DD283539A5 - Verfahren zur sterilisation der staubbeutel von pflanzen - Google Patents

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DD283539A5
DD283539A5 DD32303288A DD32303288A DD283539A5 DD 283539 A5 DD283539 A5 DD 283539A5 DD 32303288 A DD32303288 A DD 32303288A DD 32303288 A DD32303288 A DD 32303288A DD 283539 A5 DD283539 A5 DD 283539A5
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Marat A Fedin
Tatyana A Kuznetsova
Viktor I Lysenkov
Vitaly I Talapin
Svetlana A Novikova
Leonid V Polovinin
Valentin A Savchuk
Anatoly M Petrov
Anatoly I Sedelnikov
Tatyana S Tikhonova
Nina P Polyakova
Sergei I Paklin
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Vnii Selskokhozyaistvennoi Biotekhnologii Vaskhnil,Su
Institut Fiziko-Organicheskoi Khimii An Belorusskoi Ssr,Su
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  • Breeding Of Plants And Reproduction By Means Of Culturing (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Sterilisation der Staubbeutel von Pflanzen durch ihre Behandlung mit einem Sterilisationsmittel in der fuenften und/oder sechsten Periode der Organogenese. Das Sterilisationsmittel enthaelt neben Verduennungsmitteln als Wirkstoff Terpenverbindungen der allgemeinen Formel, worin A die in der Beschreibung angegebene Bedeutung hat. Das erfindungsgemaesze Verfahren wird in der Landwirtschaft in der Selektion und im Samenbau angewendet. Formel{Staubbeutel-Pflanzen; Sterilisationsverfahren; Sterilisationsmittel; Wirkstoff Terpenverbindungen; Landwirtschaft; Selektion; Samenbau}

Description

0 0
U)XO-OCCH2Gl, ExO-OCCH2Br,
ExO-OCC(CH3),, ExO-
ExO-OCH(CH2Cl))2, Exо - OPh, O
Il
steht,
oder Gemische derselben verwendet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die angegebenen Terpenverbindungen in Verbindung mit einem Verdünnerund zwar Wasser in Form einer 0,1%igen wäßrigen Emulsion verwendet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1-2, dadurch gekennzeichnet, daß alsmit dem Sterilisationsmittel zu behandelnde Pflanzen Gräser oder Sonnenblume verwendet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, man zur Erzielung eines hohen Sterilisationsgrades von Staubbeuteln unter ungünstigen klimatischen Bedingungen eine wiederholte Behandlung von Pflanzen mit dem Sterilisationsmittel in der fünften und/oder sechsten Periode der Organogenese verwirklicht.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Biologie und Landwirtschaft, insbesondere auf ein Verfahren zur Sterilisation der Staubbeutel von Pflanzen, welches in der Selektion und im Samenbau zur Verwendung kommt.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Heute wird in der Welt die Aufgabe, die Landwirtschaft zu intensivieren, insbesondere die Ertragsfähigkeit von Getreide-, Futter-, Gemüse- und technischen Kulturen durch breite Verwendung von Hybriden der ersten Generation zu steigern, gelöst. Wegen ihrer Hybridkraft unterscheiden sich die Hybride von den Elternformation in einer höheren Leistung (um 25 bis 30%) und einer besseren Produktqualität.
Es besteht ein Verfahren zur Erzeugung von neuen Hybriden, welches auf einem System „zytoplasmatische Pollensterilität-Restorer der Fertilität" beruht. Diesem Verfahren liegt eine fortwährende (innerhalb von 12 bis 14 Jahren) und komplizierte Selektionsarbeit zugrunde, die das Schaffen von sterilen Analoga, Fixatoren der Sterilität und Restorern der Fertilität umfaßt. Besonders aussichtsreich sind Verfahren, die auf der Sterilisation der Staubbeutel von Pflanzen mit chemischen Sterilisationsmitteln (Gametoziden) besieren. Die Verwendung von Gametoziden ist bedeutend wirtschaftlicher als die des Systems „zytoplasmatische Pollensterilität", weil die Notwendigkeit entfällt, solche Formen wie steriles Analogon,Analogon für die Fixierung der Sterilität bei mütterlichen Formen und für die Restauration der Fertilität bei väterlichen Formen zu entwickeln. Man kann praktisch die Samen von Hydriden der ersten Generation sowohl im Laufe der Selektionsforschung von Ausgangsformen als auch bei der Organisation ihrer großtechnischen Herstellung gewinnen.
Zur Zeit sind etwa 200 Verbindungen gefunden, welche eine gametozide Aktivität besitzen und ihrer chemischen Struktur nach zu verschiedenen Klassen von chemischen Verbindungen gehören. Gametozide müssen die volle Pollensterilität bei behandelten Pflanzen unter Erhaltung der Lebensfähigkeit von Eizellen bewirken und eine ausreichend hohe Fähigkeit (mindestens 70% der Kontrolle), den Fruchtknoten unter freier Bestäubung zu bilden, sicherstellen. Die Werte ihrer Phytotoxizität und Toxizität für Warmblüter müssen minimal sein.
Bekannt sind Verfahren zur Sterilisation der Staubbeutel von Getreidekulturen (L. Dzh. Nikell. Regulatory rosta rasteny. Primenenie ν selskom khosyaistve. Moskva, izdatelstvo „Kolos", 1984, S. 28-31; SU, A 906457.
L. J. Nikell. Wachstumsregulatoren von Pflanzen. Anwendung in der Landwirtschaft. Moskau, Verlag „Kolos", 1984, S. 28-31), welche in der Behandlung von Pflanzen mit Sterilisationsmitteln wie 2-Chloräthylphosphonsäure (Ethrel), Maleinsäurehydrazid, Di- (polyfluoralkyl)-phosphorsäuren und ihre Salze u.a. bestehen. Die Behandlung der Pflanzen mit Sterilisationsmitteln erfolgt in der V. oder Vl. Periode der Organogenese (nach F. M. Kupermann).
In der V. Periode der Organogenese setzen die Prozesse der Bildung und der Differenzierung von Blüten ein. Gegen Ende dieser Periode entstehen Neubildungen, sporogene Archesporgewebe. Während dieser Periode kommt es zur Anlegung von Staubblättern, Stempel und Blütenhülle. In der V. Periode tritt die Differenzierung des Höckers von Staubblättern in Staubfaden und Stempel in Erscheinung. Die Vl. Periode ist durch Ablauf der Prozesse der Blütenbildung (Mikro- und Makroporogenese) gekennzeichnet. In dieser Periode werden gesonderte einkernige Pollenkörner gebildet (F. M. Kupermann. Morfofiziologiya rasteny. Moskva, izdatelstvo „Vysshaya shkola", 1973, S.30-36. Morphophysiologievon Pflanzen, 1973, Verlag „Vysshaya shkola", Moskau, S. 30-36).
Bekannt ist weiter ein Verfahren zur Sterilisation der Staubbeutel von Graspflanzen (GB, A 1567153), das darin besteht, daß man die Behandlung von Graspflanzen mit einem Sterilisationsmittel in der Periode durchführt, die zwischen Auftreten des zweiten Stengelglieds und Ährenschieben liegt. Als Sterilisationsmittel verwendet man heterozyklische Verbindungen, deren Hauptvertreter 2-Karboxy-3,4-methanpyrrolidin oder2-Methoxykarbonyl-3,4-methanpyrolidin sind. Die angegebenen Verbindungen werden in Verbindung mit Verdünnungsmitteln und oberflächenaktiven Stoffen eingesetzt.
Ziel der Erfindung
Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Sterilisation von Staubbeuteln eines breiten Spektrums von Kulturen mit hohem Sterilisationsgrad unter Erhaltung der hohen Fähigkeit von Samen, Fruchtansätze bei freier Bestäubung zu bilden.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch die Wahl von neuen Sterilisationsmitteln ein Verfahren zu entwickeln, welches zur Sterilisation der Staubbeutel eines breiten Spektrums von Kulturen mit hohem Sterilisationsgrad unter Erhaltung der hohen Fähigkeit von Samen, Fruchtansätze bei freier Bestäubung zu bilden, geeignet werden kann.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß im vorgeschlagenen Verfahren zur Sterilisation der Staubbeutel von Pflanzen durch ihre Behandlung mit einem Sterilisationsmittel in Verbindung mit einem Verdünner in derfünften und/oder sechsten Periode der Organogenese erfindungsgemäß als Sterilisationsmittel Terpenverbindungen der allgemeinen Formel:
worin
0 0 0 0
(I - Il /I Il
A für Exo - 0 - GH-; Jixo- OCCF5, Exo - OCCCl3, Exo - OCCH2Cl,
0 0
II Il
Exo - OCCH2Br, Exo - OCC (CH^,
Exo - OCH2CH2Cl, ёхо - OCHCCH2Cl)2, Exo - OPh, О
Il
Endo-exo-OCGH·, steht, oder Gemische derselben bedeutet.
Das Sterilisationsmittel kann in Verbindung mit einem beliebigen bekannten und dazu geeigneten Verdünner verwendet werden. Es ist zweckmäßigerweise in Verbindung mit Wasser als 0,1-bis 2%ige wäßrige Emulsion zu verwenden. Als Pflanzen, die mit dem angegebenen Sterilisationsmittel behandelt werden, dienen bevorzugt Graspflanzen oder Sonnenblume. Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht, die männliche Sterilität von Pflanzen (98-100%) zu erzielen und eine hohe Fähigkeit zum Fruchtansatz der Samen (über 70%) zu erhalten. Zwecks Erzielung des hohen Sterilisationsgrades von Staubbeuteln unter ungünstigen Klimabedingungen wird die Behandlung von Pflanzen mit dem Sterilisationsmittel in der fünften und/oder sechsten Periode der Organogenese (nach Kupermann) wiederholt. Das erfindungsgemäße Verfahren wird wie folgt durchführt.
Pflanzen wie ζ. B. Winter- und Sommerweizen, diploider und tetraploider Roggen, Tritikale, Hirse, Sonnenblume, Mais u. a. werden mit einem Sterilisationsmittel behandelt, wobei man als solches Terpenverbindungen der allgemeinen Formel:
0 0
Ii Il
, worin A für Exo-OCH, Exo -OGCFx,
0 ^O
bxo - OCGGlx, Exo - OC -CH0Cl О15 о г
Exo - OCCH2Br, Exo - OCC(CH3),, Exo - OCH2CH2Cl,
Exo - OCH(CH2Cl)2, Exo - OPh, Endο-, exo - OCCH, steht,
oder Gemische derselben verwendet.
Terpenverbindungen können in Verbindung mit beliebigen geeigneten Verdünnern verwendet werden; als Verdünner ist Wasser zweckmäßigerweise zu benutzen. Dabei ist eine 0,1- bis 2%ige wäßrige Emulsion der genannten Verbindungen vorteilhaft zu verwenden.
Man kann den gebrauchsfertigen Lösungen beliebige geeignete oberflächenaktive Stoffe wunschgemäß zusetzen. Beim Aufbringen auf die Pflanzen sind gewöhnlich den gebrauchsfertigen Lösungen beliebige bekannte Hilfszusätze wie Netzmittel, Dispergiermittel und Adhäsionsmittel zweckmäßigerweise hinzuzufügen.
Das Sterilisationsmittel läßt sich auf Pflanzen nach verschiedenen Behandlungsverfahren wie Flüssigkeitszerstäubung und Luftzerstäubung (Aerosole) aufbringen. Die Behandlung von Pflanzen mit dem Sterilisationsmittel erfolgt in der fünften und/oder sechsten Periode der Organogenese (nach Kupermann). Die Dosis des Sterilisationsmittels hängt von der Natur der Verbindung, von zu behandelnder Kultur, Behandlungsperiode und natürlichen Klimafaktoren ab. Um den hohen Sterilisationseffekt unter ungünstigen Klimabedingungen sicherzustellen, ist es zweckmäßig, die wiederholte Behandlung von Pflanzen in der Vl. Periode der Organogenese durchzuführen. Die Gesamtdosis des Sterilisationsmittels beträgt von 0,6 bis 20 kg/ha.
Alle erfindungsgemäßen Terpenverbindungen, die als Sterilisationsmittel zur Verwendung kommen, waren auf die Toxizität im Tierversuch geprüft. Die Prüfergebnisse haben ergeben, daß die angegebenen Verbindungen von schwacher Toxizität sind oder praktisch untoxische Verbindungen darstellen. So beträgt beispielsweise LD50 bei 2-Exo- bornylmonochlorazetat für weiße Mäuse 480 mg/kg Tiergewicht, bei 2-Exo-(2-chloräthoxy)-bornan beträgt LD5O 2130 mg/kg Tiergewicht, bei 2-Exo-bornyl-trifIuorazetat beträgt 2700 mg/kg Tiergewicht, LD50 bei 2-Exo-bornyltrichlorazetat 3040 mg/kg, LD50 bei 2-Exo-phenoxybornan 3 500 mg/ kg, LD50 bei 2-Exo-bornylformiat beträgt für Ratten 5 000 mg/kg Tiergewicht, LD50 bei 2-Exo-bomyl-trimethylazetat für Ratten beträgt 3000mg/kg Tiergewicht und LD60 bei 2-Endo-bornylazetat beträgt für Ratten 5000-10000 mg/kg Tiergewicht.
Die erfindungsgemäßen Sterilisationsmittel erhält man nach der bekannten Methodik bei der Umsetzung von Kamphen mit elektrophilen Mitteln (mit niederen Karbonsäurehalogeniden bzw. Karbonsäurealkylhalogeniden bzw. Alkoholen) in einem saueren Medium bei einer Temperatur von 30 bis 100°C.
Die gemetozide Aktivität der erfindungsgemäßen Sterilisationsmittel war in Feldversuch in verschiedenen bodenklimatischen Zonen mit Teilstücken von 10 m2 Größe in zwei- bis drei- bis viermaliger Wiederholung festgestellt. Jedes Sterilisationsmittel wurde mindestens 5 Jahre lang geprüft.
Die Entwicklung der Perioden der Organogenese wird zytologisch überwacht. Die Behandlung von Pflanzen mit dem Sterilisationsmittel erfolgt am Anfang der fünften Periode der Organogenese Kupermann.
Mit dem Ährenschieben verwirklicht man die Isolierung von Hauptähren und anderen Stockwerken in Pergamentbeuteln. Bei Weizen und Tritikale werden Einzelisolatoren verwendet. Bei Roggen schließt man je Ähre von 5 bis 7 verschiedenen nebeneinander befindlichen Pflanzen unter einen gemeinsamen Isolator ein. Bei Hirse wird jede Rispe getrennt isoliert. Der Sterilitätsprozentsatz (X) für Weizen, Roggen, Tritikale und Hirse wird nach der Formel
X _ ,. Anzahl der in einem Isolator befruchteten Samen von behandelten Pflanzen . 100<J/
Anzahl der unter einem Isolator befruchteten Samen von unbehandelten Kontrollpflanzen
ermittelt.
Die Kornzahl in nicht isolierten Ähren von Kontrollpflanzen wird bedingt für 100% Ansetzen bei freier Bestäubung angenommen. Um zuverlässige Angaben zu erhalten, verwendet man 20 bis 25 Isolatoren jeder Wiederholung für Weizen und Tritikale, 10 bis 15 Isolatoren jeder Wiederholung für Roggen und Hirse.
-4- 283 593
Zur Kontrolle der chemischen Sterilisation des Sonnenblumenpollens werden für jede Verbindung 45 behandelte Pflanzen jeder Wiederholung benutzt, wobei 15 Pflanzen zwecks Selbstbestäubung des Blütenkörbchens isoliert werden, 15 Pflanzen mit einem Pollengemisch, gesammelt von 20 bis 25 behandelten isolierten Körbchen, bestäubt werden, und 15 Pflanzen für freie Bestäubung gelassen werden, damit das Ansetzen von Achänen mit dem Pollen der Vaterform kontrolliert worden kann. Man beurteilt die Pollensterilität von Pflanzen der Sonnenblume nach der Pollenfertilität und -keimfähigkeit, nach den morphologischen Besonderheiten von Spermien und nach der Fähigkeit von Achänen zum Ansetzen bei der Bestäubung der behandelten isolierten Pflanzen mit dem Pollen der unbehandelten väterlichen Form. Die Lebensfähigkeit der Eizelle wird nach der Samenbildung bei behandelten Pflanzen bei freier Bestäubung der väterlichen Form bestimmt.
Es ist wünschenswert, die Behandlung von Pflanzen bei heiterem windstillem Wetter durchzuführen. Alle Verbindungen dringen in Gewebe der Pflanzen innerhalb von 4 Stunden durch. Im Falle der Niederschläge während dieser 4 Stunden ist es notwendig, Pflanzen in der Vl. Periode der Organogenese wiederholt zu behandeln.
Ausführungsbeispiele
Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung werden folgende Ausführungsvarianten des erfindungsgemäßen Verfahrens angeführt.
Beispiel 1
Pflanzen des Winterweizens Sorte Mironovskaya 808 werden in der V. Periode der Organogenese durch Zerstäubung einer 2%igen wäßrigen Emulsion von 2-Exo-bornylbromazetat mit Hilfe einer Rückenspitze behandelt. Man fügt als Emulgator 0,1 Ma.-% Ci2-C14 Kalziumalkylbenzolsulfonat hinzu. Als Adjuvans führt man in die Emulsion 0,01 Ma.-% Dimethylsulfoxid ein. Der Versuch an Präparat beträgt 12 kg/ha. Als Kontrolle dienen Pflanzen, behandelt mit einem Verdünner ohne Sterilisationsmittel. Die Prüfergebnisse sind in der Tabelle 1 angegeben. Die analogen Ergebnisse sind bei der Behandlung der Pflanzen in der Vl. Periode der Organogenese erhalten.
Beispiele 2-3
Man verfährt analog dem Beispiel 1.AIs Sterilisationsmittel benutzt man eine 2%ige wäßrige Emulsion von 2-Exo-bornyltrifluorazetat und 2-Exo-bornyl-trichlorazetat. Die Prüfergebnisse sind in der Tabelle 1 angegeben.
Beispiele 4-7
Der Prozeß wird analog zu dem in Beispiel 1 beschriebenen durchgeführt, mit dem Unterschied aber, daß man eine 0,5 ma.-%ige wäßrige Emulsion von г-Ехо-г-спІогаіЬохуЬогпап, 2-Exobomylmonochlorazetat, 2-Exoppbornylformiat bzw. 2-Exobornylazetat verwendet. Der Verbrauch an Präparat beträgt 3 kg/ha. Die Prüfergebnisse sind in der Tabelle 1 angeführt.
Beispiele 8-9
Der Prozeß wird analog zu dem in Beispiel 1 beschriebenen durchgeführt, mit dem Unterschied aber, daß man eine 1%ige wäßrige Emulsion von 2-Exo-phenoxybornan und 2-Exo-(2-chlor-l-chlormethyiäthoxy)bornan verwendet. Der Verbrauch an Präparat beträgt 6 und 10 kg/ha. Die Prüfergebnisse sind in der Tabelle 1 angeführt.
Tabelle 1
Ifd Beispiel Kornzahl Prozent Kornzahl Prozentsatz des
Nr. Nr. der Ähre satz der der Ähre bei Ansetzensder
im Isolator Sterilität freier Bestäubung Körner bei frei
er Bestäubung
1 2 3 4 5 6
1 2 3 4 5 6 7 8 9 19
Kontrolle Beispiel 1 Beispiel 2 Beispiel 3 Beispiel 4 Beispiel 5 Beispiele Beispiel 7 Beispiele Beispiel 9
34,5 0,0 0,0 0,0 0,5 0,5 0,2 0,0 0,0 0,0
40,5 38,2 28,1 28,3 32,3 31,4 33,7 31,7 38,9 36,1
100,0 94,3 69,4 69,9 79,7 77,5 83,2 78,3 96,0 89,1
Beispiele 10-16
Pflanzen des Sommerweizens Moskovskaya 35 werden in der Vl. Periode der Organogenese (nach Kupermann) mit einer 1 %igen wäßrigen Emulsion von 2-Exo-bornylmonochlorzetat, 2-Exo-bornylmonobromazetat, 2-Exo-bornyltrifluorazetat, 2-Exobornylazetat, 2-Exo-(2-chloräthoxy)-bornan, 2-Exobornylformiat bzw. 2-Endo-bornylazetat behandelt. Die Emulsion enthält als Emulgiermittel 0,1 Ma.-% C^Cu-Kalziumalkylbenzolsulfonat und als Adjuvans 0,01 Ma.-% Ν,Ν-Dimethylformamid. Der Verbrauch an Präparat beträgt 6kg/ha. Als Kontrolle dienen Pflanzen, behandelt mit dem Verdünner ohne Sterilisationsmittel. Die Prüfergebnisse sind in der Tabelle 2 angeführt. Die analogen Ergebnisse sind bei der Behandlung der Pflanzen in der V. Periode der Organogenese erhalten.
Tabelle 2
lfd. Beispiel Kornzahl Prozent Kornzahl Prozentsatz des
Nr. Nr. der Ähre satz der der Ähre bei Ansetzensder
im Isolator Sterilität freier Bestäubung Körner bei frei
er Bestäubung
1 2 3 4 S 6
1 Kontrolle 34,9 _ 36,4 100,0
2 Beispiel 10 0,0 100,0 22,1 60,7
3 Beispiel 11 0,0 100,0 22,7 62,4
4 Beispiel 12 0,0 100,0 30,4 83,5
5 Beispiel 13 0,0 99,7 20,9 57,4
6 Beispiel 14 0,0 100,0 22,6 62,1
7 Beispiel 15 0,0 100,0 27,5 75,5
8 Beispiel 16 0,2 99,4 35,6 97,8
Beispiele 17-23
Pflanzen von diploidem Roggen Sorte Chulpan werden in der Vl. Periode der Organogenese (nach Kupermann) mit einer 1 %igen wäßrigen Emulsion von 2-Exo-bornylmonochlorazetat, 2-Exo-bornylmonobromazetat, 2-Exo-bornyltrichlorazetat, 2-Exophenoxybornan, 2-Exo-2-chlor-1-chlormethyläthoxy)bornan bzw. 2-Endo-bornylazetat behandelt. Die Emulsion enthält 0,1 Ma.-% C1z-Cu-Kalziumalkylbenzolsulfonat und 0,01 Ma.-% Dodezylsulfat. Der Verbrauch an Präparat beträgt 6 kg/ha. Als Kontrolle dienen Pflanzen, behandelt mit einem Verdünner ohne Sterilisationsmittel.
Die Prüfergebnisse sind in der Tabelle 3 angeführt. Die analogen Ergebnisse sind bei der Behandlung der Pflanzen in der V. Periode der Organogenese erhalten.
Tabelle 3
lfd Beispiel Kornzahl Prozent Kornzahl Prozentsatz des
Nr. Nr. der Ähre satz der der Ähre bei Ansetzens der
im Isolator Sterilität freier Bestäubung Körner bei frei
er Bestäubung
1 2 3 4 5 6
1 Kontrolle 49,2 _ 54,1 100,0
2 Beispiel 17 0,7 98,7 46,2 85,4
3 Beispiel 18 0,6 98,9 38,6 71,3
4 Beispiel 19 0,0 100 38,1 70,4
5 Beispiel 20 0,3 99,4 52,3 96,7
6 Beispiel 21 0,5 99,1 53,5 98,9
7 Beispiel 22 0,0 100 53,6 99,1
8 Beispiel 23 0,4 99,3 49,0 90,6
Beispiele 24-26
Pflanzen von tetraploidem Roggen Sorte Belta werden in der V. Periode der Organogenese (nach Kupermann) mit einer 1%igen wäßrigen Emulsion folgender Sterilisationsmittel 2-Exo-bornyl-(trifluor)-azetat, 2-Exo-bornyl-(trichlor)azetat, 2-Exophenoxybornan behandelt. Der Verbrauch an Sterilisationsmittel beträgt 10 kg/ha
Die Ergebnisse der durchgeführten Prüfungen im Vergleich mit Kontrolle sind in der Tabelle 4 angeführt.
Tabelle 4
lfd Beispiel Kornzahl Prozent 0,0 Kornzahl Prozentsatz des
Nr. Nr. der Ähre satz der 100 der Ähre bei Ansetzensder
Isolator Sterilität 100 freier Bestäubung Körner bei frei
100 er Bestäubung
1 2 3 4 5 6
1 Kontrolle 39,9 44,2 100,0
2 Beispiel 24 0,0 38,1 86,2
3 Beispiel 25 0,0 36,0 81,4
4 Beispiel 26 0,0 39,2 88,6
Beispiel 27
Pflanzen von diploidem Roggen Charkovskaya 55 werden analog dem Beispiel 1 in der V. und Vl. Periode der Organogenese mit 1,0%iger wäßriger Emulsion von 2-Exo-phenoxybornan behandelt. Der Verbrauch an Sterilisationsmittel beträgt 6kg/ha. Die Prüfergebnisse sind in der Tabelle 5 dargestellt.
Tabelle 5
lfd Beispiel Kornzahl Prozentsatz 0 Kornzahl Prozentsatz des
Nr. Nr. der Ähre der Steri 100,0 der Ähre Ansetzens der
im Iso lität bei frei Körner bei
lator er Besteu- freier Besteu-
bung bung
1 2 3 4 5 6
1 Kontrolle 31,5 39,4 100,0
2 Beispiel 27 0 34,3 87,0
Beispiel
Pflanzen von Tritikale Sorte PRAG-109 werden analog dem Beispiel 1 mit einer 2%igen wäßrigen Emulsion von 2-Exo-Phenoxybornan in der V. Periode der Organogenese behandelt. Der Verbrauch an Sterilisationsmittel beträgt 12 kg/ha. Die Prüfergebnisse sind in der Tabelle 6 angeführt.
Tabelle 6
lfd Beispiel Kornzahl Prozentsatz 0,0 Kornzahl Prozentsatz des
Nr. Nr. der Ähre der Sterili 99,3 der Ähre Ansetzens der
im Iso tät bei frei Körner bei
lator er Besteu- freier Besteu-
bung bung
1 2 3 4 5 6
1 Kontrolle 41,3 45,8 100,0
2 Beispiel 28 0,8 39,7 86,7
Beispiel
Pflanzen von Tritikale Sorte Amfidiploid 206 werden analog dem Beispiel 1 in der V. Periode der Organogenese mit einer 2%igen wäßrigen Emulsion von 2-Exophenoxybornan behandelt. Der Verbrauch an Sterilisationsmittel beträgt 12 kg/ha. Die Ergebnisse der durchgeführten Prüfungen sind in der-Tabelle 7 angeführt.
Tabelle 7
lfd Beispiel Kornzahl Prozentsatz Kornzahl Prozentsatz des
Nr. Nr. der Ähre der Sterili der Ähre Ansetzens der
im Iso tät bei frei Körner bei
lator er Besteu- freier Besteu-
bung bung
1 2 3 4 5 6
1 Kontrolle 23,4 0,0 25,2 100
2 Beispiel 29 0,2 98,9 25,2 100,0
Beispiele 30-39 Pflanzen der Hirse Sorte Mironovskoe 94 werden analog dem Beispiel 1 in derV.Periode der Organogenese mit einer 1%igen wäßrigen Emulsion folgender Stirilisationsmittel: 2-Exo-bornyl-(trifluor)-azetat, 2-Exo-phenoxybornan, 2-Exo-(2-chlor-1-methyläthoxy)-bornan, 2-Exo-bornyl-trimethylazetat, 2-Endo-bornylazetat, 2-Exo-bornyl-monochlorazetat, 2-Exo-bornylmonobromazetat, 2-Exo-bornyl-(tri-chlor)azetat, 2-Exo-bornylazetat, 2-Exo-(2-chloräthoxy)bornan, bzw. 2-Exo-bornylformiat behandelt.
Der Verbrauch an Sterilisationsmittel beträgt 10 kg/ha.
Die Prüfergebnisse im Vergleich mit Kontrolle sind in der Tabelle 8 dargestellt.
Tabelle 8
lfd 1 Beispiel Kornzahl Prozentsatz 0,0 Kornzahl Prozentsatz des
Nr. 2 Nr. der Ähre der Sterili 100,0 der Ähre Ansetzens der
3 im Iso tät 100,0 bei frei Körner bei
4 lator 100,0 er Besteu- freier Besteu-
5 100,0 bung bung
1 6 2 3 4 100,0 5 6
7 Kontrolle 105,1 100,0 153,3 100,0
8 Beispiel 30 0,0 100,0 123,6 80,6
9 Beispiel 31 0,0 100,0 130,0 84,8
10 Beispiel 32 0,0 100,0 90,2 58,8
11 Beispiel 33 0,0 100,0 101,2 66,0
Beispiel 34 0,0 105,2 68,6
Beispiel 35 0,0 128,5 83,8
Beispiel 36 0,0 128,4 83,8
Beispiel 37 0,0 136,9 89,3
Beispiel 38 0,0 98,7 64,4
Beispiel 39 0,0 135,7 88,5
Beispiele 40-45
Pflanzen der Sonnenblume Sorte Peredovik und Linie BK119 werden analog dem Beispiel 1 mit einer 0,2%igen wäßrigen Emulsion folgender Stirilisationsmittel: 2-Exo-bomyl-azetat, 2-Exo-bornylformiat, 2-Exo-phenoxybornan, 2-Exobornylmonochlorazetat, 2-Exo-(2-chloräthoxy)bornan bzw. 2-Exo-bornyltrichlorazetat behandelt. Die Behandlung führt man in der V. Periode der Organogenese in die Phase „Sternchen" durchgeführt. Die Präparatdosis 1,2 kg/ha. Die Prüfergebnisse sind in der Tabelle 9 angeführt.
Tabelle 9
lfd Beispiel Prozent Prozent Masse 84,0 60,0 Anzahl 0,0 Olge Kei
Nr. Nr. satz des satz des von 78,0 55,8 der 100,0 halt mung
Ansetzens Ansetzens 1000 82,7 59,5 steri 100,0 von von
von Ächä- bei frei Achä- 89,0 56,0 len 100,0 Achä- Achä-
nen unter er Bestreu- nen, Sonnenblume Linie BK119 Pflan nen nen
Isolator bung ing 85,0 zen in 0,0 ing in%
bei PoI- 77,4 % 100,0
lengemisch- 88,2 100,0
besteubung 83,5 100,0
1 2 3 4 5 6 7 8
Sonnenblume Sorte Peredovik
1 Kontrolle 85,0 85,0 54,7 100,0
2 Beispiel 40 0,0 68,3 54,5 100,0
3 Beispiel 41 0,0 85,4 51,4 100,0
4 Beispiel 42 0,0 79,8 53,9 100,0
5 Kontrolle 72,6 51,0 100,0
6 Beispiel 43 0,0 51,4 100,0
7 Beispiel 44 0,0 50,3 100,0
8 Beispiel 45 0,0 50,1 100,0
Beispiel 46
Pflanzen des Sommerweizens Sorte Botanicheskaya 4 werden analog dem Beispiel 1 mit einer 1%igen wäßrigen Emulsion eines Gemisches aus Sterilisierungsmitteln wie 2-Exo-bornyl-monochlorazetat mit 2-Endo-bornylazetat, genommen in einem Verhältnis 1:1, behandelt. Die Prüfergebnisse sind in der Tabelle 10 angeführt.
Tabelle 10
lfd Behandlung Kornzahl Prozentsatz 0,0 Kornzahl Prozentsatz des
Nr. der Pflanzen der Ähre der Sterili 100,0 der Ähre Ansetzens der
im Isolator tät bei frei Körner bei
er Besteu- freier Besteu-
bung bung
1 2 3 4 5 6
1 Kontrolle 28,9 30,9 100,0
2 Gemisch 0,0 29,0 93,8
aus Steri
lisierungs
mitteln
Beispiele 47-49
Pflanzen von diploidem Roggen Sorte Chulpan werden analog dem Beispiel 1 mit einer 1%igen wäßrigen Emulsion folgender Gemische von Sterilisierungsmitteln wie Gemisch aus 2-Exo-bornyltrichlorazetat mit 2-Endo-botnylazetat (bei einem Verhältnis 1:1), Gemisch aus 2-Exo-bornylazetat mit 2-Exo-bornyltrimethylazetat (bei einem Verhältnis 1:1), Gemisch aus 2-Exobornylformiat mit 2-Exo-phenoxybornan (bei einem Verhältnis 1:1) behandelt.
Tabellen
lfd Beispiel Kornzahl Prozentsatz Kornzahl Prozentsatz des
Nr. Nr. der Ähre derSterili- derÄhre Ansetzens der
im Isolator tat bei frei- Körner bei
er Besteu- freier Besteu-
bung bung
1 2 3 4 0,0 5 6
1 Kontrolle 44,5 100,0 46,6 100,0
2 Beispiel 47 0,0 100,0 40,5 86,9
3 Beispiel 48 0,0 100,0 36,4 78,1
4 Beispiel 49 0,0 38,8 83,3

Claims (1)

1. Verfahren zur Sterilisation der Staubbeutel von Pflanzen durch ihre Behandlung mit einem Sterilisationsmittel in Verbindung mit einem Verdünner in der fünften und/oder sechsten Periode der Organogenese, dadurch gekennzeichnet, daß man als Sterilisationsmittel Terpenverbindungen der allgemeinen Formel:
„ 0 0 0
R и ii и
worin A für Exo-OCH, ExO-OCCF5, Exo-OCCCL,,
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