DD286117A5 - Arbeitsschnecke für Fleischwölfe - Google Patents
Arbeitsschnecke für FleischwölfeInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Arbeitsschnecke fuer Fleischwoelfe und nach dem Wolfprinzip arbeitende Zerkleinerungsmaschinen und findet in allen Verarbeitungsbetrieben der Fleischindustrie Anwendung. Das Ziel und die Aufgabe der Erfindung bestehen in der Leistungssteigerung der Fleischwoelfe, wobei ein Rueckflieszen des Verarbeitungsgutes verhindert werden soll. Dies wird durch die Gestaltung der Arbeitsschnecke in der Form erreicht, indem die Schneckengaenge der Arbeitsschnecke im Druckzonenbereich eine Verstaerkung der Flankenbreite aufweisen, die eine 30-40%ige Volumenminderung bewirken, wobei der Durchmesser der Schneckenseele unveraendert bleibt, also das gleiche Masz aufweist.{Fleischindustrie; Fleischwoelfe; Arbeitsschnecke; Foerderungs- und Zerkleinerungsprozesz; Leistungssteigerung}
Description
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Es ist allgemeine Erkenntn's, daß das unter Druck zu fördernde Verarbeitungsgut innerhalb von geschlossenen Räumen, so des
Druckgehäuses von Fleischwölfen, eine gewisse Abstützung zur Überwindung des Gegendruckes benötigt. Der Gegendruck wird dabei durch das Lochscheiben-Messer-System eines Schneidsatzes erzeugt.
Die Reaktion auf die Förderung und den Druckaufbau als Form der Druck-Gegendruckpaarung erzwingt in den Zügen des Druckgehäuses einen hochprozentigen Materialrückfluß. Ein hochprozentiger Materialrückfluß ist gleichbedeutend mit einer ständigen Wiederholung des Förderprozesses mit gleichem Gut, der mit Senkung der Qualität des Förder- bzw. Verarbeitungsgutes verbunden ist, eine Energiezunahme für dia spezifische Fördermenge sowie eine Senkung des Wirkungsgrades bewirkt.
Die DD-PS 248295 beschreibt Rückflußsperren in Schneckendruckerzeugern, die in den axial verlaufenden Zügen des Druckgehäuses angeordnet sind.
Durch die Umdrehung der Schnecke kommt es zur Förderung des Gutes, das sich an der Wandrauhigkeit, den Zügen oder Stegen in der Zugstufe abstützt und folgt diesen im Prozeß der Förderung grundsätzlich bis zum Schneckenende in Förderrichtung, bis hin zum Gegendruckerzeuger, dem Schn.eidsatz.
Dort beginnt mit dem Druckaufbau teilweise der Materialrückfluß bis zur jeweiligen Rückflußsperre, die das Material in den Förderprozeß zurücklei'.. Damit soll der Materialrückfluß im wesentlichen gehemmt werden.
In der DE-OS 2538937 ist eine Schnecke mit Deflektor beschrieben, die gleichfalls in Fleischwölfen zum Einsatz kommen kann.
Der Deflektor ist dabei in einem Zwischenraum zwischen zwei Flanken der Schnecke angeordnet, und zwar unmittelbar am
Übergang des Einfülltrichters zum Druckgehäuse des Fleischwolfes. Dieser Deflektor bewirkt auch eine gewisse Sperrung des Rückfließens des zu verarbeitenden Gutes, hat aber vorrangig die Aufgabe, als Ablenker und Auswerfer gefrorener Teile des zu verarbeitenden Gutes zu wirken, um eine Überhäufung Im Druckgehäuse und somit eine Üoerlastung bzw. Blockieren der Maschine zu verhindern.
Beide Lösungen sichern nicht die notwendige Sperrung gegen Rückfluß des Verarbeitungsgutes und sind insbesondere für zu wollendes fetthaltiges und schlachtwarmes Verarbeitungsgut ungeeignet.
Das Ziel der Erfindung ist, den Wirkungsgrad von Fleischwölfen und die Qualität des gewolften Verarbeitungsgutes zu verbessern, wobei der Massenschub, aus der Förderung des Verarbeitungsgutes durch die Arbeitsschnecke resultierend, auf den Schneidsatz erhöht werden soll.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Arbeitsschnecke für Fleischwölfe zu entwickeln, durch die eine qualitative Verbesserung der Durchfluß- und Zerkleinerungsbedingungen erreicht und vorrangig eine erhöhte Hemmkraft gegen den Verarbeitungsgutrückfluß erzeugt wird.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Arbeitsschnecke gelöst, die durch ihre Gestaltung eine Erhöhung der Hemmkräfte bewirkt und ein Rückfließen des Verarbeitungsgutes weitestgehend verhindert.
In Erkenntnis, daß die Geometrie der Arbeitsschnecke eine um einen Zylinder angeordnete schiefe Ebene ist, läßt die vorhandene Hangabtriebskraft, die dem Verarbeitungsgutrückfluß entgegen kommt, erkennen.
So wurde gefunden, daß die in der Mitte des Druckrohres befindlichen Schneckengänge der Arbeitsschnecke eine Verstärkung der Flankenbreite aufweisen, die eine 30- bis 40%ige Volumenminderung bei gleichbleibendem Durchmesser der Arbeitsschneckenseele bewirken, wodurch eine höhere Verarbeitungsguteinspannung erreicht wird, die dem Rückfluß des Verarbeitungsgutes entgegen wirkt.
Die Erfindung soll nachstehend näher erläutert werden. Die beigefügte Zeichnung stellt eine Arbeitsschnecke dar, wie sie im Druckgehäuse eines Fleischwolfes angeordnet Ist. Im Druckgehäuse 1 des Fleischwolfes ist die Arbeitsschnecke 2 in bekannter Weise gelagert. Der Arbeitsschnecke 2 ist auf ihrem Arbeitsschneckenzapfen 5 der Schneidsatz 6 zugeordnet und zwar als Bteiliger Schneidsatz 6 dargestellt und besteht aus Vorschneide/-, Messer, Lochscheibe, Messer und Endlochscheibe. In üblicher Weise besitzt die Arbeitsschnecke 2 Schneckengänge 4, die sich über die gesamte Arbeitslänge erstrecken. Gemäß den erfinderischen Merkmalen besitzen die Schneckengänge 4 im Bereich der Druckzone der Arbeitsschnecke 2 eine Verstärkung der Flankenbreite 7, die eine Volumenverringerung um 30-40% bewirkt. Die Schneckenseele 3 weist einen gleichbleibenden Durchmesser auf.
Die Verstärkung der Flankenbreite 7 der Schneckengänge 4 kann durch Aufschweißen oder auch durch das Anbringen, beispielsweise mittels Schrauben, von Teilen, die die Form der jeweiligen Schneckengänge 4 entsprechen, erfolgen. Wesentlich ist dabei, daß Im Druckzonenbereich der Arbeitsschnecke 2 diese Verstärkung der Flankenbreite 7 so vorgesehen ist, daß eine Volumenminderung um 30-40% eintritt und die Schneckenseele 3 der Arbeitsschnecke 2 einen gleichbleibenden Durchmesser aufweist.
Claims (1)
- Arbeitsschnecke für Fleischwölfe, die als Förder· und Druckerzeugungsorgan eingesetzt wird, gekennzeichnet dadurch, daß die in der Mitte der Arbeitsschnecke (2), der Druckzone, befindlichen Schneckengänge (4), eine 30-40%ige Volumenmin,derung erzielend, mit einer stärkeren Flankenbreite (7) ausgebildet sind.Hierzu 1 Seite ZeichnungAnwondu lgsgeblet der ErfindungDie Erfindung betrifft eine Arbeitsschnecke für Fleischwölfe und i^ach dem Wolfprinzip arbeitende Zerkleinerungsmaschinen und findet Anwendung bei der Herstellung bzw. Nachrüstung derartiger Maschinen.
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