DD284847A5 - Sanitaerzelle fuer schienenfahrzeuge, insbesondere reisezugwagen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Sanitaerzelle fuer Schienenfahrzeuge, insbesondere Reisezugwagen, die aus flaechigen Wand- und Deckenelementen sowie einer Fuszbodenwanne besteht. Erfindungsgemaesz ist der Fuszbodenwannenrand zur Aufnahme der Wandelemente gabelfoermig mit gleichhohen oder einem hoeheren zellenaeuszeren Schenkel ausgebildet, zwischen dem nach innen abgeschraegten Grund des Fuszbodenwannenrandes und den Wandelementen ein durchgaengiger oder oertlich unterbrochener Hohlraum vorgesehen, und der zelleninnere Schenkel am Grund des Fuszbodenwannenrandes mit Wasserablaufbohrungen versehen.{Sanitaerzelle; Fuszbodenwanne; gabelfoermiger Fuszbodenwannenrand; Wand- und Deckenelemente}
Description
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die dazugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: eine Sanitärzelle in perspektivischer Darstellung
Fig.2: einen Schnitt A-A durch die Fußbodenwannen-Wand-Verbindung
Fig.3: einen Schnitt B-B durch die Fußbodenwannen-Wand-Verbindung im Bereich eines Wandstoßes Fig. 4: eine Variante des Schnittes B-B nach Fig. 3
Fig. 5: einen Schnitt C-C durch die Wand-Wand-Verbindung
Bei der im Ausführungsbeispiel behandelten Sanitärzelle wird eine außerhalb eines Reisezugwagens vorgefertigte Zelle beschrieben, die mit einem an die Fußbodenwanne 3 angeschäumten Stütz- und Isolierkörper 4 zum Beispiel aus Polyurethanhartschaum versehen ist. Eventuell erforderliche Transporthilfsmittel, die Bestandteil der Sanitärzelle sein könnten, sind nicht mit dargestellt, ebenso nicht die Innenausstattung, wie Leibstuhl, Waschtischgeschränk und anderes mehr, die als separate Sektionen gefertigt und zum Beispiel auch erst nach Fertigstellung der Zelle in dieselbe eingebracht werden können. Alternativ kann, wenn dies aus technologischen Gründen wünschenswert ist, die Sanitärzelle auch in den vorgefertigten Sektionen Fußbodenwanne, Wandelemente und Deckenelement in den Wagenkasten eingebracht und an Ort und Stelle gefügt werden.
So zeigt Fig. 1 eine perspektivische Darstellung der Sanitärzelle mit dem Tür- und Fensterausschnitt. Bestandteile der Zelle sind die Wandelemente 1,das Deckelement 2 und die Fußbodenwanne 3 mit dem angeschäumten Stütz-und Isolierkörper 4. Aus Fig.2 ist zu erkennen, daß im speziellen Ausführungsbeispiel der gabelförmig ausgeführte Fußbodenwannenrand 5 einen höheren zellenäußeren Schenkel 6 aufweist und zwischen dem Grund 7 des Fußbodenwannenrandes 5 und den Wandelementen 1 ein Hohlraum 8 vorgesehen ist. Des weiteren besitzt der zelleninnere Schenkel 10 am Grund 7 des Fußbodenwannenrandes 5 Wasserablaufbohrungen 9. Der Hohlraum 8 kann wahlweise durchgängig oder unterbrochen sein. Ist das Wandelement 1 beispielsweise gerade ausgebildet, so können Distanzelemente 15, die zum Wandelement 1 oder zum Grund 7 des Fußbodenwannenrandes 5 gehören oder lose eingelegt sind, einen unterbrochenen Hohlraum 8 bilden. Die Ausbildung des zellenäußeren Schenkels 6 ist in der Höhe größer als der zelleninnere Schenkel 10 und soll eventuelles Austreten von Wasser aus der Zelle durch Überlaufen in die Fußbodenkonstruktion verhindern. Die gabelförmige Ausbildung des Fußbodenwannenrandes 5 ist hier als zur Fußbodenwanne 3 gehörendes Teil realisiert, wobei die Fußbodenwanne 3 selbst vorzugsweise aus GUP gefertigt ist.
Ein durchgängiger Hohlraum 8 entsteht dann, wenn entweder die Wandelemente 1 und/oder der Grund 7 des Fußbodenwannenrandes 5 zum Beispiel schräge Ausbildungen aufweisen. Der an die Fußbodenwanne 3 angeschäumte Stütz- und Isolierkörper 4 hat die Aufgabe, die vertikale Belastung des Fußbodenwannenrandes 5 durch die Wandelemente 1 abzufangen und die Fußbodenwanne 3 nach außen zu isolieren.
Es ist auch möglich, zwecks einer optimalen Abstützung der Wandelemente 1 auf der Fußbodenwanne 3 den Fußbodenwannenrand 5 symmetrisch zur Fußbodenwanne 3 anzuordnen.
Fig.3 und 4zeigen einen diagonalen Schnitt durch die Eckverbindung Wandelement 1 - Fußbodenwanne 3 in Varianten. Unabhängig von den in Fig. 2 behandelten Details ist es auch möglich, im Sinne einer weiteren Verringerung des Herstellungsaufwandes ein separates, vorzugsweise U- oder Z-förmiges Profilteil 11 zu fertigen und anschließend mit der Fußbodenwanne 3 zu verbinden. Als Materialien kommen beispielsweise Aluminium oder GUP in Frage. Nach Fig.3 folgt das separate Profilteil 11 aus GUP der Form der Eckverbindung der Fußbodenwanne 3 und ist mit dieser dicht verklebt. Zur Erhöhung der Festigkeit kann es zweckmäßig sein, eine Überlaminierung vorzunehmen. In Fig.4 besteht das separate Profilteil 11 aus Aluminium. Es ist aus geraden Teilen, die den entsprechenden Seiten der Fußbodenwanne 3 zugeordnet sind, gebildet. Diese sind im unteren Teil längsbezogen mit mehreren, nicht dargestellten Wasserlaufbohrungen versehen. Die Profilteile 11 sind überzulaminieren, um ein Eindringen von Wasser in den Stütz- und Isolierkörper 4 und damit in die Fußbodenkonstruktion zu verhindern. Besonders im Bereich der Eckverbindungen ist der Gehrungsschnitt der Profilteile 11 untereinander und der nach unten offene Raum durch eine Überlaminierung abzudichten. Zum Ablaufen von eingedrungenem Wasser ist der Wannenrand am gesamten Umfang im Bereich der Profilteile 11 ebenfalls mit entsprechenden Wasserablaufbohrungen 9 versehen. Dies gilt sowohl für die Ausführung nach Fig.3 wie auch nach Fig.4.
In Fig. 5 ist die Verbindung der Wandelemente 1 der Sanitärzelle dargestellt. Das Wandelement 1 kann zum Beispiel eine beidseitig mit dekorativen Schichtpreßstoffplatten beklebte Span-oder Verbundplatte sein, wie sie im Waggonbau üblich ist. Die Verbindung der Wandelemente 1 erfolgt über lokal angeschraubte Winkel 12. Im Sichtbereich werden andere bekannte Befestigungslösungen, die gute gestalterische Wirkungen sichern, angewandt. Die Fußbodenwanne 3 ist im Bereich der Eckverbindungen gerundet ausgeführt, um für die Naßreinigung beste Bedingungen zu schaffen. In Fortsetzung der vorgenannten Reinigungsbedingungen ist ein an die Fußbodenwanne 3 angepaßtes ebenfalls ausgerundetes Profil 13 in der Ecke im Sanitärzelleninneren angeordnet. Dieses Profil kann aus Metall, Plast, Gummi oder Verbundwerkstoffen bestehen und ist über an den Profilausläufen oder auf die Profilschenkel aufgetragene selbstklebende Bänder 14 mit den Wandelementen 1 dicht verbunden. Diese dichte Verbindung des Profiles 13 mit der Fußbodenwanne 3 ist gleichfalls durch Klebung gesichert.
Claims (1)
- Sanitärzelle für Schienenfahrzeuge, insbesondere Reisezugwagen, aus flächigen Wand- und Deckenelementen sowie einer Fußbodenwanne bestehend, gekennzeichnet, daß der Fußbodenwannenrand (5) zur Aufnahme der Wandelemente (1) gabelförmig mit gleichhohen oder einem höheren zellenäußeren Schenkel (6) ausgebildet, zwischen nach innen abgeschrägtem Grund (7) des Fußbodenwannenrandes (5) und den Wandelementen (1) ein durchgängiger oder örtlich unterbrochener Hohlraum (8) vorgesehen ist und der zelleninnere Schenkel (10) am Grund (7) des Fußbodenwannenrandes (5) Wasserablaufbohrungen (9) besitzt.Hierzu 4 Seiten ZeichnungenAnwendungsgebiet der ErfindungDie Erfindung betrifft eine Sanitärzelle für Schienenfahrzeuge, insbesondere für Reisezugwagen, die aus flächigen Wand- und Deckenelementen sowie einer Fußbodenwanne besteht.Charakteristik der bekannten technischen LösungenEs ist ganz allgemein bekannt, aus flächigen Wand· und Deckenelementen und einer Fußbodenwanne Sanitärzellen zu fertigen, wobei jedoch die Wandelemente außen am Fußbodenwannenrand anliegen und die Abdichtung durch innen auf die Wände aufgeschraubte den Fußbodenwannenrand übergreifende abgewinkelte Profile in Verbindung mit Dichtungen erreicht wird. Diese Zellen sind speziell bei Wasserreinigung mit hohen Drücken nicht wasserdicht genug und führen damit zur vorzeitigen Verrottung besonders der Wandunterteile und der Fußbodenkonstruktion. Unabhängig davon ist mit dieser Lösung auch keine optimale Gestaltung möglich, die gerade bei Sanitärzellen besonders aktuell ist. So ist ein Bauteil für Fußböden mit Abfluß, vorzugsweise in Toilettenabteilen von Fahrzeugen (DD 27436) bekannt, bei dem der Fußboden aus einer einzigen Platte mit Abflußöffnung gebildet ist und diese Platte ein Gefälle zum Abfluß hin aufweist sowie nach den kleinsten Toleranzmassen des Toilettenabteils bemessen ist und der Fußbodenbelag eine hochgezogene Randpartie besitzt, die durch angeschraubte Leisten aus Metall u.a. gegen die Abteilwände anliegend gehalten ist und deren Ecken feuchtigkeitsdicht durch Verschweißung der Randpartie ausgebildet sind. Diese Ausführung hat den Nachteil, daß die nach den kleinsten Toleranzmassen des Toilettenabteils bemessene Platte Randabstände zu den Abteilwänden aufweist, die keine vollkommene Dichtheit bei Reinigung mit Flüssigkeit hohen Druckes sichert. Des weiteren stellen die durch Verschweißung des Fußbodenbelages entstehenden Ecken/ Schweißnähte keine ansprechende gestalterisch-konstruktive Lösung dar.Eine weitere Ausführung (DE 2446954) zeigt ein Toilettenabteil mit äußeren Anschlüssen für Versorgungsleitungen, das als vorgefertige Zelle in das Fahrzeug einsetzbar ist. Der Zellen-Grundkörper für das Toilettenabteil ist zweiteilig und noch durch eine umlaufende Stoßfuge verbunden. Der Zellen-Grundkörper ist aus glasfaserverstärktem Polyester hergestellt. Diese Ausführung weist den Nachteil auf, daß der Zellen-Grundkörper keine variable Toilettenabteilabmessung zuläßt, die umlaufende Stoßfuge einer guten gestalterischen Lösung entgegensteht und vorgefertigte flächige Wand- und Deckenelemente aus kostengünstigen Werkstoffen nicht zum Einsatz gelangen können. Außerdem ist ein hoher Aufwand an Formwerkzeugen erforderlich.Ziel der ErfindungZiel der Erfindung ist es, in Vermeidung der voranbeschriebenen Nachteile eine Sanitärzelle, insbesondere für Reisezugwagen, zu entwickeln, die aus einfachen Bauteilen gefügt, eine solche Dichtheit erreicht, daß sie für eine Druckwasserreinigung geeignet ist.Darlegung des Wesens der ErfindungDer Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sanitärzelle für Schienenfahrzeuge, insbesondere Reisezugwagen, zu schaffen, die vorteilhafterweise aus bekannten handelsüblichen Materialien und Bauteilen ökonomisch gefertigt eine hohe Lebensdauer aufweist, im Bedarfsfall außerhalb von Fahrzeugen als Sektion einfach vorfertigbar ist und auch bei höchsten Spritzdrücken der Wasserreinigungstechnik, wie sie heute zum Einsatz kommt, eine vollkommene Dichtheit garantiert. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst, indem der Fußbodenwannenrand zur Aufnahme der Wandelemente gabelförmig mit gleichhohen oder einem höheren zellenäußeren Schenkel ausgebildet, zwischen dem nach innen abgeschrägten Grund des Fußbodenwannenrandes und den Wandelementen ein durchgängiger oder örtlich unterbrochener Hohlraum vorgesehen ist und der zelleninnere Schenkel im Grund des Fußbodenwannenrandes Wasserablaufbohrungen besitzt.
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1989
- 1989-06-12 DD DD32948389A patent/DD284847A5/de not_active IP Right Cessation
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