DD282905A5 - Oberflaechenbeschichtetes glas - Google Patents

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DD282905A5
DD282905A5 DD32829089A DD32829089A DD282905A5 DD 282905 A5 DD282905 A5 DD 282905A5 DD 32829089 A DD32829089 A DD 32829089A DD 32829089 A DD32829089 A DD 32829089A DD 282905 A5 DD282905 A5 DD 282905A5
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DD
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glass
cif
oligomers
fiber
cci
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DD32829089A
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Inventor
Klaus Forkel
Ursula Calov
Lothar Kolditz
Joachim Milbradt
Andreas Balzer
Original Assignee
Rostock Schiffbau Ind Koop
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  • Surface Treatment Of Glass Fibres Or Filaments (AREA)
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein oberflaechenbeschichtetes Glas bzw. eine Glasfaser, welches fuer den Einsatz in Kompositwerkstoffen, wie Faser-Zement-Erzeugnissen oder anderen Kompositwerkstoffen auf weiteren Gebieten der Technik vorgesehen ist, wobei vorwiegend konventionelles Glas der Typen A, C oder E eingesetzt wird. Diese Glasfaser wird mit einem schuetzenden und porenfreien UEberzug versehen, der aus einem Gemisch von Oligomeren des Chlorfluorethylens der allgemeinen Formel{oberflaechenbeschichtetes Glas; Kompositwerkstoff; alkaliresistente Glasfaser; UEberzug; Oligomere; Schutzschicht; Glasoberflaeche; Haftvermittler; Silane}

Description

CCI3(C2CIF3)nH, CCI3(C2CIF3JnCI, CCI3(C2CIF3)nF
CCI2F(C2CIF3)nH, CCI2F(C2CIF3)nCI, CCI2F(C2CIF3)nF
CCIF2(C2CIF2)nH, CCIF2(C2CIF3)nCI, CCIF2(C2CIF3)nF
CF3(C2CIF3JnH, CF3(C2CIF3JnCI, CF3(C2CIF3JnF
CCIHF(C2CIFa)nCI
CH2F(C2CIF3)nCI
(C2CIF3),
und die mittle.e Kettenlänge η einen Wert von 2 bis 20 hat.
4. Glas nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die mittlere Kettenlänge η einen Wert von 3 bis 8, vorzugsweise 4 bi.'> 6 hat.
5. Cos nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekannzeichnet, daß es sich um eine Glasfaser handelt, VO- zugsweise vom Typ A, C oder E.
6. Glas nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Auftrag der Schutzschicht aus der Schmelze die mittlere Kettenlänge η einen Wert von 20 bis 2000 hat, insbesondere von 20 bis 1000.
7. Glas nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich zwischen Schutzschicht und Glasoberfläche ein Überzug eines Haftmittels befindet, vorzugsweise eines Silans.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein durch Oligomere des Chlortrifluorethylens oberflächenbeschichtetes Glas, insbesondere Gläser der Typen A-, C- oder Ε-Glas, welches für die Herstellung von faserarmierten Verbunderzeugnissen mit einer chemisch aggressiven Matrix bestimmt ist.
Die Erfindung ist auch anwendbar, wenn anstelle der Fasern andere glasartige Armierungselemente zum Einsa !«ommen, welche einem Medienangriff unterliegen können.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Da sich die Korrosion einer Faser durch chemisch aggressive Medien aufgrund des geringen Durchmessers der Faser erheblich auf die Festigkeit auswirkt, ist ein solcher Angriff auf die Faseroberfläche unbedingt zu vermeiden.
Der Schutz der glasigen silikatischen Faser vor chemisch aggressiven Medien kann auf zwei unterschiedliche Arten erfolgen. Zum einen kann durch den chemischen Aufbau des Faserglases eine ausreichende Resistenz erlangt werden, was üblicherweise durch einen Zusatz von Zirkoniumdioxid erreicht wird. Für die Herstellung von Glasfa&erzement und -beton ist das Giasfasermaterial Com-FIL der britischen Firma Pilkington Ldt. (DE 2279465) bekannt geworden. Aber es wird auch mit solchen Fasergläsern gearbeitet, welche einen minimierten ZrO2-Gehalt aufweisen. Als Beispiel für die zuletzt genannte Verfahrenweise steht eine Glasentwicklung aus der ÖSFR. Das als REZAL 3 bezeichnete Glas weist einen ZrO2-Gehalt von 5Ma.-% auf. (vgl. VANIS, M.: KOMLOS, K.; KOZANKOVA, J.; BABAL, B.: „Zement-Matrix-Bewehrung durch tschechoslowakische alkalibeständige Glasfasern", Tagungsbericht 2/1 der 10.Internationalen Baustoff- und Silikattagung ibausil, Seite 326 bis 329, Weimar 1988) Die Verarbeitung dts Importrohstoffes Zirkon in resistenten Glasfasern erfordert spezielle energie- und kostonintensive Technologien und Anlagen, um entsprechende Mengen der Fasermaterialien herzustellen. Auch kann die chemische Resistenz ZrOj-reduzierter Fasergläser nicht immer für alle Einsatzfälle nachgewiesen werden.
Zum anderen wird eine Resistenz vor dem chemischen Angriff durch Aufbringen von Schutzschichten realisiert. Für den Schutz der glasigen silikatischen Fasern vor dem basischen wäßrigen Medium des Zementsteines erhalten die Fasern nach dem Stand der Technik organische Polymerüberzüge (Polyvinylacetat, Phenol-Formaldehyd-Harz, Epoxidharz,
PTFE-Überzüge auf C-Glasfasern). Diese Stoffe sind sehr teuer in der Hersteilung, kompliziert in die Anwendung und gewährleisten keine tausreichend, festhaftendu Schutzschicht bei mechanischen Beanspruchungen der Glasfasern, insbesondere beim Einbringen und Untermischen in wäßrige Phasen, wio es z. B. bei in Wasser gelöstem Zement vorkommt. Für den FaserschuU werden auch siliziumorganische Verbindungen mit haftvermittelnder Funktion eingesetzt. Bekannt sind Polysiloxane (DE 1796213, SU 1097576), reaktive Silane mit mindestens zwei hydrolisierbaren Gruppen, von welchen eine zur Verankerung des Silans an der Glasoberfläche dient, während die andere für eine Reaktion mit dem polymeren Umgebungsmedium zur Verfugung steht (DE 2517601).
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer gegenüber chemisch aggressiven Medien beständigen und gut haftenden Korrosionsschutzschicht für glasige silikatische Fasern oder andere glasartige Armierungselemente.
Dabei sollen gegenüber dem bekannten Stand der Technik sowohl verbesserte korroäionsschützende Eigenschaften als auch eine wirtschaftlich vertretbare Technologie erreicht werden, so daß der Einsatz großer Fasermengen unter Vermeidung von In,porten möglich ist.
Darlegung des Wesens der Erfindunr
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, insbesondere für konventionelle Glasfasern der Typen A-, C- und Ε-Glas, einen solchen
Überzug zu schaffen, der gewährleistet, daß die Glasfasern durch ihren festhaftenden Überzug eine solche Resistenz erlangen, wie sie von den als laugenbeständig eingestuften Gläsern mit einem die Alkdliresistenz stark beeinflussenden Zirkoniumdioxidgehalt bekannt ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die chemische Beständigkeit der Glasfasern durch das Aufbringen von Oligomeren des Chlortrifluorethylens (C2CIF3) als Faserkonservierungsmittel verbessert wird.
Oligomere des Chlortrifluorethylens sind weitgehend chemisch inerte Verbindungen. Sie sind thermisch beständiger als Kohlenwasserstoffverbindungen. Diese Chlorfluorkohlenstoffverbindungen finden üblicherweise Anwendung in der chemischen Industrie als Sperrflüssigkeit gegenüber aggressiven Substanzen und werden auch als unbrennbare Hydrauliköle eingesetzt.
Oligomere des Chlortrifluorethylens sind beständig gegenüber konzentrierten und verdünnten Lösungen von Säuren und Laugen. Es wurde gefunden, daß diese Oligomere ein Haftvermögen auf Glasoberflächen aufweisen und an sich wenig beständige Glasfasern durch eine porenfreie Schicht vor der Einwirkung eines basischen wäßrigen Mediums bei Normaltemperatur und auch bei erhöhter Temperatur wirkungsvoll schützen.
Die Verbesserung der chemischen Beständigkeit glasiger silikatischer Fasern erfolgt durch die Erzeugung einer auf der einzelnen Glasfaser festhaftenden Schutzschicht, welche die Glasfaser resistent gegenüber der Einwirkung basischer wäßriger Medien bei Temperaturen bis 200°C macht.
Die Erzeugung der konservierenden Schutzschicht auf den Glasfasern erfolgt nach Behandlung der nach dem Trockenspinnverfahren (vgl. FORKEL, K.; BRETSCHNEIDER, M.; WISHMANN, F.G.: „Asbestsubstitution durch glasfaserverstärkten Zement", Wissenschaft und Fortschritt 34 (1984] Seite 258 bis 261) hergestellten Glasfasern mit einer Lösung von Oligomeren des Chlortrifluorethylens in Chlorkohlenwasserstoffverbindungen mit niediigem Siedepunkt, wie Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, Trichlorethylen und anderen niedrig siedenden Lösungsmitteln.
Dazu werden die ungekürzten oder die auf eine bestimmte Länge zerkleinerten Fasern in die Lösung gebracht. Die Lösung kann Raumtemperatur oder eine höhere Temperatur aufweisen.
Nach der Tauchbehandlung und Verdunstung des Lösungsmittels verbleiben auf der Glasfaser die wenig flüchtigen Oligomere mit ihrer schützenden Funktion. Des weiteren wurde gefunden, daß eine bessere Haftung der konservierenden Oligomerenschutzschicht durch eine zeitlich vorgelagerte oder gleichgeschaltete Oberflächenbehandlung der Glasfaser mittels Silanen oder anderen Haftvermittlern erreicht wird. Die Verbesserung der Oligornerenhaftung auf der Glasfaser wurde durch die Faservorbehandlung mit einer 5%igen Lösung von Trimethylchlorsilan in Trichlorethylen oder auch durch Zusatz von 2Ma.-% Aminopropyltriethoxysilan zu einer alkoholischen Lösung des Oligomeren des Chlortrifluorethylens bewirkt.
Zur Erzeugung einer Schutzschicht von Oligomeron dos Chlortrifluorethylens auf Xf.serstoffen dienen Oligcmere der Zusammensetzung
1. CCI3(C2CIF3)nH und/oder CCI3(C2CIF3InCI und/oder CCI3(C2CIF3InF
2. CCI2F(C2CIF3JnH und/oder CCI2F(C2CiF3InCI und/oder CCI2F(C2CIF3JnF
3. CCIF2(C2CIF3)nH und/oder CCIF2(C2CIF3JnCI und/oder CCIF2(C2CIF3)nF
4. CF3(C2CIF3)nH und/oder CF3(C2CIF3)nCI und/oder CF3(C2CIF3JnF
5. CCIHF(C2CIF3JnCI
6. CH2F(C2CIF3JnCI und alle Oligomere des C2CIF3
7. (C2CIF3Jn
mit einer mittleren Kettenlänge von η = 2 bis 20, bei Benutzung von organischen Lösungsmitteln. Trägt man den Schutzüberzug vom plastischen bzv/. schmelzflüssigen Zustand aus auf, dann sind Oligomeren im höheren Kettenlängenbereich verwendbar.
Die erfindungsgemäße Lösung wird durch das folgende Ausführungsbeispiel erläutert: Stäbe aus C-Glas nachfolgender chemischer Zusammensetzung in Ma.-%:
SiO2 68,1
AI2O3 3,5
B2O3 1,8
CaO 5,0
MgO 4,0
Na2O 13,8
K2O 3,4
mit einem Durchmesser von etwa 7 mm werden wie folgt behandelt:
Variante 1: Behandlung mit 10%iger Lösung von Oligomeren des ChIo -trifluorethylens (OCTFE) in Chloroform bei
Raumtemperatur
Variante 2: Vorbehandlung mit 5%iger Lösung von Trimethylchlorsilan in Trichlorethylen und Behandlung mit 10%iger Lösung von Oligomeren des Chlortrifluorethylens (OCTFE) in Chloroform bei Raumtemperatur.
Variante 3: Behandlung mit 10%iger Lösung von Oligomeren des Chlortrifluorethylens (OCTFE) in Chloroform bei 8O0C. Variante 4: Vorbehandlung mit 5%iger Lösung von Trinethylchlorsilan in Trichlorethylen und Behandlung mit 10%iger Lösung von Oligomeren des Chlortrifliiorethylens iQCTFE) in Chloroform bei 8O0C.
Die Pi üf'jng der konservierenden Wirkung des entstandenen Überzuges auf den Stäben erfolgte durch Lagerung derselben in der Porenflüssigkeit des Zementsteines, bestehend aus 8g/l NaOH, 42g/l KOH und gesättigt an Ca(OH)2, bei 60°C fürdie Dauer von 30 Tagen
Es konnten auf den Glasstäben mikroskopisch keine Oberflächenschädigung festgestellt werden.

Claims (3)

1. Obertlächonbeschichtetes Glas, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzschicht auf asm Glas aus einem oder mehreren Oligomeren des Chlortrifluorethylens der allgemeinen Formel
(R1UC2CIF3UR2L
best vht, worin R1 ein teilweise oder vollständig halogenierter Methylrest ist, R2 ist Wasserstoff, Chlor oder Fluor, m ist 0 oder 1, η ist die mittlere Kettenlänge und hat einen Wert zwischen 2 und 2000.
2. Glas nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß R1aus der aus CCI3, CCI2F, CCIF2, CF3 CCIHF, CH2F bestehenden Gruppe ausgewählt ist.
3. Glas nach Anspruch 1 und 2, dadurch gokennzeichnet, daß die Schutzschicht aus einem Oligomerenyemisch besteht, dessen Bestandteile unter den folgenden Verbindungen a'.oyewählt sind:
DD32829089A 1989-05-05 1989-05-05 Oberflaechenbeschichtetes glas DD282905A5 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4434207A1 (de) * 1994-09-24 1996-03-28 Blue Planet Ag Solarplatte

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