DD285555A5 - Symplexmembranen fuer die pervaporation - Google Patents

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DD285555A5 DD89333496A DD33349689A DD285555A5 DD 285555 A5 DD285555 A5 DD 285555A5 DD 89333496 A DD89333496 A DD 89333496A DD 33349689 A DD33349689 A DD 33349689A DD 285555 A5 DD285555 A5 DD 285555A5
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aqueous
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Hans-Hartmut Schwarz
Klaus Richau
Eva-Maria Jacob
Dieter Paul
Mathias Hahn
Wolfgang Wagenknecht
Irene Schroeter
Norbert Radke
Herbert Roedicker
Eberhard Oschatz
Hans Schubert
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Akad Wissenschaften Ddr
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    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D61/00Processes of separation using semi-permeable membranes, e.g. dialysis, osmosis or ultrafiltration; Apparatus, accessories or auxiliary operations specially adapted therefor
    • B01D61/36Pervaporation; Membrane distillation; Liquid permeation
    • B01D61/362Pervaporation
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D69/00Semi-permeable membranes for separation processes or apparatus characterised by their form, structure or properties; Manufacturing processes specially adapted therefor
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Abstract

Die Erfindung betrifft die Entwicklung von Symplexmembranen fuer die Pervaporation. Sie basieren als polyanionischem Bestandteil auf einer Mischung aus 90 bis 10 Massenanteilen in % aus einem Natriumcellulosesulfat (CS) mit einem Durchschnittssubstitutionsgrad (DS) von 0,2 bis 0,4 und 10 bis 90 Massenanteilen in % eines CS mit einem DS von 0,41 bis 1,5 und als polykationischem Bestandteil auf einem linearen oder verzweigten Poly(dimethyldiallylammoniumchlorid). Die erfindungsgemaeszen Symplexmembranen sind trotz ihrer poroesen morphologischen Struktur vorteilhaft zur Entwaesserung organischer Loesungsmittel, insbesondere von aliphatischen Alkoholen, mittels Pervaporation geeignet. Hinsichtlich Filtratstromleistung bzw. Trennfaktor werden ausgezeichnete Leistungsparameter erreicht.{Symplexmembranen; Cellulosesulfatmischungen; Poly(dimethyldiallylammoniumchlorid), Pervaporation; Loesungsmittel; Wasseranteil; Entwaesserung; Trennfaktor; Filtratstromdichte}

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft Symplexmembranen für die Pervaporation, die vorzugsweise in der chemischen Industrie, Lebensmittelindustrie und Biotechnologie zur Entwässerung von organischen Lösungsmitteln - die sich dem Trennmittel gegenüber inert verhalten -, insbesondere von Alkoholen, eingesetzt werden können.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Es ist allgemein bekannt, daß für Stofftrennprozesse mittels Pervaporation nichtporöse Membranen eingesetzt werden müssen. Entsprechende, speziell für die Entwässerung von organischen Lösungsmitteln wie Alkohole, Ketone und Aldehyde geeignete Membranen werden in
DE-PS3526755, DE-PS3410155, OE-PS3518871,
DE-PS 3 536 007, DE-PS 3 529175, DE-PS 3 432 022,
DE-PS 3 304 956, DE-PS 3 220 613, DE-PS 3 441190, EP-PS 96339
beschrit ιβη.
Die beschriebenen Systeme besitzen den bekannten Nachteil, daß entweder bei Vorliegen hoher Trennfaktoren zu geringe Filtratstromdichten oder bei Vorliegen hoher Filtratsti omdichten zu geringe Trennfaktoren erzielt werden.
Dieser Mangel konnte bisher nur durch die Verwendung von hydrophilen Polyelektrolyten als Trennmedium verbessert werden, wobei jedoch bisher nur anionische Systeme (DE-OS 3615325; J. Membrane Science, 32 [1987] 207) zum Einsatz gelangten, die mit dem erheblichen Nachteil behaftet sind, daß infolge ihrer Löslichkeit daraus hergestellte Membranen nicht dauerhaft beständig sind und ihre technische Verwendungsfähigkeit deshalb in einer Vielzahl von Fällen nicht gegeben ist.
In DE-OS 3600333 sind Membranen beschrieben, die aus Polymeren bestehen, deren Hauptkette ein glykosidisches Skelett aufweist und kationische Gruppen und/oder anionische Gruppen umfaßt, von denen mindestens ein Teil ein Salz mit Gegenanionen und/oder Gegenkationen bildet.
Es sind Membranen des ionisierten Polysacchäridtyps, wobei dabei Salze der Alginsäure, Alginsäurederivate, Chitosansalze und Salze anionischer oder kationischer Cellulosederivate wegen ihrer Filmbildbarkeit, und in einer Vielzahl von Fällen zusätzlich Ionen ein- bzw. zweiwertiger Metallsalze wegen ihrer vernetzenden Wirkung, bevorzugt sind.
Als weitere Gegenionen sind Ammonium- und Pyridiniumionen erwähnt, die sich von Aminen bzw. Stickstoff enthaltenden heterocyclischen Verbindungen ableiten, wobei es sich jedoch nicht um polymere Verbind'. '·π handelt.
Angeblich können die zur Membranbildung geeigneten jeweiligen Gegenionen auch Polyi -nan sein, wobei lonenkomplexe zwischen Alginsäure und Polyethylenimin, Chitosan und Polyacrylsäure sowie Alginsäure und Chitosan erwähnt werden. Eine Offenbarung zur Herstellung derartiger lonenkomplexe und den damit erzielbaren Wirkung ..-. bei Stofftrennprozessen ist jedoch nicht vorhanden.
Zu denkbaren lonenkomplexen auf Basis cellulosischer Substanzen finden sich überhaupt keine Angaben.
InDD-OS 3 801690 werden Membranen beschrieben, durch die Wasser oder Wasserdampf selektiv permeiert und die auf einem Polyionenkomplex, gebildet durch Assoziierung zwischen einem anionischen und einem kationischen Polymer auf der Oberfläche der Membran und/oder in der Membran, beruhen. Hierbei werden als Polyanionen ausschließlich Polyacrylsäure bzw. deren Salze und als Polykation Polymere auf Basis primärer, sekundärer, tertiärer bzw. quarternärer Amine - mit dem Stickstoffatom in der Hauptkette -, einpesetzt.
Die mit derartigen Membranen erzielbaren Trennleistungen entsprechen weitgehend denen anderer bereits bekannter Typen.
Interessanterweise werden Membranen auf Basis von anionischen Polysachariden aus verschiedenen Gründen für ungeeignet angesehen.
Ausfühi ungen zur Herstellung von Membranen, sowohl als Flachmembranen wie auch als Mikrokapseln, aus Polykation-Polyanion-Komplexen (sog. Symplexe), unter Verwendung von anionischen und kationischen Polyelektrolyten, werden in DE-OS 2412092, DD-PS 152287,DD-PS 270012A1,Prog.Polym. Sei. 14(198919IjAcIaChIm1HUnQaHCa 117(1984)67 gemacht.
In DD-PS 152287 sind Membranen beschrieben, die aus den anionischen Polyelektrolyten Carboxymethylcellulose und Cellulosesulfat (CS) bzw. deren Mischungen und Poly(dimethyldiallylammoniumchlorid) (PDMDAAC) als Polykation hergestellt werden.
Da derartige Symplexmembranen eine poröse morphologische Struktur aufweisen, gelten sie ausschließlich als für Ultrafiltrations- und Mikrofiltrationszwecke geeignet.
Aus diesem Grunde werden auch die in DD-PS 270012 A1 und DE-OS 2412092 beschriebenen Symplexmembranen nur für Ultrafiltrationszwecke eingesetzt.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Entwicklung von Symplbxmembranen für die Pervaporation, zur Entwässerung von organischen Lösungsmitteln - die sich dem Trennmittel gegenüber inert verhalten -, vorzugsweise von Alkoholen, insbesondere aliphatischen Alkoholen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist die Entwicklung von zur Entwässerung von organischen Lösungsmitteln - die sich dem Trennmittel gegenüber inert verhalten -, vorzugsweise von Alkoholen, insbesondere aliphatischen C2- bis Ce-Alkoholen, durch Pervaporation geeigneten Symplexmembranen auf Basis eines jeweils solchen Polyanions und Polykations, daß die daraus hergestellten Membranen im Vergleich zu den besten bisher bekannten technischen Lösungen wesentlich günstigere Leistungsparameter hinsichtlich Trennfaktor einerseits bzw. Filtratstromdichte andererseits aufweisen, so daß entweder bei hohen Trennfaktoren technologisch ausreichend hohe bis ausgezeichnete Filtratstromdichten oder umgekehrt, bei hohen Filtratstromdichten technologisch ausreichend hohe bis ausgezeichnete Trennfaktoren erzielt werden.
Erfindungsgomäß wurde die Aufgabe dadurch gelöst, daß für die Entwässerung mittels Pervaporation von organischen Lösungsmitteln - die sich dem Trennmittel gegenüber inert verhalten -, vorzugsweise von Alkoholen, insbesondere aliphatischen C2- bis C6-Alkoholsn, Symplexmembranen entwickelt wurden, die als polyanionischem Bestandteil auf einer Mischung aus 90 bis 10, vorzugsweise 85 bis 50, insbesondere 85 bis 75 Massenanteilen in % eines Natriumcellulosesulfates (CS), mit einem Durchschnittssubstitutionsgrad (DS) von 0,20 bis 0,40, vorzugsweise 0,25 bis 0,35 und einer relativen Viskosität (ΕΤΑ,,ι) - bezogen auf eine wäßrigp Lösung von 1 Massenanteil in % bei 2O0C- von 300 bis 2500,
vorzugsweise 500 bis 230OmPa s, und 10 bis 90, vorzugsweise 15 bis 50, insbesondere 15 bis 25 Massenanteilen in % eines weiteren CS mit ienem DS von 0,41 bis 1,5, vorzugsweise 0,41 bis 0,95, insbesondere 0,45 bis 0,60 und der vorgenannten ETA,,; und als polykationischem Bestandteil auf einem linearen PDMDAAC, mit einer ΕΤΑ,,ι von 1,8 bis 3,7, vorzugsweise 2,25 bis 2,95, insbesondere 2,8 bis 2,85mPa β-bezogen auf eine 1 Massenanteil in % PDMDAAC enthaltende 1 N wäßrige NaCI-Lösung bei 3O0C - oder einem verzweigten PDMDAAC, z. B. einem nach EP-PS 0264710 hergestellten, mit einer ΕΤΑ,,ι von 2,5 bis 4,0, vorzugsweise 2,75 bis 3,25 mPa · s-bezogen auf eine 1 Massenanteii ·)% PDMDAAC enthaltende 1N wäßrige NaCI-Lösung bei 3O0C- basieren, wobei jeweils eine wäßrige Mischungslösung I von 1 jIs 10, vorzugsweise 1 bis 5, insbesondere 1 bis 3 Massenanteilen in % einer der genannten CS-Mischungen und jeweils eine wäß rige Lösung Il von 10 bis 40, vorzugsweise 15 bis 25, insbesondere 20 Massenanteilen in % eines der genannten PDMDAAC für die Bildung der erfindungsgemäß aufgebauten ebenflächigen Membranen eingesetzt wurden, die Formierung der Membranen über intermolekulare elektrostatische Wechselwirkungen in der Grenzfläche zwischen den zu Filmen von jeweils 0,1 bis 0,3, vorzugsweise 0,2 mm Naßfilmdicke übereinander ausgestrichenen Lösungen I und Il erfolgte und die gebildete Membran gewässert und an der Luft mindestens bis zur ausreichenden mechanischen Handhabbarkeit getrocknet wurde.
Die Herstellung einer ebenflächigen erfindungsgemäßen Membran kann z. B. vorteilhafterweiso so erfolgen, daß man die auf 15 bis 25, vorzugsweise 20°C temperierte wäßrige Mischungslösung I mittels einer geeigneten Vorrichtung, z. B. mittels oiner ebenso temperierten Rakelvorrichtung, auf einer gleichermaßen temperierten geeigneten UnterInge, wie z. B. einer Glasplatte, oder ~ zur Erzielung besserer mechanischer Festigkeiten auf einem geeigneten Trägermaterial, wie Papier, Textil oder einer Trägermembran - zu einem Film der o.g. Naßfilmdicke ausstreicht, diesen anschließend mit der wie die Mischungslösung I temperierten Lösung Il in gleicherweise überschichtet und das erhaltene ebenflächige Gebilde auf der Unterlage bzw. dem Trägermaterial für 10 bis 60min bei einer Temperatur von 10 bis 50, vorzugsweise 15 bis 30°C zur Membranformierung stehenläßt, die gebildete Membran anschließend in einem Wasserbad von 10 bis 50, vorzugsweise 15 bis 3O0C, 1 bis 50h wässert und danach an der Luft mindestens bis zur ausreichenden mechanischen Handhabbarkeit trocknet.
Werden wäßrige PDMDAAC-Lösungen eingesetzt, die NaCI bis zu 5 Massenanteile in % enthalten, so werden die erzielbaren Festigkeitswerte von nicht armierten Membranen in bekannter Weise positiv beeinflußt.
Die erfindungsgemäßen Symplexmembranen sind in ihrer stofflichen Zusammensetzung neu und überraschenderweise trotz ihrer porösen morphologischen Struktur zur Entwässerung von organischen Lösungsmitteln - die sich dem Trennmittel gegenüber inert verhalten -, vorzugsweise von Alkoholen, insbesondere aliphatischen C2- bis Cp-Alkoholen durch Pervaporation hervorragend geeignet und zeichnen sich dabei zudem durch verschiedene überraschende Wirkungen aus. So kann z. B. unter Verwendung der genannten Symplexmembranen und einer üblichen Pervaporationsapparotur - die aus einem Zweikammersystem besteht, wobei der „feed"-Raum durch eine Pervaporationsmembran vom Permeatraum, in dem ein solcher Partialdampfdruck des Wassers eingestellt und aufrechterhalten wird, daß d?s aus dem Lösungsmittelgemisch zu entfernende Wasser dampfförmig in den Permeatraum eintritt und aus diesem entfernt wird, getrennt ist- im Fall einer Entwässerung der genannten Alkohole einerseits die maximal zulässige Wasserausgangskonzentration sogar bis zu 95 Massenanteile in % betragen -wobei die verwendeten Membranen erstaunlicherweise stabil bleiben - und andererseits der Entv/ässerungsprozeß bis zur Gewinnung von wasserfreiem Alkohol, insbesondere bei Ethanol, durchgeführt werden. Bei Verwendung einer entsprechenden Vorrichtung ist dabei auch eine kontinuierliche Prozeßführung möglich. Ferner weisen die erfindungsgemäßen Symplexmembranen im Vergleich zu den besten bisher bekannten Pervaporationsmembranen, und unter annähernd gleichen Einsaizbedingungen hinsiciulich Filtratraumdruck sowie Wasserausgangskonzentration und Temperatur der zu entwässernden Lösung erheblich bessere Leistungsparameter auf. So wird z. B. bei einer Wasserausgangskonzentration von 50 Massenanteilen in % und einer Temperatur von 5O0C der zu entwässernden Lösung eine mindestens um den Faktor 3 höher liegende Filtratstromdichte bei vergleichbaren Trennfaktoren bzw. in anderen Fällen ein um den Faktor 3 höherer Trennfaktor bei vergleichbaren Filtratstromdichten erzielt. Mit fallender Wasserausgangskonzentration und zunehmender Temperatur steigern sich diese vorteilhaften Wirkungen weiter. So wird z. B. bei einer Wasserausgangskonzentration von 10 Massenanteilen in % und 70°C sogar eine um den Faktor 30 bis 45 höhere Filtratstromdichte bei vergleichbaren Trennfaktoren, bzw. in anderen Fällen ein um den Faktor 4 höherer Trennfaktor bei gleichzeitig mindestens um den Faktor 2 höheren Filtratstromdichten erzielt.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Membranen besteht darin, daß ihre hervorragenden Leistungsparameter über einen langen Zeitraum erhalten bleiben.
Ausführungsbeispiele
- alle Prozentangaben bedeuten Massenanteils in %
- als Natriumcellulosesulfate (CS) wurden in an sich bekannter Weise aus Baumwoll-Linters, mit einem Cuoxam-DP von 1400, hergestellte Produkte eingesetzt
- die eingesetzten Lösungen, sowie die Rakelvorrichtung und die jeweils verwendete Beschichtungsunterlage wurden auf die gleiche Temperatur eingestellt
- in einer üblichen Pervaporationsapparatur wurden einerseits unter Verwendung der beschriebenen Symplexmembranen und andererseits unter Verwendung von Vergleichsmembranen Alkohol/Wassergemische mittels Pervaporation entwässert und folgende Membran-Leistungsparameter ermittelt, die in Tabelle 1 für die Entwässerung von Alkohol/Wassergemischen nochmals zusammenfassend dargestellt sind und worin bedeuten:
..Jv = Filtratstromdichte in kg/h · m2
.alpha = Trennfaktor, berechnet nach: alpha = F/P, wobei
..P = (Konz. Alkohol/Konz. Wasser) im Permeat;
..F = (Konz.Alkohol/Konz.wV.sser) in derzu entwässernden Lösung
Beispiel 1
Eine auf 2O0C temperierte, 2%rge, wäßrige CS-Mischungslösung, hergestellt aus einer Mischung aus 85% einet. CS mit einem DS = 0,30 sowie einer ETA,,, = 603 m Pa · s-bezogen auf eine wäßrige Lösung von 1 Massenanteil in% bei 2O0C-und 15%eines CS mit einem DS = 0,51 sowie einer ΕΤΑ,,ι = 582 mPa · s-bezogen auf eine wäßrige Lösung von 1 Massenanteil in % bei 2O0C-wurde mittels einer Rakelvorrichtung zu einem 0,2 mm dicken Film auf einer Glaspl? enunterlage ausgestrichen, der anschließend In der gleichen Weise mit einer 20%igen wäßrigen Lösung eines line, .n PDMDAAC mit einer ΕΤΑ,,ι = 2,8mPa · s - bezogen auf eine 1 % PDMDAAC enthaltende 1N wäßrige NaCI-Lösung bei 300C - überschichtot wurde. Nach 30min Stehenlassen bei 20°C an der Luft wurde die Unterlage mit der darauf formierten Membran 48 h in einem Wasserbad von 200C gewässert und die Membran danach bei 20°C an df Luft bis zur Massekonstanz getrocknet.
Unter Verwendung der erhaltenen Membran wurden unterschiedliche, auf 50 oder 700C temperierte Gemische aus Alkohol und Wasser in einer üblichen Petvaporationsapparatur bei einem Permeatraumdruck von 0,67 kPa mittels Pervaporation entwässert. Leistungsparameter:
Ethanol/Wasser (50/50%); T - 5O0C; Jv = 6,5; alpha = 40 Ethanol/Wasser (90/10%); T " 50°C; Jv = 1,1; alpha = 135
T = 70°C; Jv = 1,9; alpha = 185
Beispiel 3
Es wurde wie in Beispiel 1 verfahren, aber ein lineares PDMDAAC mit einer ΕΤΑ,,ι = 2,85mPa s-bezogen auf eine 1% PDMDAAC enthaltende 1N wäßrige NaCI-Lösung bei 300C - eingesetzt. Leistungsparameter:
Ethanol/Wasser (90/10%); T = 5O0C; Jv = 1,7; alpha = 223 .
T= 70°C; J» = 1,5; alpha = 254
Ethanol/Wasser/n-Propanol/
i-Butanol/i-Pentanol
(17,5/12,4/4,5/16,8/48,8%); T = 5O0C; Jv = 2,9; alpha = 348
Beispiel 3
Es wurde wie in Beispiel 1 verfahren, aber ein verzweigtes PDMDAAC (hergestellt nach EP-PS0264710) mit einer ΕΤΑ,,ι = 3,08 m Pa · s-bezogen auf eine 1% PDMDAAC enthaltende 1N wäßrige NaCI-Lösung bei 300C-eingesetzt. Leistungsparameter:
Ethanol/Wasser (90/10%); T = 5O0C; Jv = 1,2; alpha = 237
T = 70°C; Jv = 2,2; alpha = 187
Beispiel 4 Es wurde wie in Beispiel 2 verfahren, aber zur Herstellung einer Compositmembran an Stelle der Glasplattenunterlage ein Filterpapier (Flächenmasse = 90g/m2) als sich mit der Membran verbindende Unterlage eingesetzt. Da die erhaltene Compositmembran direkt mit einer ausreichenden mechanischen Festigkeit anfiel, konnte auf einen abschließenden Trocknungsprozeß verzichtet werden. Leistungsparameter: Ethanol/Wasser (50/50%); T = 50°C; Jv = 2,3; alpha = 121 Beispiel 5 Es wurde wie in Beispiel 1 verfahren, aber eine auf 20°C temperierte, 2%ige, wäßrige CS-Mischungslösung, hergestellt aus einer Mischung aus 55% eines CS mit einem DS = 0,31 sowie einer ETA„t = 697 m Pa · s-bezogen auf eine wäßrige Lösung von
1 MassenCiiteilin%bei20°C-und45%einesCSmiteinemDS = 0,45 sowie einer ΕΤΑ,,ι =495mPa · s-bezogen auf einewäßrige Lösung von 1 Massenanteil in % bei 2O0C- für die Membranbildung eingesetzt.
Leistungspar&meter: Ethanol/Wasser (50/50%); T = 50°C; Jv = 6,3; alpha = 37 Ethanol/Wasser (90/10%); T = 5O0C; Jv = 1,1; alpha = 128
Beispiel 6 (Vergleichsbeispiel)
Für die Durchführung der Pervaporation wurde eine nach DE-OS3600333 hergestellte Natriumaiginat-Membran als Pervaporationsmembran verwendet, das zu trennende Ethanol/Wasser-Gemisch auf 600C temperiert und im Permeatraum ein Druck von 0,04 kPa aufrechterhalten. Leistungsparameter: Ethanol/Wasser (50/50%); T = 60°C; Jv = 2,2; alpha = 42 Beispiel 7 (Vergleichsbeispiel) Für die Durchführung der Pervaporation wurde wie in Beispiel 8 verfahren, aber eine nach DE-OS3600333 hergestellte Chitosan- Membran als Pervaporationsmemhran verwendet. Leistungsparameter: Ethanol/Wasser (90/10%); T = 6O0C; J, = 0,4; alpha = 123
Beispiel 8 (Vergleichsbeispiel)
Für die Durchführung der Pervaporation wurde eine nach EP-PS096339 hergestellte Compositmembran, bestehend aus einer mit Maleinsäure vernetzten Polyvinylalkohol-Trennschicht auf einer Trägerschicht in Form einer vliesverstärkten, porösen Polyacrylnitril-Mikrofiltrationsmembran als Pervaporationsmembran verwendet, das zu trennende Ethanol/Wasser-Gemisch auf 8O0C temperiert und im Permeatraum ein Druck von 0,1 bisO,5kPa aufrechterhalten.
Leistungsparameter: Ethanol/Wosser (88/12%);
T = 800C; Jv = 0,05; alpha =
Beispiel 9 (Vergleichsbeispiel) Für die Durchführung der Pervaporation wurde wie in Beispiel 8 verfahren, aber eine nach EP-PS096339 hergestellte Compositmembran, deren Trt nnschicht jedoch mit Formaldehyd vernetzt war, eingesetzt und das zu trennende Ethanol/Wasser-Gemisch auf 700C temperiert. Leistungsparameter: Ethanol/Wasser (90/10%); T = 7O0C; Jv = 1,0; alpha =
Ein Vergleich der in Tabelle 1 aufgeführten Beispiele 1,4 und 5 (bei 5O0C) mit Beispiel 6 zeigt, daß bei der Trennung von Ethanol/Wasser-Gemischen 50/50% die erfindungsgemäße Lösung entweder zu etwa um den Faktor 3 höheren Filtratstromdichten - bei vergleichbaren Trennfaktoren - oder zu etwa um den Fakior 3 höheren Trennfaktoren - bei vergleichbaren Filtratstromdichten - führt. Ein Vergleich der Beispiele 2 und 3 (bei 5O0C) mit Beispiel 7 weist aus, daß bei der Trennung von Ethanol/Wasser-Gemischen 90/10% die erfindungsgemäße Lösung zu einer etwa um den Faktor 3 bis 4 höheren Fütratstromdichte bei gleichzeitig etwa um den Faktor 2 höheren Trennfaktoren führt.
Besonders deutlich wird die erzielbare gravierende Leistungssteigerung, wenn man die Beispiele 1 bis 3 (bei 7O0C) mit den Beispielen 8 und 9 vergleicht. Bei der Trennung von Ethanol/Wasser-Gemischen 90/10% werden mit der erfindungsgemäßen Lösung etwa um den Faktor 30 bis 45 höhere Filtratstromdichten - bei etwa vergleichbaren Trennfaktoren -, bzw. etwa um den Faktor 4 höhere Trennfaktoren bei gleichzeitig etwa um den Faktor 2 gesteigerten Filtratstromdichten erzielt. Die oben angegebenen Steigerungsfaktoren liegen in all den Fällen in Wirklichkeit noch höher, wo die Pervaporation bei den Vergleichsbeispielen bei einer um 10°C höheren Temperatur durchgeführt wurde.
Tabelle 1 Zusammenfassung der Membran-Leistungsparameter für die Entwässerung von Alkohol-Wusser-Gemischen
Bsp. Temp. 60 Jv Ethanol/Wasser (%) 50/50 alpha Jv 90/10 alpha 0,4 123 Ethanol/Wasser/n-Propa-
(0C) 60 6,5 40 1,1 135 0,05 250" nol/i-Butanol/i-Pentanol (%)
80 1,9 185 1,0 50 18,8/15,1/4,1/15,9/46,1
70 1,7 223 Jv alpha
1 50 1,5 254
70 1,2 237
2 50 2,2 187 2,9 348
70 2,3 121
3 50 6,3 37 1,1 128
70 - Permeatraumdruck in allen Fällen 0,67kPa -
4 50
5 50
2,2 42
Vergleichsbeispiele:
Permeatraumdruck (kPa)
6 0,04
7 0,04
8 0,1... 0,5
9 0,1 ...0,5
1 Ethanol/Wasser 88/12%.

Claims (7)

1. Symplexmembranen für die Pervaporation von wasserhaltigen organischen Lösungsmitteln - die sich dem Trennmittel gegenüber inert verhalten -, dadurch gekennzeichnet, daß die Symplexmembranen als polyanionischem Bestandteil auf einer Mischung aus 90 bis 10 Massenanteilen in % eines Natriumcellulosesulfates (CS), mit einem Durchschnittssubstitutionsgrad (DS) von 0,20 bis 0,40 und einer relativen Viskosität (ETArei) -bezogen auf eine wäßrige Lösung von 1 Massenanteil in % bei 200C-vcn 300 bis 2 50OmP · sund 10 bis 90 Massenanteilen in % eines weiteren CS mit einem DS von 0,41 bis 1,5 und der vorgenannten ETAr0| sowie als polykationischem Bestandteil auf einem linearen Poly(dimethyldiallylammoniumchlorid) (PDMDAAC), mit einer ETArei von 1,8 bis 3,7 mPa · s - bezogen auf eine 1 Massenanteil in % PDMDAAC enthaftende 1 N wäßrige NaCI-Lösung bei 300C- oder einem verzweigten PDMDAAC, z.B. einem nach EP-FS 0264710 hergestellten, mit einer ETArei von 2,5 bis 4,OmPa · s-bezogen auf eine 1 Massenanteil in % PDMDAAC enthaltende 1N wäßrige NaCI-Lösung bei 300C- basieren, wobei jeweils eine wäßrige Mischungslösung I von 1 bis 10 Massenanteilen in % einer der genannten CS-Mischungen und jeweils eine wäßrige Lösung Il von 10 bis 40 Massenanteilen in % eines der genannten PDMDAAC für die Membranbildung eingesetzt wird und die Formierung der Membranen über intermolekulare elektrostatische Wechselwirkungen in der Grenzfläche zwischen den zu Filmen von jeweils 0,1 bis 0,3 mm Naßfilmdicke übereinander ausgestrichenen Lösungen I und Il erfolgt.
2. Symplexmembranen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der polyanionische Bestandteil auf einer Mischung aus vorzugsweise 85 bis 50, insbesondere 85 bis 75 Massenanteilen in % eines Natriumcellulosesulfates (CB), mit einem Durchschnittssubstitutionsgrad (DS) von vorzugsweise 0,25 bis 0,35 und einer relativen Viskosität (ETArei)- bezogen auf eine wäßrige Lösung von 1 Massenanteil in % bei 20°C-von vorzugsweise 500 bis 2300 mPa · s und vorzugsweise 15 bis 50, insbesondere 15 bis 25 Massenanteilen in % eines weiteren CS mit einem DS von vorzugsweise 0,41 bis 0,95, insbesondere 0,45 bis 0,60 und der vorgenannten ETArei basiert.
3. Symplexmembranen nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der polykationische Bestandteil auf einem linearen PDMDAAC, vorzugsweise mit einer ETAre! von 2,25 bis 2,95, insbesondere 2,8 bis 2,85 mPa · s- bezogen auf eine 1 Massenanteil in % PDMDAAC enthaltende 1 N wäßrige NaCI-Lösung bei 300C-oder einem verzweigten PDMDAAC, z.B. einem nach EP-PS 0264710 hergestellten, mit einer ETAre! von vorzugsweise 2,75 bis 3,25mPa · s-bezogen auf eine 1 Massenanteil in % PDMDAAC enthaltende 1 N wäßrige NaCI-Lösung bei 300C- basiert.
4. Symplexmembranen nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Mischungslösung I vorzugsweise 1 bis 5, insbesondere 1 bis 3 Massenanteile in % einer der genannten CS-Mischungen enthält.
5. Symplexmembranen nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Lösung Il vorzugsweise 15 bis 25, insbesondere 20 Massenanteile in % eines der genannten PDMDAAC enthält.
6. Symplexmembranen nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Naßfildicke der übereinander ausgestrichenen Lösungen I und Il vorzugsweise jeweils 0,2 mm beträgt.
7. Symplexmembranen nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Membranen vorzugsweise für die Entwässerung mittels Pervaporation von Alkoholen, insbesondere aliphatischen C2- bis C6-Alkoholen verwendet werden können.
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DD89333496A DD285555A5 (de) 1989-10-11 1989-10-11 Symplexmembranen fuer die pervaporation

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0587071A1 (de) * 1992-09-08 1994-03-16 Gkss-Forschungszentrum Geesthacht Gmbh Polyelektrolyt-komposit-Membran

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