DD285930A5 - Atemschutzgeraet mit mehreren regenerationspatronen und atembeutel - Google Patents
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Abstract
Ein Atemschutzgeraet mit Regeneration der Atemluft mittels mehrerer, parallel im Atemweg zwischen einem Atemanschlusz und einem Atembeutel angeordneten, sauerstoffabgebenden und kohlendioxidbindenden Chemikalfuellungen soll so verbessert werden, dasz eine gleichmaeszige Ausnutzung der Chemikalie in den Fuellungen erzielt wird, wobei die unterschiedlichen Atemwegswiderstaende der Fuellungen ausgeglichen werden und damit ihre Schadstoff-Beladung und ihr Verbrauch gleichmaeszig auf die vorhandenen Fuellungen waehrend der gesamten Gebrauchsdauer aufgeteilt werden. Dazu ist vorgesehen, dasz an jeder Fuellung zur Aufnahme der sie durchstroemenden Ausatemluft ein eigener Atembeutel angeschlossen ist. Fig. 1{Regenerationspatrone; Atemschutzgeraet; Atemluft; Atemweg; Atemanschlusz; Atembeutel; Chemikalfuellung; Atemwegswiderstaende; Schadstoff-Beladung; Ausatemluft}
Description
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung betrifft ein Atemschutzgerät mit Regeneration der Atemluft mittels mehrerer, parallel im Atemweg zwischen einem Atemanschluß und einem Atembeutel angeordneten, sauerstoffabgebenden und kohlendioxidbindenden Chemikalfüllungen.
Ein solches Atemschutzgerät ist aus der DE-OS 3324222 bekannt geworden.
Das bekannte Atemschutzgerät arbeitet im Kreislaufbetrieb und besitzt innerhalb einer im Atemweg liegenden Chemikalpatrone zwei parallel angeordnete Chemikalfüllungen, welche, ausgehend vom Atemanschluß, mit der Ausatemluft des Geräteträgers gespeist werden. Die Ausatemluft gelangt über ein Anschlußrohr in eine Verteilerkammer, von welcher aus sich die Atemluft in die beiden Chemikalfüllungen verteilt. In ihnen wird die Ausatemluft von CO2 und Wasser befreit und mit Sauerstoff angereichert. Die angereicherte Ausatemluft vereinigt sich nach Durchtritt durch die Chemikalfüllungen in einem gemeinsamen Ausatembeutel. Von dort aus gelangt sie bei einem Einatemzug des Geräteträgers unmittelbar in das Mundstück. Durch eine geeignete Einschaltung von Rückschlagventilen im Atemschlauch wird die Kreislaufatmung sichergestellt, so daß bei einem Ausatemzug stets die Chemikalfüllungen gespeist werden, und bei einem Einatemzug die aufbereitete Atemluftmenge direkt aus dem Atembeutel entnommen wird.
Die Parallelanordnung von mehreren Chemikalfüllungen ermöglicht zwar eine Verlängerung der Gebrauchsdauer eines derartigen Atemschutzgerätes dadurch, daß die die Atemluft regenierierende Chemikalienmenge erhöht wird und dennoch der Atemwiderstand niedrig bleibt. Es ist jedoch nicht sichergestellt, daß die parallel geschalteten Chemikalfüllungen während ihrer Gebrauchsdauer gleichmäßig beatmet werden. Durch unterschiedliche Strömungswiderstände, bedingt durch unterschiedliche Atemströmverhältnisse in den einzelnen Betten, oder auch durch unterschiedlich lange Strömungswege für das Atemgas durch die verschieden gelagerten Betten, wird eine der Füllungen bevorzugt beatmet, nämlich diejenige, welche dem Atemgas den geringsten Strömungswiderstand entgegenbringt. Dadurch ist aber auch das betreffende Bett schneller verbraucht als das andere und wird durch das verbrauchte Chemikal dichtgesetzt. Dann steht jedoch für die weitere Atmung eine Chemikalfüllung weniger zur Verfügung, der Atemwiderstand erhöhte sich und der Vorteil der Parallelbeatmung von mehreren Chemikalfüllungen wird frühzeitig aufgegeben.
Ziel der Erfindung
Es ist das Ziel der Erfindung, ein Atemschutzgerät zur Verfügung zu stellen, welches zuverlässig im Einsatz bei gleichzeitiger Erhöhung der Gebrauchswerteigenschaften ist.
kohlendioxidbindenden Chemikalfüllungen so zu verbessern, daß eine gleichmäßige Ausnutzung der Chemikalie in den
aufgeteilt werden sollen.
eigener Atembeutel angeschlossen ist. Mit der Erfindung wird erzielt, daß jede Chemikalfüllung mit ihrem eigenen Atembeutelbeatmet wird, so daß unterschiedliche Atemströmverhältnisse oder Atemwegswiderstände keinen Einfluß mehr auf einevorzeitige Erschöpfung eines einzelnen oder mehrerer Chemikalbetten haben. Würde nämlich eines der Chemikalbetten wegenseines geringeren Atemwegswiderstandes bevorzugt beatmet, würde auch der an diesem Bett angeschlossene Atembeutelschneller gefüllt als der an dem anderen, weniger beatmeten Chemikalbett befindliche Atembeutel, so daß durch den nach seiner
zwangsläufig durch das anfänglich weniger beatmete zweite Chemikalbett strömen muß. Somit wirken die Atembeutelregulierend auf die Beladung der verschiedenen Chemikalfüllungen.
insgesamt niedrigeren Atemstromwiderstandes durch die Chemikalpatronen ausnutzen.
gewählt werden, die eine modulartige Ausführung der Patronen erlaubt, die dann im Bedarfsfall nach Verbrauch gegen neueausgewechselt werden können. Außerdem kann derselbe Modulbaustein für den Aufbau von Geräten mit unterschiedlichen
einen Einatemschlauch mit Einatemventil, wobei die Ventile an den den Patronen zugewandten Enden der Schläuche angeordnetsind. Dadurch wird Pendelatmung in den Atemschläuchen vermieden und der Totraum verringert.
gebildete Sauerstoff dem Geräteträger unmittelbar zur Verfügung, und der Überschuß kann sich gleichmäßig über die parallelen
der Chemikalpatronen, da sie einerseits von der Ausatemluft beschickt werden, anderseits während der Einatemphase von derim Atembeutel befindliche Ausatemluft durchströmt werden, so daß die eventuell noch nicht gänzlich regenerierte Ausatemluftdes Atembeutels während des nochmaligen Durchtrittes durch die Chemikalpatrone weiter regeneriert wird. Man erhält somiteine wesentlich bessere Ausnutzung der Chemikalbetten.
eine an diese angeschlossene Leitung zum Mundstück zu führen, wobei die Leitung ein während der Einatemphase sichöffnendes druckbelastetes Ventil enthält. Während der Ausatemphase werden die Ausatembeutel bis zu einem solchen Druckgefüllt, wie ihn die druckbelasteten Ventile zulassen. Erst durch den während der Einatemphase herrschende Unterdruckabströmseitig zum Ventil öffnet dieses und läßt die in den Atembeuteln befindliche Ausatemluft zum Mundstück strömen.
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen
Fig. 1: ein Atemschutzgerät für den Pendelatem betrieb; Fig. 2: ein Atemschutzgerät im Kreislaufbetrieb.
Das in Fig. 1 dargestellte Atemschutzgerät besitzt zwei Chemikalpatronen 1; 2 mit einer CO2 und Wasser bindenden, sauerstoffabgebenden Chemikalfüllung 3; 4. Mit ihrer einen Patronenöffnung 5 sind sie an eine Verteilerkammer 6 und mit ihrer anderen Patronenöffnung 7 an einen eigenen Atembeutel 8; 9 angeschlossen. Dabei sind die Patronenöffnungen 5; 7 durch ein luftdurchlässiges, die Chemikalfüllung 3; 4 festhaltendes Siebgitter ausgebildet. Jeder der Atembeutel 8; 9 ist mit einem Überdruckventil 10; 11 ausgestattet. An die Verteilungskammer 6 ist ein Starter 12 angeschlossen. Der Starter 12 ist mit einem sauerstofferzeugenden Chemikal, beispielsweise Natriumchlorat gefüllt, welches zu Beginn der Benutzung des Atemschutzgerätes gezündet wird, beispielsweise durch Zugabe einer vorher festgelegten Menge an Wasser. In die Verteilungskammer 6 mündet weiterhin ein Ausatemschlauch 13 mit einem Ausatemventil 14 sowie ein Einatemschlauch 15 mit einem dazugehörigen Einatemventil 16. Beide Schläuche 13; 15 sind in einem gemeinsamen, von einer Zwischenwand 17 abgeteilten Atemschlauch 18 zusammengefaßt, welcher in einem Atemanschluß 19 endet.
Die Strömungsrichtung von Einatemluft und Ausatemluft ist durch die dargestellten Richtungspfeile 20 angedeutet. Das in Fig. 2 dargestellte Atemschutzgerät ist für den Kreislaufbetrieb geeignet. Dabei sind die gleichen Bauteile, wie sie in Fig. 1 dargestellt sind, mit den, gleichen Bezugsziffern versehen. Zur Ermöglichung des Kreislaufbetriebes führt eine Leitung 21 jeweils von den Atembeuteln 8; 9 zu der umlaufenden Kammer 24. In den Leitungen 21 ist ein mit einer Feder 23 belastetes Ventil 22 eingebaut, welches die Leitung 21 in Einatemrichtung freigibt. Die umlaufende Kammer 24 mündet in den Einatemschlauch 15, welcher in dem Mundstück 19 endet.
Claims (7)
1. Atemschutzgerät mit Regeneration der Atemluft mittels mehrerer, parallel im Atemweg zwischen einem Atemanschluß und einem Atembeutel angeordneten, sauerstoffabgebenden und kohlendioxidbindenden Chemikalfüllungen, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder Füllung (3; 4) zur Aufnahme der sie durchströmenden Ausatemluft ein eigener Atembeutel (8; 9) angeschlossen ist.
2. Atemschutzgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Chemikalfüllungen (3;4) in einer eigenen Patrone (1; 2) aufgenommen ist.
3. Atemschutzgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der Atembeutel (8; 9) mit einem Überdruckventil (10; 11) ausgestattet ist.
4. Atemschutzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie Verbindung zwischen dem Atemanschluß (19) und den Chemikalpatronen (1; 2) über jeweils einen Einatemschlauch (15) mit einem Einatemventil (16) und einem Ausatemschlauch (13) mit einem Ausatemventil (14) hergestellt ist, wobei die Ventile (14; 16) an den den Patronen (1; 2) zugewandten Enden der Atemschläuche (13; 15) angeordnet sind.
5. Atemschutzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Starter (12) in einer mit den Patronen (1; 2) kommunizierenden Verteilungskammer (6) im Atemweg angeordnet ist.
6. Atemschutzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß es im Pendelatembetrieb einsetzbar ist.
7. Atemschutzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Kreislaufbetrieb die in den Atembeuteln (8; 9) befindliche Ausatemluft während der Einatemphase über eine an diese angeschlossene Leitung (21) und ein in Einatemrichtung öffnendes druckbelastetes Ventil (22) zum Mundstück (19) führbar ist.
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