DD284340A7 - Feuerloeschpulver - Google Patents

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DD284340A7
DD284340A7 DD32520789A DD32520789A DD284340A7 DD 284340 A7 DD284340 A7 DD 284340A7 DD 32520789 A DD32520789 A DD 32520789A DD 32520789 A DD32520789 A DD 32520789A DD 284340 A7 DD284340 A7 DD 284340A7
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DD
German Democratic Republic
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ammonium sulfate
fire
alkanesulfonate
powder
flowability
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DD32520789A
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English (en)
Inventor
Hans M Schreiber
Gundula Haring
Brigitte Heyse
Ursula Krueger
Detlef Buenger
Original Assignee
Veb Kombinat Feuerloeschgeraete Neuruppin,Dd
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Feuerloeschpulver, das fuer alle Pulverloeschgeraete anwendbar ist. Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Entwicklung eines Feuerloeschpulvers, das sich durch verbesserte Riesel- und Foerderfaehigkeit auszeichnet und damit die Lagerfaehigkeit wesentlich gesteigert werden kann. Die Aufgabe wird erfindungsgemaesz durch ein Feuerloeschpulver bestehend aus mit Silikonoel vorbehandeltem Ammoniumsulfat, Monoammoniumdihydrogenphosphat und/oder Kaliumsulfat derart geloest, dasz das enthaltene Ammoniumsulfat vor der Hydrophobierung mit Silikonoel mit Alkansulfonat behandelt wurde. Durch das erfindungsgemaesze Feuerloeschpulver werden auch unter extremen Feuchtebedingungen die Riesel- und Foerderfaehigkeit aufrechterhalten.{Feuerloeschpulver; Pulverloeschgeraete; Pulverloescher; Rieselfaehigkeit; Foerderfaehigkeit; Lagerfaehigkeit; anorganische Salze; Kaliumsulfat; Ammoniumsulfat; Silikonoel; Alkansulfonat; Monoammoniumdihydrogenphosphat; Hydrophobierung}

Description

Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Feuerloschpulver bestehen hauptsächlich aus feinzerkleinerten fur Feue'rloschzwecke geeigneten anorganischen Salzen Zum Zwecke der Gewährleistung einer optimalen Riesel- und Forderfahigkeit, auch nach jähre- oder jahrzehntelanger Lagerung in Loschgeraten und Nachfullpackungen unter wechselnden klimatischen Bedingungen werden diese Salze chemisch behandelt, vorzugsweise silikonisiert und zusatzlich mit hydrophoben Zusatzstoffen vermischt Als loschwirksame Substanzen haben sich solche anorganischen Salze, die bereits in der Dungemittelindustne in großen Mengen hergestellt werden, ζ B Amoniumphosphate, Ammoniumsulfat und Kaliumsulfat, oder in anderen großtechnischen Chemieprozessen eingesetzt werden, ζ B Natriumhydrogenkarbonat, seit Jahrzehnten bewahrt Die Hydrophobierung der anorganischen Salze erfolgt bekannterweise durch Zusatz von Stearaten oder feinteiliger hydrophober Kieselsaure
Weiterhin ist durch die GB/PS 2118834 bekannt, daß neuerdings Polymethylhydrosiloxan den anorganischen Salzen durch Aufsprühen zugesetzt wird, wodurch der Hydrophoblereffekt noch wesentlich verbessert wird Nachteilig bei diesem Verfahren ist jedoch, daß eine spezielle Anlage und ein hoher Energieaufwand notwendig sind Beiden insgesamt bekannten Feuerloschpulvern gestaltet sich die Anforderung des hohen chemischen Reinheitsgradesund der damit verbundenen hohen Herstellungskosten als nachteilig
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht dann, ein Feuerloschpulver fur Pulverloschgerate zu schaffen, durch das der Energie- und Arbeitsaufwand reduziert und damit kostengünstig hergestellt werden kann
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Feuerloschpulver zu entwickeln, das sich durch verbesserte Riesel-und Forderfahigkeit auszeichnet und damit die Lagerfahigkeit und Loscheffektivitat wesentlich steigert Erfindungsgemaß wird die Aufgabe durch ein Feuerloschpulver, bestehend aus mit Silikonol vorbehandeltem Ammoniumsulfat, Monoammoniumdihydrogenphosphat und/oder Kaliumsulfat derart gelost, daß das enthaltene Ammoniumsulfat vor der Hydrophobierung mit Silikonol mit Alkansulfonat behandelt wurde
Das in der chemischen Industrie großtechnisch hergestellte Ammoniumsulfat wird zur Verbesserung der Transport- und Lagerbedingungen in der Düngemittel Industrie mit einer Losung einer Alkansulf onatpaste (Fettal kohol-Su If onat-Paste) versetzt Der Anteil betragt etwa 1-2% Losungsmittelzugabe, in welchem etwa 1 % FAS-Paste gelost werden Die Verwendung dieses zusatzlich befeuchteten Ammoniumsulfats als Rohstoff fur Feuerloschpulver war bisher nicht möglich und hat den Fachmann davon abgehalten, es einzusetzen, weil ein solchermaßen behandeltes Ammoniumsulfat nach seiner Zerkleinerung und Zumischung zum Loschpulver sofort zu Verklumpungen und Verklebungen des Loschpulvers fuhrt, was eine Verschlechterung der Rieselfahigkeit und Forderfahigkeit, der Lagerstabilitat des Kornspektrums, der spezifischen Oberflache und damit vor allem zur Loscheffektivitat fuhrt Weiterhin war davon auszugehen, daß dieses Ammoniumsulfat die Polymerisation des Sihkonols behindert und somit die Hydrophobierung des Loschpulvers verhindert Überraschenderweise wurde gefunden, daß bereits bei Raumtemperatur ohne zusatzlichen Energieaufwand eine chemische Reaktion zwischen dem mit Alkansulfanat behandelten Ammoniumsulfat und Silikonol eintritt und die Riesel- und Forderfahigkeit und alle weiteren davon abgeleiteten Eigenschaften wirkungsvoll verbessert werden, so nicht zu erwarten war und auf eine Erhöhung des „Gleiteffektes" der Pulverteilchen durch die Einbeziehung des Alkansulfanats in die chemische Verbindung zurückzuführen ist
Ein weiterer Vorteil der Verwendung von Ammoniumsulfat mit Alkansulfanat vorbehandelt besteht dann, daß aufgrund der langsamen Polymerisation des Silikonols, vorzugsweise Methylhydrogenpolysiloxan, weiterhin zugesetzte feinzerteilte anorganische Salze vorzugsweise Monoammoniumdihydrogenphosphat in den Hydrophobierungsprozeß mit einbezogen werden Die feinzerkleinerten löslichen aktiven Salze werden im Mischer zugegeben und vom Gleiteffekt des Alkansulfonates in Verbindung mit dem Silikonol ebenfalls positiv beeinflußt Weiterhin hat sich als sehr wesentlicher Vorteil gezeigt, daß das erfindungsgemaße Feuerloschpulver sogar bei Aufgabe auf kochendes Wasser trocken bleibt und alle Eigenschaften zur Aufrechterhaltung der Riesel- und Forderfahigkeit unter diesen extremen Prufbedingungen beibehalt Dies übersteigt selbst die ISO und DIN-Norm, bei der nur in 78% relativer Luftfeuchte das Feuerloschpulver geprüft wird
Ausführungsbeispiel
Nachfolgend werden an Hand von Ausführungsbeispielen die Zusammensetzungen mit dem erfindungsgemäßen vorbehandelten Ammoniumsulfat und verschiedenen anorganischen Salzen angegeben.
1. 500kg Ammoniumsulfat (vorbehandelt mit Alkansulfonat) 450 kg Monoammoniumdihydrogenphosphat
2. 250 kg Ammoniumsulfat (vorbehandelt mit Alkansulfonat) 700kg Monoammoniumdihydrogenphosphat
3. 250kg Ammoniumsulfat (vorbehandelt mit Alkansulfonat) 350kg Monoammoniumdihydrogenphosphat 350kg Kaliumsulfat
4. 250kg Ammoniumsulfat (vorbehandelt mit Alkansulfonat) 700kg Kaliumsulfat
Allen Beispielen ist gemeinsam, daß das vorbehandelte Ammoniumsulfat in der Stiftmühle fein zerkleinert wird und anschließend 3—101 Silikonöl eingesprüht wird. Die zugegebenen anorganischen Salze der jeweiligen Mischung werden ebenfalls in der Stiftmühle fein zerkleinert und danach wird dem gesamten Gemenge 10-15kg hydrophobe Kieselsäure bei Raumtemperatur zugegeben und insgesamt alles mindestens 30 Minuten gemischt.

Claims (1)

  1. Feuerloschpulver, bestehend aus mit Silikonol vorbehandeltem Ammoniumsulfat, Monoammoniumdihydrogenphosphat und/oder Kaliumsulfat, gekennzeichnet dadurch, daß das enthaltene Ammoniumsulfat vor der Hydrophobierung mit Silikonol mit Alkansulfonat behandelt wurde.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Feuerloschpulver, das fur alle Pulverloschgerate anwendbar ist
DD32520789A 1989-01-25 1989-01-25 Feuerloeschpulver DD284340A7 (de)

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