DD286428A5 - Verfahren zur ermittlung korrosionsgefaehrdeter bereiche technischer anlagen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung korrosionsgefaehrdeter Bereiche in technischen Anlagen aus ferromagnetischen Werkstoffen. Es ist besonders fuer solche Anwendungsfaelle geeignet, bei denen die Wandungen nur von einer Seite zugaengig sind, z. B. bei Rohren, Behaeltern und anderen Anlagenteilen, und bei denen sich wegen der Groesze der zu pruefenden Flaechen eine systematische Untersuchung mit solchen bekannten Verfahren wie Ultraschallpruefung aus Gruenden des Aufwandes verbietet. Die Anlagenteile werden mittels Wirbelstrom auf Bereiche magnetischer Inhomogenitaeten untersucht und diese Bereiche gegebenenfalls mit bekannten Verfahren auf Wanderstaerkeschwaechungen geprueft.{Korrosion; technische Anlagen; ferromagnetische Werkstoffe; Wirbelstrom; magnetische Inhomogenitaeten}
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung korrosionsgefährdeter Bereiche in technischen Anlagen aus ferromagnetischen Werkstoffen. Es ist besonders für solche Anwendungsfälle geeignet, bei denen die Wandungen nur von einer Seite zugängig sind, z. B. bei Rohren, Behältern und anderen Anlagenteilen, und bei denen sich wegen der Größe der zu prüfenden Flächen eine systematische Untersuchung mit solchen bekannten Verfahren wie Ultraschallprüfung aus Gründen des Aufwandes verbietet.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Korrosionsbedingte Wandstärkoschwächungen von Rohren, Behältern und anderen Anlagenteilen werden mittels Röntgen- oder Gammadurchstrahlungsverfahren oder durch Ultraschallprüfverfahren ermittelt. Die Durchstrahlungsverfahren setzen jedoch voraus, daß die zu prüfenden Objekte von zwei Seiten zugängig sind. Ein weiterer Nachteil besteht insbesondere bei räumlich ausgedehnten Prüfobjekten in dem hohen Aufwand an Filmmaterial, für dessen Verarbeitung und Auswertung. Die Inspektion ausgedt lter Prüfobjekte wird dadurch sehr aufwendig.
Der Einsatz von Ultrfcschallverfahren scheidet ebenfalls aus, da jede zu prüfende Stolle angeschliffen werden müßte. WirbelstromprüfVerfahren sind bei ferromagnetischen Werkstoffen für die Ermittlung von Wandstärkeschwächungen wegen der zu geringen Eindringtiefe (maximal einige wenige Zehntelmillimeter) im technischen Bereich nicht einsetzbar.
Das Ziel der Erfindung ist die zeit- und materialsparende Ermittlung korrosionsgefährdeter Bereiche technischer Anlagen aus ferromagnetischen Werkstoffen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, das die Ermittlung korrosionsgefährdeter Bereiche in technischen Anlagen erlaubt, auch wenn dieso nur von einer Seite zugängig sind und aus ferromagnetischen Werkstoffen bestehen. Aufgrund der erhaltenen Ergebnisse kann dann gezielt mit anderen, aufwendigeren Prüfverfahren an den entsprechenden Stellen auf korrosionsbedingte Wandschwächungen untersucht werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst, indem mittels Wirbelstromprüfverfahren die Bereiche magnetischer Inhomogenitäten ermittelt und diese Bereiche dann gegebenenfalls mit anderen bekannten Prüfverfahren, z.B. mit Ultraschallprüfverfahren, auf korrosionsbedingte Wandstärkeschwächungen untersucht werden.
Konventionelle Wirbeistromprüfverfahren werden eingesetzt, um Risse in Bauteilen zu erkennen. Die Erfindung macht von der Erkenntnis Gebrauch, daß diese Prüfverfahren auch bei anderen, nicht durch Risse bedingten magnetischen Inhomogenitäten signifikante Signale liefern. Häufig sind Bereiche magnetischer Inhomogenität auch Bereiche mit hoher Korrosionsanfälligkeit.
Insbesonder bei thermisch bzw. druckbeanspruchten Bauteilen aus ferromagnetischen Material besteht ein signifikanter Zusammenhang zwischen magnetischen Inhomogenitäten und Korrosionsanfälligkeit.
Zur praktischen Durchführung des Verfahrens wird eine der Oberfläche der zu prüfenden Teile angepaßten Induktionsspule an den Bauteilen entlang geführt, während eine zweite Spule an einer magnetisch ungestörten Materialprobe als Kompensationsspule fixiert ist. Bereiche magnetischer Inhomogenitäten werden markiert und anschließend mit anderen geeigneten Verfahren genau auf Wandstärkeschwächungen hin untersucht.
Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß mit relativ geringem technischem Aufwand auch an komplizierten und ausgedehnten Prüfobjekten solche Bereiche, an denen eine Wandstärkeschwächung infolge von Korrosion oder/und Erosion mit H>oher Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist, schnell geortet werden können.
Im Dampferzeuger eines Kraftwerkes sind anläßlich einer Generalinstandsetzung korrosionsgeschädigte Boreiche im Rohrleitungssystem des Wasser-Dampf-Kreislaufes zu lokalisieren, um diese Rohrleitungsabschnitte zu erneuern. Für die Prüfung der Rohre wird ein konventionelles Wirbelstromprüfgerät eingesetzt. Eine dem Rohrdurchmesser angepaßte Induktionsspule wird axial an der Oberfläche der Rohre entlang geführt, während eine zweite Kompensationsspule fest an einer magnetisch ungestörten Materialprobe (ebenfalls ein Rohrstück) fixiert ist. Es wird mit einer für diesen Fall optimalen Prüffrequenz von 1OkHz gemessen. Magnetische Inhomogentäten werden auf dem Display des Wirbelstromprüfgerätes angezeigt. Die betreffenden Rohrstellen werden markiert und in einem Prüfprotokoll erfaßt. Die Stellen, an denen magnetische Inhomogenität festgestellt wurden, werden anschließend mit einem bekannten Ultraschallverfahren genauer untersucht. Während korrosionsgeschädigto Rohrabschnitte ausgewechselt werden, werden Stellen mit magneticher Inhomogenität, an denon die Ultraschallprüfung keine oder nur eine geringe Rohrwandschwächung ausweist, dokumentiert, um bei einem späteren Stillstand des Dampferzeugers erneut einer Prüfung unterworfen zu werden. Damit kann die Grenznutzungsdauer der Rohrleitungen weitgehend ausgeschöpft werden.
Claims (1)
- -1- 286 423 Patentanspruch:Verfahren zur Ermittlung korrosionsgefährdeter Bereiche in technischen Anlagen aus ferromagnetischen Werkstoffen, gekennzeichnet dadurch, daß die Anlagenteile mittels Wirbelstrom auf Bereiche magnetischer Inhomogenitäten untersucht und diese Bereiche gegebenenfalls mit bekannten Verfahren auf Wandstärkeschwächen geprüft werden.
Priority Applications (1)
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Publications (1)
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| DD286428A5 true DD286428A5 (de) | 1991-01-24 |
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ID=5611367
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Country Status (1)
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1989
- 1989-08-03 DD DD33144589A patent/DD286428A5/de not_active IP Right Cessation
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