DD282113A3 - Verfahren zur Herstellung einer hochreinen und hochdichten synthetischenMullitschamotte sowie von homogenen Mullitsteinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer hochreinen und hochdichten synthetischenMullitschamotte sowie von homogenen Mullitsteinen

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DD282113A3
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Verfahren zur Herstellung einer hochreinen und hochdichten synthetischen Mullitrohschamotte durch Zerkleinerung und anschließende Kornvergröberung zu hohlkugelähnlichen Sekundärkörnern des Rohstoffgemisches, dadurch gekennzeichnet, dass das 50-80% Al ind 2 O ind 3 enthaltende Rohstoffgemisch auf <90 mym zerkleinert und die im Nassmahlaggregat oder durch nachträgliche Wasserzugabe erhaltene Suspension in einem geeigneten Trockner, vorzugsweise Sprühtrockner, in einen Feststoff mit einem Sekundärkorn von vorzugsweise 100 bis 500 mym überführt wird.

Description

Die Erfindung betrifft ein Vorfahren zur Herstellung einer hochdichten und -reinen synthetischen Mullitrchschamotte. Für die Herstellung von synthetischem Mullit sind mehrere Verfahren bekannt. Allen Verfahren liegt der prinzipielle Gedanke zugrunde, daß sich die Ausgangskomporento(n) nach einer bestimmten technologischen Vorbehandlung bei geeigneten Temperaturen woitestgehend zu Mullit umsetzen.
Für die technologische Vorbehandlung der Ausgangsstoffe sind vielfältige Verfahren entwickelt worden, die allesamt jedoch keine synthetische Mullitrohschamotte mit hoher Reinheit und maximaler Rohdichte erzielen lassen. Als wichtigste Nachteile bei den bekannten Verfahren sind u.a. Erhöhung des Eisenoxidgohaltos durch Abriobeisen bei der Intensivmahlung, hohe Schwindung der geformten Körper beim Sintorungsprozoß sowie hoher Restporenraum und damit niedrige Rohdichte bei der synthetischen Mullitrohschamotte zu nennen. Eine z.B. durch Sintern bei Temperaturen um 175O0C aus Kaolin und kalzinierter Tonerde hergestellte synthetische Mullitrohschamotte mit rund 72% AI2O3 hat in der Regel eine Reindichte um 3,2g/cm3, wogegen die Rohdichte nur Worte von 2,7 bis 2,85g/cm3 aufweist. Die Ursache für die niedrige Rohdichte und den damit verbundenen hohen Porenraum ist auf den notwendigen und teilweise sehr hohen Wassergehalt bei der Verarbeitung des mehr oder weniger vorbehandelten Rohstoffgomisches zu Körpern nach dom plastischen Verfahren über die Strangpresse zurückzuführen. Außer der niedrigen Rohdichte und der hohen Porosität kommt noch dor Nachteil oinor unvollständigen Mullitisierung hinzu.
Zweck der Erfindung ist es, diese Nachteile vollständig bzw. teilweise auszuschalten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung einer synthetischen Mullitrohschamotto zu schaffen, die sich durch eine sehr hohe Rohdichte und damit niedrigen Poronraum auszeichnet.
erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das Rohstoffgsmisch, das 50 bis 80% AI2O3 enthält, auf <90pm zerkleinert wird. Die Zerkleinerung kann auch in einem Naßmahlaggregat durchgeführt werden. Die im Naßmahlaggregat oder durch nachträgliche Wasserzugabe erhaltene Suspension wird in einem Sprühtrockner in einen Fostsioff mit einem Sekundärkorn von vorzugsweise 100-500μιτι überführt. Das Sekundärkorn weist eine hohlkugelahnliche Gestalt auf.
Es ist auch möglich, daß die Rohstoffkomponenten einzeln zerkleinert und anschließend gemischt werden.
Als Rohstoff komponenten können Ton, Kaolin, Bauxit, Böhmit, Hydrargillit, Bayerit, Diaspor bzw. kalzinierte Tonerde verwendet werden.
Das Sekundärkorn wird anschließend bei Preßdrücken von vorzugsweise > 250kp/cm2 zu Körpern verformt, die bei Temperaturen oberhalb 1 7000C gesintert werden.
Dio nach diesem Verfahren hergestellte hochreine und hochdichte synthetische Mullitrohschamotto kann nach bekannten Verfahren zu feuerfesten Erzeugnissen verarbeitet werden.
Eine nach diesem Verfahren hergestellte synthetische Mullitrohschamotte zeichnet sich durch folgende Eigenschaftsmcrkmale
Preßdruck bei der Verdichtung = 250kp/cm2
AI2O3 (%) rd. 72
Reindichte (g/cm3) 3,20
Rohdichte (g/cm3) 3,00
Gesam'porosität (%) 6,3
Die Vorteile dor Erfindung bestehen darin, daß eine synthetische Mullitrohschamotte mit niedrigem Porenraum und damit verbunden mit hoher Rohdichte hergestellt werden kann.
Weitere Vorteile bestehen in dem creichten hohen Mullitisierungsgrad und dem technologischen Ablauf (Staubfrcihoit).
Die Erfindung wird nachstehend an oinom Ausführungsbeispiel naher orläutert.
Geschlämmter Kaolin und kalzinierte Tonerde werden je nach dem erforderlichem Tonordegehalt der synthetischen Mullitrohschamotte in einem Naßmahlaggrogat, vorzugsweise Attritor, zu einer Suspension aufbereitet und danach einer einstündigen Naßmahlung unterzogen. Die feinstgemahlene Suspension wird anschließend in einom Sprühtrockner veidüst, wo die Abscheidung des Feststoffos erfolgt. Das sprühgetrocknete Rohstoffgemisch, zusammengesetzt aus Kaolin und Tonerde, besteht aus Sekundärteilchen mit einem Korndurchmesser von 100 bis 500pm und zeichnet sich durch Staubfreiheit, gute Rieselfahigkeit sowie besonders gute Verdichtungseigenschaften aus. Dieses sprühgetrocknete Rohstoffgemisch wird bei Preßdrücken von vorzugsweise >250kp/cmJ zu Körpern verarbeitot, welche bei Temperaturen oberhalb 1 700"C gesintort werden.

Claims (3)

1. Verfahren zur Herstellung einer hochreinen und hochdichten synthetischen Mullitrohschamotte durch Zerkleinerung und anschließende Kornvergröberung zu hohlkugelähnlichen Sekundärkörnern des Rohstoffgemisches, dadurch gekennzeichnet, daß das 50-80% AI2O3 enthaltende Rohstoffgemisch auf ΟΟμηι zerkleinert und die im Naßmahlaggregat oder durch nachträgliche Wasserzugabe erhaltene Suspension in einem geeigneten Trockner, vorzugsweise Sprühtrockner, in einen Feststoff mit einem Sekundärkorn von vorzugsweise 100 bis 500 pm überführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohstoffkomponenten einzeln zerkleinert und anschließend gemischt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Rohstoffkomponenten Ton, Kaolin, Bauxit, Böhmit, Hydrargillit, Bayerit, Diaspor bzw. kalzinierte Tonerde verwendet werden.

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