DD283031A7 - Verfahren und anlage zur deponierung von schadstoffhaltigen abprodukten - Google Patents

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DD283031A7
DD283031A7 DD88316534A DD31653488A DD283031A7 DD 283031 A7 DD283031 A7 DD 283031A7 DD 88316534 A DD88316534 A DD 88316534A DD 31653488 A DD31653488 A DD 31653488A DD 283031 A7 DD283031 A7 DD 283031A7
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Volker Zahn
Konrad Gruenert
Andrea Zahn
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B Rationalisierungs Mittelbau
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Abstract

Die Anlage ist fuer die Zwischen- und/oder Endlagerung von schadstoffhaltigen Abprodukten in Einlagerungsbauwerken ausgeruestet, die in unterschiedlich grosze Einlagerungsboxen unterteilt sind und die Ablagerung in durch Folien getrennte Ablagerungsebenen erfolgt. Die in stichfest verpackter Form in Faesser angelieferten schadstoffhaltigen Abprodukte werden nach einer Zwischenlagerung auf einer ueberdachten Freiflaeche, wo die notwendigen Kontroll- und UEberpruefungsmasznahmen durchgefuehrt werden, etagenweise in die Einlagerungsbauwerke eingelagert und mit inertem Material verfuellt. Die Einlagerung erfolgt in Schadstoffboxen unterschiedlicher Grundflaeche, die es gestatten, die jaehrlich anfallenden Schadstoffmengen der einzelnen Schadstoffarten auf einer Ebene ablagern zu koennen. Die Betreibung der Deponie erfolgt so, dasz keine schadstoffbelasteten Sickerwaesser unkontrolliert entweichen koennen. Damit entfaellt eine Aufbereitung der Grund- und Oberflaechenwaesser im weiteren Umkreis der Anlage. Die selektiv abgelagerten Schadstoffe verbleiben in den Ablagerungsbauwerken und sind zu jeder Zeit wieder zugriffsfaehig. Fig. 1{Deponierung; Zwischendeponie; Enddeponie; schadstoffhaltige Abprodukte; inertes Fuellmaterial; separate Einlagerung}

Description

Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die bekannten technischen Lösungen zur Deponie schadstoffhaltiger Abprodukte unterscheiden sich von der vorgeschlagenen Lösung in folgenden Merkmalen:
Die schadstoffhaltigen industriellen Abprodukte werden überwiegend in künstliche oder natürliche Geländemulden bzw. Becken ohne Abdichtung oder mit Abdichtung des Untergrundes durch Folien, bindige Erdmassen, kalkhaltige Aschen, anderen Abprodukten oder zusammen mit Kommunalmüll gemischt, bzw. abgedeckt, ohne bzw. mit ungenügender Erfassung, Kontrolle und Behandlung der Sickerwässer abgelagert. Bei diesen einfachen Ablagerungsbauwerken gibt es nur geringe Minimierungsmöglichkeiten hinsichtlich des aus den Niederschlägen resultierenden Lalasteten Sickerwassers. Die Abdeckung der Ablagerungsbauwerke erfolgt erst nach deren vollständiger Verfüllung. Bei diesen einfachen Ablagerungsbauwerken wird eine selektive Einlagerung, nur in geringer Differenzierung, realisiert. Weiterhin gibt es Einlagerungsbauwerke, die sehr kompliziert, mit hohem Bau- und Kostenaufwand errichtet werden, deren Nachteil darin besteht, daß die Realisierbarkeit derartiger Anlagen zur Zeit aufgrund des ungünstigen Kosten-Nutzen-Verhältnisses nicht gegeben ist.
Sowohl bei den einfachen als auch bei den technisch vollkommenen Anlagen wird überwiegend keine getrennte Erfassung der unterschiedlich belasteten Sickerwässer realisiert. Die meisten Bauwerke zur Ablagerung sind an bestimmte Standortfaktoren, wie bindiger Untergrund, vorhandener Altmüllkörper und dergleichen, gebunden. Es gibt keine Anlagen, die es gestatten, die eingelagerten Schadstoffe einer Wiederverwendung zuzuführen. Zu den bekannten Anlagen der Einlagerung gibt es keine Hinweise auf evtl. notwendige Peripherieanlagen zur Zwischenlagerung der Schadstoffe vor der Einlagerung in das Einlagerungsbauwerk, zum Zweck der Vorsortierung. Entsprechend DE-OS 3508824 wird eine Deponieanlage für umweltgefährdende Stoffe vorgestellt, die dadurch gekennzeichnet ist, daß durch baustoff liche, bauphysikalische und baukonstruktive Mittel eine vollkommene und kontrollierbare Abschirmung zwischen dem durch die Sonderabfallagerung entstehenden Deponiekörper und der umgebenden Atmosphäre sowie dem Untergrund bzw. dem Grundwasser erreicht wird. Nachteil dieser Deponie ist, daß die Bauform im unteren Bereich des Deponiekörpers dem natürlichen Böschungswinkel des anstehenden Erdreiches und im oberen Bereich dem natürlichen Schüttkegel des gelagerten Sonderabfalls entsprechen muß. Nach DE-PS 3303067 ist eine Lösung bekannt, die eine Lagerstätte für Abfälle und ein Verfahren zu ihrem Füllen und Verschließen beschreibt, und dadurch gekennzeichnet ist, daß auf den Wänden ein Wetterschutzdach angeordnet ist, welches von einem Behälter zu einem anderen bewegbar ist. Der Nachteil diessr Erfindung ist, daß das Wetterschutzdach nur einen Behälter übei dacht und keine Trennung der schadstoffhaltigen Abprodukte nach Schadstoffarten vorgenommen wird. Entsprechend DE-OS 3529014 wird eine Lösung beschrieben, bei der der Abfall je nach seiner Zusammensetzung in verschiedenen Sickervvasserauffangbecken der Abfalldeponie eingebracht wird und das Sickerwasser mit Gehalten an unterschiedlichen Schadstoffen, wie Salzen, Säuren. Laugen, gesundheitsgefährdenden, toxischen, wassergefährdenden bzw. radioaktiven Stoffen, einer gesonderten Behandlung bzw. Beseitigung zugeführt werden müssen, die außerhalb des Verantwortungsbereiches der Abfalldeponie liegen sollen. Ein Verfahren zur Deponie feuchter Abprodukte wird in DD-Wp 251927 ceschrieben. Es ist gekennzeichnet dadurch, daß Rückstände aus V9rarbeitungs- und/oder Aufbereitungsprozessen mit oder ohne bindige Bestandteile sowie mit oder ohne auswaschbaren toxischen bzw. schadstcffhaltigen Beimengungen vor ihrer Deponierung einor vorzugsweise als Druckfilteration mit oder ohne Nachverdichtung des entstehenden Filterkuchens ausgebildeten Entwässerung unterzogen werden und daß die entwässerten Abprodukte lagenweise bei optimaler Verdichtung, unter Ausnutzung des natürlichen Gel&ndereliefs auf der Deponieaufstandsfläche ohne vorherige Anordnung spezieller konventioneller Absperrbauwerke autostabil abgelagert, verteilt und verdichtet werden, wobei die jeweils aufzutragende Dicke der Deponiegutlage und der anzuwendende Verdichtungsgrad entsprechend den für das Deponiegut geltenden Proctor- bzw. Standarddichtewerten festzulegen sind, um dadurch eine optimale Einbaudichte und minimale Wasserdurchlässigkeit sowie ausreichende S jndfestigkeit des Deponiekörpers zu gewährleisten. Ein weiteres Verfahren zur Lagerung von schadstoffhaltigen Abprodukten wird in der DE-OS 3031525 wie folgt beschrieben:
Die Abprodukte werden zu Ballen gepreßt und mit einer gegenüber dem jeweiligen Abfallstoff und den jeweiligen Ablagerungsbedingungen resistenten Kunststoffolie luftdicht umschlossen. Dss weiteren ist eine Lagerstätte für giftige und abschwemmbare Bestandteile enthaltende Abfallstoffe bekannt, CH-PS 587389, die in Form einer Grube im Erdreich ausgebildet ist, die mit einer wasserdurchlässigen Bodenschicht versehen wird, auf der mit den Abfällen gefüllte, kleinere Behälter dicht übereinander gestapelt werden. Die verbleibenden Hohlräume seitlich und oberhalb der mit den Schadstoffen gefüllten Behältr werdendann mit Abraum bzw. Erde verfüllt und mit Humus abgedeckt, so daß die Fläche über der Grube wieder begrünt werden kann. In der AT-PS 385215 wird ein Verfahren zur Deponie gefährlicher Abprodukte beschrieben, wobei diese Stoffe in
verschließbare, gegenüber dem betreffenden Abfall korrosionsfeste, stabile Behälter gefüllt werden, die in einer Deponiemulde zusammen mit inertem Verfüllmaterial eingelagert werden. Dabei werden belastete und unbelastete Wasser gemeinsam abgeleitet und lediglich gesammelt. Eine Aussage zur Behandlung und sicheren Entsorgung dor anfallenden belasteten Sickerwässer wird nicht getroffen. Allen bekannten Verfahren haftet der Mangel an, daß keine Trennung der schadstoffhaltigen Abprodukte, entsprechend der Schadstoffarten, erfolgen kann. Es ist nicht möglich, diese Deponien zu einem späteren Zeitpunkt wieder gezielt zu erschließen. In der gem. CH-PS 587389 beschriebenen Lösung ist eine Wiedererschließung der Deponie möglich, aber keine Aufbereitung der schadstoffhaltigen Abprodukte gegeben. Der Grund dafür ist, daß die Ablagerung in der Deponie entsprechend des Anfalls dar Behälter unsortiert erfolgt.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, eine Deponie für schadstoffhaltige industrielle Abprodukte zu schaffen, die
a) eine Einlagerung gestattet, welche technologische Sicherheiten bietet, negative Umwelteinflüsse auszuschließen,
b) Sicherheitssysteme beinhaltet, welche eine ständige und umfassende Sicherheitskontrolle gewahrleisten,
c) Sicherheitssysteme für das belastete Abwasser beinhalten, um dieses selbst bei katastrophalen Niederschlagsereignissen sicher zu erfassen, abzuleiten und zu sammeln und selbst Langzeitveränderungen im Deponiekörper beherrschbat' werden lassen,
d) Sicherheitssysteme beinhalten, welche eine Indikation und Lokalisation von Veränderungen gem. c. ermöglichen,
e) es gestatten, diese Deponie zur Ablagerung für immer oder für eine begrenzte Zeit zu nutzen.
Mit diesem mehrfachen Sicherheitssystem soll eine höchstmögliche Sicherheit für die natürliche Umwelt garantiert werden.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anlage zur sicheren, selektiven Deponie schadstoffhaltiger Abprodukte zu schaffen und das evtl. anfallendes belastetes Sickerwasser sicher entsorgt wird.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die zur Einlagerung vorgesehenen Abprodukte in Fässern verpackt, auf einer überdachten Freifläche angeliefert und zv> ischengelagert werden. Auf der überdachten Freifläche befinden sich eine Abstellfläche, Sozial- und Sanitärräume, Stellflächen für spezielle Schlammentwässerung, z.B. Kammerfilterpressen, Trockenbeete, sowie ein Havariebeckon für flüssige Abprodukte. Weiterhin gehören zu der überdachten Grundfläche Ableitungssysteme für auf den Flächen entstehendes belastetes Wasser, sowie eine abflußlose Grube, die einen Überlauf zu einem Kontrollschacht hat und dann zu einem Havarieteich geführt wird. Die anfallenden unbelasteten Wässer (Dachentwässerung) werden über eine Leitung in einen zweiten Teich für unbelastetes Wasser geleitet.
Des gleichen, werden in diesem Teich auch alle anderen anfallenden unbelasteten Wässer eingeleitet. Dazu gehören u. a. alle die Wasser, die auf der freien Einlagerungsfläche, irn Hanggraben, der zur großräumigen Entwässerung des Standortes dient, entstehen. Zu allen Ableitungen dieser Entstehungsarten werden Kontrollschächte angelegt, um bei Auftreten von belastetem Wasser, dieses in das Ableitungssystem für belastetes Wasser überführen zu können. Nach erfolgter Zwischenlagerung werden die Fässer in die jeweilige Box des Einlagerungsbauwerkes eingelagert.
Das Einlagorungsbauwerk hat eine Grundfläche von etwa 20m χ 70 m. Die 6m hohen Seitenwände werden als Böschung ausgeführt. Erfindungsgemäß wird zur besseren Beherrschung der Niederschlagswässer nur ein Teil der Grundfläche des jeweiligen Einlagerungsbauwerkes benutzt. Die anfallenden schadstoffhaltigen Abprodukte können u.a. nach den Gruppen: Galvanikschlämme, Farbschlämme, Ölschlämme und sonstige Abprodukte unterschieden werden. Entsprechend der Einteilung wird die zur Ablagerung vorgesehene Teilfläche des Einlagerungsbauwerkes durch den Einbau von etwa 0,6m hohen Wällen in 4 Boxen eingeteilt. In dem Wall, der die freie Ablagerungsfläche von den Schadstoffboxen abtrennt, werden etwa aller 2m Doppel-T-Träger eingebaut, die die gleiche Höhe wie die Seitenböschungen besitzen. In die Führungen der Träger werden entsprechend dem weiteren Anwachsen der Deponie Platten eingeschoben, um die Deponie zu stabilisieren. Hinter die Säulen und Platten werden zum Schutz der freien Ablagerungsfläche Folienbahnen so eingebaut, daß kein belastetes Sickerwasser aus den Boxen austreten kann. Erfindungsgemäß werden die Boxen entsprechend des jährlichen Anfalls der unterschiedlichen schadstoffhaltigen Abprodukte in verschiedener Größe angelegt, um zu sichern, daß in allen Boxen auf einer Arbeitsebene abgelagert werden kann.
Entlang der Mittelachsen der Boxen werden unter dem gesamten Betonfußboden des Einlagerungsbauwerkes Entwässerungsleitungen für evtl. entstehendes belastetes Sickerwasser eingebaut, die aller 2 m ein senkrecht bis zur Ooerfläche des Bodens des Einlagerungsbauwerkes geführtes Abzweigformstück erhalten. Erfindungsgemäß erhalten diese Bodenentwässerungen in den zur Einlagerung vorgesehenen Box<in ein Einlaufsieb aus PVC. In den noch freien Flächen des Einlagerungsbauwerkes werden diese Entwässerungseinläufe durch Stahl bzw. PVC-Kappen verschloss ι, die bei Einbeziehung dieser Fläche siebartig durchbohrt werden und dadurch gleichfalls zu Bodenentwässerungen werden. Dadurch wird gesichert, daß über diese Entwässerungsleitungen in die nachgeordneten abflußlosen Gruben nur das entstehende belastete Sickerwasser abgeführt wird. In die Entwässerungsleitung aus der Olschlammbox wird ein Leichtflüssigkeitsabscheider vorgeschaltet, der sichert, daß derartige Abprodukte noch vor der abflußlosen Grube abgetrennt werden. Zur Havariesicherung werden die abflußlosen Gruben mit Überläufen ausgerüstet, die in einem Kontrollschacht zusammengeführt werden und in einem abflußlosen, lehmgedichteten Havarieteich gesammelt werden. Das Volumen ist so zu dimensionieren, daß etwa 50% der Jahresniederschlagsmenge von den Boxen und Teichfläche gesammelt werden können., ohne daß die Verminderung des Sickerwassers durch das inerte Verfüllmaterial und dieFolienabeckung wirksam werden muß.
Der grundsätzliche Aufbau des Einlagerungsbauwerkes wird so realisiert, daß in dem anstehenden Untergrund eine Baugrube für das Einlanerungsbauwerk so hergestellt wird, daß entweder die gesamte Höhe von 6m oder nur eh Teil davon ausgehoben wird. Bei nurtftilweiaem Aushub werden seitlich Wälle biszur vorgesehenen Höhe aufgeschüttet. In die so vorbereitete Baugrube wird eine Schicht lehmig-toniger Erde in einer Höho von 0,5-1 m eingebracht und biszu einer Durchlässigkeit von k - 1 χ 10 hoch minus 8m/s verdichtet. Auf diese Dichtungsschicht werden als weitere Maßnahme zur Sicherung des Grundwassers vor belastetem Sickerwasser Drainagerohre verlegt, die in eine etwa 0,3 m dicke Kiesschicht eingebettet werden. Die Drainagerohre werden nach dem Einlagerungsbauwerk zusammengeführt, in eine abflußlose Grube geleitet, deren Überlauf über einen Kontrollschacht zum Havarieteicri geführt wird.
Über diesen Drainagerohren befinden sich Ableitungsrohre mit Abzweigstücken, die zusammen mit eingebauten Sieben die Fußbodenentwässerung der darüberliegenden Boxen bilden und somit die Möglichkeit gegeben ist, anfallendes belastetes Sickerwasser aus den Boxen ableiten zu können. Darüber befindet sich ein wasserdicht™ Betonfußboden, auf dem sich Betonwälle für die Schadstoffboxen befinden. In dem Wall, der die freie Ablagerungsfläche von den Schadstoffen abtrennt, sind Doppel-T-Träger eingesetzt.
Die Seitenböschungen sind folgendermaßen aufgebaut:
Auf der aus Lehm ausgeführten unteren Dichtungsschicht ist eine Kiesschicht aufgebrach:. Zur Befestigung dieser Böschungen werden Wabenplatten ausgelegt, die eine Dichtungsschicht aus verschweißter bzw. verklebter PE- bzw. PVC-Folie erhalten.
Diese wird in den Betonfußboden so eingebaut, daß ein Versickern von auftretendem belastetem Sickerwasser ausgeschlossen ist. Zwischen die einzelnen Ebenen der abgelagerten Fässer wird eine Plastefolie gelegt. Die Abgrenzung der Boxen untereinander wird aufgrund der Verfülltechnologie auf einer Ebene gleichfalls durch Folie realisiert.
Erfindungsgemäß wird nach der vollständigen Verfüllung des jev.eiligen Teiles des Einlagerungsbauwerkes die Oberfläche mit einer Abdeckfolie versickerungsdicht verschlossen. Darauf kommt eine 0,5 m dicke Lehmschicht, die mit Rüttelplatten bis zu einer Durchlässigkeit von k = 1 x 10 hoch minus 8m/s verdichtet wird, mit einer Humusschicht versehen wird und mit einer niedrigen 0,5-1,Om hohen Vegetationsschicht versehen wird.
Als Gerät zur Einlagerung der Schadstüffässer und des inerten Verfüllmaterials kann u. a. eine Kranbahn, ein Auto- oder Trumdrehkran eingesetzt werden. Die Anordnung weiterer Einlagerungsbauwerke wird so angeordnet, daß die Ableitungssysteme für belastete und unbelastete Wasser, die abflußlosen Gruben für mehrere Einlagerungsbauwerke benutzt werden können. Die Größe der Teiche für belastete und unbelastete Wässer und die überdachte Freifläche werden so ausgelegt, daß sie für die gesamte Nutzungsdauer des Standortes der Schadstoffdoponie ausreichen.
Die zur Ablagerung vorgesehene Fläche des Einlagerungbauwerkes ist in ungleichgroße Grundflächen für die Boxen eingeteilt, die mit der Jahresanfallmenge der einzelnen Schadstoffgruppen korrelieren. Damit wird gewährleistet, daß in allen Boxen auf einem Höhenniveau gearbeitet wird und eine Trennung zwischen den Boxen nur mit einer doppelten Folienbahn realisiert
Erfindungsgemäß werden evtl. auftretende Sickerwasser getrennt nach Anfallart über dio Boxenentwässerung abgeleitet, abflußlos gesammelt und aufgrund der geringen Anfallmenge durch inertes Material stichfost gemacht und in Fässern wieder im Einlagerungsbauwerk deponiert. Die nach Größe und Form differenziert gestalteten Fässer werden nach Schadstoffgruppen getrennt in dje entsprechenden Boxen eingelagert.
Erfindungsgemäß werden zum Schutz vor Niederschlägen alle Boxen arbeitstäglich oder bei Niederschlägen mit Folienbahnen abgedeckt, womit eine beträchtliche Reduzierung des Anfalls für das belastete Sickerwasser erreicht wird. Nach Abschluß einer Ablagerungsetage werden erfindungsgemäß die Fässer allseitig fest mit saugfähigem Material, vorzugsweise mit einem Gasbetongranulat der Körnung 0-1 mm, nachfolgend mit Siltonperl bezeichnet, verfüllt und eine entsprechend dimensionierte Deckschicht aus dem gleichen Material aufgebracht, die mit Rüttelplatten planiert und verdichtet wird. Auf diese Flächen wird jeweils eine Dichtungsbahn aus Plastfolie aufgebracht, die einen Schutz aus Plastgranulatplatten oder inertem Verfüllmaterial erhält. Auf diese Abdichtung wird entlang der Boxenlängsachse Dreinageschlauch, Drainagerohre oder dergleichen gelegt und mit einem Steigrohr, welches am unteren Teil der geneigten Boxengrundfläche in die Entwässerung eingebaut win', verbunden.
Bei Auftreten von Gasen aus den Fässern wird unter die Folie der jeweiligen Ablagerungsebene zur Entlüftung ein PVC-Drainageschlauch gelegt, der bis zur Oberkante des Einlagerungsbauwerkes geführt wird.
Nach Füllung des gesamten Einlagerungsbauwerkes werden alle technischen Anlagen an den nächsten Standort umgesetzt. Das gefüllte Einlagerungsbauwerk wird durch geeignete Geländeregulierungsarbeiten organisch in das vorhandene Geländeprofil eingefügt. Die Absorption der belasteten Sickerwässer wird sowohl durch die Art der Anlieferung der schadstoffhaltigen Abprodukte in stichfest-entwässerter Form verpackt in Fässern als auch durch deren Einbettung in das inerte Material erreicht.
Bei stehender Anordnung der Fässer in ihrer dichtesten Packungsart, wobei die Fässer jeder zweiten Reihe in die Lücke der vorangegangenen Reihe gestellt werden, orhält man maximale Fassungsvermögen des Einlagerungsbauwerkes. Bei einer Ablagerung in sechs Ebenen bis zu einer f.öhe von etwa 6,0m über dem Boden des Einlagerungsbauwerkes errechnet sich das
und wird bei einer Stärke von 15cm für die horizontalen Deckschichten gearbeitet, benötigt man bei der Ablagerung einer Jahresanfallmenge von etwa 2000m3 schadstoffhaltiger Abprodukte in einem Drittel des Einlagerungsbauwerkes eine Menge von etwa 1900m3 inertes Verfüllmaterial. Bei Vorwendung eines saugfähigen inerten Verfüllmaterials, vorzugsweise Gasbetongranulat Siltonperl, mit einem Wasseraufnahmevermögen von etwa 0,48m3 Wasser auf 1 m3 Siltonperl, lassen sich damit etwa 912 m3 Wasser binden. Der Niederschlagsanfall auf der betrachteten Fläche beträgt im Zeitraum des einen Jahres, in dem der Teil des Einlagerungsbauwerkes geöffnet ist, bei einer durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge von 850 l/m2 aber nur 744 m3/a, dadurch wird erfindungsgemäß gewährleistet, daß kein belastetes Sickerwasser auftreten kann. Tritt es dennoch auf, so werden diese geringen Mengen erfindungsgemäß mit Gasbetongranulat zusammen in Fässern verpackt und in der Deponie eingelagert.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Dabei zeigen
Fig. 1: die Prinzipdarstellung der Anlage zur Deponie schadstoffhalliger Abprodukte fig. 2: die Grundfläche des Einlagerungsbauwerkes mit den abflußlosen Gruben und Kontrollschächten Fig.3: einen Schnitt durch das Einlagerungsbauwerk.
Die Anlage zur Deponie von schadstoffhaltigen Abprodukten, besteht aus den Anlagenteilen, überdachte Freifläche 1, diese ist unterteilt in eine Abstellfläche 2, eine Fläche für Sozial- und Sanitärräume 3, ei.ie Fläche zum Aufstellen von Entwässerungsanlagen (i. B. Kammerfilterpresse) 4, eine Fläche zum Anlegen von Trockenbeeten 5 und einen Platz für ein Hsvariebecken 6 für flüssige Abprodukte.
Im Fundament der überdachten Freifläche 1 sind Rohrleitungssysteme für die Ableitung von belastetem Wasser 41 eingebracht. Die Entwässerungsanlagen (Trockenbeete oder Kammerfilterpresse) werdun nur in Ausnahmefällen eingesotz*, wenn Anlieferungsbetf lebe der .schadstoffhaltigen Abprodukte keine derartigen Möglichkeiten haben. Die belasteten Sickerwässer, die in der überdachten Freifläche 1 entstehen, werden in eine abflußlose Grube 11 eingeleitet, die einen Überlauf der belasteten Wasserableitung 41 in den Havarieteich 8 hat. Diese Ableitung erfolgt durch Kontrollsr hächte 12, die eine genaue Bestimmung des Schadstoffgehaltes der belasteten Wässer und die daraus abzuleitenden Behandli ngsmaßnahman und -Vorschriften ermöglichen.
Nach einer Zwischenlagtrung der in stichfest entwässerten und in Plaste- oder Stahlfässern mit Plasteeinsatz angelieferten Schadstoffe 28 erfolgt nach deren Kontrolle und Prüfung eine selektive Ablagerung in den Boxen 15a-d des Einlagerungsbauwerkes. Diese Boxen 15 a-d haben je nach der Anfallsmenge der selektierten Schadstoffe eine unterschiedliche Grundfläche. Ein Einlagerungsbauwerk 10 hat eine Grundfläche von etwa 20 x 70m. Die Seitenwände werden als Böschungen (13) etwa 6m hoch ausgeführt. Dadurch wird zur besseren Beherrschung der anfallenden Niederschlagswässer nur ein Teil der Grundfläche des Einlagerungsbauwerkes benötigt. Durch die Verursacher werden die Schadstoffe vor der Anlieferung in die Schadstoffässer 28 eingefüllt. Durch den unterschiedlichen Anfall der Schadstoffgruppen wird die Grundfläche des Einlagerungsbauwerkes in unterschiedlich große Boxen 15a-d unterteilt und durch etwa 0,6m hohe Wälle 40 voneinander abgegrenzt. Entsprechend der jährlich anfallenden Ablagerungsmenge in diesen Begrenzungswall 13 werden etwa alle 2 m Doppel-T-Träger 37 eingebaut, die die gleiche Höhe wie die Seitenböschungen haben.In die Führungen werden entsprechend der Verfüllhöhe des Einlagerungsbauwerkes Trennplatten 30 eingesetzt, um eine sichere Trennung der zwischen und/oder endgelagerten Schadstoffässer 28 zu gewährleisten. Dieso Trennplatten 38, in Verbindung mit den Doppel-T-Trägern 37, sichern die Stabilität des Einlagerungsbauwerkes zur freien Fläche.
I unter diesen Trennplatten 38 sind PE- bzw. PVC-Folien 27 so angeordnet, daß kein belastetes Sickerwasser aus den Boxcni 15a-d austreten kann. Die Boxen 15a-d sind in ihrer Größe so angelegt, daß die jährlich anfallende Menge dor unterschiedlichen Schadstoffabprodukte deponiert werden kann und gewährleistet ist, daß in allen Boxen auf einer Arbeitsebene deponiert wird. Entlang der Mittelachsen der Boxen 15a-d des Einlagerungsbauwerkes werden Entwässerungsleitungen 15a-d eingebracht, die evtl. auftretenden Sickerwässer in die abflußlosen Gruben 11 abführst! und ein Verlängerungs- bzw. Abzweigstück für jede Ablagerungsebene des zu verfüllonden Einlagerungsbauwerkes wird in einem Abstand von 2 m argeordnet. Dadurch ist gewährleistet, daß entstehendes Sickerwasser aus allen Einlagerungsebenen des Einlagorungsbauwerkes abgeführt werden kann. In der freien Fläche des Einlagerungsbauwerkes werden diese Entwässerungseinläufe 18a-d durch Stahl- bzw. PVC-Kappen verschlossen, bei Einbeziehung dieser Einlagerungsfläche werden diese Kappen siebartig durchbohrt. Dadurch wird gesichert, daß über diese Entwässerungsleitungen 16a-d und die eingebauten Siebe 17 a-d der Entwässerungseinlaufe 18a-d nur das entstehende belastete Sickerwasser in die abflußlosen Gruben 11 und bei katastrophalen Niederschlagssreig'iissen die dann auftretenden Wassermengen ausschließlich in den Havarieteich 8 abgeführt werden. In die Entwässerungslehung 16c aus der Ölschlammbox ist ein Leichtflüssigkeitsabscheider 20 vor der abflußlosen Grube 11 angeordnet, dieser sichert, daß derartige Abprodukte noch vor der abflußlosen Grube abgetrennt werden. Zur Havariesicherung sind die abflußlosen Gruben 11 mit Überläufen verse1.en, die in den Kontrollschächten 12 das belastete Sickerwasser aufnehmen und in den Havarieteich 8 ableiten.
Der Aufbau def Einlagarungsbauwerkes ist so realisiert, daß die gesamte Höhe in den anstehenden Untergrund oder nur sin Teil davon ausgehoben wird. Bei einer nur teilweisen Aushebung werden die seitlichen Böschungen 19 bis zur vorgesehenen Höhe aufgeschüttet. In die vorbereitete Baugrube wird eine etwa 0,5-1,0 m Schicht lehmiger Erde 21 eingebracht, auf dieser Schicht werden Drainagerohre 22 eingebettet und mit einer etwa 0,3m starken Kiesschicht 23 abgedeckt. Die Drainagerohre 22 werden am Ende eines jeden Einlagerungsbauwerkes zusammengeführt und in eine abflußlose Grube 11 eingeführt, um bei Auftreten von schadstoffhaltigem Wasser dieses in den Havarieteich 8 abzuleiten. Über den Drainagerohren 22 befindet sich ein Betonfußboden 24. Auf dem wasserdichten Betoniußboden sind Betonwälle 40 als Zwischenabgrenzungen der jeweiligen Boxen 15a-d und ein Begrenzungswall 13 so angeordnet, daß der Begrenzungswall 13 alle 2m mit Doppel-T-Trägern 37 versehen sind. In die Führungen der Doppel-T-Träger 37 werden Trennplatten 38 eingebracht. Die Seitenböschungen sind so aufgebaut, daß auf der aus Lehm ausgeführten unteren Dichtungsschicht 21 eine Kiesschicht 23 aufgebracht ist. Zur Befestigung dieser Böschungen werden Wabenplatten 26 aufgelegt, die eine AbdichtGchicht aus verschweißter bzw. verklebter PE- bzw. PVC-Folie 27 erhalten. Diese Folie wird in den Betonfußboden so eingebaut, daß kein Versickern von schadstoffhaltigen Wässern erfolgen kann. Zwischen die einzelnen Ebenen der abgelagerten, mit inertem Verfüllmaterial 29 ausgefüllten Schichten, wird jeweils eine Zwischenfolie 30 eingelagert. Die Begrenzung der Boxen, längs zur Mittelachse des Einlagerungsbauwerkes, wird durch Begrenzungsfolie 31 realisiert. Wenn der zur Einlagerung vorgesehene Teil des Einlagerungsbauwerkes vollständig verfüllt ist, wird die Oberfläche mit einer Abdeckfolie 32 bedeckt und versickerungsdicht nach außen verschlossen. Darauf kommt eine Lehmschicht 33, die verdichtet wird und mit einer Humusschicht 25 versehen wird. Auf dieser Humusschicht 25 wird niedriges Vegetationsmi'erial 42 aufgebracht. Als Gerät zur Einlagerung der Schadstoffässer 28 und des inerten Verfüllmaterials 29 wire Autodrehkran oo'?r eine Kranbahn 36, dia auf Führungsschiene 36 bewegbar ist, eingesetzt. Die
Anordnung nachfolgendem Einlagerungsbauwerke wird so angeordnet, daß die Betonfundamente 34 für die Kranbahn 36, die Ableitungssysteme 11,12 und 41 für mehrere Einlagerungsbauworke genutzt werden können. Dio Anlieferung der ichadatoffhaltigen Abprodukte erfolgt in stichfest-entwässerter Form in Plaste- oder Stahlfässern mit Plasteeinsatz. Sie werden auf einer überdachten Freifläche angeliefert und zwischengelagert, um zu überprüfen, ob die Fässer dicht und äußerlich sauber sind, um aus ihnen Stichproben zur Kontrolle der Einhaltung der festgesetzten Grenzwerte zu entnehmen, sowie um eine ausreichende Pufferzeit zu haben, um die Fässer entsprechend des technologischen Regimes in die jeweiligen Boxen einlagern zu können. Auf dieser Freifläche befindet sich neben der Abstellfläche eine Steilfläche für spezielle Schlammenlwässerungon. Nach erfolgter Zwischenlagerung werden die Fässer in die jeweiligen Boxen des Einlagerungsbauwerkes eingelagert. Die nach Größe und Form differenziert gestalteten Fässer werden in den Schadstoffen so ab bzw. zwischengelagert, daß u.a. nach den Schadstoffgruppen
- Galvanikschlämme
- Farbschlämme
- Ölschlämme
- verschiedene Abprodukte
unterschieden werden kann.
Die Fässer werden mittels bekannter Förder- und Hebezeuge in die Boxen eingelagert. Durch die unterschiedliche Boxengröße wird gewährleistet, daß auf einem Höhenniveau gearbeitet werden kann. Nach erfolgter Befüllung der gesamten Grundfläche des Raumes des Drittels des Einlagerungsbauwerkes werden die entstandenen Zwischenräume mit Gasbetongranulat Siltonperl als inertes Verfüllmaterial zugeschüttet. Nach der Verfüllung der 1. Ebene wird auf diese eine Plastfolie aufgebracht, um diese gegen Niederschlagswasser zu schützen. Arbeitstäglich oder bei Stärkniederschlägen werden die begonnenen Ebenen durch geeignete Planen vor Niederschlägen geschützt, die so gelegt werden, daß dieses unbelastete Niederschlagswasser zur freien Fläche des Einlagerungsbauwerkes abgeführt wird. Die Abstapelung der nächsten und der weiteren Ebene erfolgt nach der gleichenTechnologie. Nach Erreichen der vollen Stapelhöhe, vorzugsweise 6m, wird auf die oberste Schicht des Verfüllmaterials eine Abdichtung der Deponie durch Plastfolie und darauf wird eine 50cm starke Schicht lehmig-tonigon Materials, das bis zu einem Durchlässigkeitswert von k < = 1 = 10 hoch minus 8m/s verdichtet wird, vorgenommen. Auf diese lehmige Deckschicht wird eine etwa 15cm dicke Schicht Mutterboden aufgebracht udn begrünt, damit ist gesichert, daß in den abgeschlossenen Deponiebereich kein Niederschlagswasser eindringen kann. Das erfindungsgemäße Verfahren garantiert, daß die schadstoffhaltigen Abprodukte sicher verwahrt sind, bei Bedarf aber ohne größere Probleme wieder zugriffsfähig sind und kein belastetes Sickerwasser unter Normalbedingungen entsteht.

Claims (11)

  1. I. Vorfahren zur Deponierung von schadstoffhaltigen industriellen Abprodukten mit einem Einlagerungsbauwerk, das als Erdbecken ausgebildet ist, wobei Boden und seitliche Böschungen in bekannter Art und Weise mit verdichtetem Erdreich, Beton und/oder geeigneten Plastfolien sicher gegen eindringendes und/oder austretendes Sickerwasser wasserundurchlässig ausgekleidet sind, die industriellen schadstoffhaltigen Abprodukte in Fässern in stichfest entwässerter Form in mehreren Lagen übereinander, getrennt nach Abproduktenarten, eingelagert werden, nach deren vollständiger Verfüllung ein Schutz vor eindringenden Niederschlagen durch Folie und einer Schicht 'ehmig-to.iigen Materials, das verdichtet und begrünt wird, gekennzeichnet dadurch, das abschnittsweise eingelagert wird, daß in diesen Abschnitten die Fässer (28) mit den schadstoffhaltigen Abprodukten in ein saugfähiges Gasbetongranulat (Siltonperl) (29) eingebettet werden, daß während der Verfüllung der Teilbereiche diese durch Abdecken mit Plastfolie bei Niederschlagen geschützt werden und der vollständig gefüllte Teilabschnitt sofort mit einer Plastfolie (32) und verdichtetem lehmig-tonigem Material (33) abgedichtet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Teilfläche gegenüber der nicht belegten Fläche des Einlagerungsbauwerkes durch einen niedrigen Begrenzungswall (13) abgetrennt wird.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1-2, gekennzeichnet dadurch, daß dieTeilflächen durch niedrige Zwischenwälle (40) so in unterschiedlich große Boxend 5 a-d) unterteilt werden, daß, entsprechend dem jährlichen Anfall der Schadstoffgruppen, auf einer Einlagerungsetage gearbeitet werden kann, wobei die weitere Trennung dieser Bereiche durch Plastfolie erfolgt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Einsatzmenge an Gasbetongranulat (29) so groß gewählt wird, daß etwa 110 bis 120% der durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge auf die mit Schadstoffen gefüllten Teilflachen sicher aufgesogen werden kann und sich alle, durch nicht vorhersehbare Umstände anfallende Sickerwasssr, als zusätzliche Sicherheit binden lassen.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß während der Einlagerung arbeitstäglich oder bei Niederschlagen die in Einlagerung befindliche Teilfläche mit Planen aus geeigneten Materialien vor Niederschlägen geschützt wird.
  6. 6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß durch geeignete Anordnung der schadstoffhaltigen Fässer (28) und des Verfüllmaterials (29) das über die Planen abgeleitete unbelastete Niederschlagswasser zur freien Fläche des Einlagerungsbauwerkes abgeleitet wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß sofort nach Verfüllen der jeweiligen Teilfläche auf die oberste Schicht des Verfüllmaterials Siltonperl (29) eine verschweißte PE- oder PVC-Folie(32) gelegt wird, auf diese eine etwa 0,5 bis 1,0m dicke Schicht lehmig-tonigen Materials (33) aufgebracht, verdichtet und begrünt (42) wird, unter der Folie für evtl. austretende gasförmige Stoffe Ableitungen gelegt werden, Folie und Lehmdecke derart gestaltet werden, daß die Niederschläge zur rechten bzw. zur linken Seite der Deponis, bezogen auf deren Längsachse, geführt werden.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß evtl. anfallende belastete Sickerwassermengen aus den abflußlosen Gruben (11), zusammen mit inertem Verfüllmaterial Siltonperl, in Fässer (28) gefüllt, und in das Einlagerungsbauwerk deponiert werden.
  9. 9. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß unter den Boxen (15a-d) Entwässerungsleitungen (16a-d) eingebaut sind, die mit Entwässerungseinläufen versehen sind.
  10. 10. Anlage nach den Ansprüchen 1 und 9, gekennzeichnet dadurch, daß auf der noch fraien Fläche des Einlagerungsbauwerkes die Entwässerungseinläufe (18a-d) durch Kappen aus Stahl, Plast oder dgl. verschlossen sind.
    II. Anlage nach den Ansprüchen 1, 9 und 10, gekennzeichnet dadurch, daß die Entwässerungsleitungen (16a-d) für belastete Sickerwässer einzeln in je eine abflußlose Grube (11) geführt werden, und daß diese Gruben mit Überläufen ausgeführt werden, die in Kontrollschächte (12) zusammengeführt und von da in einen Havarieteich (8) geführt werden.
  11. 12. Anlage nach den Ansprüchen 1,9 und 10, gekennzeichnet dadurch, daß unter den Entwässerungsleitungen (16a-d) eine Drainage (22) *ur Sohlentwässerung angeordnet ist, die über eine abflußlose Grube (11) gleichfalls mit dem Havarieteich (8) verbunden ist.
    Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Anwendung der Erfindung ermöglicht die sichere Ablagerung von Schadstoffen in selektiver Form, wobei die eventuell anfallenden belasteten Sickerwässer sicher erfaßt, gesammelt und einer Behandlung zugeführt werden sowie ohne Auswirkungen auf die natürliche Umwelt entsorgt werden. Die Erfindung betrifft eine Anlage, in der eine sichere Zwischen- und oder Endlagerung von schadstoffhaltigen Abprodukten für ein zu entsorgendes Territorium, einen Industriezweig oder für einzelne mittlere'bzw. große Industriebetriebe vorgenommen wird.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN111375617A (zh) * 2018-12-29 2020-07-07 清大国华环境集团股份有限公司 一种工业废盐的桶装式填埋方法

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Legal Events

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IF04 In force in the year 2004

Expiry date: 20080609