DD284192A5 - Nachformbarer holzwerkstoff - Google Patents

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DD284192A5
DD284192A5 DD32883689A DD32883689A DD284192A5 DD 284192 A5 DD284192 A5 DD 284192A5 DD 32883689 A DD32883689 A DD 32883689A DD 32883689 A DD32883689 A DD 32883689A DD 284192 A5 DD284192 A5 DD 284192A5
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wood veneer
wood material
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DD32883689A
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Inventor
Peter Boehme
Original Assignee
Veb Wtz Der Holzverarbeitenden Industrie,Dd
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  • Dry Formation Of Fiberboard And The Like (AREA)
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen vorzugsweise fuer flaechige Stuhlformteile wie Sitzschalen oder Lehnenelemente einsetzbaren nachformbaren Holzwerkstoff. Erfindungsgemaesz bestehen die Mittellage eines insgesamt dreischichtig aufgebauten Preszformteiles mit sphaerischer Formgebung aus Holzfurnier und die Auszenschichten aus einem unter Waermeanwendung beidseitig schubfest auf die Holzfurnierlage aufgepreszten Holzpartikel-Thermoplast-Gemenges.{Stuhlformteil; Sitzschale; Lehnenelement nachformbar; Holzwerkstoff; Mittellage, dreilagig, sphaerisch; Holzfurnier; Holzpartikel; Thermoplast; Gemenge}

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft einen vorzugsweise für flächige Stuhlformteile wie Sitzschalen oder Lehnenelemente einsetzbaren nachformbaren Holzwerkstoff.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Die Herstellung von laminierten Sitzschalen und Rückenlehnenelementen für Stühle wird traditionell in der Weise durchgeführt, daß mehrere beleimte Furnierzuschnitte in entsprechenden Gesenken zu Lagenformholzteilen verpreßt werden. Die dabei i. d. R. angestrebte sphärische Teileformgebung übersteigt schon bei vergleichsweise geringen Verformungsgraden die räumliche Flächenverformbarkeit des Werkstoffes Holz- (Furnier), woraus in der Folge Furnierrisse oder/und Spanausbrüche resultieren. Diese Qualitätsbeeinträchtigungen werden bei später beabsichtigter Teileüberpolsterung zumeist toleriert, oder aber es wird bei später gewünschter Holzoberflächensichtbarkeit auf dem Wege einer übermäßigen Erhöhung des Preßdruckes, verknüpft, mit einer erhöhten Bindemittelzugabe versucht, eine solche Werkstoffverdichtung zu erreichen, bei der eventuelle Gefügeunregelmäßigkeiten an der Teileoberfläche nivelliert werden und somit eine glatte Teileoberfläche entsteht. Letztere Vorgehensweise bedingt jedoch einen außerordentlich hohen (Kosten-) Aufwand hinsichtlich der erforderlichen Spezialpreßtechnik.
Auf Grund der o. g. Nachteile wurde versucht, mit Hilfe der im Vergleich zur konventionellen Lagenformholzherstellung in verschiedener Hinsicht wesentlich effektiver durchführbaren Nachformung von thermoplastisch verklebten Holzfurnierplatten eine dreidimensionale Formgebung bei flächigen Teilen zu erreichen. Die Lösung wurde im Einsatz von FINE-LINE-Furnierblättern mit einer Thermoplastbindung der FINE-LINE-Struktur gefunden (DDWP B27 D/315 2186). Nachteilig ist hierbei allerdings der hohe technologische Herstellungsaufwand zur Werkstofferzeugung, insbesondere zur Erzeugung der FINE-LINE-Blätter. Auch ist die Oberfläche eines aus dem beschriebenen Werkstoff gebildeten sphärischen Formkörper nie exakt glatt, da die einzelnen Furnierstreifen der FINE-LINE-Struktur im Deckschichtenbereich (gemäß den geltenden geometrischen Zusammenhängen) in der Phase der Halbzeugnachverformung stets um einen geringen Betrag aus der Ebene heraustreten. Somit ist ein nachträglicher Oberflächenschliff zwingend erforderlich, der jedoch bei sphärisch geformten Teilen zumeist nicht unproblematisch ist. In jedem Fall bleibt aber auch nach einem Oberflächenschliff die Streifenzeichnung der FINE-LINE-Struktur im Deckschichtenbereich sichtbar erhalten.
Eine andere Möglichkeit der Herstellung sphärischer Flächenformteile aus Holzwerkstoffen ist die ein- oder mehrlagige Formverpressung von sog. nachformbaren Holzpartikelwerkstoffplatten mit thermoplastischer Partikelbindung (z.B. DD-PS 215745). Die sphärische Verformungsfähigkeit dieser Werkstoffe ist verhältnismäßig hoch, jedoch weisen die Formteile nur eine sehr geringe mechanische Belastbarkeit auf, weshalb ihr Einsatz für Sitzschalen oder dgl. nicht in Betracht kommt.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung ist ein dreidimensional nachformbarer flächiger Holzwerkstoff mit einer vergleichsweise hohen mechanischen Werkstoffbelastbarkeit.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Vorteile der Technologie der Nachverformung von nachformbaren Holzpartikelwerkstoffplatten bei der Herstellung mechanisch hoch beanspruchbarer sphärisch geformter Holzwerkstoff-Flächenbauteile wirksam werden zu lassen.
Erfindungsgemäß bestehen die Mittellage eines insgesamt dreischichtig aufgebauten Preßformteiles aus Holzfurnier und die Außenschichten aus einem unter Wärmeanwendung beidseitig schubfest auf die Holzfurnierlage aufgepreßten Holzpartikel-Thermoplast-Gemenges. Vorteilhafterweise ist das Holzfurnier mit Harnstoff-Formaldehyd- oder mit Phenol-Formaldehyd-Harz durchtränkt.
Der Vorteil des erfindungsgemäßen Werkstoffes gegenüber konventionellen nachformbaren Partikelwerkstoffen ist die durch die Furniereinlage bedingte höhere Werkstoffstabilität. Auch ist der insgesamt eingesetzte Thermoplastanteil niedriger als bei einem konventionellen thermoverformbaren Partikelwerkstoffelement gleicher Dicke (Einsparung des Thermoplastanteiles in der Mittelschicht). Die sphärische Werkstoffverformbarkeit ist insofern gegeben, als daß das eingebettete Furnier durch die dem Schichtstoff aufgezwungene sphärische Formgebung zwar u.U. bestimmte Gefügeschädigungen erleiden kann, daß sich diese Schädigungen aber erstens durch die aufliegenden (dreidimensional verformbaren) Deckschichten nie über einen größeren
Flächenbereich ausbreiten können bzw. nie einen so großen Umfang annehmen können wie bei freier Formung eines Furnierblattes (Stutzeffekt der Deckschichten...) und daß zweitens am fertigen Formteil in keinem Falle sichtbare Oberflächenausbrüche oder -risse bzw. Falten auftreten, da das beidseitig aufgepreßte Partikel-Thermoplast-Gemenge alle Unebenheiten der Mittelschicht überdeckt (Kompensationseffekt der Deckschichten...).
Ausführungsbeispiel
Ein Schälfurnier aus Buche der Dicke von 1,8 mm wird zwischen zwei Schichten eines Holzpartikelgemenges aus 70 % Feinspänen und 30% granulierten PE-Abfällen eingebettet und bei einem Druck von 2,0MPa sowie einer Temperatur von 1900C eine Minute lang in einer Flachpresse gepreßt. Die Dicke der beidseitig aufgebrachten (zunächst noch unverdichteten) Gemengeschichten wird mit 5,0... 12,0 mm so gewählt, daß sich nach dem Verpressen auf jeder Seite des Holzfurnierblattes eine solche Dicke des (nun verdichteten) Partikel-Thermoplastauftrages ergibt, welche etwa der Dicke des eingesetzten Furnieres entspricht. Der auf diese Weise gebildete Werkstoff laßt sich bei Wiedererwärmung auf 1400C leicht in die einer Sitzschale oder Rückenlehne eines Stuhles entsprechende Form bringen. Nach erfolgter Formgebung des Flächenhalbzeuges wird die Rückkühlung des Materials herbeigeführt.

Claims (2)

1. Nachformbarer Holzwerkstoff, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittellage eines insgesamt dreischichtig aufgebauten sphärisch geformten Flächenhalbzeuges aus Holzfurnier und die Außenschichten aus einem unter Wärmeanwendung beidseitig schubfest auf die Holzfurnierlage aufgebrachten Holzpartikel-Thermoplast-Gemenges bestehen.
2. Nachformbarer Holzwerkstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Holzfurnier-Mittellage mit einem Harnstoff-Formaldehyd- oder einem Phenol-Formaldehyd-Harz durchtränkt ist.
DD32883689A 1989-05-24 1989-05-24 Nachformbarer holzwerkstoff DD284192A5 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE9114920U1 (de) * 1991-12-02 1993-02-04 Dreer, Franz, 86825 Bad Wörishofen Platte mit Postformingkante

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