DD282597A7 - Einrichtung zur bestimmung der stroemungsgeschwindigkeit und zur dosierung von gasen oder daempfen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Bestimmung der Stroemungsgeschwindigkeit und zur Dosierung von Gasen oder Daempfen, die unter Ausnutzung des auf eine Fluessigkeitssaeule eines Manometers wirkenden Stroemungsdruckes des Mediums arbeitet. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dasz in einer die Fluessigkeitssaeule des Manometers ueberschichtenden Schutzfluessigkeit ein Ferritstab eingebettet ist, der von einem mit einer niederfrequenten Wechselspannung gespeisten Ringtransformator umschlossen ist, wobei das in Abhaengigkeit von der Lage des Ferritstabes erzeugte Ausgangssignal des Ringtransformators, dessen Groesze der Stroemungsgeschwindigkeit des Mediums direkt proportional ist, als Frequenz auf einem Frequenzmeszgeraet angezeigt wird und dasz mit Hilfe eines Timers ueber ein Relais und zwei Schalter ein Dosiervorgang sowie die Erfassung des dosierten Gasvolumens gesteuert werden kann, wobei als UEberlastschutz ein das Meszsignal auswertender Schwellwertschalter mit einstellbarem Schwellwert und einstellbarer Hysterese vorgesehen ist. Durch die erfindungsgemaesze Mesz- und Dosiereinrichtung wird die Funktionssicherheit sowie Meszgenauigkeit solcher Einrichtungen erhoeht und neben der Bestimmung der Stroemungsgeschwindigkeit von Gasen oder Daempfen auch eine genau dosierte Entnahme solcher Medien fuer Analysezwecke ermoeglicht. Figur{Gas; Dampf; Stroemungsgeschwindigkeit; Dosierung; Stroemungsdruck; Manometer; Fluessigkeitssaeule; Schutzfluessigkeit; Ferritstab; Ringtransformator; Frequenzmeszgeraet; Timer; Relais; Gasvolumen; Schwellwertschalter}
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Bestimmung der Strömungsgeschwindigkeit und zur Dosierung von Gasen oder Dämpfen, die ein mit einer nichtmischbaren Manometerflüssigkeit sowie einer die Manometerflüssigkeit überschichtenden, chemisch beständigen Schutzflüssigkeit gefülltes Manometer aufweist, das über ein elektromagnetisches Ventil mit einer vom Gas bzw. Dampf durchströmten Rohrleitung verbindbar ist und das unter Ausnutzung des Strömungsdruckes des Gases bzw. Dampfes arbeitet.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Zur Bestimmung der Strömungsgeschwindigkeit bzw. der Durchflußmessung strömender Medien gibt es mehrere Möglichkeiten. Eine Möglichkeit besteht darin, daß die DurchflulJmessung auf der Basis der Wärmeübertragung des strömenden Mediums erfolgt, wobei als Sensoren für die Aufnahme der Meßsignale Hitzdrähte, Widerstände mit definierten Strom-Spannungscharakteristiken oder Halbleiterbauelemente verwendet werden (DD-PS 127350, DD-PS 132088, DD-PS 206211, DD-PS 244631, DE-OS 3302080, DE-OS 3424079, DE-OS 3431952, DE-OS 3509416 und DE-OS 3542788). Ein Nachteil dieser Meßeinrichtungen besteht darin, daß die Sensoren in ihrem Aufbau sehr kompliziert gestaltet sind, in ihren Arbeitsparametern aus alterungsbedingten Gründen, insbesondere beim Einsatz heißer und korrosiver Medien Schwankungen unterliegen und teilweise einen hohen Energiebedarf erfordern.
Ein weiterer Nachteil ist darin zu sehen, daß eine eine diskontinuierliche Arbeitsweise voraussetzende Dosierung des strömenden Mediums infolge der relativ geringen Möglichkeiten der Veränderung des stationären Zuotandes des strömenden Mediums ohne Beeinflussung der Linearität der Meßfunktion nur mit sehr hohem Aufwand möglich ist. Eine andere Möglichkeit der Durchfluß- bzw. Volumenmessung strömender Medien besteht darin, daß in dem Rohrabschnitt, der von dem zu messenden Medium, vorzugsweise einem Gas durchströmt wird, ein Schaufelrad angeordnet ist (DD-PS 154133). Die Drehbewegung des von dem strömenden Gas angetriebenen Schaufelrades, dessen Drehgeschwindigkeit von der Geschwindigkeit der strömenden Gasmenge abhängig ist, wird über ein Übertragungssystem auf ein Zählwerk übertragen und das Ergebnis ausgewertet.
Diese bekannte Meßeinrichtung erfordert für Präzisionsmessungen einen relativ hohen mechanischen Aufwand vind ist gegenüber heißen und aggressiven Medien sehr störanfällig. Eine Voraussetzung ί"τ die Funktionssicherheit dieser Meßeinrichtung besteht darin, daß das zu messende Medium eine Mindestströmungsgeschwindigkeit haben muß, bevor das Schaufelrad anspricht.
Soll die Volumenmessung sehr genau sein, muß ein sehr hoher elektronischer Aufwand betrieben werden. Durch die DE-OS 2850671 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Durchflußmengenmessung bekannt geworden, bei der in einem kreisförmigen Gehäuse eine Durchflußkammer mit tangential angeordneter Eintrittsöffnung und axial angeordneter Austrittsöffnung angeordnet ist. In der Durchflußkammer befindet sich ein Meßwertgeber in Form einer Me'.allkugel, die in einer kreisförmigen Führungsspur läuft und von dem durch die Eintrittsöffnung strömenden und zur Austrittsöffnung fließenden
flüssigen Medium mit einer der Durchflußgeschwindigkeit des Mediums entsprechenden Geschwindigkeit angetrieben wird. Auf der kreisförmigen Führungsspur der Kugel sind zwei um 180" zueinander versetzte Meßfühler angeordnet, die mit einem Kleinrechner verbunden sind. Wenn sich die Kugel an einem Meßfühler vorbeibewegt, erzeugt der Meßfühler ein Signal, das an den Kleinrechner weitergegeben und verarbeitet wird. Aus der gemessenen Zeit, in der sich die Kugel von einem zum anderen Meßfühler bewegt, wird die Durchflußmenge des Mediums ermittelt.
Auch diese bekannte Meßeinrichtung ist bei sehr geringen Strömungsgeschwindigkeiten des Mediums nicht anwendbar, weil das System relativ träge ist.
Aggressive und heiße Medien sind für Messungen mit Hilfe dieser Meßeinrichtung nicht geeignet. Wenn eine hohe Meßgenauigkeit erreicht werden soll, ist ein hoher Aufwand für die elektronische Meßwertaufbereitung erforderlich. Zur Beseitigung dieser Nachteile ist auch schon ein elektronischer Strömungsmesser vorgeschlagen worden, der unter Ausnutzung des Strörnungsdruckunterschiedes eines strömenden Mediums an zwei unterschiedlichen Stellen der vom Medium durchströmten Rohrleitung arbeitet (DD-PS 155109). Die Rohrleitung ist zu diesem Zweck mit einem U-Rohr-Manometer verbunden, wobei die Zuleitungen zu den beiden U-Rohrschenkeln durch elektromagnetische Ventile geöffnet oder geschlossen werden. Das U-Rohrmanometer ist mit einer magnetischen Flüssigkeit gefüllt, die zum Schutz vor Verdunstung mit einer chemisch beständigen, nichtmischbaren Flüssigkeit überschichtet ist. Die bei geöffneten Ventilen durch den Druckunterschied zwischen beiden Zuleitungen zum U-Rohrmanometer entstehende Verschiebung der Flüssigkeitssäule!! wird induktiv erfaßt, indem die Induktivitätsänderung von zwei die Rohrschenkel umschließenden Spulen, die Teil je eines 110MHz Schwingkreises sind, ermittelt wird. Die sich gegensinnig ändernden Induktivitäten bewirken Frequenzänderungen der Schwingkreise, wobei über eine Mischstufe die Differenzfrequenz der beiden Schwingkreise, die der Druckfrequenz direkt proportional ist, bestimmt wird. Über einen Verstärker und einen Zähler wird das Ergebnis auf einer Anzeige digital angezeigt. Dieser bekannte Strömungsmesser besitzt auch einen Überlastschutz, der so arbeitet, daß bei Erreichen einer festgelegten Frequenz, die einer oberen Meßbereichsgrenze entspricht, im Zähler ein Impuls gewonnen wird, der über einen elektronischen Schalter die elektromagnetischen Ventile betätigt.
Abgesehen davon, daß durch die hohe Arbeitsfrequenz der Sensoren Problome hinsichtlich der Frequenzstabilität, der Abschirmung und Abblockung aller hochfrequenter Bauteile und Leitungen sowie der Temperaturstabilität auftreten, läßt die dargelegte Meßwertaufbereitung keine Dosierung des strömenden Mediums, sondern lediglich eine Durchflußmessung zu. Der vorgeschlagene Überlastschutz hat den Nachteil, daß die Überlastsicherungsschaltung auf der Basis eines Frequenzvergleiches durch einen Komparator arbeitet, der keine Hysterese besitzt. Deshalb besteht <lie Gefahr, daß im Überlastungsgrenzfall das funktionsbestimmende Schaltelement in Schwingungen versetzt werden kann, was zur Zerstörung von Bauelementen führen kann.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung bestellt darin, die Nachteil" der bekannten Meßeinrichtungen zur Durchflußmessung strömender Medien zu beseitigen und eine Einrichtung zu schaffen, die sich bei relativ geringem Schaltungsaufwand durch eine hohe Funktionssicherheit sowie Meßger.auigkeit auch bei sehr geringen Strömungsgeschwindigkeiten des Mediums auszeichnet und ei. j gleichzeitig eine dosierte Entnahme des strömenden Mediums für Analysezwecke ermöglicht.
Darlegung des W isens der Erfindung
Dur Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zur Bestimmung der Strömungsgeschwindigkeit vorzugsweise von Gasen oder Dämpfen zu entwickeln, bei der auf ein mit einor Flüssigkeit sowie einer Schutzflüssigkeit gefülltes Manometer wirkende Strömungsdruck des Mediums meßtechnisch ausgewertet wird, die hinsichtlich der Ausbildung der Bauelemente zur Meßwerterfassung verbessert ist und die in der Lage ist, mit relativ einfachen elektronischen Mitteln eine dosierte Entnahme des Mediums sowie eine Trennung des Manomet irs von der vom Medium durchströmten Rohrleitung bei einer vorbestimmten Strömungsgeschwindigkeit zu steuern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in die Schutzflüssigkeit des Manometers ein Ferritstab eingebettet ist und irr Bereich der den Ferritstab enthaltenden Schutzflüssigkeit ein mit einer niederfrequenten, amplitudenstabilen sinusförmigen Wechselspannung gespeister Ringtransformator angeordnet ist, dessen von der durch die Größe des Strömungsdruckes bestimmten Lage des Ferritstabes abhängige Ausgangswechselspannung durch einen Spannungs-Frequenz-Wandler nach Verstärkung und Gleichrichtung in eine der Spannung proportionalen Impulsfolge gewandelt und die Frequenz als Maß für die Strömungsgeschwindigkeit des Mediums von einem auf Einzelimpulszählung umschaltbaren digitalen Frequenzmeßgerät angezeigt wird, wobei dem Frequenzmeßgerät ein einen einmaligen, in der Zeitdauer einstellbaren Impuls erzeugender Timer nachgeschaltet ist, der über einen durch ein Relais gesteuerten Schalter ein auf einen Abfüllstutzen umschaltbares elektromagnetisches Ventil sowie gleichzeitig über einen durch das Relais gesteuerten zweiten Schalter die Erfassung der Anzahl der durch den Spannungs-Frequenz-Wandler erzeugten Impulse durch das Frequenzmeßgerät innerhalb der am Timer eingestellten Impulsdauer steuert und daß als Überlastschutz ein das Gleichspannungssignal auswertender Schwellwertschalter mit einstellbarem Schwellwert und Hysterese vorgesehen ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der Schwellwertschalter wahlweise fremdsteuerbar, so daß er innerhalb eines durch den Timer gesteuerten Dosiervorganges durch eine externe elektrische Indikation angesteuert werden kann und die bis zu diesem Zeitpunkt entnommene Gas- oder Dampfmenge numerisch angezeigt wird.
Damit d^r im Bereich der den Ferritstab enthaltenden Schutzflüssigkeit angeordnete Ringtransformator vor dem Meß- bzw. Dosiervorgang auf das Niveau der Flüssigkeitssäule eingestellt werden kann, ist er mit Hilfe einer Einstellschraube in Längsrichtung des Manometers versteUbar. Beim Einstellvorgang wird der Ringtransformator so in Längsrichtung verschoben, daß an der Sekundärspule keine Ausgangswechselspannung erzeugt wird.
Die erfindungsgemäße Einrichtung zur Bestimmung der Strömungsgeschwindigkeit und zur Dosierung von Gasen oder Dämpfen hat gegenüber ähnlichen bekannten Meßeinrichtungen me1 rere Vorteile.
Durch die Anordnung eines Ringtransformators am Manometer sowie eines als Transformatorkopplung dienenden Ferritstabes in der Schutzflüssigkeit des Mancmeters wird mit relativ einfachen technischen Mitteln eine Meßwerterfassung ermöglicht, wobei der Ringtransformator mit einer niederfrequenten Wechselspannung auskommt. Dadurch können die bei der mit Hilfe von zwei 110MHz Schwingkreisen arbeitenden ähnlichen bekannten Meßeinrichtung auftretenden Probleme hinsichtlich der Frequenzstabilität, der Abschirmung und Abblockung der hochfrequenten Bauteile und Leitungen sowie der Temperaturstabilität völlig beseitigt und damit eine hohe Funktionssicherheit sowie Meßgenauigkeit der Einrichtung erreicht werden.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Einrichtung besteht auch darin, daß durch einfache manuelle Schaltvorgänge und mit relativ einfachen elektronischen Bauelementen eine dosierte Entnahme des Mediums sowie eine Anzeige des dosierten Gasoder Dampfvolumens für Analysezwecke gesteuert werden kann.
Schließlich führen die erfindungsgemäße Anordnung sowie Ausbildung eines Schwellwertschalters vom Schmitt-Trigger-Typ mit einstellbarer Hysterese zu dem Vorteil, daß das Manometer bei Erreichen eines voreingestellten Schwellwertes, der einer bestimmten maximalen Strömungsgeschwindigkeit entspricht, von der vom Medium durchströmten Rohrleitung getrennt wird, wodurch eine Überlastung des Manometers verhindert wird. Die am Schwellwertschalter einstellbare Hysterese sorgt dafür, daß ein vom Schwellwertschalter betätigtes Relais, das über einen Schalter ein zwischen der Rohrleitung und dem Manometer geschaltetes elektromagnetisches Ventil sowie über einen anderen Schalter ein am Abfüllstutzen angeordnetes Magnetventil umschaltet, erst dann abfällt, wenn der kritische Wert der Strömungsgeschwindigkeit erheblich unterschritten wird. Dadurch wird ein im Grenzfall der kritischen Strömungsgeschwindigkeit mögliches Flattern des vom Schwellwertschalter betätigten Relais und des elektromagnetischen Ventils sowie des Magnetventils am Abfüllstutzen sicher ausgeschlossen. Durch die Kombination der erfindungsgemäßen technischen Merkmale der Einrichtung wird eine universelle Anwendbarkeit erreicht, wobei die Einrichtung bei geringer Störanfälligkeit sowohl zur genauen Bestimmung der Strömungsgeschwindigkeit auch sehr kleiner Strömungsgeschwindigkeiten von Gasen oder Dämpfen innerhalb eines bestimmten Bereiches als auch zur dosierten Entnahme des Mediums für Analysezwecke geeignet ist.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
Die Zeichnung zeigt die erfindungsgemäße Einrichtung zur Bestimmung der Strömungsgeschwindigkeit und zur Dosierung von Gasen oder Dämpfen in schematischer Darstellung.
Die erfindungsgemäße Einrichtung weist ein Manometer 1, das im Ausführungsbeispiel u-rohrförmig ausgebildet ist, auf, von dem der eine U-Rohrschenkel 2 über ein elektromagnetisches Ventil 3 mit einem von dem Gas bzw. Dampf durchströmten Einleitungsrohr 4 verbindbar ist. Die Verbindung des Einleitungsrohres 4 mit dem U-Rohrschenkel 2 wird dadurch erreicht, daß ein Schalter 5 betätigt wird, der über ein Netzteil 6 das elektromagnetische Ventil 3 schaltet. Beim Betätigen des elektromagnetischen Ventils 3 wird der U-Rohrschenkel 2 gleichzeitig über ein Strömungsrohr 7 mit Düse 8 mit dem anderen U-Rohrschenkel 9 des Manometers 1 verbunden, wobei das Strömungsrohr 7 über ein elektromagnetisches Ventil 10 in dessen Ruhezustand mit einem Ableitungsrohr 11 in Verbindung steht. Ein am elektromagnetischen Ventil 3 vorhandenes Ableitungsrohr 12 kann bei Unterbrechung der Verbindung zwischen dem Einleitungsrohr 4 und dem U-Rohrschenkel 2 des Manometers 1 direkt mit dem Ableitungsrohr 11 verbunden werden, was in der Zeichnung nicht dargestellt ist. Die beiden U-Rohrschenkel 2 und 9 des Manometers 1 sind ungefähr bis zur Hälfte mit einer nichtmischbaren Manometerflüssigkeit 13, beispielsweise Quecksilber, sowie einer die Manometerflüssigkeit 13 überschichtenden, chemisch beständigen Schutzflüssigkeit 14, beispielsweise Silikonöl, gefüllt. Die Schutzflüssigkeit 14 dient als Korrosionsschutz für die Manometerflüssigkeit 13. In die Schutzflüssigkeit 14 des U-Rohrschenkel 9 ist ein Ferritstab 15 eingebettet, wobei der U-Rohrschenkel 9 im Bereich des Ferritstabes 15 von einem Ringtransformator 16 umschlossen ist, dessen Primärspule 17 mit einer von einem Generator 18 erzeugten niederfrequenten, amplitudenstabilen sinusförmigen Wechselspannung mit einer Frequenz zwischen 1 und 10 KHz gespeist wird. Der Ringtransformator 16 ist mit Hilfe einer Einstellschraube 19 in Längsrichtung des U-Rohrschenkels 9 verstellbar. Vor Beginn des Meß- bzw. Dosiervorganges wird der Ringtransforr>~.ator 16 auf das Niveau der Flüssigkeitssäule im U-Rohrschenkel 9 derart eingestellt, daß auf die Sekundärspule 20 des Ringtransformators 16 keine Wechselspannung übertragen wird.
Wenn das Medium bei einer Verbindung des Einleitungsrohres 4 mit dem U-Rohrschenkel 2 durch das Strömi.ingsrohr 7 über das elektromagnetische Ventil 10 in das Ableitungsrohr 11 strömt, so entsteht in den beiden U-P~hrschenkeln 2 und 9 des Manometers 1, hervorgerufen durch die Düse 8 ein Druckunterschied, dessen Größe von derc \mgsgeschwindigkeit des Mediums abhängig ist und dereine Bewegung der Flüssigkeitssäule im Manometer 1 und dai....«..ne Lageveränderung des der Transformatorkopplung dienenden Ferritstabes 15 zur Folge hat. Dadurch wird auf die Sekundärspule 20 des Ringtransformators 16 eine von der Größe der Lageveränderung des Ferritstabes 15 abhängige Wechselspannung übertragen, die der Strömungsgeschwindigkeit des Mediums direkt proportional ist. Über einen Wechselspannungsverstärker 21, einen Präzisionsgleichrichter 22 sowie einen Gleichspannungsverstärker 23 wird die der Strömungsgeschwindigkeit entsprechende Gleichspannung über einen Betriebsartenwahlschalter 24 einem Spannungs-Frequenz-Wandler 25 zugeführt. Die der gewandelten Spannung proportionale Frequenz wird als Strömungsgeschwindigkeit von einem Frequenzmeßgerät 26 angezeigt.
Soll für Analysezwecke eine dosierte Entnahme des Mediums erfolgen, wird der Betriebsartenwahlschalter 24 auf die Betriebsart „Volumenmessung" geschaltet. Dadurch wird das Gleichspannungssignal zunächst vom Spannungs-Frequenz-Wandler 25 getrennt, während dessen Eingang durch einen Relais 27 zugehörigen Schalter 28 auf Masse gelegt wird. Das Frequenzmeßgerät 26 wird mit Hilfe eines Schalters 29 auf die Betriebsart „Einzelimpulszählung" umgeschaltet, wodurch eine quarzstabile Impulsfolge vom Zeitbasisgenerator des Frequenzmeßgerätes 26 auf einen dem Frequenzmeßgerät 26 nachgeschalteten Timer 30 gelangt. Der Timer 30 enthält einen durch einen Schalter 31 einstellbaren Frequenzteiler und erzeugt nach Betätigen einer Taste 32 einen einmaligen Impuls, dessen Zeitdauer von dem eingestellten Frequenzteilungsverhältnis
bestimmt ist. Der vom Timer 30 erzeugte Impuls wird an das Relais 27 abgegeben, das anzieht und einerseits dem Schalter 28, der die der Strömungsgeschwindigkeit entsprechende Gleichspannung an den Spannungs-Frequenz-Wandler 25 legt, sowie andererseits einen Schalter 33, der das elektromagnetische Ventil 10 umschaltet, schließt. Durch das Umschalten des elektromagnetischen Ventils 10 wird das Medium von dem Strömungsrohr 7 in einen Abfülistutzen 34 geleitet und kann über ein geöffnetes Magnetventil 35 entnommen werden. Die beim Dosiervorgang zwangsläufig auftretenden Druckschwankungen äußern sich in Frequenzänderungen und werden durch das Fi equenzmeßgerät 26 registriert. Durch das auf die Betriebsart „Einzelimpulszählung" geschaltete Frequenzmeßgerät 26 wird während des Dosiervorganges die Anzahl der durch den Spannungs-Frequenz-Wandler 25 erzeugten Impulse gezählt. Nach Ablauf des durch den Timer 30 erzeugten Impulses fällt das Relais 27 ab, so daß der Dosiervorgang beendet wird. Auf der Anzeige des Frequenzmeßgerätes 26 erscheint ein Zahlonv ert, der dem dosierten Gasvolumen entspricht. Nach Beendigung des Dosiervorganges kann mit Hilfe der Taste 3? eine erneute Dosierung ausgelöst werden, oderdurch Betätigen des Schalters 29 sowie des Betriebsartenwahlschalters 24 auf die Betriebsart „Strömungsmessung" umgeschaltet werden.
Die der Strömungsgeschwindigkeit des Mediums ansprechende, am Ausgang des Gleichspannungsverstärker 23 anliegende Gleichspannung wird außer dem Spannungs-Frequenz-Wandler 25 auch einem Schwellwertschalters 36 zugeführt, der bei Erreichen des eingestellten Schwellwertes ein Relais 37 betätigt.
Das Relais 37 öffnet zwei zugeordnete Schalter 38 und 39, wobei durch den Schalter 38 das elektromagnetische Ventil 3 in den Ruhezustand fällt und durch den Schalter 39 das Magnetventil 35 schließt. Dadurch wird der Meß- oder Dosiervorgang beendet und das Medium über das Einleitungsrohr 4 direkt zum Ableitungsrohr 12 geleitet, so daß die Meßeinrichtung außer Betrieb ist. Die am Schwellwertschalter 36 einstellbare Hysterese bewirkt, daß das Relais 37 erst dann abfällt, wenn der kritische Wert der Strömungsgeschwindigkeit erheblich unterschritten wird. Deshalb ist ein im Grenzfall der kritischen Strömungsgeschwindigkeit mögliches Flattern des Relais 37 und des elektromagnetischen Ventils 3 sowie des Magnetventils 35 ausgeschlossen. Durch einen zwischen dem Ausgang des Gleichspannungsverstärkers 23 und dem Schwellwertschalter 36 angeordneten Schalter 40 ist der Schwellwertschalter 36 wahlweise fremdsteuerbar, so daß eine Buchse 41 am Eingang des Schwellwertschalters 36 liegt. Dadurch kann ein Dosiervorgang durch eine an der Buchse 41 anliegende, den Schwellwert des Schwellwertschalters 36 überschreitende Spannung unterbrochen werden. Wird diese Spannung aus der Indikation eines Endpunktes einer Maßanalyse gewonnen, fungiert die erfindungsgemäße Einrichtung als automatisch dosierende Bürette, beispielsweise für Gase. Dabei wird durch das Frequenzmeßgerät 26 das bis zum Zeitpunkt des Unterbrechens des Dosiervorganges entnommene bzw. verbrauchte Gasvolumen angezeigt.
Claims (3)
1. Einrichtung zur Bestimmung der Strömungsgeschwindigkeit und zur Dosierung von Gasen oder Dämpfen, die ein mit einer nichtmischbaren Flüssigkeit überschichtenden chemisch beständigen Schutzflüssigkeit gefülltes, über ein elektromagnetisches Ventil mit einer vom Gas bzw. Dampf durchströmten Rohrleitung verbindbares und unter Ausnutzung des Strömungsdruckes arbeitendes Manometer aufweist, in dessen Schutzflüssigkeit ein Ferritstab eingebettet ist, wobei im Bereich der Schutzflüssigkeit ein mit einer amplitudenstabilen sinusförmigen Wechselspannung gespeister Ringtransformator angeordnet is·., dem ein Wechselspannungsverstärker, ein Präzisionsgleichrichter, ein Gleichspannungsverstärker, ein Spannungs-Frequenz-Wandler sowie ein Impulszähler nachgeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärspule (17) des Ringtransformators (17) mit einem eine niederfrequente Wechselspannung erzeugenden Generator (18) verbunden ist, dem Impulszähler (26) ein Timer (30) nachgeschaltet ist, der ein Relais (27) steuert, das über einen Schalter (33) mit einem auf einen Abfüllstutzen (34) umschaltbaren elektromagnetischen Ventil (10) und über einen Schalter (28) mit dem Spannungs-Frequenz-Wandler (25) verbunden ist und daß ein dem Ausgang des Gleichspannungsverstärkers (23) nachgeschalteter Schwellwertschalter mit einstellbarem Schwellwert und einstellbarer Hysterese vorgesehen ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß derRinytransformator (16) mit Hilfe einer Einstellschraube (19) in Längsrichtung des Manometers (1) verstellbar ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwellwertschalter (36) wahlweise fremdsteuerbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD31364788A DD282597A7 (de) | 1988-03-14 | 1988-03-14 | Einrichtung zur bestimmung der stroemungsgeschwindigkeit und zur dosierung von gasen oder daempfen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DD31364788A DD282597A7 (de) | 1988-03-14 | 1988-03-14 | Einrichtung zur bestimmung der stroemungsgeschwindigkeit und zur dosierung von gasen oder daempfen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD282597A7 true DD282597A7 (de) | 1990-09-19 |
Family
ID=5597611
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD31364788A DD282597A7 (de) | 1988-03-14 | 1988-03-14 | Einrichtung zur bestimmung der stroemungsgeschwindigkeit und zur dosierung von gasen oder daempfen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD282597A7 (de) |
-
1988
- 1988-03-14 DD DD31364788A patent/DD282597A7/de not_active IP Right Cessation
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