DD284358A7 - Vorrichtung zum verriegeln des abnahmetirches von steinzeugrohrpressen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verriegeln des Abnahmetisches von Steinzeugrohrpressen. Ziel der Erfindung ist es, die Verriegelung des Pressentisches bei relativ geringen Kraeften mit einfachen Mitteln zu erreichen, wobei die Entriegelung ohne Verzoegerung moeglich sein soll. Das Ziel der Erfindung wird dadurch erreicht, dasz die Fuehrungsstange des Pressentisches endseitig einen Verriegelungskopf traegt, der eine kegelfoermig ausgebildete Verriegelungsflaeche aufweist, an der ein rollengefuehrter, um etwa 180 schwenkbarer Doppelhebelarm mit seinem Verriegelungshebelarm angreift. Fig. 1{Steinzeugrohrpresse; Abnahmetisch; Verriegelung; Fuehrungsstange; Verriegelungskopf; schwenkbare Doppelhebel; Verriegelungshebelarm}
Description
Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verriegeln des Abnahmetisches von Steinzeugrohrpressen und dient dazu, die scheibenförmige Vorlageplatte während der Muffenausbildung des zu fertigenden Steinzeugrohres gegen den Preßdmck zu fixieren.
Anwendungsgebiet der Erfindung ist die Grobkeramikindustrie, insbesondere die Herstellung von Steinzeugrohren mit Muffe.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Derartige Verriegelungsvorrichtungen sind allgemein bekannt. Bei einer bekannten Lösung sind riegelartige Haken vorgesehen, die in entsprechende Ösen der Vorlageplatte eingeschoben werden und somit dieselbe in ihrer Stellung halten.
Für die Entriegelung dieser Haltevorrichtung sind jedoch erhebliche Kräfte erforderlich, da die hohe Reibung quer zur Kraftangriffsrichtung überwunden werden muß, so daß Verzögerungen bei der Entriegelung mit den bekannten Nachteilen für" die Muffenausbildung auftreten.
Eine andere bekannte Lösung, bei der diese Nachteile teilweise vermieden werden, ist durch die DE-AS 2827299 offenbart worden.
Zur Verriegelung der Vorlageplatte ist bei dieser Lösung ein Knickhebelsystem vorgesehen, an welchem ein Betätigungszylinder angelenkt ist.
Über einen Auslegerarm, der an einer Führungssäule vertikal bewegbar gelagert ist und an dem ein zweiter Betätigungszylinder angreift, wird die Vertikalbewegung der Vorlageplatte bzw. des Pressentisches realisiert. Von Nachteil erscheint die ständige Bewegung des Knickhebelsystems sowohl beim Ausformen des Steinzeugrohres als auch bei der Rückführung des Pressentisches. Damit dürfte ein erheblicher Verschleiß zu erwarten sein. In gleicherweise ist auch die außermittige Lagerung des Auslegerarmes relativ aufwendig und auch hinsichtlich des Verschleißverhaltens von Nachteil.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, eine relativ einfache Verriegelung für den Pressentisch bzw. die Vorlageplatte zu schaffen, wobei die für das Entriegeln aufzubringenden Kräfte relativ gering zu halten und die Verriegelung ohne Verzögerung entsperrbar sein soll.
Aufgabe der Erfindung ist es, durch die Verringerung der erforderlichen Kräfte für das Pressentischentriegeln dieses schlagartig einzuleiten und den auftretenden Verschleiß der Betätigungselemente zu minimieren.
Erfindungsgemäß wird die gestellte Aufgabe dadurch gelöst, daß die Führungsstange des Pressentisches endseitig einen Verriegelungskopf trägt, der eine kegelförmig ausgebildete Verriegelungsfläche aufweist, an der ein rollengeführter, um etwa 180° schwenkbarer Doppel hebel mit seinem Verriegelungshebelarm über den Arbeitszylinder betätigbar angreift, wobei der Verriegelungshebelarm eine Winkelstellung von 10 bis 30°, vorzugsweise 20°, bezogen auf die Wirkungslinie der Führungsstange einnimmt.
In weiterer Ausbildung der Erfindung ist der Verriegelungskopf vertikal verstellbar ausgebildet. Merkmal der Erfindung ist es gleichfalls, daß der Doppelhebel endseitig mit einem Ausgleichsgewicht versehen ist.
Ausführungsbeispiel
Nachstehend soll die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Dabei zeigen:
Fig. 1: den schematischen Aufbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Fig. 2 bis 4: drei unterschiedliche Funktionsstellungen der Vorrichtung.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist die Führungsstange 1 des Pressentisches 2 in üblicher Weise gelagert, wobei oberhalb desselben die Vorlageplatte 3 montiert ist. Das dem Pressentisch 2 abgewandte Ende der Führungsstange 1 ist mit einem vertikal verstellbaren Verriegelungskopf 4 ausgerüstet, der endseitig eine kegelig ausgebildete Verriegelungsfläche 5 aufweist. An dieser greift die paarig angeordnete Verriegelungseinrichtung 6; 6' an. Diese ist auf einem Träger 7 aufgesetzt und besteht im wesentlichen aus einem Doppelhebel 8, der rollengelagert über einen Arbeitszylinder 9 horizontal verschiebbar ist. Die Rollen 10 des Doppelhebels 8 laufen bei Horizontalbewegung derselben auf der Stützfläche 11, die ihrerseits auf dem Träger 7 angebracht ist.
Der Doppelhebel 8 ist gelenkig an der Kolbenstange 12 des Arbeitszylinders 9 angeschlossen, wobei der Verriegelungshebelarm 13 des Doppelhebels 8 in Verriegelungsstellung mit der Verriegelungsfläche 5 in Wirkung steht. Durch eine Winkelstellung des Verriegelungshebelarmes 13 von vorzugsweise 20°, bezogen auf die Wirkungslinie der Führungsstange 1, bleibt die aufzubringende Haltekraft des Arbeitszylinders 9 relativ gering. Endseitig ist der Doppelhebel 8 mit einem Ausgleichsgewicht 14 versehen, welches den Doppelhebel 8 nach dem Entriegeln und Verschwenken in die Ausgangslage zurückführt. Der mögliche Schwenkwinkel des Doppelhebels 8 beträgt etwa 180°. Nachstehend wird die Wirkungsweise der Vorrichtung, die schematisch in Fig. 2 bis 4 dargestellt ist, erläutert. Fig. 2 zeigt die Ausgangsstellung. Der Pressentisch 2 bzw. die Führungsstange 1 befindet sich in der obersten Lage. Mit Betätigung des Arbeitszylinders 9, ausgelöst durch ein Steuersignal, wird der Doppelhebel 8 in Richtung Verriegelungskopf 4 verfahren, wobei die Rolle 10 auf der Stützfläche 11 abrollt. Der Verriegelungsarm 13 greift nunmehr an der kegelig ausgebildeten Verriegelungsfläche 5 des Verriegelungskopfes 4 an, wodurch die Verriegelung des Pressentisches 2 mit Vorlageplatte 3 erfolgt (Fig.3). In der erreichten Stellung wird die Muffe 15 des Steinzeugrohres ausgepreßt. Dabei wird der auftretende Preßdruck bei der Muffenausformung über Verriegelungskopf 4, Doppelhebel 8 und Arbeitszylinder 9 mit geringer Kraft abgefangen.
Nach Ausbildung der Muffe 15 wird der Arbeitszylinder 9 erneut, jedoch in entgegengesetzter Richtung betätigt, wodurch eine unverzögerte Entriegelung erreicht und der Doppelhebel 8 über Rolle 10 auf der Stützfläche 11 zurückgeführt wird. Dieser Bewegung überlagert ist die weitere Ausformung des Steinzeugrohres, wobei der Verriegelungskopf 4 den Doppelhebel 8 in der in Fig.4 dargestellten Weise verschwenkt. Das am Doppelhebel 8 endseitig angeordnete Ausgleichsgewicht 14 bringt den Doppelhebel 8 wieder in seine Ausgangslage nach Fig. 2, und ein neues Arbeitsspiel kann eingeleitet werden.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Verriegeln des Abnahmetisches von Steinzeugrohrpressen, wobei die Betätigung der Verriegelungselemente mittels Arbeitszylinder erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsstange (1) des Pressentisches (2) endseitig einen Verriegelungskopf (4) trägt, der eine kegelförmig ausgebildete Verriegelungsfläche (5) aufweist, an der ein rollengeführter, um etwa 180° schwenkbarer Doppelhebel (8) mit seinem Verriegelungshebelarm (13) über einen Arbeitszylinder (9) betätigbar angreift, wobei der Verriegelungshebelarm (13) eine Winkelstellung von 10 bis 30°, vorzugsweise 20°, bezogen auf die Wirkungslinie der Führungsstange (1), einnimmt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Doppelhebel (8) endseitig mit einem Ausgleichsgewicht (14) versehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Verriegelungskopf (4) vertikal verstellbar ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD32432688A DD284358A7 (de) | 1988-12-29 | 1988-12-29 | Vorrichtung zum verriegeln des abnahmetirches von steinzeugrohrpressen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DD284358A7 true DD284358A7 (de) | 1990-11-14 |
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ID=5606044
Family Applications (1)
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Country Status (1)
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| DD (1) | DD284358A7 (de) |
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1988
- 1988-12-29 DD DD32432688A patent/DD284358A7/de unknown
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