DD286560A5 - Antriebseinrichtung für Falzmesser - Google Patents
Antriebseinrichtung für FalzmesserInfo
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Abstract
Die Antriebseinrichtung fuer Falzmesser gelangt in polygraphischen Messerfalzmaschinen zur Anwendung. Ausgehend von der Aufgabe, eine weite Hoehenverstellung des durch Kurbeltrieb angetriebenen Falzmessers zu sichern, ist erfindungsgemaesz der Kurbeltrieb einschlieszlich der Antriebswelle vertikal verstellbar vorgesehen. Die damit verbundenen Positionsaenderungen von Raedern des Stirnradgetriebes sind mittels Stuetzrollen, eines Verbindungshebels und der Einwirkung einer vorspannbaren Druckfeder gewaehrleistet. Hierdurch wird es moeglich, die Einstellung des oszillierenden Falzmessers ueber einen weiten Bereich vorzunehmen, ohne die Kinematik des Antriebes zu beeinflussen. Fig. 1{Falzmesserantrieb; Falzmesserverstellung; Messerfalzmaschine; Kurbeltrieb; Verstellweg; Antriebswelle; verschwenkbare Getriebewelle; Stuetzrollen; Druckfeder}
Description
Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Antriebseinrichtung für Falzmesser gelangt in messerseitig verstellbaren, polygraphischen Mosserfalzmaschinen zur Anwendung.
Zur Gestaltung des Fertigungsprozesses in Messerfalzwerken bezüglich wechselnden Verarbeitungsgutes ist es neben der Einstellung des Spieles zwischen den Falzwahen erforderlich, die Höhe des oszillierenden Falzmessers einzustellen. Hierbei ist es im Interesse einer hohen Produktivität notwendig, diese Einstellung einfach, reproduzierbar, während des Maschinenlaufes und auch ohne Einfluß auf die Kinematik des Falzmessers vorzunehmen.
Dazu wird in der DE 3027 342 eine Lösung bekanntgemacht, bei welcher die das Falzmesser treibende Kurbel mittels einer gehäusefesten Schraube entlang des Gehäuses positionsverstellbar ist, wobei die treibende Achse aus elastischem Material besteht.
Trotz des flexiblen Achsmaterials bleibt bei dieser Lösung der Verstellweg verhältnismäßig begrenzt. Darüber hinaus wird die elastische Verformung der Antriebsachse nicht ohne Einfluß auf die Kinematik des Falzmessers bleiben.
Bei der in DD 144530 bekanntgemachten Einstellvorrichtung für Falzmesser wird zum Zweck der Verstellung die Antriebskurbel des Falzmessers um die gestellfeste Achse des treibenden Rades geschwenkt, wodurch sich die Position des vertikal gelagerten Falzmc.jers nach Bedarf verändern und festellen läßt. Auf Grund der Verstellung infolge der Führung auf einer Kreisbahn bleibt jedoch die Spanne zwischen den einstellbaren Positionen innerhalb eines engeren Bereiches, wobei adäquat zum Betrag der Höhenverstellung auch die Kinematik der Falzmesserbewegurig beeinflußt wird.
Ziel der Erfindung
Es ist das Ziel der Erfindung, den Falzprozeß antriebsseitig derartig auszugestalten, daß austausch- und einstellbedingte Rüst- und Ausfallzeiten an der Messerfalzmaschine bei gewährleisteter Qualität des Verarbeitungsgutes reduziert werden können.
Darlegung des Wesens dor Erfindung
Dazu ist die Aufgabe zu lösen, die Position des oszillierenden Falzmessers mit ausreichender Spanne zwischen den reproduzierbaren Einstellungen veränderlich zu gestalten, ohne daß dessen Kinematik beeinflußt wird.
Erfindungsgemäß wird dazu die den Kurbeltrieb des Falzmessers treibende Welle in der Lagerplatte gelagert, die in der Führung des Gehäuses vertikal verstellbar eingerichtet ist. Die Verstellung wird durch die an die Lagerplatte angelenkte Gewindospindel bewirkt, welche fest in Gehäuse gelagert, manuell verstollt werden kann.
An die c^n Kurbeltrieb treibende Welle ist vorzugsweise auf einem Kugellager ein Verbindungshebel zu einer Getriebewelle angelenkt, welcher diese Getriebewelle in der den Wellenabstand der beiden kämmenden Stirnräder entsprechenden Distanz hält. Diese Lagerung ist infolge der Positionsveränderung notwendig, die die den Kurbelirieb treibende Welle bei dessen Vertikalverstellung erfährt, üie Bestimmung dei auf der Getriebewelle umlaufenden Stirnrades zu den Flanken der auf der
Kurbeltriebantriebswelle und der Hauptantriebswelle umlaufenden Getrieberädern erfolgt durch eine Druckfeder, weiche auf der Getriobewello bzw. dem Verbindungshebel und einem mit der höhenverstellbaren Lagerplatte durch einen Hebel verbundenen, distanzverstellbaren Anschlag gelagert ist.
Die mittels Stellschraube einstellbare Vorspannung der Druckfeder bewirkt die formschlüssige Übertragung des Antrtiebsmomentes von der Hauptantriebswelle zur Kurbeltriebantriebswelle, sowie gleichzeitig einen Schutz des Falzmessers und des Getriebes gegen Überlastung. Hierbei überträgt das auf der Getriebewelle zwischen Antriebs- und Abtriebsrad umlaufende Stirnrad das auf der Kurbelantriebswelle auftretende gegenläufige Moment nicht auf das Antriebsrad, sondern wird in Richtung des infolge der Elastizität der Druckfeder bestehenden Freiheitsgrades und geführt durch den Verbindungshebel ausgehoben, wodurch der Momentenfluß unterbrochen wird. Ein Modul der Getrieberäder von etwa 2 verhindert einen, dem Ausheben des Getrieberades entgegenwirkenden Formschluß zwischen den Zahnflankon der Getrieberäder. Durch eine vorzugsweise auf der Kurbelantriebswelle vorgesehene Kupplung kann die Funktion der Antriebseinrichtung insbesondere nach einem Ausheben der Getriebewello schnell unterbrochen werden. Um einen gleichmäßigen Antrieb des Kurbeltriebes zu gewährleisten, laufen auf der Hauptantriebswelle und der Getriebewelle aufeinander abwälzende Stötzscheiben um, die bei Verstellung der den Kurbeltrieb tragenden Achse einen gleichmäßigen Zahnflankeneingriff der kämmenden Stirnräder sichern. Diese Stützscheiben weisen Durchbrüche in ihrem Querschnitt auf, um die Trägheit des Getriebes nicht nachteilig zu beeinflussen. Die manuell verstellbare Gewindespindel ist mit einer gewöhnlichen Kreisskale versehen, deren Positionierung zu einer arretierbaron Marke die Reproduktion der Einstellungen erlaubt.
Die erfindungsgemäß ausgestattete Antriebseinrichtung gewährleistet bei ununterbrochenem Antrieb und unveränderter Kinematik des Falzmessers dessen Höhenverstellung über einen verhältnismäßig weiten Bereich, wie er auch für Rüstarbeiten an den Falzwalzen erforderlich ist.
Das auch federkraftschlüssig bewirkte Abwälzen der drei Radar des Getriebes ist mit einem auf das Wirkpaar Falzmesser-Falzwalzen und auch auf die Getriebeelemente bezogenen Überlastschutz verbunden.
Die das Ausführungsbeispiel erläuternden Zeichnungen zeigen
Fig. 1: Draufsicht auf die Antriebseinrichtung mit Falzwalzenpaar, Falzmesser, Kurbeltrieb, mit Prismenführungen und
Getriebekasten, Kupplung und Getriebe Fig. 2: Hinteransicht der Antriebseinrichtung ohne Getriebekastenrückwand mit Falzwalzen; Falzmesser, Gehäuse, Stellspindel
mit angelenkter Lagerplatte, Getriebeelementen und Antriebskette Fig. 3: Vorderansicht der Antriebseinrichtung mit Falzwalzen; Falzmesser, Kurbeltrieb mit Falzmesser und Führungsstange, Gehäuse, Stellspindel mit angelenkter Lagerplatte.
Über dem Paar der Falzwalzen 1; 2 ist das Falzmesser 3 am Kurbelstab 4 angelenkt und wird durch die Führungsstange 5 im Lager β geführt. Der Kurbelstab 4 ist am Arm 7 angelenkt, der auf der Kurbelantriebswelle 8 umläuft. Die Kurbelantriebswelle 8 ist durch das Lager 9 in der Lagerplatte 10 gelagert, die entlang der Prismenführungen 11 im Gehäuse 12verstellbarvorgesehen ist. Auf der Lagerplatte 10 ist die Stellspindel 13 im Drehpunkt 14 angelenkt und in das Gehäuse 12 eingeschraubt. Der Stellspindelkopf 15 trägt den Handgriff 16 sowie die Skale 17, die die Marke 18 passiert.
Die mit der hohl ausgebildeten Lagerplatte 10 in Richtung der Prismenführungen 11 verstellbare Kurbelantriebswelle 8 trägt eine in der Lagerplatte 10 montierte, elektromagnetische Kupplung 19, das Abtriebsrad 20 dos Getriebes, sowie ein einen Verbindungshebel 21 tragendes Kugellager 22. Der auf dem Kugellager 22 verschwenkbare Verbindungshebel 21 lagert die Getriebewelle 23, auf welcher das mit den Abtriebsrad kämmende Getrieberad 24 umläuft.
Auf dem Verbindungshebel 21 ist die Druckfeder 25 gelagert, die auf dem mit der Stellschraube 26 versehenen Lager 27 abgestützt ist, welches über den Hebel 2 fest mit der Lagerplatte 10 verbunden, gemeinsam mit dieser höhenverstellt wird.
Die gehäusefesten Lager 29; 30 tragen die Hauptantriebswelle 31, auf welcher das Antriebsrad 32 umläuft und mit dem Getrieberad 24 kämmt.
Darüber hinaus ist auf der Hauptantriebswello 31 das Paar der Stützrollen 33; 34 gelagert, die auf dem Paar Stützrollen 35; 36 auf der Getrlebowelle 23 abrollen. Während der Faltmessereinstellungen ist hierdurch ein gleichmäßiges Abwälzen der Räder 20; 24; 32 gewährleistet, was eine gleichmäßige Kinematik des Antriebes gewährleistet.
Zur Momentenaufnahme ist auf dio Hauptantriebswelle 31 ein mit der Kette 37 verbundenes Kettenrad 38 aufgezogen. Der Momontcnfluß erfolgt von der Hauptantriebswello 31 über die Räder 20; 24; 32 auf die Kurbelantriebswelle 8.
Die Höhenverstellung des Falzmessers 3 bedingt eine Vertikalbewegung der Kurbelantriebswelle 8 und des Hebels 28, wodurch die Wollen 8; 23; 31 umeinander verschwenkt werden. Die Wälzbedingungen werden hierbei durch das Paar Stützrollen 33; 34, die als Kugellager vorgesehenen Stützrollen 35; 36, sowie den Verbindungshobel 21 nahezu konstant gehalten. Bei Auftreten eines Gegenmomentes auf der Kurbelantriebswelle 8, welches vorn Abtriebsrad 20 übertragen wird, kann das Getrieberad 24 entgegen der einstellbaren Wirkung der Druckfeder 25 ausgehoben werden.
Claims (3)
1. Antriebseinrichtung für Falzmesser in polygraphischen Messerfalzmaschinen ι lit der von der gehäusefest gelagerten Spindel vertikal bewegten, Kurbeltrieb und Antriebswelle tragenden Lagerplatte, gekennzeichnet dadurch, daß die Stellspindel (13) mit der Lagerplatte (10) im Drehpunkt (14) verbunden und der Stellspindelkopf (15) mit einer eine Marke (18) passierenden Kreisskale (17) versehen ist und auf der Welle/Kurbelantriebswelle (8) neben einem Abtriebsrad (20) und einer Kupplung (19) ein auf einem Kugellager (22) schwenkbarer Verbindungshebel (21) positioniert ist, welcher eine Getriebewelle (23) gemeinsam mit auf dieser Getriebewelle positionierten Stützrollen (35; 36), einem Getrieberad (24) und einer zwischen dem Verbindungshebel (21) und einem auf einem mit der Lagerplatte (10) fest verbundenen Hebel (28) positionierten Lager (27) gespannten Druckfeder (25) aufgelagert, wobei Getrieberad (24) und Stützrollen (33; 34) auf den auf einer Hauptantriebswelle (31) positionierten Antriebsrad (32) und Stützrollen (35; 36) umlaufen.
2. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß eine mit der Hauptantriebswelle (31) umlaufende Zahnriemenscheibe (38) über den Zahnriemen (37) mit einem Motor oder dieser direkt mit ihr verbunden ist.
3. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß das über den Hebel (28) mit der Lagerplatte (10) verbundene Lager (27) mit einer Stellschraube (26) verbunden ist.
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