DD286209A5 - Verfahren zur herstellung von verbundrohren - Google Patents

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DD286209A5
DD286209A5 DD33077081A DD33077081A DD286209A5 DD 286209 A5 DD286209 A5 DD 286209A5 DD 33077081 A DD33077081 A DD 33077081A DD 33077081 A DD33077081 A DD 33077081A DD 286209 A5 DD286209 A5 DD 286209A5
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DD
German Democratic Republic
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protective layer
paper
pvc
glass
outer protective
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Application number
DD33077081A
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English (en)
Inventor
Volker Schmidt
Franz Dambeck
Werner Hermeling
Egon Gruneberg
Original Assignee
Leipzig Chemieanlagen
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  • Lining Or Joining Of Plastics Or The Like (AREA)
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Verbundrohren nach dem Spiralhuelsenwickelverfahren auf Zellulosebasis. Dabei wird ein Rohr auf Zellulosebasis in einem Arbeitsgang mit einer inneren Schutzschicht aus 0,05 bis 0,5 mm dicken PVC-hart-Band und einer aeuszeren Schutzschicht aus papier- und glasfaserverstaerkten Polyester maschinell waehrend des kontinuierlichen Wickelvorganges hergestellt. Die aeuszere Schutzschicht wird strahlenchemisch gehaertet.{Spiralwickelverfahren; Verbundrohr; Zellulosebasis; Schutzschicht; PVC-hart-Band; Stuetzkoerper; Papier; Glasgewebe; Glasroving; Harz}

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Verbundrohren nach dem Spiralhülsenwickelverfahren. Die Wandung dieses Rohres besteht aus einem Stützkörper auf Zellulosebasis, der durch eine innere und eine äußere Schutzschicht auf Plastbasis geschützt kt. Die Erfindung e> möglicht die Herstellung des kompletten Rohres, das chemikalien- und witterungsbeständig ',». in einem Arbeitsgang.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen Bekannt sind Verfahren zur Herstellung von Verbundrohren auf Zellulosebasis, welche nur teilweise chemikalien· und nicht
witterungsbeständig sind.
Bekannt 1st die Verklebung der Innenlage von Verbundrohren, die für die Herstellung von Dosen, z. B. für Farben und Lebensmittel, verwendet werden. Hier werden beschichtete Papiere als innere Schutzschicht verwendet. Die Verklebung der Überlappung erfolgt mit thermoplastischem Klebstoff. Die Überlappung ist als einfache oder als ineinandergreifende (um 180°
gefaltet) ausgeführt (DD-PS 100022).
Bekannt ist ein Verfahren zum Überziehen eines Rohres mit einer Korrosionsschutzschicht und einer mechanischen Schutzschicht, welche aus einem thermoplastischen Kunststoff bestehen. Die Verbindung der Überlappung der Bänder erfolgt
mit Hilfe von Schmelzklebstoffen (DE-AS 2149239).
Bei diesem bekannten Verfahren werden Schmelzklebstoffe angewendet. Diese sind gegenüber den zu verklebenden Flächen
artfremd, und der Klebefilm hat abweichende physikalische und chemische Eigenschaften.
Bekannt sind Verfahren zum nachträglichen Aufbringen von äußeren Schutzschichten aus Kunststoff, Kunststoff-Folien oder Glasfasern mit ungesättigten Polyestern (GUP). Diese Verfahren (DE-AS 1153607 und DT-OS 2511617) arbeiten diskontinuierlich. Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung von Verbundrohren zu entwickeln, mit dem hochproduktiv nach dem Spiralhülsenwickelverfahren in einem Arbeitsgang ein chemikalien- und witterungsbeständiges Rohr gefertigt wird und welchos sich durch eine hohe Materialökonomie auszeichnet.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von Verbundrohren zu entwickeln, mit dem nach dem Spiralhülsenwickelverfahren maschinell während des kontinuierlichen Wickelvorganges pine innere und äußere chemikalien- und witterungsbeständige Schutzschicht auf einen Stützkörper aufgebracht wird. Erfindungsgemäß wi>*d diese Aufgabe dadurch
gelöst, daß die innere und Süßere Schutzschicht aus Plastwerkstoffen maschinell während des kontinuierlichen Wickelvorganges erzeugt wird und somit das fertige Rohr in einem Maschinenlauf hergestellt wird, wobei unmittelbar nach dessen Konfektionierung eine für eine Zwischenlagerung ausreichende Formstabilität gewährleistet wird. Vorzugsweise dient als Innenschicht PVC-hart-Band mit einer Dicke von 0,05 bis 0,5mm, das spiralförmig überlappt, über einen festen Dorn gewickelt wird. Das PVC-hart-Band wird auf der gesamten Breite mit PC-Klebelack angelöst und vordem Einlauf auf den Wickeldorn mit dem ersten Band aus Papier zusammengefügt. Dadurch wird es ermöglicht, daß der größte Teil des PC-Lösungsmittels durch das Papier diffundieren kann. Eine intensive Verbindung zwischen Papier und PVC-Band entsteht anschließend beim Wickeln auf dem Dorn durch sine entsprechende Spannung des Papierbandes bei dem Fertigungsprozeß. Eine zuverlässige gas- und flüssigkeitsdichte Verklebung der Überlappung wird durch zusätzlichen Auftrag von Kleber bzw. Speziallösungsmittel erreicht. Alternativ kann auch PC-Klebelack eingesetzt werden, besonders dann, wenn an Stelle von Öl andere Gleitmittel für den Wickeldorn der Spiralhülsenwickelmaschine verwendet werden, wie z. B. Talkum oder dieser durc't eine Beschichtung mit PTFE gleitfähig gemacht wird. Auf das erste Papierband wird anschließend eine Vielzahl von Papierbändern in an sich bekannter Weise spiralförmig gewickelt, wobei jede Schicht untereinander verklebt wird. Als Klebstoff dient vorzugsweise Harnstoff-Formaldehyd-Leim. Dabei ist der Klebstoff soweit zu minimieren, daß zwar eine intensive Verklebung gewährleistet ist, der freiwerdende Wasseranteil jedoch die Formstabilität nach der Konfektionierung zur Zwischenlagerung nicht beeinträchtigt wird. Zuletzt wird die Außenschicht hergestellt. Diese besteht vorzugsweise aus einer mit UP-Harz getränkten Papier- und Glasgewebe-, Glasroving- bzw. Glasvliesschicht. Das bandförmige Glasgewebe, -roving- bzw. -vlies wird in einer Einrichtung mit UP-Harz, dem ein spezieller Photoinitiator zugesetzt ist, getränkt und spiralförmig überlappend auf die letzte Papierschicht aufgewickelt. Die UP-Harze werden strahlendchemisch una/oder thermisch gehärtet.
Die Außenschicht aus Plast kann weiterhin in der bekannten Art und Weise aus einem spiralförmig überlappend gewickelten Band aus Polyester (PETP) bestehen. Auf das Hand wird in der gesamten Breite Klebstoff, vorzugsweise Polyacrylat D360
aufgetragen, um eine Haftung auf der letzten Papierbahn und die dichte Verklebung, insbesondere auf der Überlappung zu gewährleisten.
Als Vorzüge können genannt werden:
- Erweiterung des bekannten Spiralhülsenwickelverfahrens um ein Verbundrohr, welches chemikalien- und witterungsbeständig ist.
- Das chemikalien- und witterungsbeständige Verbundrohr besitzt eine hohe Materialökonomie und ist im Vergleich zu Rohren aus alternativen Materialien kostengünstiger herstellbar.
- Der bei der Herstellung herkömmlichen Verbundrohre erforderliche nachträgliche Arbeitsgang zur Aufbringung innerer oder äußerer Schutzschichten kann entfallen.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel erläutert werden. Hergestellt wird ein Verbundrohr mit folgendem Aufbau:
innere Schutzschicht: 0,3 mm dicke PVC-hart-Folie
Stützkörper: 14 Bahnen bzw. Schichten aus Papierbändern
äußere Schutzschicht: GUP.
Für die innere Schutzschicht wird PVC-hart-Band mit einer Breite von 200mm und einer Dicke von 0,3mm dickem Wickeldorn der Maschine zugeführt und mit einer Überlappung von 10mm spiralförmig gewickelt. Parallel dazu läuft das erste Band aus Papier (Thermonyl 40/70), welches mit dem Band aus PVC vor dem Wickeldorn zusammengeführt wird. Das Band aus PVC ist vorher auf der dem Papier zugewandten Seite mit PCA-Kleber beschichtet worden, um eine Verbindung zur beschichteten Seite des Papiers zu erreichen. Die Innenseite der Überlappung des PVC-Bandes erhält einen zusätzlichen THF-Lösungsmittelauftrag, um eine zuverlässige gas- und flüssigkeitsdichte Verklebung zu gewährleisten.
Der Stützkörper besteht aus 14 Bahnen und somit 14 Lagen Papier. Jede Lage wird mit Harnstoff-Formaldehyd-Leim vom Typ Leuna 4110 mit einer Menge von etv/a 40g/m* aufgetragen, um diese untereinander zu verkleben. Für die Papierbänder wird Papier mit einem Flächengewichr von 360g/m2 verwendet. Während des Aushärtungsprozesses wird die Außenschicht hergestellt. Ein Band aus Glasgewebe wird mit UP-Harz getränkt und mit einer Überlappung von 10mm spiralförmig gewickelt. Das UP-Harz ist mit Photosensibilisator Typ B2 versetzt, um eine rasche strahlenchemische Aushärtung zu ermöglichen. Dazu durchläuft das Rohr unmittelbar nach dem Wickelvorgang einen Strahlertunnel, der mit UV-Lampen bestückt ist. Hier erfolgt die Aushärtung des UP-Harzes innerhalb von etwa max. 120 Sekunden. Dadurch ist es möglich, das kontinuierlich produzierte Rohr unmittelbar nach dem Verlassen des Strahlertl nnels auf Transport- und Montagelänge zu konfektionieren.

Claims (5)

1. Verfahren zur Herstellung von Verbundrohren mit einem Stützkörper auf Zellulosebasis, geschützt durch eine innere und äu'iere Schutzschicht, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützkörper auf Zellulosebasis maschine'! in einem Arbeitsgang kontinuierlich nach dem bekannten Spiralhülsenwickelverfp.hren hergestellt wird, wobei gleichzeitig als innere Schutzschicht ein PVC-hart-Band mit einer Dicke von 0,05 bis 0,5 mm spiralförmig überlappt gewickelt und unmittelbar vor der Überlappung ein Kleber bzw. Speziallösungsmittel aufgetragen wird, und daß als äußere Schutzschicht aus GUP, vorzugsweise aus mit UP-Harz getränktem Papier und Glasgewebe-, Glasroving bzw. Polyester- Glasvliesbändern spiralförmig aufgewickelt wird und strahlenchemisch und thermisch gehärtet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Leimauftrag auf die Menge pro Flächeneinheit des Zellulosewerkstoffes mit etwa 40g/m2 so begrenzt ist, daß eine intensive Verklebung der angrenzenden Schichten untereinander gewährleistet ist und daß das durch die Polykondensation freiwerdende Wasser die Formstabilität des Rohres nicht negativ beeinflußt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Schutzschicht aus Plast, vorzugsweise aus Polyester-Plastband spiralförmig überlappend gewickelt und mit der äußeren Papierbahn gas- und flüssigkeitsdicht verklebt wird.
4. Verfahren nach A nspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Schutzschicht aus GUP im Sprühverfahren aufgetragen wird und anschließend strahlenchemisch und thermisch ausgehärtet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das PVC-hartBand auf der gesamten Breite mit PC-Klebelack angelöst und vordem Einlauf auf den Wickeldorn mit dem ersten Band aus Papier zusammengefügt wird.
DD33077081A 1981-07-06 1981-07-06 Verfahren zur herstellung von verbundrohren DD286209A5 (de)

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