DD285568A5 - Umfangfraeser auf diamantgranulatbasis - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Umfangfraeser auf Diamantgranulatbasis und findet Anwendung in der Steinbearbeitung zur Herstellung ebener Flaechen oder Konturen. Entsprechend dem Ziel, einen Umfangfraeser zu entwickeln, der bei reduziertem Energiebedarf und Einsparung von Produktionszeit den Diamantverbrauch verringert und entsprechend der Aufgabe, die Schnittkraefte zu verringern, wird der Umfangfraeser so gestaltet, dasz die diamanthaltigen Schneidsegmente mit ihrer Laengsachse in einer ein- oder mehrgaengigen teilungslosen Schraubenlinie um den walzenfoermigen Grundkoerper angeordnet sind.{Diamantwerkzeuge; Umfangfraeser; Steinbearbeitung; Schnittkraefte}
Description
2855*8
Titel der Erfindung
Umfangfräser auf Diamantgranulatbasis
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Fräswerkzeug zur Herstellung ebener Flächen an spröden Materialien, wie z. B. Fliesen aus Natur- und Kunststein.
Charakteristik de3 bekannten Standes der Technik
Umfangfräser auf Diamantgranulatbasis bestehen in der Regel aus einer Welle mit aufmontierten Segmentträgern die jeweils mit mehreren Segmenten, deren Längsachse in Umfangrichtung liegt, bestückt sind.
Dabei ist die Lage der Segmente gegenüber den jeweils benachbarten versetzt, so daß eine schraubenlinienartige Anordnung entsteht. Damit werden z. B. bei Hartgestein bei 0,5 mm Absenkung und 25 kW Antriebsleistung Zeitspanflächen von 300 bis 450 cmz/min erreicht. Gegenüber früheren Fräsen, deren Segmente parallel zur Rotationsachsa auf der Mantelfläche des rad- bzw. walzenförmigen Grundkörpers angeordnet waren, haben derartige Werkzeuge bezüglich der Kühlung und Laufruhe Vorteile. Als wesentliche Nachteile verbleiben ein starker, vor allem aber ungleichmäßiger Verschleiß der Schneidsegmente durch Riefenbildung infolge des durch Spülung nicht ausreichend ausgetragenen Schleifstaubes, große Schnittkräfte mit der Gefahr des Zerstörens dünnwandiger Werkstücke und Mangel hinslichtlich der Planheit und des Glättegrades der bearbeiteten Oberflächen.
In DE OS 3011 337 wird eine Maschine beschrieben, die durch einen oszillierenden Längsvorschub bei gleichzeitigem Quervorschub mit einem konventionellen Werkzeug sehr glatte Oberflächen bei geringem Werkzeugverschleiß ermöglicht. Der Weg ist sehr aufwendig.
5568
In DD 259 814 sind die Diamantsegmente konventionell angeordnet. Durch spezielle Anordnungsverhältnisse werden Vorteile bezüglich der Oberflächenrauheit und der Makrowelligkeit erzielt.
In DE OS 29 22 744 wird ein Umfangfräser vorgestellt, der durch Modifizierung der Segmentanordnung gegenüber den üblichen montierten Umfangfräsern bessere Oberflächenqualitäten erreicht. Durch den hohen Anteil im Eingriff befindlicher tferkzeugflachen sind aber hohe Schnittkräfte und ein kompliziertes System von Kühl- und SpUhIflUssigkeitsbohrungen bzw. -kanälen erforderlich, so daß die mögliche Werkzeugbreite begrenzt bleibt.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, einen Umfangfräser zu entwickeln, der bei reduziertem Energiebedarf und Einsparung von Produktionszeit den Diamantverbrauch wesentlich verringert.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Umfangfräser so zu gestalten, daß die wirkenden Schnittkräfte verringert werden. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die diamanthaltigen Schneidsegmente mit ihrer Längsachse in einer ein- oder mehrgängigen teilungslosen Schraubenlinie um den walzenförmigen Grundkörper angeordnet sind.
Bei Anordnung in einer mehrgängigen Schraubenlinie kann die Steigung der einzelnen Gänge gleich- oder gegenläufig sein. Diese erfindungsgemäße Anordnung der diamanthaltigen Schneidsegmente hat zur Folge, daß sich nur eine geringe Werkzeugfläche im Eingriff befindet. Dadurch werden Gesamtschnittkräfte verringert. Durch die erfindungsgemäße Anordnung der diamanthaltigen Schneidsegmente und der daraus resultierenden- Laufruhe des Werkzeuges ist eine nachträgliche Oberflächenbehandlung hinsichtlich Planheit und Glättegrad des Werkstückes nicht erforderlich.
Beim Arbeiten mit eingangigen Diamantwalzen entstehen rauhe und griffige Oberflächen,wie sie für Rückseiten von Fliesen u. ä. erforderlich sind.
Bei Anwendung von gegenläufig bestückten Diamantwalzen gleicher Steigung entstehen Flächen mit sehr geringer Rauhtiefe. Bezüglich der Kühl- und SpUlflÜ3Sigkeit funktioniert das erfindungsgemäße Werkzeug wie eine Förderschnecke. Die in den Schnittbereich gelangende Flüssigkeit ist frei von Schleifklein.
Ausfuhrungsbeispiel
Die erfindungsgemäße Vorrichtung soll anhand von 1 Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
1. Ein walzenförmiger Grundkörper mit 220 mm Durchmesser und 200 mm Länge wurde mit Diamantwerkzeugsegmenten in Form einer eingängigen Schraubenlinie mit 40 mm Steigung, nach rechts drehend, hart gelötet.
Mit diesem Werkzeug wurde auf einer Fräsmaschine mit 4 kW Antriebsleistung bei einer Drehzahl von 940 min und*einer Vorschubgeschwindigkeit von 0,3 m/min eine 10 mm dicke Doleritplatte in einem Schnitt auf 4 mm abgedünnt.
Die Platte wies keine Ausplatzungen auf. Die Oberflächengüte entsprach der Qualität grobgeschliffen.
2. Ein walzenförmiger Grundkörper mit 140 mm Länge und 220 mm Durchmesser wurde mit Diamantwerkzeugsegmenten in Form einer zweigängigen, gegenläufigen Schraubenlinie mit 40 mm Steigung nach beiden Seiten, hart gelötet.
Mit diesem Werkzeug wurde auf einer Konturenschleifmaschine mit 14 kW Antriebsleistung bei einer Drehzahl von 1480 min und einer Vorschubgeschwindigkeit von 1 m/min und einer Zustelltiefe von 10 mm in einem Schnitt eine gekrümmte Fläche ausgeschliffen
Die Oberflächengüte entsprach feingeschliffen.
Claims (2)
- 285548Patentanspruch. Umfangfräser auf Diamantgranulatbasis mit schraubenlinienartiger Segmentanordnung gekennzeichnet dadurch, daß die diamanthaitigen Segmente mit ihrer Längsachse in einer ein- oder mehrgängigen teilungslosen Schraubenlinie um den walzenförmigen Grundkörper angeordnet sind.
- 2. Umfangfräser nach Anspruch 1 gekennzeichnet dadurch, daß in einer mehrgängigen Schraubenlinie die Steigerung der einzelnen Gänge gleichläufig oder gegenläufig angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD33413589A DD285568A5 (de) | 1989-11-02 | 1989-11-02 | Umfangfraeser auf diamantgranulatbasis |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD33413589A DD285568A5 (de) | 1989-11-02 | 1989-11-02 | Umfangfraeser auf diamantgranulatbasis |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD285568A5 true DD285568A5 (de) | 1990-12-19 |
Family
ID=5613461
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD33413589A DD285568A5 (de) | 1989-11-02 | 1989-11-02 | Umfangfraeser auf diamantgranulatbasis |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD285568A5 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1999006181A1 (en) * | 1997-08-01 | 1999-02-11 | Luigi Pedrini | Diamond roller for ceramics, having abrasive with sloped side |
-
1989
- 1989-11-02 DD DD33413589A patent/DD285568A5/de not_active IP Right Cessation
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