DD281703A7 - Spezialeindicker vorzugsweise zur aufbereitung braunkohlenhaltiger abwaesser - Google Patents

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DD281703A7
DD281703A7 DD87310179A DD31017987A DD281703A7 DD 281703 A7 DD281703 A7 DD 281703A7 DD 87310179 A DD87310179 A DD 87310179A DD 31017987 A DD31017987 A DD 31017987A DD 281703 A7 DD281703 A7 DD 281703A7
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Ulrich Froemling
Dieter Schoenherr
Heinz Munick
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Senftenberg Ve Bkk
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Abstract

Waehrend es das Ziel der Erfindung ist, einen Spezialeindicker vorzugsweise zur Aufbereitung von braunkohlehaltigen Abwaessern zu entwickeln, der die Einhaltung einer maximal zulaessigen Feststoffkonzentration des gereinigten Abwassers garantiert, liegt ihr die Aufgabe zugrunde, mit geringem Energieeintrag und ohne spezielle Einbauten die Misch-Flockungs- und Absetzphase getrennt voneinander optimal ablaufen zu lassen. Diese Aufgabe wird durch einen zylindrischen, konisch auslaufenden Behaelter mit UEberlaufrinne, Klarwasserabfuehrungsrohr, Schlammtrichter mit Abfuehrungsrohr, Ringleitung mit Rohrstutzen, Trichter mit Umlenkblech, Tauchring mit Abfuehrungsblech und Fallrohr und Kraehlwerk mit Fluegelarm geloest. Fig. 1{Spezialeindicker; braunkohlehaltige Abwaesser; Flockungsmittel; Kohlerueckgewinnung; Feststoffkonzentration}

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft einen Spezialeindicker, vorzugsweise zur Aufbereitung von braunkohlehaltigen Abwässern von Brikettfabriken unter Verwendung eines polyolektrolytischen Flockungsmittels, Fest-Flüssig-Trennung und nachfolgender vollständiger Rückführung in den Produktionsprozeß.
Charakteristik ι las bekannten Standes der Technik
Es ist bekannt, daß die in der Braunkohlenindustrie anfallenden Abwässer zur Klärung in Tagebaurestlöcher verspült werden. Bekannt ist auch, das diese Abwässer in Eindicker geleitet und durch natürliche Sedimentation gereinigt werden. Das Klarwasser wird entweder direkt in öffentliche Gewässer abgeführt oder zur Nachreinigung Tagebau restlöchern oder Auflandbecken zugeleitet. Nachteilig daran ist, daß allein durch die Wirkung der Schwerkraft keine vollständige Trennung der Phasen möglich ist.
Zur Erreichung der geforderten Vorflutreinheit sind große Absetzflächen erforderlich. Dadurch sind die Investitionskosten für derartige Verfahren relativ hoch.
Weiterhin ist bekannt, daß in der Industrie zur Aufbereitung bzw. zur Klärung von verunreinigten Stoffströmen Eindicker eingesetzt werden, die auch unter Verwendung von geeigneten Flockungsmitteln arbeiten. So sind Eindicker bekannt, bei denen rotierende Siebzylinder, senkrecht und schrägstehende Filterwände, in Rohrleitungen eingebaute Filterkegel und Filterzellen, auf- und abwärtsbewegte Verdrängerelemente in Filterkörpern und auch zylindermantelförmige Filterelemente als Filterschicht Anwendung finden.
So ist nach DD-WP 58 288 ein Eindicker für feststoffhaltige Flüssigkeiten bekannt, der aus einem drehba gelagerten Siebzylinder, der an seiner Innenwand einen schneckengangförmigen Einbau aufweist und an einer Stirnseite einen Schmutzwasserzulauf und an der anderen Stirnseite einen Schmutzwasseraustrag hat. Das einzudickende Gut wandert innerhalb der Schneckengänge von einer Stirnseite zur anderen über u'ie Siebflächen und wird dabei entwässert. Zur Aufbereitung braunkohlehaltiger Abwässer ist dieser Eindicker nicht geeignet, da ein optimaler Flockungsprozeß nicht gewährleistet ist und sehr feine Kohleanteile damit nicht abgetrennt werden können.
Nach DD-WP 84626 ist eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Eindickon von feststoffhaltigen Flüssigkeiten bekannt, die den Eindickvorgang in einem doppelmantelförmigen, oben und unten offenen Zylinder verwirklicht, wobei der innere Mantel des Zylinders als eigentliche Filterschicht ausgebildet oder als Träger der Filterschicht dienen kann. Die feststoffhaltige Flüssigkeit wird dabei durch einen mit hoher Drehzahl umlaufenden Sprühkorb verteilt auf die Filterschicht gegeben und dringt in diese ein. Die Feststoffanteile verbleiben auf der Filterschicht. Für die Reinigung braunkohlehaltiger Abwässer ist diese Vorrichtung nicht geeignet, da die Filterschicht in relativ kurzer Zeit von den feinen Kohleteilchen zugesetzt wäre.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, einen Spezialeindicker zu entwickeln, der mit geringem technischen Aufwand eine weitestgehend vollständige Rückgewinnung der Kohle aus sämtlichen Abwässern einer Brikettfabrik bei Einhaltung der maximal zulässigen Feststoffkonzentration des gereinigten Abwassers garantiert und in dem der Klär- und Eindickungsprozeß effektiv abläuft..
-2- 281703 Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Spezialeindicker vorzugsweise zur Aufbereitung von mit Flockungsmitteln versetzten braunkohlehaltigen Abwässern zu entwickeln, In dem mit geringem Energieeintrag und durch spezielle Einbauten sowie günstiger Behältergeometrie die Verfahrensstufen intonsive Misch-Flockungs- und Absetzphase getrennt voneinander optimal ablaufen können.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß in einem nach unten konisch auslaufenden, zylindrischen Behälter mit Krählwerk, dessen Höhe und Durchmesser im Verhältnis 1:1 bemessen sind, als Einbauten im zylindrischen Teil, in einer Höhe von 73-77% ein beidseitig offener Trichter in einem Winkel von 24° bis 26° zur Trichterwand angeschweißt ist. Am Trichter befindet sich, in einem Winkel von 100° bis 120° zur Trichterwand, ein Umlenkblech. Eine Ringleitung mit gleichmäßig über den Umfang verteilten, in den Ringraum des Spezialeindickers mündenden Rohrstutzen umgibt den zylindrischen Behälter. Im oberen Behälterteil befindet sich ein Tauchring mit Abführungsblech und Fallrohr, wobei ein an der Krählwerkswelle ungeordneter Flügelarm den Innenraum des T-iuchringes vollständig überstreicht. Am Behälterrand ist eine Überlaufrinne und ein Klarwasserabführungsrohr angeordnet. Der konische Teil des Behälters läuft in einem Schlammtrichter aus, der in ein Abführungsrohr mündet. Der Trichter mit Umlenkblech weist eine Höhe von 38-43% der Gesamthöhe des Spezialeindickers auf.
Ausführungsbeispiel Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel und einer Zeichnung - Fig. 1 und Fig. 2 - näher erläutert werden.
Fig. 1: zeigt einen schematischen Schnitt durch den Spezialeindicker, Fig. 2: zeigt den schematischen Aufbau in der Di aufsieht.
Der erfindungsgemäße Spezialeindicker besteht aus einem zylindrischen Behälter 1, mit Überlaufrinne 13 und Klarwasse abführungsrohr 14, der konisch in einem Schlammtrichter 7 mit Abführungsrohr 8 ausläuft, einer Ringfeitung 5 mit Rohrstutzen, einem Trichter 2 mit Umlenkblech 3, einem Tauchring 9 mit Abführungsblech 10 und Fallrohr 11, einem Krählwerk 4 und einem Flügelarm 12.
Als Spezialeindicker wird ein zylindrischer Behälter 1 verwendet, dessen Höhe und Durchmesser gleiche Abmessungen haben, der oben offen und unten mit einem Behälterboden mit Schlammtrichter 7 und Abführungsrohr 8 versehen ist. Im Innenraum des zylindrischen Behälters 1 sind ein sich nach unten verjüngender beidseitig offener Trichter 2 mit Umlenkblech 3 und ein Krählwerk4, das kontinuierlich mit einer Drehzahl von 0,16min"1 betrieben wird, instal'.ert. Bezogen auf die Gesamthöhe des Spezialeindickers beträgt die Höhe des Trichters 2 mit Umlenkblech 3 40%. Der Trichter ist von der Spezialeindickeroberkante 25% tiefer angeordnet. Der Winkel zwischen schrägem Trichter 2 und Spezialeindickerwand beträgt 25°. Bezogen auf die Gesamttrichterhöhe ist die Umlenkblechhöhe mit 7% gewählt. Bezogen auf die Trichterwand beträgt der Anschweißwinkel des Umlenkbleches 3 110°. Die braunkohlehaltigen Abwasser werden zusammen mit dem polyelektrolytischen Flockungsmittel, welches etwa 100m vor dem Spezialeindicker in den Abwassermongenstrom zudosl· wird, über eine 35% von der Spezialeindickeroberkante angeordnete Ringleitung 5 mit drei gleichmäßig über den Umfang verteilten Rohrstutzen mit T-förmigen Auslaufrohren in den Ringraum 6 des Spezialeindickers eingespritzt. Im Ringraum 6 lau. die intensive Mischphase und Flockungsphase nacheinander ab. Für die Absetzphase steht der gesamte Trichterinnenraum, aber im wesentlichen der Raum von Umlenkblech 3 bis zum Behälterboden zur Verfugung. Vom Innenraum des zylindrischen Behälters 1 werden für die effektive Absetzphase nur 30% benötigt. Durch die geringe Neigung des Behälterbodens zur Spezialeindickermitte von 8° werden von Beginn der Absetzphase an geringe Absetzv/ege erreicht. Mittels Krählwerk 4 kann der sedimentierte Schlamm zur Behäiterbodenspitze in den Schlammtrichter 7 mit Abführungsrohr 8 geführt und abgefördert werden. Durch die Überlaufrinne 13 und das Klarwasserabführungsrohr 14 kann das gereinigte Klarwasser in den Brauchwassprkreislauf zurückgeführt werden. Der im oberen Teil des zylindrischen Behälters angeordnete Tauchring 9 ist 20-30% kleiner a's der Innendurchmesser desselben.
Ein an der Kränlw erkswelle befestigter Flügelarm 12 überstreicht diese Fläche und fördert dadurch die schwer benetzbaren, nichtsedimentienin Kohlebestandteile im Bereich der Wasseroberfläche über das Abführungsblech 10 und das Fallrohr 11 ab. Mit dem erfindung^nemäßen Spezialeindicker ist es möglich, eine hohe Klarwasserreinheit, mit Feststoffanteilen kleiner 30mg/l, bei gleichzeitig hohem spezifischen Durchsatz der zu reinigenden braunkohlehaltigen Abw'* ;er von 2 m3 je m3 Spezialeindickerrauminhali zu 3i.-eichen. Ein weiterer Vorteil wird mit dem erfindungsgemäßen Spezialeindicker durch das Zuführen der zu reinigenden Abwässer in den Ringraum 6 durch T-förmige Auslaufrohre erreicht. Durch diese Zuführung wird einer gleichgerichteten Strömung entgegengewirkt und eine optimale Durchmischung und Flockung erreicht.

Claims (5)

1. Spezialeindicker zur Auf bereitung von mit Flockungsmittel versetzten braunkohlehaltigen Abwässern in Form eines nach unten konisch auslaufenden, zylindrischen Behälters mit Krählwerk, gekennzeichnet dadurch, daß Höhe und Durchmesser im Verhältnis 1:1 bemessen sind und als Einbauten im zylindrischen Teil, in einer Höhe von 73-77%, ein beidseitig offener Trichter (2), mit einem Neigungswinkel von 24-26 Grad, mit einem Umlenkblech (3), Neigungswinkel 100-120 Grad, zur Trichterwand angeschweißt ist, eine Ringleitung (5) mit drei gleichmäßig über den Umfang verteilten, in den Ringraum (6) mündenden Rohrstutzen, den zylindrischen Behälter (1) umgibt und sich im oberen Teil des 3ehälters ein an sich bekannter Tauchring (9) mit Abführungsblech (10) und Fallrohr (11) befindet.
2. Spezialeindicker gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß in Höhe des Tauchringes (9) ein rotierender Flügelarm (12) an der Krählwerkswelle befestigt ist, der den gesamten Innenraum des Tauchringes (9) überstreicht.
3. Spezialeindicker gemäß Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß am Behälterrand eine Überlaufrinne (13) mit Klarwasserabführungsrohr (14) vorgesehen ist.
4. Spezialeindicker gemäß Anspruch 1,2 und 3, gekennzeichnet dadurch, daß der konische Teil mit einem Schlammtrichter (7) mit Abführungsrohr (8) versehen ist.
5. Spezialeindicker gemäß Anspruch 1,2,3 und 4, gekennzeichnet dadurch, daß der Trichter (2) mit Umlenkblech (3) eine Gesamthöhö von 38-43% der Spezialeindickerhöhe aufweist.
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