DD282930A5 - Streckwerk fuer spinnereimaschinen - Google Patents
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- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
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- D01H5/00—Drafting machines or arrangements ; Threading of roving into drafting machine
- D01H5/18—Drafting machines or arrangements without fallers or like pinned bars
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf Streckwerke und ist anwendbar in Karden, Strecken, Kaemmaschinen, Flyern und Feinspinnmaschinen. Erfindungsgemaesz werden in einem Streckwerk, das aus zwei oder mehreren Walzenpaaren besteht, Verdichter in den Verzugszonen angeorndet, die das Faserband aus der Verzugsebene auslenken. Die Auslenkung kann nach oben und/oder unten erfolgen und ist einstellbar. Die Einstellung ist sowohl vertikal als auch im Winkel zur Verzugsebene moeglich. Es kann auch eine Einstellung des Verdichters in horizontaler Richtung erfolgen. Fig. 1{Faserband; Faserbandauslenkung; Spinnereimaschine; Streckwerk; Umschlingungsflaeche; Verdichter; Verdichtereinstellung; Verzugsebene; Verzugszone; Walzenpaar}
Description
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Streckwerke für Karden, Strecken, Kämmaschinen, Flyer und Feinspinnmaschinen.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Zur Verfeinerung des vorgelegten Fasererverbandes werden in dun entsprechenden Spinnereimaschinen Streckwerke mit in dor Regel 3,4 oder 5 Walzenpaaren verwendet. In einem Streckwerk übt allein schon ein Walzenpaar einen Einfluß auf die Fasern hinsichtlich deren Führung aus. Zur Verminderung der durch den Verzug hervorgerufenen Ungleichmäßigkeit ist es jedoch notwendig, den Fasern durch eine Reihe von zusätzlichen Mitteln eine Führung zu verleihen (Technologie und Maschinen der Garnherstellung/Perner, H. - Leipzig, 1969. - 670 S.).
Bekannt ist did Verwendung der Druckstange in Streckwerken von Strecken, wobei durch die Druckstange der Faserverband in der Hauptverzugszone nach unten ausgelenkt wird (Die Streckwerke der Spinnereimaschmen/Wegener, W. - Berlin, Heidelberg, Naw York, 1965. - £65 S.). Hierbei ist jedoch keine seitliche Begrenzung des Faserverbandes vorhanden, wodurch Randfasern keinen ausreichenden Kontakt zu den übrigen Fasern besitzen und somit als Faserflug, insbesondere bei den üblichen hohen Liefergeschwindigkeiten an der Strecke, verlorengehen. Das wiederum wirkt sich ungünstig auf die Gleichmäßigkeit des Streckenbandes aus.
Die Riernchenführung in der Hauptvorzugszone der Streckwfrke von Flyern und Feinspinnmaschinen hat sich bewährt.
Anwendung findet, wenn auch sehr gering, die Verdichtung durch die Erzeugung falscher Drehungen mittels Drehröhrchen oder Drahtschraube, wobei hier deren Einstellung und Handhabung sowie die Abstimmung auf Fasermaterial und-feinheit wesentlich komplizierter sind.
In einer Vorverzugszone ist eine Faserführung für die Gewährleistung eines einwandfreien Verzugsvorganges, besonders bei hohen Vorverzügen, unumgänglich. Hauptsächlich werden dazu geschlossene Verdichter eingesetzt, die meist als konischer Trichter gestaltet sind. Dabei ist ein geradliniger Lauf des Faserverbandes durch die Verzugszone vorhanden.
Besonders wichtig ist die Faserführung beim Faserbandspinnen, d. h., beim Verarbeiten eines Faserbandes direkt zu einem Garn.
Dabei finden Gesamtverzüge bis etwa 350fach Anwendung. Das bedeutet hohe Vorverzüge und dazu ist in den Vorverzugszonen eine besonders gute Faserführung notwendig. Mit den neuen Spinnverfahren und dem Einsatz der entsprechenden Feinspinnmaschinen, wie z. B. Luft-, Friktions- und Umwindespirinmaschinen, ergeben sich unter Berücksichtigung der weitaus höheren Materialdurchlaufgeschwindigkeiten neue Aspekte zu dieser Problematik.
Der Einsatz geschlossener und offener Verdichter hat bei geradlinigem Faserbanddurchlauf den Nachteil, daß die Kompression bzw. die Dichte des in der Verzugszone befindlichen Faserbandes über dessen Querschnitt nicht gleichmäßig und konstant ist, da das dem Streckwerk vorgelegte Faserband ebenfalls Schwankungen in dieser Hinsicht und Masseschwankungen aufweist.
Außerdem besteht bei der Verwendung von geschlossenen Verdichtern unter der Voraussetzung, daß das Faserband den Verdichter voll ausfüllt, die Gefahr eines Faserstaus im Verdichter beim Vorhandensein von Dickstellen im Faserband.
Die genannten Mängel bewirken eine nicht unwesentliche Erhöhung der VerzugsungfleichmäSigkeit und damit Dünn- und Dickstellen im Garn sowie eine erhöhte Fadenbruchhäufigkeit.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der vorliegenden Erfindung besteht in der Verminderung der durch den Verzug hervorgerufenen Ungleichmäßigkeit und in der Erhöhung der Effektivität und Produktivität durch die Verringerung der Fadenbruchhäufigkeit und die Steigerung der Liefergeschwindigkeit.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Streckwerk für Spinnereimaschinen unter Verwendung von Verdichtern zu entwickeln, das es ermöglicht, die Verzugsungleichmäßigkeit zu verringern und eine gleichmäßige Kompression des in der Verzugszone befindlichen Faserbandes über dessen Querschnitt zu erreichen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß in einem Streckwerk das Faserband aus der Verzugsebene nach oben oder/und unten ausgelenkt wird. Dazu werden an sich bekannte Verdichter verwendet, die entweder in unterschiedlicher Höhe ortsfest zur Verzugsebene oder auf einer Unterlage verstellbar zur Verzugsebene angeordnet sind.
Durch die Auslenkung und seitliche Begrenzung des Faserbandes in einer Verzugszone und der sich daraus ergebenden Umschlingung am Verdichter wird ein stetiger und gleichmäßiger Druck auf das Faserband ausgeübt. Das bewirkt eine gleichmäßige Verdichtung des Faserbandes über den gesamten Querschnitt. Schwankungen in der Masse und Kompression des vorgelegten Faserbandes führen damit beim Verzug nicht zu Schwankungen der Reibungskräfte zwischen den Fasern.
Gleichzeitig wird dadurch der Einsatz von Verdichtern möglich, die an der der Umschlingungsfläche gegenüberliegenden Seite offen sind. Beim Vorhandensein einer Dickstelle im Faserbend können die Fasern nach der der Umschlingungsfläche gegenüberliegenden Seite des Verdichters ausweichen, ohne daßeine Erhöhung der Kompression des Faserbandes eintritt, während dies bei einem durch das Faserband voll ausgefüllten, geschlossenen Verdichter nicht der Fall ist.
Durch die vertikale Justierung der Schiene, an der der Verdichter befestigt ist, ist die Möglichkeit gegeben, die Höhe der Auslenkung und damit dan Abstand der Umschlingungsfläche des Verdichters zur Verzugsebene in einem Bereich von 0,5mm... 15mm einzustellen.
Ebenso kann eine Auslenkung auch dadurch erreicht werden, indem an einer nicht verstellbaren Verdichterhalterung Verdichter mit verschiedenen Abmessungen und/oder in verschiedener Höhe angebracht werden. Durch eine entsprechende Gestaltung der Umschlingungsfläche des Verdichters ist eine Einflußnahme auf die Höhe der Faserbandauslenkung im Verdichter selbst bezüglich des Abstandes zur Klemmlinie eines Walzenpaares möglich. Ist die Umschlingungsfläche flach ausgebildet, daß heißt parallel zur Verzugsebene, εο ist die Höhe der Auslenkung im Verdichter konstant. Andererseits kann die Größe der Fläche, die vom Faserband umschlungen wird, durch eine gekrümmt oder geneigt gestaltete Umschlingungsfläche reduziert werden, so daß zum Beispiel das Faserband nur die Eingangs- oder Ausgangsseite des Verdichters umschlingt.
Streckwerke mit mehr als zwei Walzenpaaren bieten die Möglichkeit, in jeder Verzugszone Verdichter einzusetzen. Dabei kann jeder Verdichter das in der Verzugszone befindliche Faserband auslenken. Ebenso ist es auch möglich, daß nur ein Verdichter derart angeordnet ist, daß er das Faserband aus der Verzugsebene auslenkt und durch den/die anderen Verdichter keine Auslenkung erfolgt. In einem Vier-Walzen-Streckwerk kann ein Verdichter stationär und ohne bewirkter Faserbandauslenkung angeordnet sein, während durch die anderen beiden Verdichter das jeweilige Faserband aus der Verzugsebene ausgelenkt
Insgesamt gesehen ergibt sich eine ganze Reihe von Möglichkeiten bezüglich Verdichteranordnung, -gestaltung und Faserbandauslenkung.
Die Schiene, an der der Verdichter befestigt ist, kann ebenfalls in horizontaler Richtung verstellt werden. Des weiteren ist die Verwendung von Verdichtern mit verschiedenen Querschnitten und Abmessungen möglich.
Durch Variierung der Abmessungen, der Form, der vertikalen und horizontalen Einstellung der Verdichter sind die Optimierung des Verzugsvorganges unter Berücksichtigung des zu verarbeitenden Faserstoffs und eine Einflußnahme auf den Garncharakter sowie die Anpassung an das jeweilige nachfolgende Spinnve fahren möglich.
Ausführungsbeispiele
Die Erfindung wird nachfolgend an Ausführungsbeispielen näher erläutert. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: die Anordnung eines Verdichters in einer Verzugszone mit Auslenkung des Faserbandes nach oben,
Fig. 2: die Anordnung eines Verdichters in einer Verzugszone mit Auslenkung des Faserbandes nach unten,
Fig. 3: ein Drei-Walzen-Streckwerk mit zwei Verdichtern und
Fig.4: ein Vier-Walzen-Streckwerk mit vier Verdichtern.
Gemäß Fig. 1 besteht das Streckwerk aus zwei Walzenpaaren mit den Unterwalzen I, II, den Oberwalzen 1, 2 und dem zwischen den beiden Walzenpaaren angeordneten Verdichter 5, der an der Schiene 12 befestigt ist. Ein Faserband 13 wird dem Eingangswalzenpaar II, 2 vorgelegt. Nach dem Passieren der Klemmstelle des Eingangswalzenpaares II, 2 durchläuft das sich in der Verzugszone 11 befindliche Faserband 13a den Verdichter 5, bevor es zur Klemmstelle des Ausgangswalzenpaares 1,1 gelangt. Zwischen den beiden Walzenpaaren findet der Verzug statt. Die in vertikaler Richtung verstellbare Schiene 12 ist derart justiert, daß der Verdichter 5 das Faserband 13 a senkrecht aus der Verzugsohene 3 auslenkt. Dadurch umschlingt das Faserband 13a bei gleichzeitiger seitlicher Begrenzung desselben durch den Vordichter 5 die Fläche 5a des Verdichters 5. Somit wird durch die Auslenkung ein stetiger und gleichmäßiger Druck auf das Faserband 13a ausgeübt, was zu einer gleichmäßigen Verdichtung des Faserbandes über dessen Querschnitt führt. Durch die vertikale Justierung der Schiene 12 wird die Faserbandauslenkung und damit din einstellbarer Abstand A zwischen der Umschlingungsfläche 5a des Verdichters 5 zur Verzugsebene e gewährleistet.
Fig. 2 zeigt ein Streckwc rk mit den Unterwalzen I, II, den Oberwalzen 1, 2 und dem Verdichter 5. Ersichtlich ist hiebe«, daß das Faserband 13a in der Verzugszone 11 durch den mittels der Schiene 12 justierten Verdichter ösenkrecht aus der Verzugsebene e nach unten ausgelenkt wi;d.
Gemäß Fig.3 besteht das Streckwerk aus den Unterwalzen I, II, IiI, den Oberwagen 1,2,3 und den Verdichtern 5 und 8. Das Walzenpaar II, 2 ist all Riemchsnwalzenpaar ausgebildet. Durch den Verdichter 8 wird dem Streckwerk ein Faserband 13 vorgelegt. In der Vorvi»rzugszone 11 wird das Faserband 13a durch den an der Schiene 12 befestigten und so justierten Verdichter 5 senkrecht aus der Vi rzugsebene e nach oben ausgelenkt. Auf diese Weise ergibt sich eine gleichmäßige Verdichtung des Faserbandes 13a und damit die Möglichkeit der Erhöhung des Vorverzuges und das nachfolgenden Hauptverzuges in der Verzugszone 10.
Ein Vier-Walzen-Zwei-Riemchen-Streckwerk wird in Fig. 4 gezeigt. Das durch den Verdichter 8 dem Streckwerk vorgelegte Faserband 13 wird in den Verzugszonen 10 und 11 einem zweifachen Vorverzug unterworfen. Zwischen den Walzenpaaren 1,1 und II, 2 findet der Hauptvorzug statt, wobei das Walzenpaar II, 2 als Riemchenwalzenpaar ausgebildet ist. Der an der Schiene befestigte Verdichter 7 lenkt das Faserband 13 a in der Verzugszone 11 senkrecht aus dor Verzugsebene e nach oben aus. Dadurch wird eine intensive Faserführung erreicht. Der in der Verzugszone 10 angeordnete und an e'er Schiene 14 befestigte Verdichter ist durch die Schiene 14 so justiert, daß ein geradliniger Faserbanddurchlauf gewährleistet wird. Zwischen Riemchenausgang und Ausgangswalzenpaar 1,1 ist in der Hauptverzugszone 9 ein Verdichter 5 zur Begrenzung der Faserbändchenbreite am Streckwerkausgang eingesetzt, wobei hier durch Justierung der Schiene 12 ebenfalls die Möglichkeit der Faserbandauslenkung besteht.
Claims (3)
1. Streckwerk für Spinnereimaschinen, bestehend aus zwei oder mehreren Walzenpaaren, gekennzeichnet dadurch, daß zur Auslenkung des Faserbandes (13) aus der Verzugsebene (e) die für die Umschlingung des Faserbandes (13) dienende Fläche (5a) der Verdichter (5; 6; 7) in einem Abstand (A) zur Verzugsebene (e) nach oben oder/und unten und die Verdichter (5; 6; 7) in einer Verzugszone (9; 10; 11) im horizontalen Abstand zu den Walzenpaaren einstellbar angeordnet sind.
2. Streckwerk nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Verdichter (5; 6; 7) vertikal oder im Winkel zur Verzugsebene (e) einstellbar angeordnet sind.
3. Streckwerk nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Umschlingungsfläche (5a) der Verdichter (5; 6; 7) gerade, gekrümmt oder geneigt ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD32817489A DD282930A5 (de) | 1989-05-03 | 1989-05-03 | Streckwerk fuer spinnereimaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD32817489A DD282930A5 (de) | 1989-05-03 | 1989-05-03 | Streckwerk fuer spinnereimaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD282930A5 true DD282930A5 (de) | 1990-09-26 |
Family
ID=5608875
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD32817489A DD282930A5 (de) | 1989-05-03 | 1989-05-03 | Streckwerk fuer spinnereimaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD282930A5 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT398085B (de) * | 1992-12-15 | 1994-09-26 | Fehrer Ernst | Vorrichtung zum herstellen eines garnes |
| DE102013017636A1 (de) * | 2013-10-23 | 2015-04-23 | Saurer Germany Gmbh & Co. Kg | Streckwerk für eine Luftspinnvorrichtung |
-
1989
- 1989-05-03 DD DD32817489A patent/DD282930A5/de not_active IP Right Cessation
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT398085B (de) * | 1992-12-15 | 1994-09-26 | Fehrer Ernst | Vorrichtung zum herstellen eines garnes |
| DE102013017636A1 (de) * | 2013-10-23 | 2015-04-23 | Saurer Germany Gmbh & Co. Kg | Streckwerk für eine Luftspinnvorrichtung |
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