DD282701A5 - Verfahren und vorrichtung zur schnellpyrolyse grubenfeuchter kohle - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur schnellpyrolyse grubenfeuchter kohle Download PDFInfo
- Publication number
- DD282701A5 DD282701A5 DD32789989A DD32789989A DD282701A5 DD 282701 A5 DD282701 A5 DD 282701A5 DD 32789989 A DD32789989 A DD 32789989A DD 32789989 A DD32789989 A DD 32789989A DD 282701 A5 DD282701 A5 DD 282701A5
- Authority
- DD
- German Democratic Republic
- Prior art keywords
- solid
- fluidized bed
- coal
- carbonization
- dryer
- Prior art date
Links
- 239000003245 coal Substances 0.000 title claims abstract description 34
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims abstract description 17
- 238000000197 pyrolysis Methods 0.000 title claims abstract description 13
- 238000003763 carbonization Methods 0.000 claims abstract description 53
- 239000007787 solid Substances 0.000 claims abstract description 41
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims abstract description 26
- 238000002485 combustion reaction Methods 0.000 claims abstract description 22
- 239000000571 coke Substances 0.000 claims abstract description 19
- 229910052799 carbon Inorganic materials 0.000 claims abstract description 11
- 238000001035 drying Methods 0.000 claims abstract description 11
- 239000003077 lignite Substances 0.000 claims abstract description 10
- 239000000463 material Substances 0.000 claims abstract description 8
- 238000002156 mixing Methods 0.000 claims description 6
- 239000000428 dust Substances 0.000 claims description 5
- 238000005243 fluidization Methods 0.000 claims description 3
- 238000000926 separation method Methods 0.000 claims description 3
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 claims description 2
- 238000007599 discharging Methods 0.000 claims description 2
- NINIDFKCEFEMDL-UHFFFAOYSA-N Sulfur Chemical compound [S] NINIDFKCEFEMDL-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims 1
- 229910052717 sulfur Inorganic materials 0.000 claims 1
- 239000011593 sulfur Substances 0.000 claims 1
- 238000001816 cooling Methods 0.000 abstract description 2
- ONIBWKKTOPOVIA-BYPYZUCNSA-N L-Proline Chemical compound OC(=O)[C@@H]1CCCN1 ONIBWKKTOPOVIA-BYPYZUCNSA-N 0.000 abstract 1
- ONIBWKKTOPOVIA-UHFFFAOYSA-N Proline Natural products OC(=O)C1CCCN1 ONIBWKKTOPOVIA-UHFFFAOYSA-N 0.000 abstract 1
- 238000004939 coking Methods 0.000 abstract 1
- 230000018044 dehydration Effects 0.000 abstract 1
- 238000006297 dehydration reaction Methods 0.000 abstract 1
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 7
- UGFAIRIUMAVXCW-UHFFFAOYSA-N Carbon monoxide Chemical compound [O+]#[C-] UGFAIRIUMAVXCW-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 5
- 239000003546 flue gas Substances 0.000 description 5
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 4
- 238000010304 firing Methods 0.000 description 2
- 239000000446 fuel Substances 0.000 description 2
- 239000002245 particle Substances 0.000 description 2
- 238000004064 recycling Methods 0.000 description 2
- 230000008016 vaporization Effects 0.000 description 2
- 230000002411 adverse Effects 0.000 description 1
- 230000009286 beneficial effect Effects 0.000 description 1
- 239000002817 coal dust Substances 0.000 description 1
- 238000009833 condensation Methods 0.000 description 1
- 230000005494 condensation Effects 0.000 description 1
- 238000006477 desulfuration reaction Methods 0.000 description 1
- 230000023556 desulfurization Effects 0.000 description 1
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 1
- 239000012717 electrostatic precipitator Substances 0.000 description 1
- 238000005516 engineering process Methods 0.000 description 1
- 239000012530 fluid Substances 0.000 description 1
- 230000001771 impaired effect Effects 0.000 description 1
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 1
- 238000005201 scrubbing Methods 0.000 description 1
- 238000009834 vaporization Methods 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Landscapes
- Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)
- Drying Of Solid Materials (AREA)
Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur stoffwirtschaftlichen Nutzung von Kohle, insbesondere grubenfeuchter Rohbraunkohle, bei dem die Kohle in einem Prozesz nacheinander getrocknet, zum Zwecke der stoffwirtschaftlichen Nutzung entgast und der entstehende Koks energetisch in einer Wirbelschichtfeuerung verwertet wird. Erfindungsgemaesz wird in das Verfahren zur Schnellprolyse grubenfeuchter Kohle die Kohletrocknung durch Entnahme und Kuehlung eines Feststoffstromes aus einer Wirbelschichtfeuerung in einem Flieszbettkuehler sowie die Einleitung grubenfeuchter Kohle in den auf etwa 200 bis 350C abgekuehlten Feststoffteilstrom integriert. Das entstehende Feststoff-Kohle-Gemisch wird einer Pyrolyse durch weiteres Zumischen heiszen Feststoffes unterzogen und der dabei erzeugte Koks in einer Wirbelschichtfeuerung genutzt. Figur{Verkohlungs-Verkokungsverfahren; Kohle; Rohbraunkohle; stoffliche Nutzung; energetische Nutzung; Feststoffzugabe; Kohletrocknung; Pyrolyse; zirkulierende Wirbelschichtfeuerung}
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur stoffwirtschaftlichen Nutzung von Kohle, insbesondere grubenfeuchter Rohbraunkohle, bei dem die Kohle in einem Prozeß nacheinander getrocknet, zum Zwecke der stoffwirtschaftlichen Nutzung entgast und der entstehende Koks energetisch in einer Wirbelschichtfeuerung verwertet wird.
Die Schwelung von Kohle mittels Schwelofen, ist seit langem bekannt. Der bei der Schwelung der Braunkohle anfallende Koks geringer Korngröße wird zweckmäßig in Staubfeuerungen eingesetzt. Eine Kombination von Schwelung zur stoffwirtschaftlichen Nutzung und Verbrennung des dabei entstehenden Kokses erweist sich als vorteilhaft. Entsprechende Lösungen dazu sind bereits bekannt. In der DD-WP 214141 wird vorgeschlagen, vorgetrocknete Kohle vom Rostanfang und Glut vom Rostende eines Rostkessels zu entnehmen und einem Schwelreaktor zuzuführen. Auch für kohldnstaubgefeutrte Kessel ist es bekannt (DD-WP 214140), Kohlenstaub nach der Trocknung in Mühion zu entnehmen und in einem Schwelreaktor durch Beheizung mit aus dem Dampferzeuger entnommenem Rauchgas zu schwelen. Die Realisierung dieser bekannten Verfahren ist
mit hohem Verfahrens- und anlagentechnischem Aufwand verbunden. Der Transport der Glut bzw. die Mischung dererforderlichen Rauchgasvolumenströme mit der Kohle und die Beheizung durch Rauchgas sind schwierig lösbar und führen zuerheblichen Apparateabmessungen.
in einem Apparat entsprechend DD-WP 239420 angewendet wird.
voraussetzt. Damit ergeben sich ökonomische Nachteile infolge Nachmahlung der Trockenkohle. Bei dem Verfahren nach
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur stoffwirtschaftlichen und energetischen Nutzung von rjrubenfeuchter Rohbraunkohle zu schaffen, bei dem in einem Prozeß sich die Trocknung und Schwelung des Brennstoffes vollzieht, indem Wärme vom umlaufenden heißen Feststoff aus Wirbelschichtfeuerungen benutzt wird, um die feuchte Kohle zu trocknen, anschließend einer Schnellpyrolyse zu unterziehen und den entstandenen Koks zusammen mit dem beigemischten heißen Feststoff einer Wirbelschichtfeuerung zuzuführen. Die Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, daß der heiße Feststoff einem Rückführzyklon einer Wirbelschichtfeuerung entnommen und in einem Fließbettkühler auf einem Temperaturbereich von 200 bis 350°C abgekühlt wird, die grubenfeuchte Kohle in der stationären Wirbelschicht eines Trockners durch Mischen mit dem Feststoff getrocknet wird, das dabei entstehende Feststoff-Kohle-Gemisch den Trockner mit einer Temperatur von etwa 115 bis 15O0C verläßt und auf pneumatischem oder gravimetrischem Wege in einen Schwelreaktor eingetragen wird, die Pyrolyse der Trockenkohle in der stationären Wirbelschicht des Schwelreaktors durch Mischung mit heißem Feststoff aus der Wirbelschichtfeuerung erfolgt und das sich bildende Feststoff-Koks-Gemisch aus dem Schwelreaktor einer Brennkammer der Wirbelschichtfeuerung zugeführt und das Schwelgas für eine stoffwirtschaftliche Nutzung in bekannten Anlagenkomponenten aufgearbeitet wird.
Vor der Trocknung der grubenfeuchten Kohle ist die Temperatur des zuzumischenden Brennstoffes auf eine Temperatur abzukühlen, bei der eine die Brüdenqualität und die Trocknung negativ beeinflussende Schwelung der Kohle nicht eintritt. Diese Temperatur ist von den Eigenschaften der zu trocknenden Kohle abhängig und liegt bei etwa 300°C. Der Feststoff darf jedoch nicht auf eine wesentlich niedrigere Temperatur abgekühlt werden, well damit die für die Trocknung der Kohle erforderliche Feststoffmenge und die Apparateabmessung zu groß wird. Falls die Temperatu r des heißen Feststoffes aus dem Rückführzyklon der Wirbelschichtfeuerung, die in den Schwelreaktor geleitet wird, größer als 710°C beträgt und dadurch eine negative Beeinflussung der Zielprodukte der Schwelung eintritt, ist der Fließbettkühler zweistufig auszuführen und der aus der Wirbelschichtfeuerung entnommene Feststoff auf 600 bis 7000C abzukühlen.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung werden alle Feststoff-, Feststoff-Kohle-Gemische zum Schwelreaktor und Feststoff-Koks-Gemische vom Schwelreaktor f> ihrenden Leitungen gasseitig durch Wirbelschleusen von den anderen Anlagenkomponenten getrennt, woDei die Wirbelschleusen mit Schwelgas aus dem Schwelreaktor so fluidisiert werden, daß eine gasdichte Säule aus Feststoff, Feststoff-Kohle-Gemisch und/oder Feststoff-Koks-Gemisch durch Steuerung der Masse des Fluidisierungsmittels aufrechterhalten wird.
Gemäß einem anderen Erfindungsmerkmal werden zusätzlich in den Leitungen zwischen Fließbettkühler und Schwelreaktor und zwischen Trockner und Schwelreaktor Wirbelschleusen angeordnet, die mit Brüden aus dem Trockner fluidisiert werden und überschüssigen Brüden und/oder Schwelpas in die Wirbelschichtfeuerung abgeleitet werden. Diese Wirbelschleusen gewährleisten, daß weder Brüden in den Schwelreaktor eintreten kann und damit die Qualität und die Quantität des Schwelgases beeinflußt noch daß Schwelgas in den Trockner und Fließbettkühler gelangt, wodurch die Sicherheit der Anlage beeinträchtigt wird. Bei Nichtnutzung des Brüdens aus dem Trockner für Heizzwecke entfallen die mit Brüden fluidisieren Wirbelschleusen im Stoffstrom zum Schwelreaktor. Der Hauptanteil des Brüden aus dem Trockner wird in den oberen Bereich der Wirbelschichtfeuerung eingeleitet, während ein kleinerer Anteil für die Fluidisierung des Fließbettkühlers, des Trockners und der Wirbelschleuse für den Transport des Feststoff-Koks-Gemisches vom Schwelreaktor in die Wirbelschichtfeuerung benutzt wird.
Nach einem weiteren Erfindungsmerkmal ist der Trockner für die feuchte Kohle als Ffießbetttrockner ausgebildet. Außerdem sind die Zuführungen der Leitungen für den Feststoff, die Kohle und deren Gemische für den Trockner und den Schwelreaktor über deren W'rbelboden am Umfang angeordnet. Weiterhin sind die zur Abführung des Feststoff-Kohle-Gemisches aus dem Trockner und des Feststoff-Koks-Gemisches aus dem Schwelreaktor vorgesehenen Leitungen an ihrem Ende als Überlaufrohre ausgebildet, und über deren stationärer Wirbelschicht befindet sich ein Freiraum zur gravimetrischen Staubabscheidung.
Schließlich sind der Trockner und der Schwelreaktor mit einer Bypassleitung für den Feststoff zwischen Rückführzyklon und Wirbelschichtfeuerung umgeh- und regelbar. Die Vorteile der Erfindung liegen in der Verbesserung der Ökonomie für Schnellpyrolyseverfahren durch Senkung des apparativen Aufwandes für die Trocknung der grubenfeuchten Rohbraunkohle, die Pyrolyse und Entstaubung und in dnr Verbesserung des thermischen Wirkungsgrades bei der Trocknung. Anstelle von Kohle kann auch anderes schwelbares, wirbelfähiges Material getrocknet werden. Die Vorrichtung dient zum Erreichen der erforderlichen Verweilzeiten für den Wärme- und Stoffübergang bei der Trocknung und Pyrolyse und zur Minimierung des Staubaustrages aus dem Trockner und dem Schwelreaktor.
-3- 282 701 Ausfflhrungsbeispiel
Die Erfindung wird an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Die schematische Darstellung zeigt eine komplexe Anlage zur Trocknung von grubenfeuchter Rohbraunkohle, anschließender Pyrolyse und energetischer Verwertung des bei der Pyrolyse entstehenden Kokses in einer Wirbelschichtfeuerung. Die grubenfeuchte Rohbraunkohle mit einer Einsatzkörnung von 0 bis 6mm gelangt über eine Rohkohleeintragsleitung 17 in einen Trockner 3, wo sie durch Mischung mit 260 bis 3000C heißem Feststoff in der stationären Wirbelschicht des Trockners 3 bei einer Bettemperatur von etwa 120°C getrocknet wird. Der Feststoff als Wärmeträger für den Trockner 3 kommt mit einer Temperatur von etwa 85O0C aus einer Brennkammer 1 der Wirbelschichtfeuerung, wird im nachgeschalteten Rückführzyklon 2 vom Rauchgas getrennt und über eine Wirbelscheibe 6a und eine Leitung 11 einem Fließbettkühler 6 zugeleitet, in dem die Abkühlung des Feststoffes auf etwa 25O0C erfolg t. Ober eine weitere Leitung 13 und mittels einer Zellenradschleuse 7 fließt der Feststoff in den Trockner 3. Die Rohbraunkohle v/ird im Trockner 3 auf einen Restwassergehalt w = 5% getrocknet. Das sich bildende Feststoff-Kohle-Gemisch fließt über äine zentral angeordnete, mit Überlaufrohr versehene Leitung 16 in eine weitere Wirbelschleuse 6a, wobei die Schichthöhe im Trockner 3 durch die Höhe des Überlaufrohres für die Trockenkohle bestimmt wird. Aus der Wirbelschleuse 6 a gelangt das Feststcff-Kohle-Gemisch über eine Leitung 18 und eine weitere Wirbelschleuse 6 b in einen Schwelreaktor 4. In diesem wird die getrocknete Kohle bei einer Temperatur von etwa 65O0C in der stationären Wirbelschicht pyrolysiert. Als Wärmeträger dient 65O0C heißer Feststoff aus der 1. Stufe des Fließbettkühlers 5, der über eine Leitung 14, für den Feststoffaustritt, eine Wirbelschleuse 6a und eine Leitung 16 für den Feststoffeintritt mit Wirbelschleuse 6b in den Schwelreaktor 4 gelangt. Der Wärme- und Stoffaustausch innerhalb der Wirbelschicht des Trockners 3 und des Schwelreaktors 4 geschieht während der Mischung überwiegend durch Partikelkonvektion und ist infolge der großen Partikeloberflächen und Wärmekapazität der Wirbelschicht sehr intensiv. Das Schwelgas verläßt den Freiraum 25 des Schwelreaktors 4, der zur Staubabscheidung dient, über eine Schwelgasaustrittsleitung 23 und wird in den folgenden Anlagen (Kondensation, Leichtölwäsche und Entschwefelung) aufgearbeitet. Der Abfluß des Feststoff-Koks-Gemisches aus dem Schwelreaktor 4 erfolgt durch eine zentral angeordnete, mit Überlaufrohr versehene Leitung 19 in eine nachgeordnete Wirbelschleuse 6b und von dieser über eine weitere Leitung 20 mit Wirbelschleuse 6a in die Brennkammer 1 der Wirbelschichtfeuerung. Der Schwelreaktor 4 ist durch fünf Wirbelschleusen 6a, 6b gasseitig vom Trockner 3 und der Brennkammer 1 getrennt. Die Wirbelschleusen 6a werden durch Brüden fluidisiert, während die Wirbelschleusen 6b über eine Leitung 24 Schwelgas als Wirbelmedium aus dem Schwelreaktor 4 erhalten. In den senkrechten Leitungen 15 und 18 zwischen Wirbelschleusen 6a und 6b wird durch Steuerung der Fluidisierungsgasmenge ein Feststoff-Füllstand, bzw. ein Feststoff-Kohle-Gemisch-Füllstand gehalten, der den Schwelgasübertritt in Richtung der mit Brüden fluidisieren Wirbelschleusen 6 a behindert. Damit sind Funktion und Sicherheitstechnik gewährleistet.
Die Fluidisierung der drei Wirbelschleusen 6a, des Fließbettkühlers 5 und des Trockners 3 wird mit Brüden aus dem Trockner 3 realisiert. Der Schwelreaktor 4 ist durch rezirkuliertes Schwelgas fluidisiert, das über eine Zuführung 24 eintritt. Der Brüden wird aus dem Freiraum 26 des Trockners 3 über eine Brüdenaustrittsleitung 21 abgezogen, in einem Elektroabscheider 8 entstaubt, zum Teil im Brüdenverdichter 10 verdichtet und über eine Brüdenrückführung 22 zur Fluidisierung der vorstehend genannten Anlagenkomponenten genutzt. Der andere Teil des Brüden kondensiert im Brüdenkondensator 9. Überschüssiger Brüden aus dem Trockner 3 und/oder Schwelgas aus dem Schwelreaktor 4 werden über eine Eintrittsleitung 26 der Brennkammer 1 der Wirbelschichtfeuerung zugeführt. Die rückgewonnene Verdampfungswärme kann für Heizungs- und Vorwärmungszwecke sinnvoll genutzt werden. Alle genannten Leitungen für Feststoff, Feststoff-Kohle- und Feststoff-Koks-Gemische werden nach den geltenden Regeln ausgelegt, es können daher mehrere Verbindungsloitungen für einen bestimmten Feststoffstrom notwendig werden, auch wenn die Darstellung im Ausführungsbeispiel immer nur von der Einzahl ausgeht. Der im Ausführungsbeispiel genannte Fließbettkühler 5 zur Absenkung der Temperatur des heißen, aus dem Rückführzyklon 2 entnommenen Feststoffes kann entfallen, wenn der als Wärmeträger entnommene Feststoff eine Temperatur aufweist, die keine Beeinflussung der Zielprodukte verursacht.
Feststoff, der mit Temperaturen über 7000C der Wirbelschichtfeuerung entnommen wird und dem Schwelreaktor 4 als Wärmeträger für die Pyrolyse zugeführt werden soll, wird vorher mittels Fließbettkühlers auf einen Temperaturbereich von 600 bis 700°C abgekühlt. Der Trockner 3 und der Schwelreaktor 4 sind mittels einer Bypassleitung 12 für den Feststoff zwischen dem Rückfährzyklon 2 und der Brennkammer 1 der Wirbelschichtfeuerung umgeh- und regelbar.
Claims (7)
1. Verfahren zur Schnellpyrolyse grubenfeuchter Kohle, insbesondere Braunkohle und nachfolgender Verbrennung des entstehenden Kokses in einer Wirbelschichtfeuerung, wobei ein fester Wärmeträger (Feststoff) der Wirbelschichtfeuerung entnommen wird und die Fluidisierung der Wirbelschicht eines Schwelreaktors durch rückgeführtes Schwelgas erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß der heiße Feststoff einem Rückführzyklon einer Wirbelschichtfeuerung entnommen und in einem Fließbettkühler auf einem Temperaturbereich von 200-350°C abgekühlt wird, die grubenfeuchte Kohle in der stationären Wirbelschicht eines Trockners durch Mischen mit dem Feststoff getrocknet wird, das dabei entstehende Feststoff-Kohle-Gemisch den Trockner mit einer Temperatur von etwa 115 bis 15O0C verläßt und auf pneumatischem odergravimetrischem Wege in den Schwelreaktor eingetragen wird, die Pyrolyse der Trockenkohle in der stationären Wirbelschicht des Schwelreaktors durch Mischung mit heißem Feststoff, vorzugsweise im Temperaturbereich 600 bis 7000C aus der Wirbelschichtfeuerung erfolgt und das sich bildende Feststoff-Koks-Gemisch aus dem Schwefelreaktor einer Brennkammer der Wirbelschichtfeuerung zugeführt und das Schwelgas für eine stoffwirtschaftliche Nutzung in bekannten Anlajienkomponenten aufgearbeitet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß alle Feststoff-, Feststoff-Kohle-Gemische zum Stapelreaktor und Feststoff-Koks-Gemische vom Schwelreaktor führenden Leitungen gasseitig durch Wirbelschleusen (6 b) von den anderen Anlagenkomponenten getrennt und die Wirbelschleusen (6 b) mit Schwelgas aus dem Schwelreaktor so fluidisiert werden, daß eine gasdichte Säule aus Feststoff, Feststoff-Kohle-Gemisch und/oder Feststoff-Koks-Gemisch durch Steuerung der Masse des Fluidisierungsmittels aufrechterhalten wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich in den Leitungen zwischen Fließbettkühler und Schwelreaktor und zwischen Trockner und Schwelreaktor Wirbelschleusen (6 a) angeordnet werden, die mit Brüden aus dem Trockner fluidisiert und überschüssiger Brüden und/oder Schwelgas in die Wirbelschichtfeuerung abgeleitet werden.
4. Vorrichtung zur Schnellpyrolyse grubenfeuchter Kohle, dadurch gekennzeichnet, daß der Trocknor (3) ein Fließbetttrockner ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführungen der Leitungen für den Feststoff (13,15), die Kohle (17) und deren Gemische (18) für den Trockner (3) und den Schwelreaktor (4) über deren Wirbelboden am Umfang angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Abführung des Feststoff-Kchle-Gemisches aus dem Trockner (3) und des Feststoff-Koks-Gemisches aus dem Schwelreaktor (4) vorgesehenen Leitungen (16,19) arr ihrem Ende als Überlaufrohre ausgebildet sind und sich über deren stationärer Wirbelschicht ein Freiraum (25) zur gravimetrischen Staubabscheidung befindet.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Trockner (3) und der Schwelreaktor (4) mit einer Bypassleitung (12) für den Feststoff zwischen Rückführzyklon (2) und Brennkammer (1) der Wirbelschichtfeuerung umgeh- und regelbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD32789989A DD282701A5 (de) | 1989-04-24 | 1989-04-24 | Verfahren und vorrichtung zur schnellpyrolyse grubenfeuchter kohle |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD32789989A DD282701A5 (de) | 1989-04-24 | 1989-04-24 | Verfahren und vorrichtung zur schnellpyrolyse grubenfeuchter kohle |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD282701A5 true DD282701A5 (de) | 1990-09-19 |
Family
ID=5608666
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD32789989A DD282701A5 (de) | 1989-04-24 | 1989-04-24 | Verfahren und vorrichtung zur schnellpyrolyse grubenfeuchter kohle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD282701A5 (de) |
-
1989
- 1989-04-24 DD DD32789989A patent/DD282701A5/de unknown
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2901723C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen eines Feststoffmaterials | |
| DE2624302C2 (de) | Verfahren zur Durchführung exothermer Prozesse | |
| EP0067299B2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Betrieb einer Kokereianlage | |
| DE3045743C2 (de) | Verfahren zum Trocknen von organischen Feststoffen, insbesondere Braunkohlen unter Verwendung von Wasserdampf | |
| EP0064617B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Betrieb einer Kokereianlage | |
| DE2448354C3 (de) | Wirbelschichtreaktor zur Erzeugung von Dampf, brennbaren Gasen und flüssigen Nebenprodukten aus Kohle | |
| EP3081622A1 (de) | Verfahren und anlage zur verbesserten herstellung von pyrolyseteer | |
| DE3625992A1 (de) | Verfahren zum verbrennen von kohlenstoffhaltigen materialien in einer zirkulierenden wirbelschicht und wirbelschichtfeuerungsanlage zur durchfuehrung des verfahrens | |
| DE3344847A1 (de) | Schnell-pyrolyse von braunkohlen und anordnung zur durchfuehrung dieses verfahrens | |
| DE202007013672U1 (de) | Vorrichtung zur thermochemischen Umwandlung von Biomasse sowie Haus- bzw. Gewerbemüll | |
| DE69100682T2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von einem festen Brennstoff ausgehend von brennbaren Abfällen. | |
| DE19703197A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Verbrennung von Holz und/oder Biomassen | |
| DE3008234A1 (de) | Verfahren und anlage zum brennen von feinkoernigem gut | |
| DE3214617A1 (de) | Verfahren zur extraktion von kohlenwasserstoffen aus einem kohlenwasserstoffhaltigen substrat sowie eine entsprechende vorrichtung | |
| DD262559A3 (de) | Verfahren und einrichtung zur trocknung und verbrennung von brenn- und abfallstoffen, insbesondere feuchter rohbraunkohle | |
| DE4425117C2 (de) | Verfahren zur Verbrennung von Klärschlamm in einem Wirbelschichtkessel | |
| DE60225380T2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Brenngas aus durch thermische Zersetzung eines Feststoffzusatzes erzeugtem Gas | |
| DE102008009132A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Verbrennen fester Brennstoffe | |
| DE1160823B (de) | Verfahren zum kontinuierlichen Entgasen, wie Schwelen und/oder Verkoken, von feinkoernigen, nicht backenden, wasserhaltigen Brennstoffen mittels heisser Gasstroeme | |
| DE3704044A1 (de) | Verfahren zum entfernen unerwuenschter festanteile aus mittels pyrolytischer vergasung erzeugtem gas | |
| DD278348A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur schnellpyrolyse von kohlen | |
| DE3638766C2 (de) | ||
| DD282703A5 (de) | Verfahren und vorrichtung zur schnellpyrolyse von schwelbaren materialien in einer wirbelschicht | |
| CH417527A (de) | Verfahren zum Kalzinieren und Entschwefeln von kohlenstoffhaltigen Fettstoffen | |
| DE69000913T2 (de) | Verfahren und vorrichtung zur rueckgewinnung von waerme aus feststoffen, welche abgesondert werden bei vergasungs- oder verbrennungsprozessen. |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| RPI | Change in the person, name or address of the patentee (searches according to art. 11 and 12 extension act) | ||
| RPI | Change in the person, name or address of the patentee (searches according to art. 11 and 12 extension act) | ||
| RPV | Change in the person, the name or the address of the representative (searches according to art. 11 and 12 extension act) | ||
| RPI | Change in the person, name or address of the patentee (searches according to art. 11 and 12 extension act) |