DD286734A5 - Verfahren zur abdeckung von vorratslagern - Google Patents

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DD286734A5
DD286734A5 DD33159989A DD33159989A DD286734A5 DD 286734 A5 DD286734 A5 DD 286734A5 DD 33159989 A DD33159989 A DD 33159989A DD 33159989 A DD33159989 A DD 33159989A DD 286734 A5 DD286734 A5 DD 286734A5
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DD33159989A
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Wolfgang Neuhaeuser
Bernhard Zinke
Erwin Richter
Rainer Stoeckel
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Orgreb-Institut Fuer Kraftwerke,De
Lpg "Neu Zeit",De
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Abdeckung von Vorratslagern, insbesondere von Grobfuttersilos. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Vorratslager so dicht abzudecken, dasz ein Zutritt von Sauerstoff und Wasser wirksam verhindert wird, wobei eine mehrfache Wiederverwendung gewaehrleistet sein musz. Dies wird erfindungsgemaesz dadurch erreicht, dasz ein textiles Netzgewirk bzw. -vlies auf dem bevorratetem Gut ausgebreitet und darauf eine pumpfaehige Wasser-Asche-Suspension aufgetragen wird.{Vorratslager; Silo; Futter; Abdeckung, luftdicht, wasserdicht; Netzgewirk; Flugasche; Zement; Wasser, aufrollbar; Wiederverwendung}

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Abdeckung von Vorratslagern, insbesondere Grobfuttersilos.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Oa die Futterversorgung des landwirtschaftlichen Tierbestandes ganzjährig und kontinuierlich abzusichern ist und eine Reserve von 15-20% erforderlich ist, müssen etwa 40% der geernteten Grobfuttermittel konserviert werden. Dabei entfallen etwa 80% auf die Produktion von Silage. Die Silierung bleibt auf absehbare Zeit, an Kosten- und Materialaufwand gemessen, das günstigste Konservierungsverfahren von Grobfutter. Die Qualität der Silierung ist deshalb von entscheidender Bedeutung. Zum Einsatz als Silo kommen in der Hauptsache Horizontalsilos aus Betonelementen auf einem Betonfußbodor,. Wichtig ist der Grad der Isolierung des Futterctapels durch die Silowandungen sowie insbesondere der dichte Abschluß des Zideckmaterials zur Schaffung eines natürlichen Gärprozesses unter anaeroben Bedingungen (Milchsäuregarung). Zum Schutz gegen Luftsaueretoff und Regenwasser muß die Oberflächenabdeckung luft- und wasserdicht sein. Eingesetzt wurden bisher Betonplatten, Polyäthylen-Folie, Gurtbänder, Futterresto, Stroh oder Chemikalien (DD-PS 132 006, DD-PS 257 006, DD-PS 147609, DD-PS 237104, DD-PS 206062, DD-PS 225322). Am besten schneidet dabei Polyäthylonfolie ab. Sie ist aber erfahrungsgemäß nur einmal verwendbar und verschmutzt die Umwelt. Außerdom ist eine ganzflächiga Beschwerung mit Strohballen, Reifen usw. erforderlich, was zu einem hohen Anteil von manueller Arbeit führt, da eine möglichst vollflächigo Auflage auf dem Futterstspel notwendig ist.
Bei Silagen, die auf Qui lität und Haltbarkeit untersucht wurden, hat sich gezeigt, daß der Anteil von Fehlgärungen und Verlusten sehr groß ist, wenn unzureichende Abdeckungen verwendet wurden. Der Luftsauerstoff dringt mindestens 1 m tief ein und führt zu Futtermittelverlusten.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, Vorratslager effektiv, billig und dauerhaft abzudecken.
Darlegung dos Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Vorratslager so dicht und schwer abzudecken, daß ein Zutritt von Sauerstoff und Wasser sowie ein Anheben durch Gärungsgase wirksam verhindert wird, wobei eine mehrfache Wiederverwendung gewährleistet sein muß.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß ein textiles Netzgewirk bzw. -vlies auf dem bevorrateten Gut ausgebreitet und darauf eine pumpfähige Wasser-Asche-Suspension aufgetragen wird.
Zur Guten'.nahme wird die Netzgowirk-Aschebeton-Abdockcng durch gleichmäßiges Aufrollen von der Silage entfernt. Zur erneuten Verwendung wird das Netzgewirk mit mosaikartig aufgebrochenem und anhaftendem hochfestem keramikähnlichem Flugasche-Zement-Gemisch ausgerollt. Auf die Abdeckung wird oine Wasser-Ascho-Suspension gegeben, wonach eine Wasser-Latex-Emulsion aufgetragen wird.
Ausführungsbeispiel
Anhand eines Ausführungsbeispiels soll nachfolgend die Erfindung niiher erläutert wer 'en.
Auf die verdichteie Silage, welche sich in einem Horizontalsilo zwischen Betonwänden befindet, wird ein Netzgewirk aus verrottungsbeständigem textilem Gewirk mit einer Maschonweite von 5-30mm, vorzugsweise 20mm, bei einer Netzstärke von 1-10mm, vorzugsweise 5mm, ausgebreitet. Zwischen den einzelnen Netzen ist eine Überlappung von 10cm abzusichern. An
den Betonwänden wird das Netzgewirk mit 2cm Anwölbung straff verlegt. Auf das Netzgewirk wird eine pumpfähige Wasser-Asche-Zement-Suspension mit einer Dichte a 1,8 kg/l bei einem Zementanteil je m3 von 100-200 kg gespritzt. Die Neubedeckung soll 0,5-2cm, vorzugsweise 1,5cm, betragen. Nach 6-8wöchiger Abdeckung, vorzugsweise 7 Wochen, erfolgt eine etappenweise Entnahme von Silage. Dazu wird das ausgohärtete Netzgewirk gleichmäßig aufgerollt. Das Aufrollen erfolgt von der niedrigen Silagestellung zur höheren Silagestellung.
Am Netzgewirk anhaftend verbleibt ein mosaikartig aufgebrochenes hochfestes keramikähnliches Flugasche-Zement-Gemisch, wodurch keine Futtermittelstörung bewirkt wird. Nach erneuter Auffüllung des Silos wird das Netzgewirk wieder ausgerollt und ein intensives Bespritzen oder Bestreichen mit Flugasche-Zement-Gemisch durchgeführt. Anschließend erfolgt eine Anspritzung mit Wasser-Latex-Emulsion (Mischungsverhältnis von Wasser/Emulsion 2:1 bis 5:1, vorzugsweise 3:1), wobei eine jährliche Schichtstärkenzunahme von 0,5cm erreicht wird. Die Gemischzusammensetzung bewirkt bei dei angegebenen Schichtstärken einen Frostwiderstand, der zwar noch eine Dichte des Systems garantiert, um eine Einwirkung von Luftsauerstoff auszuschließen, aber zu einer gewünschten Schwächung der Oberflächenfestigkeit führt, um ein Aufrollen zu ermöglichen. Die Stapelung der Silage kann bei dreiseitiger Betoneinfassung und Betonfußboden 5-1 Om Höhe erreichen, wobei 8 m vorzugsweise angestrebt werden. Das Neugewirk wird über den Betonfußboden hinaus in den anschließenden Erdstoff mit leichter Grabenveränderung befestigt.
Vorteile dar Erfindung
- kurze Aufbringzeiten mit geringem Handarbeitt· und Technikaufwand,
- hoher Grad an Luft- und Wasserundurchlässigkeit,
- fester Schluß mit den Silowänden,
- abschnittsweise Entnahme möglich,
- mehrmalige Verwendbarkeit,
- geringes Gesamtvolumen bei hohem Gewicht,
- Verwertung von Abprodukten.

Claims (6)

1. Verfahren zur Abdeckung von Vorratslagern, gekennzeichnet dadurch, daß ein textiles Netzgewirk bzw. -vlies auf dem bevorrateten Gut ausgebreitet und darauf eine pumpfähige Wasser-Asche-Suspension aufgetragen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß nach einer Gutaufnahme auf die Abdeckung eine Wasser-Asche-Suspension aufgetragen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß auf die Suspension eine Wasser-Latex-Emulsion aufgetragen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Wasser-Asche-Suspension mit einem Zementanteil versehen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß die Suspension mit einer Dichte von mindestens 1,8kg/l hergestellt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Netzgewirk in Bahnen mit gegenseitiger Überlappung ausgebreitet wird.
DD33159989A 1989-08-09 1989-08-09 Verfahren zur abdeckung von vorratslagern DD286734B5 (de)

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