DD286832A5 - Verfahren und anordnung zum sichern von boeschungen - Google Patents

Verfahren und anordnung zum sichern von boeschungen Download PDF

Info

Publication number
DD286832A5
DD286832A5 DD33147689A DD33147689A DD286832A5 DD 286832 A5 DD286832 A5 DD 286832A5 DD 33147689 A DD33147689 A DD 33147689A DD 33147689 A DD33147689 A DD 33147689A DD 286832 A5 DD286832 A5 DD 286832A5
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
outer radius
ground anchor
radius
planting
planting element
Prior art date
Application number
DD33147689A
Other languages
English (en)
Inventor
Gerhard Koetz
Original Assignee
Fa. Gerhard Koetz - Betonsteinwerk,De
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Fa. Gerhard Koetz - Betonsteinwerk,De filed Critical Fa. Gerhard Koetz - Betonsteinwerk,De
Priority to DD33147689A priority Critical patent/DD286832A5/de
Publication of DD286832A5 publication Critical patent/DD286832A5/de

Links

Landscapes

  • Cultivation Of Plants (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zum Sichern von Boeschungen und ist im Bauwesen und in der Gruenanlagen- und Freiflaechengestaltung einsetzbar. Die erfindungsgemaesze Anordnung eignet sich fuer geradlinige und gekruemmte Boeschungsverlaeufe. Es koennen vorgefertigte Beton-, Keramik- oder Kunststoffelemente zum Einsatz kommen. Erfindungsgemaesz wird die Loesung dadurch erreicht, dasz Einzelelemente in Form von Pflanzelement und Erdanker, durch ihre spezielle Konstruktion, formschluessig ineinandergreifend, angeordnet werden und, abhaengig vom Kruemmungsradius, nach einem speziellen Verfahren errichtet werden. Fig. 3{Bauwesen; Gruenanlagen- und Freiflaechengestaltung; Boeschungssicherung; geradlinige bzw. gekruemmte Boeschungsfuehrung; Trockenmauer; Vorfertigungselemente; Betonelemente; Keramikelemente; Pflanzelement; Erdanker}

Description

Hierzu 6 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Anordnung zum Sichern von Böschungen, die im Bauwesen, vorzugsweise im Wohnungs- und Gesellschaftsbau und in der Grünanlagen- und Freiflächengestaltung, zum Errichten und Bepflanzen als Trockenmauer, einsetzbar ist.
Charakteristik dos bekannten Standes der Technik
Es sind Böschungsformsteine mit und ohne Verankerung im Erdreich bokannt.
üemäß DE-OS 3344974 ist ein Böschungsformstein mit zwei Hohlräumen (Pflanzkammern) bekannt, der mittels konvex und konkav ausgeführten Außenkonturen mörtellos verlegt werden kann. Durch die Außenkonturen wird ein formschlüssiger Verbund zur Lagesicherung erziel;. Als zusätzliche Sicherung wird eine Verankerung der Böschungsformsteine mittels Einhängen eines Geo-Textilnetzes in das Erdreich erreicht.
Nachteils dieser Lösung sind das relativ hohe Gewicht eines Steines und die aufwendige Verankerung mittels Geo-Textilnatz unter dem Aspekt dor Handmontasge. Das Geo-Textilnetz wird um die mit einer breiteren Rückwand versehene Pflanzkammer eines Steines geschlauft, um ein »Weggleiten" der Steine, bedingt durch die Außenkontur, zu vermeiden. Weiterhin ist es nachteilig, daß bei dieser Anordnung ein Fundament zum Aufsetzen dar Böschungsformsteine notwendig ist und, bedingt durch die Konstruktion des Steines, lediglich ein geradlinig versetztes Auseinanderreihen, gegebenenfalls noch mit einer leichten Außenkrümmung (großer Radius) möglich ist. Für innengekrümmte Radien ist dieser Stein konstruktionsbedingt ungeeignet. Das in dieser Offenlegungsschrift beschriebene Verfahren eignet skh nur für nachträglich aufgefüllten Boden. Ebenso ist oine Vorrichtung zur Erzeugung bepflanzbarer Böschungen nach DE-OS 3247030 bekannt, die hohlzylinderförmige Böschungssteine verwendet, welche an der Unterseite über den Umfang verteilte Ausnehmungen zum Übergreifen aufweist. Nachteile dieser Lösung sind die fehlende Verankerung im Erdreich und das lediglich geradlinig versetzte Aneinanderreihen dt r Steine; abhängig von der Größe der Ausnehmungen ist eine leichte Krümmung (großer Radius) noch möglich. Je größer die Ausnehmungen an der Unterseite gestaltet werden, desto instabiler wird die ganze Vorrichtung bei Beachtung des Böschungsdrucks. Insofern stellen die Ausnehmungen nur eine fvVi Jnahr.-iü zur Lagesicherung dar. Weiterhin muß der in der Beschreibung genannte Reibschluß zwischen den Formsteinen bezweifelt werden,- da beim Durchdringen von z. B. Regenwasser, losem Erdreich, Pflanzen bzw. Wurzeln die kraftschlüssige Verbindung zwischen den Steinen aufgehoben wird und ein „Weggleiten" eintreten kann.
Weiterhin ist nach DE-OS 2809892 ein Böschungsformstein bekannt, der mindestens zwei achsparallel aneinandergereihte Hohlzylinder aufweist und mittels konkav/konvex gekrümmter Außenkonturen eine formschlüssige Verbindung im System erzielt. Zur weiteren Sicherung dieser Anordnung kann wahlweise ein im Zwischenraum des jeweiligen Steines eingelegter Erdanker eingebracht werden.
Nachteilig bei dieser Lösung sind das relativ hohe Gewicht des Formstoines unter dem Aspekt der Handmontage, die hohe Bruchgefahr bedingt durch die komplizierte Geometrie (Sollbruchstellen), die Notwendigkeit eines Fundamentes und das lediglich geradlinig versetzte Aneinanderreihen, evtl. noch mit leichter Krümmung (großer Außenradius) der Anordnung. Für innengekrümmte Radion ist dieser Stein konstruktionsbedingt ungeeignet.
Zusammenfasnend wird eingeschätzt, daß die Böschungsformsteine mehrlagig versetzt angeordnet nur für gerade Aneinanderreihungen, evtl. mit leichten großen Außenkrümmungen geeignet sind. Für innengekrümmte Böschungen und außengekrümmte Böschungen mit kleinem Radius sind die genannten Lösungen auf Grund ihrer Konstruktion ungeeignet. Weiterhin sind in der Regel Fundamente erforderlich, und das Gewicht der Einzelelemente ist unter dem Aspekt der Handmontage hoch.
Ziel der Erfindung
Es ist Ziel der Erfindung, einen ökonomischeren Materialeinsatz von Beton, Steinzeug, Keramik oder Plaste zu erreichen, bei gleichzeitiger Einsparung von Arbeitszeit und Energie während der Herstellung und beim Errichten der Böschungssicherung. Weiterhin soll ein universeller Einsatz der Anordnung durch Anpassung an die Topographie erreicht werden.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe dor Erfindung ist es, ein Verfahren und eine bepflanzbaro Anordnung zum Sichern von Böschungen zu entwickeln, die ohne Fundament auskommt, eine einfache und sichere Verankerung im Erdreich bewirkt, sich in mehrlagig versetzter Bauweise über die bekannten geradlinigen Anordnungen hinaus optimal an die vorherrschende Geländeform (Topographie) anpaßt und Innen- und Außenkrümmungen für speziell kleine Radionführungen zuläßt, wobei die Einzelelemente unter dem Aspekt der Handmontage ein geringes Gewicht aufweisen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß beim Verfahren zum Sichern von Böschungen Einzelelemente in Form von Pflanzelement und Erdanker verwendet werden. Diese Einzelelemente werden, beginnend in der unteren Lage, abwechselnd aneinander gereiht, wobei tragfähiger Untergrund vorausgesetzt wird. Bei wenig tragfähigem Untergrund ist vorher ein leichtes Bankett zu erstellen. Eine Anlage für die erste Lage in Form von Pflastersteinen, Gehwegplatter, etc. ist dabei von Vorteil.
In den weiteren darauffolgenden Lagen werden die Einzelelemente ebenso abwechselnd aneinander gereiht, jedoch in jeder weiteren Lage um den Abstand L= 1,25 vom Außenradius des Pflanzelementes, seitlich versetzt, errichtet. Dabei stellt der Abstand L don Betrag von Mitte Pflanzelement zu Mitte Erdanker innerhalb der Anordnung dar. Unabhängig von einer geradlinigen, innen- bzw. außengekrümmten Böschungsführung werden, ausgehend von der unteren Lage, in jeder weiteren Lage die Einzelelemente um den Betrag von 0,5 χ Außenradius des Pflanzelementes in Böschungsrichtung nach hinten versetzt.
Damit wird der zur Sichtseite zeigende vordere (runde) Teil des Pflanzelementes zur Bepflanzung frei.
Die Erdanker werden mit ihren Krallen in das Erdreich eingelegt. Dabei ist abhängig von der jeweiligen Topographie (geradlinige bzw. gekrümmte Böschungsführung) die entsprechende Systembreite des Erdankers beim Verlegen zu wählen.
Bei geradliniger Böschung wird in jeder Lage neben dem Pflanzelement der Erdanker mit seiner Systembreite von 0,5 χ Außenradius des Pflanzelementes zur Sichtseite eingelegt.
Bei außengekrümmter Böschung wird in den oberen Lagen mit einem Radius 2:7,5 χ Außanradius des Pflanzelomentes, was dem £ 6fachen Abstand L entspricht, neben dem Pflanzele;nent der Erdanker mit seiner Systembreite <0,5 bis >0,25 x Außenradius des Pflanzelementes zur Sichtseite eingelegt. Bei den darunterliegenden Lagen mit einem Radius > 10 χ Außenradius des Pflanzelementes, was einem >8fachen Abstand L entspricht, wird neben dem Pflanzelement dei Erdanker mit seiner Systembreite 0,5 χ Außenradius des Pflanzelemontes zur Sichtseite verlegt.
Bei innengekrümmter Böschung wird in den unteren Lagen mit einem Radius > 7,5 χ Außenradius des Pflanzelomentes neben dem Pflanzelement der Erdanker mit seiner Systembreite <0,5 bis >0,25 χ Außenradius des Pflanzelementes zur Sichtseite eingelegt. Bei den darauffolgenden Lagen mit einem Radius > 10 χ Außenradius des Pflanzelementes wird neben dem Pflanzelement dor Erdanker mit seiner Sysiembreite von 0,5 x Außenradius des Pflanzelementes zur Sichtseite eingelegt.
In den mittleren Lagen bei Innen- bzw. AuGenkrümmung mit Radien von > 8,5 bis < 10 χ Außenradius des Pflanzelementes kann neben dom Pflanzelement der Erdanker mit Systembreite <0,5 bis >0,25 oder 0,5 χ Außenradius des Pflanzelementes wahlweise zur Sichtseite eingelegt werden.
Die Anordnung zur Sicherung von Böschungen ist dadurch charakterisiert, daß sie aus den Einzelelementen Pflanzelement und Erdanker besteht.
Ein Pflanzelement ist dabei h'<hlzylinderförmig und an seiner Rückwand abgeflacht. Es besitzt eine Höhe, die dem Außenradius des Pfianzelementes entspricht. An der Oberseite des Pflanzelementes ist ein Anschlag vorhanden, der einen Winkel von ä 90" bis £ 150°, bezogen auf den Kreisumfang des Pflanzelementes, einnimmt.
Ein Erdanker ist stabförmig ausgebildet und besitzt eine Höhe ώ der Höhe des Pflanzelementes und eine Länge s 2 vom Außenradius des Pflanzelementes. Seine zwei Kopfenden weisen eine konvexe Krümmung auf, die dem Außenradius des Pflanzelementes entsprechen, bezogen auf zwei Schnittpunkte, welche sich auf der Symmetrieachse des Erdankers befinden.
Seitlich an diesen Kopfenden sind konkave Krümmungen angeordnet, die dem Außenradius des Pflanzelementes entsprechen und deren Kreisbogensektor = 0,1 bis 0,25 des Kreisumfanges des Pflanzelementes beträgt.
An dem einen Kopfende besitzt der Erdanker eine Systembreite von 0,5 χ dem Außenrudius des Pflanzelementes, bezogen auf die Systemlinie. A.) dem anderen Kopfende besitzt der Erdanker e' > Systembreite von < 0,5 bis > 0,25 χ dem Außenradius des Pflanzelementes, bezogen auf die Systemkurve.
An den konkaven Krümmungen des Erdankers befinden sich vier Kanten. Dabei werden drei Kanten durch die Eckpunkte des Kreisbogensektors mit der Ebene gebildet. Die vierte Kante liegt um einen definierten Abstand zur Ebene versetzt. Dieser Abstand ergibt sich aus dem Radius der Systemkurve. Um einen weiteren definierten Abstand ist der Schnittpunkt (Systemkurve mit Symmetrieachse) auf der Symmetrieachse versetzt. Abhängig von der Systembreiie <0,5 bis > 0,25 χ dem Außenradius dos Pflanzelementes stehen die beiden genannten Abstände in einem Verhältnis von ca. 1:1.
An den Kopfenden besitzt dor Erdanker unterseitig je eine Kralle, die eine Höhe £0,33 χ der Höhe des Erdankers aufweist.
Zwischen den Krallen ist an der Unterseite mittig eine Aussparung angeordnet, die ca. 1,0 x dem Außendurchmesser des Pflanzelementes entspricht.
Das Zusammenwirken zu einer Anordnung wird dadurch erreicht, indem über den Kreisumfang des Pflanzelementes und die konkaven Krümmungen mit Kreisbogensektor des Erdankers die Einzelelemente formschlüssig ineinandergreifend in der Systemlinie bzw. Systemkurve angeo dnet sind.
Über den Formschlui in Wirkungsrichtung des Böschungsdruckes hinaus werden Pflanzelement und Erdanker durch Reibschluß in ihrer Lage gehalten.
Krümmungon mit inneren bzw. äußeren Radien werden durch das Drehen von Pflanzelement und Erdanker (ähnlich einem Kugelgelenk) unter Beibehaltung des Formschlusses erzielt.
Mit der erfindungsgemäßen Lösung können Böschungssicherungen erstellt werden, die sich infolge des universellen Aufbaus optimal an die Topographie anpassen. Bei Einhaltung der Verfahrensschritte beim Errichten kann sofort lagenweise die Erde verfüllt und hinterfülit und somit eine fachgerechte Verdichtung der Hintorfüllung und eine Bepflanzung der Pflanzelemente vorgenommen werden.
Auf Grund der Ausführung des Erdankers läßt die Erfindung auch eine mehrlagig versetzte Bauweise bei Innen- bzw. Außenkrümmung mit speziell kleiner Radienführung zu.
Die vorliegende Lösung ermöglicht eine einfache und sichere Verankerung im Erdreich.
Sie zeichnet sich durch ein günstiges Gewicht der Einzelelemente aus und ist somit besonders für die Handmontage geeignet.
Dia Anordnung zur Böschungssicherung stellt eine lösbare Verbindung dar. Die Einzelelemente können beliebig oft gelöst und wiederverwendet werden.
Ausführungsbeispiele
Die erfindungsgemäße Lösung soll an drei Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. Dabei zeigen
Fig. 1: ein Pflanzelement
Fig. 2: einen Erdanker
Fig.3: eine geradlinip~ Anordnung
Fig.4: eine außengetirümmte Anordnung
Fig. 5: eino innengekrümmte Anordnung
Fig. 6: einen Querschnitt der Anordnung
Fig. 7: eine Ansicht der Anordnung
Beispiel 1: Anordnung mit Außenkrümmung
Beispiel 2: Anordnung mit geradliniger Böschungsführung
Beispiel 3: Anordnung mit Innenkrümmung.
Beispiel 1
Es ist eine bepflanzbare Anordnung zum Sichern von Böschungen nach der erfindungsgemäßen Lösung mit einer Außenkrümmung und einer Höhe von 2000mm zu erstellen. In der unteren Lage beträgt der Radius R, = 2000mm.
Es werden hohlzylinderförmige Pflanzelemente 1 mit einem Außenradius R1 = 200mm und einem Innenradius R2 = 155mm, bezogen auf den Mittelpunkt M1, verwendet, die an ihrer Rückwand abgeflacht sind. Dia Höhe H, der Pflnnzelemento 1 beträgt 200mm, und an deren Oberseite ist ein Anschlag 3 in einem Winkel α = 1203 und einer Erhöhung von 10 mm vorn angeordnet.
Die stabförmigen Erdanker 4 besitzen eine Höhe H2 von 195 mm sowie eine Länge Y von 450 mm. Die Kopfenden 7; 8 weisen eine konvexe Krümmung auf, die dem Außenradius R1 entspricht. Am Kopfende 7 besitzen die Erdanker 4 eine Systembreite 5 von 100mm, und am Kopfende 8 beträgt die Systembreite 6 = 65mm. Die seitlich angeordneten konkaven Krümmungen der
Erdanker 4 entsprechen dem Außenradius Ri von 200mm, wobei deren Kreisbogensektor b = 0,15 des Kreisumfanges U des Pflanzelementes 1 beträgt. Im vorliegenden Beispiel beträgt der Kreisbogensektor b »189mm. An den konkaven Krümmungen der Erdanke: 4 befinden eich die Kanten E, bis E4. Die Kanten E1 bis E3 werden durch die Eckpunkte des Kreisbogensektors b mit der Ebene gebildet. Die Kante E4 liegt dabei um den Abstand e = 15mm zur Ebene versetzt. Bedingt durch den Abstand e beträgt der Abstand f ebenfalls 15mm. Der Abstand fist der Betrag der Versetzung des Schnittpunktes S2 auf der Symmetrieachsey^y,.
Die Abstände e:f stehen somit im Verhältnis 1:1.
An den Kopfenden 7; 8 sind unterseitig Krallen 9 angebracht, die eine Höhe Hj von 60 mm aufweisen. Jeder Erdanker 4 besitzt unterseitig eine Aussparung A von 20mm, welche mittig zwischen den Krallen 9 angeordnet ist Ausgehend von einem tragfesten Untergrund wird zur Fixierung der unteren (1.) Lage eine Anlage mit Radius R1 von ca. 2000mm in Form von Pflaster 10 eingebracht. Danach wird, dem Radius folgend, die erste Lage errichtet, indem die Pflanzelemente 1 und Erdanker 4 abwechselnd aneinandergereiht werden und über den Kreisumfang U und die konkaven Krümmungen mit ihrem Kreisbogensektor b formschlüssig ineinandergreifend in der Systemlinie Xi~X| angeordnet sind.
Dabei wird in der 1. bis 5. Lage neben dem Pflanzelement der Erdanker 4 mit einer Systembroite 5 = 100mm zu Sichtseite der Anordnung eingelegt. In der nun folgenden 6. und 7. Lage wird neben dem Pflanzelement 1 der Erdanker 4 mit einer Systembreite 5 = 100mm oder einer Systembreite 6 - 65 mm zur Sichtseite der Anordnung eingelegt. In der nun ' -Igenden 8., 9. und 10. Lage wird neben dem Pflanzelement 1 nur noch der Erdanker 4 mit einer Systembreite 6 = 65mm zur Sic> tseite der Anordnung eingelegt. Bei geringem Böschungsdruck kann die 10. Lage als Böschungskrone ausgebildet werden, indem die Pflanzelemente 1 ohne Erdanker 4 lose aneinandergereiht werden.
Die erzielte Böschungssicherungs-Anordnung besitzt in der oberen (10.) Lage eine Höhe von 2000mm bei einem Radius R, = 1 500mm, was einem Abstand L = 6 entspricht. (Der Abstand L ist der Betrag von Mitte Pflanzelement 1 zu Mitte Erdanker 4.)
Beginnend in der 1. Lage werden in jeder weiteren Lage (2. bis 10.) die Einzelelemente um den Betrag von 250 mm seitlich versetzt. Dies entspricht dem Abstand L - 1,25 χ 200mm (Außenradius R1). In Richtung des Mittelpunktes von Radius R, werden gleichzeitig die Einzelelemente in jeder Lage um den Betrag von 100mm (0,5 Außenradius R1) versetzt. Dadurch liegt der vordere - zur Sichtseite zeigende, runde - Teil der Pflanzelemente 1 frei und kann nach dem Vorfüllen bepflanzt werden.
Beispiel 2
Es ist eine bepflanzbare Böschungssicherung nach der erfir.dungsgemäßen Lösung für eine geradlinige Böschungsführung mit einer Höhe von 1400 mm zu erstellen.
Wie im ersten Beispiel werden Pflanzelemente 1 und Erdanker 4 als Einzelelemente mit den gleichen Maßen verwendet. Bei einer Gesamthöhe der Anordnung von 1400mm werden die Einzelelemente bei einer Höhe Hi von 200mm in 7 Lagen abwechselnd formschlüssig und geradlinig in der Systomlinie Xi-Xi aneinandergereiht angeordnet.
Die Krallen 9 werden dabei in das Erdreich eingeschlagen. Über den Außenradius Ri jedes Pflanzelementes 1 und die seitlich angeordneten konkaven Krümmungen am Erdanker 4 wird der Formschluß erzielt. Die verwendeten Erdanker 4 werden mit der Systembreite 5 χ 100mm zur Sichtseite eingelegt.
Ausgehend von der unteren Lage sind in jeder weiteren (2. bis 7.) Lage die Einzelelemente um 250mm seitlich versetzt. Dieser Betrag ergibt sich aus dem Abstand L = 1,25 x 200mm (Außenradius Ri).
In Böschungsrichtung werden die Einzelelemente, ausgehend von der unteren Lage, in jeder weiteren Lage um den Betrag von 100mm (0,5 x Außenradius R|) versetzt. Dadurch liegt der vordere, zur Sichtseite zeigende Teil der Pflanzelemente 1 frei und kann nach dem Verfüllen als zusätzliche Hangsicherung bepflanzt werden.
Beispiel 3
Es ist eine bepflanzbp.re Böschungssichnrung nach der erfindungsgemäßen Lösung mit einer Innenkrümmung zu erstellen. Die Höhe soll 1000mm und der Innenradius R; soll 1500mm in der unteren Lage betragen.
Es werden, wie im 1. Beispiel, Pflanzelemente 1 und Erdanker 4 mit den gleichen Maßen verwendet. Bei dem Außenradius R1 von 200mm entspricht der Radius R1 von 1500mm (untere Lage) dem Abstand L = 6.
Bei einer Gesamthöhe von 1000mm werden Pflanzelemente 1 und Erdanker 4 in 5 Lagen abwechselnd formschlüssig in der Systemkurve X2-X2 aneinander angeordnet, wobei die Erdanker in das Erdroich eingeschlagen werden. Ausgehend von der unteren Lage sind in joder weitern (2. bis 5.) Lage die Einzelelemente um den Betrag von 250mm seitlich versetzt, was dem Abstand L = 1,25 x 200mm (Außenradius R1) entspricht.
Beginnend in der unteren Lage wird dsr Erdanker 4 mit dor Systembreite 6 = 65mm in den Lagen 1 bis 3 neben dem Pflanzelement 1 zur Sichtseite der Anordnung eingelegt. Analog zum I.Beispiel weist jeder Erdanker 4 einen Abstande und f von jeweils 15mrTi if. Diese Abstände 0; f roalisioren die Versetzung der Pflanzelemente 1 zwecks Erreichen der Krümmung der Systemkurve X2-X2· In der nun folgenden 4. Lage wird aufgrund des stetig anwachsenden inneren Radius R; der Erdanker abwechselnd mit den Systembreiten 6 = 65 mm bzw. 5 = 100mm neben dem Pflanzelement 1 zur Sichtseite eingelegt. Inder abschließenden 5. Lage wird der Erdanker 4 nur noch mit der Systembreite 5 = 100 mm neben dem Pflanzeloment 1 zur Sichtseite eingelegt.
Im vorliegenden Beispiel beträgt in der oberen Lage nun der Radius Ri - ?000mm, was einem Abstand L = 8 entspricht.
In entgegengesetzter Richtung zum Mittelpunkt von Radius R; werden die Einzelelemente in jeder Lage vrn den Betrag von 100mm (0,5 χ Außenradius Ri) versetzt.
Dadurch liegt nun, wie in den vorherigen Beispielen, der vordere-zur Sichtseite zeigende-Teil der Pflanzelemente 1 frei und Kann nach dem Verfüllen wie eine Trockenmauer bepflanzt werden.

Claims (3)

1. Verfahren zum Sichern von Böschungen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Pflanzelement (1) und ein Erdanker (4), beginnend in der unteren Lage, abwechselnd aneinandergereiht, in jeder weiteren Lage in einem Abstand (L) = 1,25 x Außenradius (R1) des Pflanzelementes (1) seitlich und um einen Betrag von 0,5 x Außenradius (R1) in Böschungsrichtung nach hinten versetzt, errichtet werden, wobei die Krallen (9) des Erdankers (4) im Erdreich verankert werden und bei geradliniger Böschung in jeder Lage neben dem Pflanzelement (1) der Erdanker (4) mit seiner Systembreite (5), welches 0,5 x Außenradius (R1) entspricht, zur Sichtseite eingelegt wird, bei außengekrümmter Böschung in den oberen Lagen mit einem Radius (Ra) ä7,5 x Außenradius (Ri), was dem Abstand (L) = 6 entspricht, neben dem Pflanzelement (1) der Erdanker (4) mit seiner Systembreite (6), welche <0,5 bis >0,25 Außenradius (R1) ist, zur Sichtseite eingelegt und bei den darunterliegenden Lagen mit einem Radius (Ra) > 10 χ Außenradius (R1), was dem Abstand (L) = 8 entspricht, neben dem Pflanzelement (1) der Erdanker (4) mit seiner Systembreite (5) zur Sichtseite eingelegt wird und bei innengekrümmter Böschung in den unteren Lagen mit einem Radius (R,) £7,5 x Außenradius (R1) neben dem Pflanzelement (1) der Erdanker (4) mit seiner Systembreite (6) zur Sichtseite eingelegt und bei den darauffolgenden Lagen mit einem Radius (Rj) > 10 x Außenradius (R1) neben dem Pflanzelement (1) der Erdanker (4) mit seiner Systembreite (5) zur Sichtseite eingelegt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den mittleren Lagen mit Radius (Ra) bzw. (Rj) von >8,5 bis < 10 χ Außenradius (R1) neben dem Pflanzelement (1) der Erdanker (4) mit Systembreite (5) oder Systembreite (6) zur Sichtseite eingelegt wird.
3. Anordnung zum Sichern von Böschungen, dadurch gekennzeichnet, daß diese aus den Einzelelementen Pflanzelement (1) und Erdanker (4) besteht, wobei ein Pflanzelement (1), welches hohlzylinderförmig und an seiner Rückwand (2) abgeflacht ist, sine Höhe (H1) besitzt, die dem Außenradius (R1) des Pflanzelementes (1) entspricht, an seiner Oberseite einen Anschlag (3) aufweist, dereinen Winkel (α) von S 90° bis ti 150°, bezogen auf den Kreisuinfang (U) des Pflanzelementes (1), einnimmt und ein stabirörmiger Erdanker (4), welcher eine Höhe (H2) ^ der Höhe (Hi) sowie eine Länge (Y) > 2 x Außenradius (R1) besitzt, an seinen konvexen Kopfenden (7; 8) seitlich konkave Krümmungen aufweist, die dem Außenradius (R1) entsprechen und deren Kreisbogensektor (b) = 0,10 IMs 0,25 des Kreisumfanges (U) beträgt, so, daß die Kanten (E1 bis E3) in einer Ebene liegen und die Kante (E4) um den Abstand (e) zu dieser Ebene versetzt der Schnittpunkt (S2) um den Abstand (f) auf der Symmetrieachse (Y1-Y1) versetzt ist, wobei die Abstände (e; f) annähernd das Verhältnis 1:1 aufweisen, und daß der Erdanker (4) am Kopfende 7 in der Systemachse (X1-X1) eine Systembreite (5) von 0,5 χ Außenradius (R:) und am Kopfende (8) in der Systemkurve (x2-x2) eine Systembreite (6) von <0,5 bis >0,25 x Außenradius (R1) aufweist, wobei an diesen Kopfenden (7; 8) unterseitig je eine Kralle (9) mit einer Höhe (H3) < 0,33 x der Höhe (H2) und eine mittige Aussparung (A) ca. 1 x Außenradius (R1) sich befinden, formschlüssig über den Kreisumfang (U) des Pflanzelementes (1) und die konkaven Krümmungen mit Kreisbogensektor (b) des Erdankers (4) ineinandergreifend in der Systemlinie (X1-X,) bzw. Systemkurve (x2-x2) angeordnet sind.
DD33147689A 1989-08-04 1989-08-04 Verfahren und anordnung zum sichern von boeschungen DD286832A5 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD33147689A DD286832A5 (de) 1989-08-04 1989-08-04 Verfahren und anordnung zum sichern von boeschungen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD33147689A DD286832A5 (de) 1989-08-04 1989-08-04 Verfahren und anordnung zum sichern von boeschungen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD286832A5 true DD286832A5 (de) 1991-02-07

Family

ID=5611393

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD33147689A DD286832A5 (de) 1989-08-04 1989-08-04 Verfahren und anordnung zum sichern von boeschungen

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD286832A5 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19654530C2 (de) * 1996-12-27 2001-05-31 Fiege & Bertoli Gmbh & Co Kg Bausatz zur Errichtung von Trockenmauern, Böschungsmauern u. dgl.
DE20314280U1 (de) * 2003-09-12 2005-01-20 CHRISTOPH & Co. Baustoffgroßhandel, Betonwarenfabrikation und Grabmale GmbH System aus Gartenbausteinen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19654530C2 (de) * 1996-12-27 2001-05-31 Fiege & Bertoli Gmbh & Co Kg Bausatz zur Errichtung von Trockenmauern, Böschungsmauern u. dgl.
DE20314280U1 (de) * 2003-09-12 2005-01-20 CHRISTOPH & Co. Baustoffgroßhandel, Betonwarenfabrikation und Grabmale GmbH System aus Gartenbausteinen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH669001A5 (de) Boeschungsstein.
CH589757A5 (en) Box retaining wall for embankment protection - has crossed beams forming flexible assembly with smooth appearance
DE3630417A1 (de) Erdreichabdeckung aus (beton-)formsteinen
DE202018106167U1 (de) Formstein für den Garten-, Landschafts- und Straßenbau, insbesondere Pflanzstein oder Pflanzkübelstein
DE2415023C3 (de) Lärmschutzwall
CH676015A5 (de)
DD286832A5 (de) Verfahren und anordnung zum sichern von boeschungen
DE3313990A1 (de) Boeschungsstein
DE814873C (de) Zusammenhaengende Pfahlkonstruktion
EP3112537B1 (de) Wasserdurchlässige stützkonstruktion
EP2662498B1 (de) Fundamentsystem
AT360574B (de) Stuetz- und futtermauer
EP0860550A2 (de) Vorrichtung für die Anpflanzung von Bäumen und dergleichen
DE3501147C2 (de) Werkstein
EP2929100B1 (de) Mauerstein für ein mauersystem
EP1557498B1 (de) Fertigteil aus Beton für Stützwände mit Geogitterrückverhängung
AT413559B (de) Verankerungseinrichtung für aus dem erdboden herausragende pflock- oder stangenartige elemente
DE3685881T2 (de) Stuetzbauwerk und verfahren zum verwirklichen dieses stuetzbauwerks.
DE2348043C3 (de) Bauelement zur Sicherung von Hängen o.dgl
DE202023002316U1 (de) Betonpflasterstein
DE202010014174U1 (de) Deckwerkstein
DE8530797U1 (de) Werkstein
DE202024102033U1 (de) Betonpflasterstein
DE1559277C (de) Teilstuck einer zu hmterfullenden Rinne, insbesondere einer Stau oder Schwemmrinne fur Stalle
DE9211306U1 (de) Spundwandbohle und damit hergestellte Spundwand

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee