DD286191A5 - Verfahren zur elution von cyanidisch komplexiertem zink aus stark basischen anionaustauschern - Google Patents

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DD286191A5
DD286191A5 DD33079289A DD33079289A DD286191A5 DD 286191 A5 DD286191 A5 DD 286191A5 DD 33079289 A DD33079289 A DD 33079289A DD 33079289 A DD33079289 A DD 33079289A DD 286191 A5 DD286191 A5 DD 286191A5
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DD
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elution
zinc
acid
basic anion
cyanidically
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DD33079289A
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Inventor
Matthias Suess
Original Assignee
Zi F. Isotopen- Und Strahlenforschung,De
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Elution von cyanidisch komplexiertem Zink aus stark basischen Anionenaustauschern, die zur direkten Zinkabtrennung aus alkalisch-cyanidischen Spuel- und Abwaessern der oberflaechenbehandelnden Industrie eingesetzt werden. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dasz zur Elution mineralsaure Formaldehydloesungen mit einem Massenanteil von 0,005 bis 0,04 kg Formaldehyd/kg Loesung eingesetzt werden. Als Mineralsaeuren eignen sich Salpetersaeure * * Perchlorsaeure * * Phosphorsaeure * mol/l) oder Schwefelsaeure * *{Zinkabtrennung; Galvanikwaesser; Cyanidkomplexe; Anionenaustauscher; Elution; mineralsaure Formaldehydloesungen}

Description

Anwendungcgeblet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Elution von cyanidisch komplexiertem Zink aus stark basischen Anionenaustauschern, die zur direkten Zinkabtrennung aus alkalisch-cyanidischen Spül- und Abwässern der oberflächenbehandelnden Industrie eingesetzt werden.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik Stark basische Anionenaustauscher können zur direkten Abtrennung von Zink aus Spül- und Abwässern alkalisch-cyanidischer Elektrolyte eingesetzt werden. Die Regenerierung dor Austauscher ist jedoch aufgrund der sehr festen Haftung der Zinkcyanidkomplexe am Sorbens nicht wie sonst üblich mit 4- 6%iger Natronlauge mit befriedigenden Ausbeuten möglich. Selbst eine Erhöhung der Natronlaugekonzentration auf 20% führt nicht zu Elutionsraten über 50%; außerdem wird das Austauscherharz von der konzentrierten Lauge erheblich angegriffen. Es wurde deshalb vorgeschlagen, zur Desorption der cyanldischen Zinkkomplexe von stark basischen Anionenaustauschern Mineralsäuren (A. N.Belevtsev, V.E.Genkin, Zh. Vses. KhIm. Obchest. 12(6] (1977] 644) und Kombinationen von 1 η Natronlauge
mit 2 η Natriumchloridlödung (J. Inczechy, T. Frankov, Period. Polytech. Chem. Eng. 11 (1 ] (1967] 53) einzusetzen. Auch diese
Elutionsmittel haben den Nachteil, daß befriedigende Elutionsraten (>70%) nicht oder nur mit unverhältnismäßig großem Aufwand an Elutionsmittel realisiert werden können. Ein weiterer Vorschlag sieht zur Desorption der genannten Komplexe Oxidationsmittel wie Hypochloridlösungen vor
(A. Yagishita, Japan Kokai 7348.656,22.11.1971). Damit werden die am Austauscher gebundenen Komplexe oxidativ zerstört.
Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß die Oxidationsmittel in solchen Konzentrationen eingesetzt werden müssen, daß die Ionenaustauscherharze selbst erheblich angegriffen werden. Außerdem treten starke Gasentwicklungen auf, die zur Verschlechterung der Hydrodynamik in der lonenaustauschervorrichtung führen. Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht in der Erhöhung des Elutionsgrades ohne Schädigung des Austauschers mit vertretbarem Aufwand.
Darlegung des Wesens der Erfindung Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Elution cyanidisch komplexierten Zinks aus stark basischen Anionenaustauschern
so zu gestalten, daß Elutionsgrade von 2:70% mit vertretbarem Elutionsmittelaufwand erreicht werden, ohne daß der
Austauscher dabei angegriffen wird und somit zu einer hohen Anzahl von Beladung*- und Elutionszyklen eingesetzt werden Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß zur Elution mineralsaure Formaldehydlösungen mit einem Massenanteil von 0,005 bis 0,04 kg Formaldehyd/kg Lösung eingesetzt werden. Als Mineralsäuren eignen sich z. B. Salpetersäure
(0,2-1 mol/l), Perchlorsäure (0,2-1 mol/l), Phosphorsäure (0,2-1,5mol/l) und insbesondere Schwefelsäure (0,2-5mol/l). Zur
Verminderung der Austreibung von Blausäure aus der Lösung sollte jedoch auch bei Schwefelsäure ein Gehalt über 1,5mol/l
vermieden werden.
Durch die mineralsäure Formaldehydlösung wird der cyanldische Zinkkomplex chemisch umgesetzt, wobei das komplex
gebundene Zink als Zn:*-Kation freigesetzt und somit vom Austauscher gewaschen wird. Die chemische Umsetzung verläuft innerhalb praxisrelevanter Kontaktzeiten (etwa 30 Minuten) weitestgehend quantitativ.
Das Zink kann aus dem Eluat durch Einstellen des pH-Wertes auf 8,3-9,0 bis auf Restgehalte unter 1 mg/l als Hydroxid ausgefällt
und damit abgetrennt werden. Die Anionenaustauscher können nach der Elution mit salpetersaurer, schwefelsaurer oder phosphorsaurer Formaldehydlösuiig ohne zusätzliche Konfektionierung zur erneuten Zinksorption eingesetzt werden. Bei
Vet wendung von perchlorsaurer Formaldehydlösung empfiehlt sich nach der Elution eine Konfektionierung mit Natronlauge,
um Kapazitätsverluste zu vermeiden.
-2- 286191 AusfOhrungsbeisplel 4
1. Aus einem cyanldlschen Glanzzinkelektrolyten (C1n 38,2g/l; CNicn - 82,6g/l; Cn1OH = 73,0g/l; Cn11COi - 70,3g/l) wurde durch Verdünnen mit Wasser im Verhältnis 1:11 eine Lösung hergestellt, der in ihrer Zusammensetzung einem üblichen Spülwasser entspricht. Damit wurden jeweils 2g eines stark basischen Anionenaustauschers vom Typ Wofatit SZ-30 in der OH-Form in einer SSuIe (d = 4,5mm, h = 8mm) bis zum Erreichen der SBttigungskapazitSt von 1,35-1,5mmol Zn/g Harz beladen. Bei der Elution wurden bei einer Geschwindigkeit von 1 ml/min unter Verwendung verschiedener Eiutionsiösungen (V «= 4/)ml) stets Elutionsgrade >70% erreicht. Ein Teil der Ergebnisse ist in der folgenden Tabelle enthalten.
. Formaldehyd Mineralsäure Zinkelutlonsgrad
(Masseanteil in %) (mol/l) (%)
0,5 0,2 m HjSO4 72
1,0 0,2 m HjSO4 82
1.6 0,2 m H1SO4 87
2,0 0,2 m H1SO4 83
3,0 0,2 m H1SO4 73
4,0 0,2 m H2SO4 75
1.6 0,4 m H2SO4 91
1.6 0,SmH1SO4 79
1,6 3,OmH1SO4 80
1.6 5,OmH1SO4 84
0,5 0,4 m HNO3 77
1.0 0,4 m HNO, 85
2,0 0,4 m HNO, 78
1.0 0,2 m HNO, 71
1.0 1,OmHNO, 84
0,6 0,4.TiHCIO4 68
1 0,4 m HCIO4 72
2 0,4 m HCIO4 75
1 0,2 m HCIO4 70
1 1,OmHCIO4 72
1 0,2 m H2ZO4 83
2 0,2 m H1PO4 71
1 1,5 m H1PO4 72
Unter sonst gleichen Bedingungen werden mit 5%igir NaOH nur etwa 38% und mit 20%iger NaOH nur etwa 46% des sorbierten Zinks vom Austauscher eluiert.
Aus allen im obigen Beispiel erhaltenen Eluaten konnte durch Einstellen des pH-Wertes auf 8,3-9 das Zink vollständig ausgefSlt werden. Der Restzinkgehalt der Lösung liegt unter 1 mg/l.
2. Im Verlaufe von 10 Beladungs- und Elutionszyklen an einer im Beispiel 1 beschriebenen AnionenaustauschersSule mit dem dort beschriebenen Spülwasser konnten mit Jeweils 50 ml Elutionslösung, bestehend aus 0,01 kg Formaldehyd/kg Lösung (0,03mol/l Schwefelsäure), Elutionsraten von stets über 90% erzielt werden. Bei jeder Neubeladung der SSuIe wurden GesamtsBttigungskapazitSten > 1,4mmol Zn/g Harz erreicht.
3. Aus einer wie im Beispiel 1 beladenen AnionenaustauschersSule mit 21,8g (etwa 53ml) Wofatit SZ-30 (in der OH-Form) mit einem Beladungsgrad von 1,6mmol Zn/g Harz wurden mit 300ml 1,5%iger Formaldehydlösung in 0,4mol/l Schwefelsäure 95% des Zinks eluiert. Nach Neubeladung (Kapazität 1,4 mmol/g) wurden mit 200ml 1,5%iger Formaldehydlösung in 1,5 mol/l Schwefelsäure 89% des aufder SSuIe befindlichen Zinks eluiert. Aus beiden Eluaten konnte durch Einstellung des pH-Wertes auf 8,5 das Zink bis auf restgehalte von etwa 0,5 mg/l ausgefeilt werden.

Claims (2)

1. Verfahren zur Elution von cyanidisch komplexiertem Zink aus stark basischen Anionenaustauscherharzen, dadurch gekennzeichnet, daß zur Elution mineralsaure Formaldehydlösungen mit einem Massenanteil von 0,005 bis 0,04kg Formaldehyd/kg Lösung eingesetzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Mineralsäuren Salpetersäure (0,2-1 mol/l), Perchlorsäure (0,2-1 mol/l), Phosphorsäure (0,2-1,5mol/l) oder Schwefelsäure (0,2-5mol/l) eingesetzt werden.
DD33079289A 1989-07-14 1989-07-14 Verfahren zur elution von cyanidisch komplexiertem zink aus stark basischen anionaustauschern DD286191A5 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102008058086A1 (de) * 2008-11-18 2010-05-27 Atotech Deutschland Gmbh Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung von galvanischen Bädern zur Abscheidung von Metallen

Cited By (3)

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DE102008058086A1 (de) * 2008-11-18 2010-05-27 Atotech Deutschland Gmbh Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung von galvanischen Bädern zur Abscheidung von Metallen
WO2010057675A3 (en) * 2008-11-18 2010-08-05 Atotech Deutschland Gmbh Process and device for cleaning galvanic baths to plate metals
DE102008058086B4 (de) * 2008-11-18 2013-05-23 Atotech Deutschland Gmbh Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung von galvanischen Bädern zur Abscheidung von Metallen

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