DD286979A5 - Greiferschienenantrieb fuer transferpressen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Greiferschienenantrieb fuer Transferpressen, insbesondere Groszraumtransferpressen mit zwei oder mehr Seitenstaendern, zur Herstellung groszflaechiger Blechformteile in mehreren aufeinanderfolgenden Bearbeitungsstufen. Erfindungsgemaesz enthalten die Koppelgetriebe des Greiferschienenantriebes jeweils eine erste, quer zur Transportrichtung im oberen Bereich der Presse gelagerte Hebelwelle zur UEbertragung der Hubbewegung und eine zweite, koaxial auf dieser gelagerte Hebelwelle zur UEbertragung der OEffnungs- und Schlieszbewegung, deren Abtriebshebel ueber Zugstangen mit den Kurvengetrieben in Wirkverbindung stehen. Die ersten Hebelwellen sind mittels Koppelstangen mit Traversen verbunden, die heb- und senkbar in Supporten gelagert sind, welche ihrerseits hoehenverstellbar in den Seitenstaendern angeordnet sind. Die zweiten Hebelwellen sind jeweils mittels einer zweidimensional bewegbaren Koppel und eines Kniehebelsystems mit einem horizontal-verschiebbar auf einer Fuehrungsstange gelagerten Gleitstueck sowie der Verstellvorrichtung zur Weiteneinstellung der Greiferschienen verbunden. Fig. 2{Transferpresse; Blechformteil; Greiferschienen; dreidimensional bewegbar; Greiferschienenantrieb; Kurvengetriebe; Koppelgetriebe; Hebelwelle; Werkzeugwechsel}
Description
Bei einem weiteren bekannten Greifertransfer für zu Pressenstraßen verkettete Einzelpressen (OE-OS 3607 323) sind die Greiferschienenführungen mit Kreuzschlitten, Antriebshebeln und Kurvengetrieben in zwei separaten Getriebekästen angeordnet, die oberhalb der Werkstücktransportebene höhenverstellbar in den Soitenständern der Presse gelagert sowie mittels Gelenkwellen mit dem Pressenantrieb verbunden sind. Die mit teilespezifischen Greiferelementen versehenen Greiferschienen sind mehrteilig ausgeführt. Beim Werkzeugwechsel werden die äußeren Greiferschienenteile zur Preosenmitte hin verschoben und die Greiferschienen-von den Tragschienen gelöst- in Aufnahmen des Schiebetisches abgelegt. Nach dem Anheben der beiden Getriebekasten mittels zusätzlicher Hubeinrichtungen wird der Schiebetisch mit den Greiferleisten unterhalb der Tragschienen durch die Öffnui igen im Sr^nstönder ausgefahren. Nachteilig wirken sich auch bei dieser Lösung die Koppelstellen der mehrteiligen Greiferschienen aus. Die erforderliche zweifache Ausführung der Kurven-Koppel-Getriebe ist sehr aufwendig und teuer. Dieses Prinzip ist auch auf Grund der unterschiedlichen Lage· und Führungsbedingungen nicht auf die Greifereinrichtungen von Transferpressen übertragbar.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung ist es, eine bessere Ausnutzung des vorhandenen Raumes im Arbeitsbereich der Presse zu ermöglichen sowie den Materialeinsatz und die Herstellungskosten zu vermindern.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Greiferschienenantrieb für Transferpressen mit ungeteilten Tragschienen so zu gestalten, daß der Raum unterhalb der Werkstücktransportebene für andere Funktionsaufgaben zur Verfügung steht und die Kraftübertragung vom Pressenantrieb auf die Tragschienen über kurze Wege - in erster Linie durch formstabil und massearm ausführbare Zugstangen - erfolgt und durch die besondere Gestaltung der Koppelgetriebe außer der Bewegungsübertragung für das Öffnen und Schließen der Greiferschienen sowie das Heben und Senken derselben auch das gemeinsame Anheben der von den Greiferschienen befreiten Tragschienen beim Werkzeugwechsel sowie die Verstellung des Greiferschienenabstandes aus einer zentralen Position mit einem Minimum an Stellelementen und in direkter formschlüssiger Verbindung realisierbar ist. Erfindungsgemäß wird das dadurch erreicht, daß die Koppelgetriebe jeweils eine erste, quer zur Transportrichtung im oberen Bereich der Presse schwenkbar gelagerte Hebelwelle zur Übertragung der Hubbewegung und eine zweite, koaxial auf dieser gelagerte Hebelwelle zur Übertragung der Cffnungs- und Schließbewegung aufweisen, deren Antriebshebel jeweils mittels einer die betreffenden Hebelwellen aller Koppelgetriebe miteinander verbindende Zugstange mit den Kurvenfolgehebeln der Kurvenscheiben in Wirkverbindung stehen. Die den ersten Hebelwellen zugeordnete Zugstange ist in ihrer wirksamen Länge verstellbar ausgeführt und die Abtriebshebel der ersten Hebelwellen sind mittels Koppeln mit Traversen verbunden, die heb- und senkbar in Supporten gelagert sind, welche ihrerseits höhenverstellbar in den Seitenständern der Pressu angeordnet sind. Auf den Traversen sind einerseits die vertikalen Führungssäulen der Tragschienen horizontal-verschiebbar gelagert und andererseits die Anschläge der Supporte während der Hubbewegung derselben abgestützt. Die Abtriebshebel der zweiten Hebelwellen sind jeweils mittels einer mit einem Kreuzgelenk zweidimensionai-bewegbar angelernten Koppel mit einem Kniehebelsystem verbunden, dessen erster Hebel dreh- und schwenkbar an dem horizontalverschiebbar auf einer Führungsstange gelagerten Gleitstück und dessen zweiter Hebel schwenkbar an der Spindelmutter der Verstelleinrichtung zur Weiteneinstellung der Trag- bzw. Greiferschienen angelenkt ist, wobei vorzugsweise die Führungsstange des Gleitstückes und die Stellspindel als ein Bautoil ausgeführt ist und die beiden Hebel des Kniehebelsystems in der angehobenen Stellung der Supporte eine zueinander gestreckte Lage einnehmen. Während des Betriebes der Presse befinden sich die Supporte in ihrer unteren Endlage. Zur Realisierung der Hubbewegung werden die Traversen mit den daran befestigten Trag- und Greiferschienen innerhalb der Supporte angehoben bzw. abgesenkt.
Zum Werkzeugwechsel werden nach dem Abkoppeln der Greiferschienen die Tragschienen in ihre äußere Endlage gefahren und durch Verstellen der wirksamen Länge der Zugstange die Supporte mit den Tragschienen so weit angehoben, daß die Schiebetische einschließlich Werkzeugen unterhalb der Tragschienen aus der Presse ausgefahren werden können.
Ausführungsbeispiel
Eine zweckmäßige Form der Realisierung der Erfindung wird nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen
Fig. 1: eine schematische Darstellung des Greiferschienenantriebes in der Vorderansicht, Fig.2: eine halbseitige Darstellung des Greiferschieneniintriebes - in Längsrichtung der Greiferschienen gesehen.
Der Antrieb für das Heben und Senken der Greifer des Transfers erfolgt von einer Kurvenscheibe 1 aus über die Zugstange 2 und die Antriebshebel 3, welche mit den Hebelwellen 4 starr verbunden sind. Ein zweiter mit der Hebelwelle 4 verbundener Abtriebshebel 5 treibt über die Koppelstange 6 die Traverse 7, aufweicher die Rollen 8,9 der senkrechten Führungssäule 10 laufen und deren vertikale Lage damit bestimmen. In Fig. 2 der Zeichnung ist nur die eine Hälfte der Anordnung dargestellt, während sich in Wirklichkeit am anderen Ende der Hebelwelle 4 jeweils ein weiterer Hebel 5 mit einer Koppelstange 6 befindet, der ebenfalls die Traverse 7 mit einer darauf rollend gehaltenen Führungssäule 10 betätigt. DieTraverse 7 gleitet in Führungen 11 desSupportes 1 id ist in der Lage, den Support 12überdieAnschläge 13anzuheben.
Dieses Anheben des Supportes 12 erfolgt über die Koppelstangen 6, die Augen 44, die Traversen 7, die Hebel 5 und 3 sowie die Zugstange 2, indem das Schraubgetriebe 14 mit Hilfe seines Antriebsmotors die Zugstange 2 bewegt. Die einzelnen Supporte 12 gleiten ihrerseits in Führungen 15 der Seitenständer 16 und werden vorteilhafterweise durch pneumatische Zylinder 17 ausbalanciert bzw. in der Tiefstlage gehalten. In der Tiefstlage sitzen die Supporte 12 auf den Absätzen 18 der Seitenständer 16 auf. Der Antrieb für das öffnen und Schließen der Greifer erfolgt von den Kurvenscheibe 19 aus über die Zugstange 20 auf die Hebelwelle 21 mit den Hebeln 22 und 23. Das zweite Hebelpaar 23 treibt über die räumlich angelenkten Koppeln 24 die Hebel 25, welche auf den Zapfen 26 der Gewindemutter 27 gelagert sind und gleichzeitig eine Einheit mit den Hebeln 28 bilden. Über die Gelenkpunkte 29 sind die Hebel 28 mit den Laschen 30 verbunden, welche ihrerseits auf den Zapfen 31 der Gleitstücke 32 gelagert sind. Diese sind mit den Führungen 33 drehbar aber axial fest verbunden.
Für die Verstellung des Tragschienenabstandes sind die Gewindemuttern 27 auf der Spindel- und Führungsstange 34 angeordnet. Das mit der Spindel- und Führungsstange 34 fest verbundene Schneckenrad 35 wird von der Schnecken-Hohlwelle 36 angetrieben, die ihrerseits auf der vertikalen Antriebswelle 37 schiebbar aber drehfest gelagert ist. Die Antriebswelle 37 trägt ihrerseits am oberen Ende ein drehfest mit ihr verbundenes Schneckenrad 38, welches von der Schneckenwelle 39 mit der zentralen Antriebswelle 40 angetrieben wird und so die Verstellung bewirkt. Die Tragschienen 41, welche in den Führungen 42 ihre Längsbewegung ausführen, sind über Tragbügel 43 mit den Führungssäulen 10 fest verbunden.
Funktionsbeschreibung des Anhebens bzw. Absenkens der Tragschienen 41 zum Zwecke des Werkzeugwechsels: Der Ausgangspunkt für den Greiferschienenwechsel ist die Aufnahmestellung der Greifer, d.h.
- Längsantrieb der Tragschienen 41 auf Mitte Werkzeug,
- Tragschienen 41 geschlossen,
- das Anheben der Greifer beginnt.
getrennt, und der Stößel fährt in seine Höchststellung.
bewegt werden, daß die Führungen 33 nach außen gleiten bis in ihre Endstellung. Dabei ist die Länge der Hebel 23,25,28 soaufeinander abgestimmt, daß in Höchststellung die Strecklage der Hebel 28 und Laschen 30 erreicht wird.
Claims (1)
- Greiferschienenantrieb für Transferpressen, mit einer vom Hauptantrieb der Presse angetriebenen zentralen Kurvenscheibenwelle, deren Kurvenscheiben mittels Koppelgetrieben mit dreidimensional bewegbar im Werkzeugraum der Presse angeordneten Tragschienen in Wirkverbindung stehen, an denen die mit teilespezifischen Greiferelementen versehenene Greiferschienen befestigt sind, wobei die Tragsc'nienen unteilbar ausgeführt sind und die ä reiferschienen beim Werkzeugwechsel -von den Tragschienen gelöst - gemeinsam mit dem zugehörigen Werkzeugsatz auf dem Schiebetisch liegend unterhalb der mittels einer Hubeinrichtung in einer angehobenen Position gehaltenen Tragschienen aus- bzw. einfahrbar cind, gekennzeichnet dadurch, daß die Koppelgetriebe jeweils eine erste, quer zur Transportrichtung im oberen Bereich der Presse schwenkbar gelagerte Hebelwelle (4) zur Übertragung der Hubbewegung und eine zweite, koaxial auf dieser gelagerte Hebelwelle (21) zur Übertragung der Öffnungs- und Lohließbewegung aufweisen, deren Antriebshebel (3,22) jeweils mittels einer die betreffenden Hebelwellen (4,21} aller Koppelgetriebe miteinander verbindenden Zugstange (2,20) mit den Kurvenfolgehebeln der Kurvenscheiben (1,19) in Wirkverbindung stehen, wobei die den ersten Hebelwellen (4) zugeordnete Zugstange (2) in ihrer wirksamen Länge verstellbar ausgeführt ist und die Abtriebshebel (5) der ersten Hebelwellen (4) mittels Koppelstangen (6) mit Traversen (7) verbunden sind, die heb- und senkbar in Supporten (12) gelagert sind, welche ihrerseits höhenverstellbar in den Seitenständern (16) der Presse angeordnet sind, wobei auf jn Traversen (7) einerseits die vertikalen Führungssäulen (10) der Tragschienen (41) horizontalverschiebbar gelagert sind und andererseits die Anschläge (13) der Supporte (12) während der Hubbewegung derselben abgestützt sind und die Abtriebshebel (23) der zweiten Hebelwellen (21) jeweils mittels einer mit einem Kreuzgelenk zweidimensionalbewegbar (räumlich) angelenkten Koppel (24) mit sinem Kniehebelsystem verbunden sind, dessen erster Hebel (30) dreh- und schwenkbar an dem horizontal verschiebbar auf einer Führungsstange (34) gelagerten Gleitstück (32) und dessen zweiter Hebel (28) schwenkbar an der Gewindemutter (27) der Verstelleinrichtung zur Weiteneinstellung der Trag- bzw. Greiferschienen angelenkt ist, wobei vorzugsweise Führungsstange (34) und Stellspindel ein einheitliches Bauteil bilden, und die beiden Hebel (28,30) des Kniehebelsystems in der angehobenen Stellung der Supporte (12) eine zueinander gestreckte Stellung einnehmen.Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der ErfindungDie Erfindung betrifft einen Greiferschienenantrieb für Transferpressen, insbesondere Großraumtransferpressen mit *wei oder mehr Seitenständern zur Herstellung großflächiger Blechformteile in mehreren aufeinanderfolgenden Bearbeitungsstufen, mit einer vom Hauptantrieb der Presse angetriebenen zentralen Kurvenscheibenwelle, deren Kurvenscheiben mittels Koppelgetriebe mit dreidimensional-bewegbar im Werkzeugraum der Presse angeordneten Greiferschienen in Wirkverbindung stehen.Charakteristik des bekannten Standes der TechnikEs sind bereits Greifereinrichtungen für Transferpressen der vorstehend genannten Art bekannt (DD-PS 244710, DE-OS 2359912), bei denen die mit werkstückspezifischen Greiferleisten versehenen Tragschienen zwei- bzw. dreidimensionalbewegbar in Getriebekästen gelagert sind, die unterhalb der Werkstücktransportebene in den Seitenständern angeordnet sind. Der Antrieb ist mittels Kurven-Koppel-Getrieben bzw. Kurven-Zahnstangen-Getrieben vom Hauptantrieb der Presse abgeleitet. Beim Werkzeugwechsel werden die Werkstückspezifischen Greiferleisten mit dem jeweils zugehörigen, von den Tragschienenendstücken abkoppelbaren Tragschienenmktelstücken in einem zusätzlichen Hub- und Tragmechanismus aufgenommen und gemeinsam mit dem Schiebdtisch aus der Presse herausgefahren. An den Koppelstellen der Tragschienenteilstücke sind kraft- und/oder formschlüssige Verbindungselemente angeordnet, die mittels hydraulisch oder pneumatisch betätigbarer Spannelemente lösbar sind.Ein Mangel dieser Lösungen besteht in dem hohen fertigungstechnischen Aufwand für die erforderlichen Koppelstellen der Tragschienenteilstücke für Bewegungs-, Informations- und Energieübertragung. Die Anordnung der Getriebekästen unterhalb der Werkstücktransportebene ist aus Platzgründen sehr ungünstig und erfordert sehr lange Antriebswellen vom Pressenantrieb aus, was auf Grund der zwangsläufig auftretenden Torsion zu einer erhöhten Schwingungsempfindlichkeit des Antriebes führt. Zur Beseitigung der durch die Teilung der Tragschienen beim Werkzeugwechsel bedingten Mängel sind bei einer anderen vorgeschlagenen Lösung die Tragschienen ungeteilt ausgeführt und bleiben ständig im Werkzeugraum der Presse. Beim Werkzeugwechsel werden die mit teilespezifischen Greiferelementen versehenen Greiferleisten -von den Tragschienen gelöst- in entsprechenden Aufnahmen des S:hiebetisches abgelegt und mit diesem unterhalb der mittels einer zusätzlichen Hubeinrichtung angehobenen Tragschienen aus dem Werkzeugraum ausgefahren. Der Antrieb der Tragschienen erfolgt mittels beiderseits unterhalb der Transportebene in den Seitenständern angeordneten Getriebekästen, so daß auch bei dieser Lösung die durch die ungünstige Anordnung der Getriebekästen bedingten Mängel der erstgenannten Lösungen nicht beseitigt wurden.
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