische Sonde 16 ist mit der Fernsehkamera 17, dem Drehwinkelmeßsystem20 gekoppelt. Über Signalleitungen 21 erfolgt die Übertragung des realen Bildes 14 der optischen Sonde 16 auf den Monitor 15. Die Wirkungsweise ist folgende:
Die Brennkammer 11 mit ihren Wandflächen 1 wird während ihrer Betriebszeit durch die Mineralanlagerungen je nach Brennstoffeinsatz, Flammenlage und Betriebszustand der Feuerung unterschiedlich stark verschlacken. Die Felder 3 der Bronnkammer 11 sind mit ihrem Signal 4 über den Rechner 22 als sogenannte Referenzbilder gespeichert. Die Felder bzw. Referenzbilder können über das zugehörige Signal 1... η angewählt werden. Sie besitzen eine Zähleinrichtung für die Betriebszeit und ihren Verschlackungszustand.
Die optische Sonde 16 wird in vorgegebene Drehwinkelstellungen 9 eingestellt, z. B. oOs = 0°, 15°, 30"...360°. Für jede dieser Stellungen ergibt sich entsprechend dem Blickwinkel 18 ein reales TV-BiId, auf welchem Heizflächenbereichs eindeutig lokalisiert werden können. Zum Beispiel sind die Realbilder als TV-Bilder 13; 14 für die Drehwinkelsteilung aOs = 15° bzw. 270° schematisch dargestellt (Fig. 2) und ihre realen Wandflächenbereiche über die Begrenzungslinien 8 gekennzeichnet. Durch Überlagerung des Referenzbildes werden gut sichtbare Wandbereiche bei ihren Drehwinkelstellungen O03 mit Signal 4 gekennzeichnet. Dies erfolgt über ein gespeichertes Programm im Rechner 22. Jede Drehwinkelstellung 9 wird dabei über das Drehwinkelmeßsystem 20 registriert und dem Rechner 22 zugeführt und einem Referenzbild zugeordnet. Danach erfolgt die Überlagerung des realen Bildes auf dem Monitor mit den im Rechner gespeicherten Signal 4. Dabei sind den Brennkammer-Flächenbereichen des realen Bildes zuguordneten Signale (Fig. 2) mit den der Feldeinteilung (Fig. 1) identisch. So zeigt z. B. für aOs = 270° das TV-BiId 14 die Flächenbereiche 41; 42, welche sich aus den Begrenzungslinien 8auf den Brennkammer-Wandbereichen der perspektivischen Brennkammer-Darstellung (Fig.2) ergeben. Beide Flächenbereiche 41; 42 sind mit Signalpunkten 10 und/oder ihren Signalen 4 auf dem TV-BiId versehen
Die dazugehörigen Wandbereiche der Feldeinteilung sind entsprechend zugeordnet (Fig. 1).
Soll eine Prüfung des Verschlackungszustandes der Brennkammer 11 erfolgen und gespeichert werden, wählt der Bediener am Leitstand 23 oder Rechner 22 die Drehwinkelstellungen 9 an, z. B. aQS = 270°. Über einen Automatik-Antrieb wird die optische Sonde 16 in die Luke der Wandfläche 1 der Brennkammer 11 eingefahren und in die Stellung aOs = 270° gebracht. Das Realbild des Blickwinkels 18 (in Fig. 3 ur gedreht gezeichnet) wird über die Fernsehkamera 17 als reales TV-BiId 14 auf dem Monitor 15 abgebildet (Fig.3), über den Rechner 22 werden die für die Drehwinkelstellung O03 = 270° gespeicherten Referenzbilder mit den Signalen 41; 42 auf dem TV-BiId den realen Flächenbereichen überlagert, im Rechner werden die gespeicherten Felder 41; 42 mit ihrem Registrierungs- und Summierungssystem aufgerufen
Der Bediener wählt auf Grund des visuell beurteilbaren Verschlackungszustandes der Wandflächen auf dem IV-BiId 14 einen
Verschlackungsgrad aus, ζ. B. 1 = sauber, 2 = leicht verschlackt, 3 = stark verschlackt und gibt diesen unter dem zugeordneten Signal in den Rechner ein. Dort wird in dem zugeordneten Brennkammer-Wand-Feld der Schlackegrad gespeichert und/oder zu den früher schon aufsummierten Schlackegraden zugeschlagen, wobei bei letzterem auch der Zeitabschnitt zwischen den einzelnen Prüfungen berücksichtigt werden kann.
Durch das Programm wird ausgeschlossen, daß bei einer Prüfung ein Feld durch seine Signal-Kennzeichnung bei unterschiedlichen Drehwinkelstellungen mehrfach angewählt werden kann. Somit ist es möglich, einen visuell erkennbaren Wandbereich bei unterschiedlichen Drehwinkelstellungen zu signalisieren und somit in Abhängigkeit von den Sichtverhältnissen, welche durch die Flammenlage beeinflußt werden, den bestmöglichsten dos-Drehwinkel zur Beurteilung des Verschlackungsgrade* zu wählen.
Aus diesem Grund ist auch nicht bei jeder Drehwinkelstellung die Signalisierung aller erkennbaren Wandflächen notwendig. Bei G0S = 15°sind auf demTV-Bild 13 (Fig.2) z. B. nur die Felder mit dem Signal 57; 7S signalisiert, als Referenzbildergespeichert und in der Feldereinteilung von Fig. 1 gekennzeichnet.
Das aufgeführte Anwandungsbeispiel läßt viele weitere Ergänzungen und Modifizierungen zu:
1. Unter Tagesangabe einer Verschlackungsprüfung oder einer Registrier-Nummer können die Schlackegrade der einzelnen Felder im Speicher 24 gespeichert und beliebig über die Referenzbilder abgerufen werden, um nachträglich bestimmte Betriebszustände und ihre Auswirkungen analysieren zu können.
2. Die Summierung der Schlackegrade der Felder über längere Zeiträume gestattet die Analyse des Verschlackungszustandes für z. B. festgelegte Zeiträume, die Gesamtbetriebszeit zwischen zwei Instandhaltungsperioden, Stillständen usw.
3. Die gleichzeitig mit jeder Schlackegradprüfung speicherbare Betriebsmühlenkombination ermöglicht auch eine Summierung des Verschlackungszustandes der Brennkammer-Wandbereiche über die Referenzbilder getrennt für jede Mühlenkombination. Damit sind deren Auswirkungan auf die Verschlackung echt bestimmbar. Gegenmaßnahmen der Betriebsführung zum Ausschalten extrem verschlackender Flammenlagen können ausgewählt, erprobt und ihr Erfolgsgrad überprüft werden.
4. Über ähnliche Auswahlsysteme können bei Speicherung der Kohlequalität, der Bekohlung aus unterschiedlichen Gruben und der Dampfkessel-Last deren Auswirkung auf die Verschlackung getrennt gespeichert, summiert und ausgewertet werden.
6. Bei einer weiteren Lösung sind die Referenzbilder als das Schema der Brennkammer-Wandaufteilung mit ihrsn Feldern nach Fig. 1 als TV-BiId auf dem '.ionitor abbildbar und die vorherganannten Ergebnisse der Auswertung können für jedes Feld dort getrennt dargestellt werden. Dabei ist auch die Darstellung der sichtbaren Flächenbereiche mit ihren Begrenzungen 8 für jede Drehwinkelstellung 9 möglich. Weiterhin kann das Referenzbild von Fig. 1 z.B. dem realen TV-BiId 13; 14 auf dem Monitor 15 überlagert werden.
6. Es können in einer Brennkammer mehrere optische Sonden angeordnet werden und das beschriebene Verfahren für diese kombiniert werden.
7. Sind z. B. in den vier Ecken der Brennkammer in gleicher Brennkammerhöhe optische Sonden angeordnet und für einen Drehwinkel Oos ~ 180° (Blickrichtung senkrecht nach unten) eingerichtet, wird der gesamte Brennkammer-Querschnitt mit seinen Wandbereichen abgebildet. Dabei ist die Flammenlage in der Brennkammer global lokalisierbar und die Schlackegrade der Brennkammer-Wandbereiche der sichtbaren Felder 3 können eingeblendet werden.
8. Auch die Koordinatenlinien 2 können über die Referenzbilder den realen TV-Bildern vonz. B. 13; 14 überlagert werden und den üddurch gekennzeichneten Feldern 3 Auswertungsergebnisse zugeordnet werden.
Die vorherbeschriebenen Lösungen sind über folgende Verfahren mit Heizflächenreinigungsgeräten koppelbar:
9. Die Brennkammer istz. B. mit Rückschubbläsern bestückt. Bei ihrem effektiven Reinigungsbereich von z.B. 6m Durchmesser sind diese Bereiche mit den vorher beschriebenen Feldeinteilungen und Signalen über eine Koppeloinheit 25 direkt zugeordnet. Wird jetzt z. B. mit der optischen Sonde bei aOs = 270° im Bereich des Signals 41 starke Verschlackung erkannt, wählt der Bediener den im Feld 41 installierten Rückschubbläser über den Rechner 22 unter dem Signal 42 an, und dieser geht in Betrieb. Über die optische Sonde kann am TV-BiId 14 der Blasvorgang hinsichtlich seiner Blasgüte und Reinigungseffektes brobachtet, registriert, bewertet und gespeichert werden und/oder nach Beendigung des Blasvorganges der Verschlackungsgrad bzw. das Reinigungsergebnis erneut bewertet und gespeichert werden.
Für diese Verfahrensweise ist auch die Registrierung und Speicherung der Anzahl der Blasvorgänge pro Brennkammer-Wandbereich bzw. pro Feld 3 oder Referenzbild möglich. Aus dem flächenbezogenen Summenergebnis der Gesamtanblasezeit kann die Thermoschockbelastung der Rohrwandbereiche bewertet und ihre Restlebensdauer abgeschätzt werden. Es können aber auch Rückschlüsse über die lokale Schlackewachstumsgeschwindigkeit in Abhängigkeit der unter Punkt 2 bis 4 aufgezeigten Bedingungen gezogen und diese ausgewertet werden. 10. Noch universeller ist das Verschlackungsüberwachungsverfahren mit Wasserlanzenbläsern zur Brennkammer-Rainigung zu koppeln. Es sind z. B. vier Wasserlanzenbläser im Brennkammer-Bereich installiert. Jeder Wasserlanzenbläser bläst durch eine Luke einen kompakten Wasserstrahl quer durch die Brennkammer mit ihrem Flarnmenkörper auf die gegenüberliegende Wand. Durch einen Steuermechanismus für die Lanze kann diese z. B. mäanderbandförmig über einen Schwenkbereich der Lanze von 60° in waagerechter und senkrechter Ebene etwa 50% der gegenüberliegenden Brennkammer- Ward und dazu noch 25% jeder angrenzenden Seitenwand durch den Wasserstrahl bestreichen. Dieser maximale Schwenkbereich mit den Abmessungen a-b und dem Abstand „c" zwischen den benachbarten Mäanderbandbahnen einer Blasfigur ist verkleinerbar, variierbar, und dabei können auch über Koordinatensteuerung beliebige Feldbereiche angesteu3rt und abgeblasen werden.
Für ein Beispiel ist an eine Luke im Feld 50 von Fig. 1 ein Wasserlanzenbläser installiert, welcher auf die gegenüberliegende Wand bläst. Der Wasserlanzenbläser ist über die Koppeleinheit 20 mit dem Rechner 22 und seinem Speicher 24 mit dem Referenzbild verbunden. Über die Koppeleinheit 25 sind die Koordinaten einzelner oder mehrerer Felder 3 oder von ganzen Brennkammer-Wandabschnitten mit den Steuerkoordinaten des Wasserlanzenbläsers, wenn er diese Felder oder Bereiche mit dem Wasserstrahl bestreichen soll, über Referenzbilder gekoppelt.
Der Wasserlanzenbläser kann z. B. den maximalen Schwenkbereich von 60° über den Blasfigur-Befehl A, über Blasfigur-Befehl B einen Schwenkbereich für z. B. vier benechbarte Felder der gegenüberliegenden Wand und für den Blasfigur-ßefehl C
ein Feld der gegenüberliegenden Wand abfahren. Dabei kann er innerhalb des maximalen Schwenkbereiches beliebige Felder als Blasstartorte vor dem Blasvorgang anfahren. Dies ist möglich durch ein Koppelprogramm des Weg-Meß-Systems mit den Steuerberoichen a-b des Wasserlanzenbläsers und dem Koordinaten-Signal-System der optischen Sonde. Wird z. B. am Monitor bei aos - 270° (Fig. 1 > 'm Feld 42 Verschlackung erkannt, kann über Eingabe der Befehle Signal 42 und Blasfigur-Befehl C der Wasserlanzenblät . Betrieb genommen werden. Dieser stellt den Schwenkbereich für ein Feld ein, steuert über das Koppelprogramm die Larud auf das Feld 42, fährt die Blasfigur mit dem Wasserstrahl auf Feld 42 ab und geht in die Ausgangsstellung zurück. Danach wird automatisch für Feld 41 der Blasvorgang registriert und seine Schockbelastung, z. B. die Wasserblaszeit, zur bisher registrierten Gesamtbelastung addiert und/oder entsprechend Punkt 2 bis 4 mit weiteren Detailbedingungen bestimmten Unterspeichern zugeführt.
In der Praxis erfolgt die Registrierung jnd Ortung der Verschlackungsstellen mit der Kennzeichnung ihrer Befehlzahlen automatisch über folgendes Verfahren:
Wird bei einer eingestellten Drehwinkelstellung aos eine Verschlackung auf dem Monitorbild erkannt, kann über ein erstes Verfahren eine unprogrammierte Schlacke-Befehlszahl bzw. ein Lichtpunkt die Bildzeilen des realen Brennkammer-Bildes ablaufen. An allen Orten der Verschlackung wird der Lichtpunkt bzw. die Befehlszahl gestoppt, örtlich gespeichert ein Referenzbild erzeugt und abgebildet und somit der Verschlackungsbereich registriert und programmiert. Mit einem ähnlichen zweiten Vorfahren kann beim Abfahren einer von Hand gesteuerten beliebigen Blasfigur der Blasbereich a-b über das Weg-Meß-System gespeichert werden, bei welchem der auf dem Bildschirm sichtbare Wasserstrahl den vorher georteten Verschlackungsbereich mit den Schlackebefehlzahlen bestreicht. Anschließend wird dem georteten Bereich a-b eine Blasfigur zugeordnet, welche später wahlweise abgerufen werden kann.
Das hier vorgeschlagene System hat den Vorteil, daß bei mehrfacher örtlicher Blashäufigkeit die gesamte Blaszeit und auch Wassermenge verringert wird. Praktische Ergebnisse mit Wasserlanzenbläser-Einsatz an stark verschlackten Brennkammern von Dampfkesseln des westelbischen Gebietes '.eigen, daß der häufige Blasrhythmus und besonders die eingeblasene Wassermenge für diesen Zeitraum die Dampfkessel-Leistung durch die Rauchgasvolumenzunahme bei ausgefahrener Saugzugleistung verringert.
Da aber große Teile der Brennkammer nur wenig verschlacken, werden die sauberen Flächen zu oft gereinigt und wegen der starken Thermoschockwirkung auf den sauberen Rohren unnötig geschädigt. Stark verschlackte Stellen werden dagegen zu wenig gereinigt, dort tritt an der Rohroberfläche kaum Thermoschockbeanspruchung auf (diese wirkt auf die Schlackeschicht).
Sie könnten deshalb bedeutend öfter gereinigt werden, ohne daß dort die Lebensdauer sinkt.
Die hier beschriebenen Verfahren sind beliebig miteinander variierbar. Insbesondere kann die Realbilderzeugung in der Brennkammer über zusätzliche Auswertmethoden, wie z. B. Auswertung der Bilder hinsichtlich Flammenlage, Zündverhalten, Zündstabilität oder digitaler Bildauswertung mit Strahlungsdichtebestimmung una Äquidensitendarstellungen und ihre Registrierung in Referenzbildern weiter genutzt werden.
Des weiteren kann dia beschriebene optische Sonde mit ihrer Bildübertragung zur Kamera eine beliebige Lichtleitoptik besitzen. So ist z. B. eine Periskopoptik mit Glaslinsen als auch ein Lichtleitkabel zur Bildübertragung sowie auch jede andere technische Lösung zum Bildtransport des drehbaren Blickwinkels 18 zur Kamera möglich. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die optische Sonde 16 weit in die Brennkammer hineinragt, so daß der Blickwinkel 13 die rückwärtigen Wandflächen 1 (Fig.3) mit größerem Bildanteil erfaßt und die Lage der speziellen Beobachtungsbereiche gut lokalisiert werden können. Weiterhin ist es auch möglich, im Kopf der optischen Sonde 16 eine schwenkbare oder anderweitig bewegliche Optik mit kleinem Blickwinkel zugunsten einer Vergrößerung des TV-Bildes anzuordnen und innerhalb des maximalen Blickwinkels der optischen Sonde gesteuert und meßbar zu schwenken und den Bildbereich beliebig zu suchen und zu registrieren. Durch die Erfindung werden folgende Vorteile erreicht:
1. Die Verschlackung in der Brennkammer ist örtlich und zeitlich in ihrer Stärke und ihiem Wachstum bestimmbar.
2. Der Einsatz von Reinigungsmaßnahmen und -geräten kann zielgerichtet erfolgen.
3. Es wird ein höherer Dampfkessel-Wirkungsgrad gefahren.
4. Die Verschlackung ist gezielter beseitigbar, so daß unwirksamer Reinigungsbetrieb mit thermischen Belastungen und hohem Wasser- und Energieverbrauch vermieden werden.
5. Die Lebensdauer der Rohrwände wird erhöht.
6. Der Einsatz stark unterschiedlicher und verschlackender Rohbraunkohle an Dampfkessoln ist möglich.
7. Die Reisezeit der Dampfkessel zwischen zwei Stillständen wird erhöht.
8. Die positiven und negativen Auswirkungen verschiedener Feuerungsvarianten und Brennstoffeinsätze auf Zündstabilität, Flammenlage, V6rschlackung und Ausbrand kann beobachte*, registriert und auch langzeitig intern ausgewertet werden.
Durch entsprechend gelegte Koordinaten in den einzelnen Brennkammerbereichen sind beliebige geometrische Einteilungen und/oder beliebige Bereiche möglich, deren Felder entsprechend gekennzeichnet bzw. mit Signalen belegt werden.

Claims (11)

1. Vei^hren zur Ermittlung eines Verschlackungsbereiches an Heizflächen, insbesondere in der Brer- ikammer einer Kohlenstaubfeuerung unter Verwendung einer mit einem Büdaufzeichnungsgerät gekoppelten optischen Sonde mit Ablenkung, gekennzeichnet dadurch, i?^ mit einem Blickwinke! der unter einem Drehwinkel bis 360° umlaufenden bzw. geschwenkten •nd mit einem Drehwinkel-Meßsystem versehenen Sonde bei vorgegebenen Drohwinkelstellungen zugeordnete Referenzbilder, die durch Koordinaten in Felder eingeteilt und mit Signalen gekennzeichnet, von der Brennkammer erzeugt sowie gespeichert, während des Betriebes der Brennkammer mit dem Blickwinkel Realbilder erzeugt sowie gespeichert und Referenz- sowie Realbilder verglichen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Felder und Signale der Brennkammer für Referenz- und Realbild auf einem Monitor zugeordnet und abgebildet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß entsprechend dem Referenzbild Verschlackungs- und/oder Reinigungsdaten gespeichert und/oder dargestellt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß die ermittelten Verschlackungsbereiche, bezogen auf die Felder und/oder auf Zeiteinheiten und/oder auf unterschiedliche Betriebssituationen, Belastungen und Brennstoffqualitäten, summiert werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß die Referenz- und/oder Realbilder schrittweise oder kontinuierlich erzeugt und verglichen werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, gekennzeichnet dadurch, daß Realbilder und/oder Referen2oilder zeitgleich nebeneinander und/oder deckungsgleich auf einen Monitor übertragen werden.
7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, gekennzeichnet dadurch, daß nach Ermittlung eines
Ve, schlackungsbereiches ein Reinigungsgerät, insbesondere Wasserlanzenbläser, in Betrieb genommen wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 7, gekennzeichnet dadurch, daß der Blasbereich des Reinigungsgerätes, insbesondere des Wasserlanzenbläsers, über ein durch Felder und Signale gebildetes Befehlssignal manuell oder selbsttätig angesteuert wird.
9. Verfahren nach Anspruch 7 und 8, gekennzeichnet dadurch, daß die Reinigungszeiten des Reinigungsgerätes, bezogen auf die Felder und/oder Zeiteinheiten und/oder Betriebssituationen, Belastungen und Brennstoffqualitätc η summiert und ausgewertet werden.
10. Verfahren nach Anspruch 7 bis 9, gekennzeichnet dadurch, daß die feldbezogenen Reinigungszeiten zu Berechnung und Abschätzung der Lebensdauer der Rohrwände, ihrer Reparatiirzyklen und Erhaltungsmaßnahmen genutzt werden.
11. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß auf dem Realbild Verschlackungsbereiche nach Form und Größe abgetastet, registriert und gespeichert werden.

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Cited By (3)

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