DD287357A5 - Verfahren zum Herstellen eines Stapels von piezokeramischen Scheiben - Google Patents
Verfahren zum Herstellen eines Stapels von piezokeramischen ScheibenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Stapels von piezokeramischen Scheiben und findet Anwendung beim Aufbau von Mikrotranslatoren. Erfindungsgemaesz werden Scheiben mit definierten Oberflaechenrauhigkeiten verwendet. Durch ein Sputterverfahren werden auf die Scheiben beidseitig bis auf den Rand reichende Elektrodenschichten aus relativ hartem Material, insbesondere aus CuNi, abgeschieden. Anschlieszend wird jeweils auf eine Schicht in einem Punktraster Kleber mit einer definierten Viskositaet aufgetragen und sofort danach die naechste Scheibe mit einem definierten Druck aufgelegt, wobei der Druck bis zum Aushaerten des Klebers beibehalten wird.{Stapel; Scheiben, piezokeramisch; Mikrotranslatoren; Oberflaechenrauhigkeiten; Sputterverfahren; Elektrodenschichten, hart; Kleber; Punktraster; Viskositaet; Druck; Aushaerten}
Description
beidseitig flächenhaft durch ein Dickschicht- oder Dünnschichtverfahren mit Kontaktierungsschichten (Elektroden) versehen.
wobei in den Kleber noch Metallzwischenlagen eingebettet werden, die nach außen führen (DE 3 218 576). Das Zusammenfügen der Scheiben geschieht mittels Druckeinwirkung, die oftmals durch geeignete Anordnungen auch bei Betrieb des Bauelementes
beibehalten wird. ,
Nachteile:
1. Durch die Verwendung von Metallzwischenlagen:
- große nichtaktive Masse der Zwischenlagen führt zur Verschlechterung (Verringerung) der Steifigkeit und der Resonanzfrequenz (Stellgesrt.windigkeit) in axialer Richtung des Stapels
- Mehraufwand bei der Stapümontage
- Behinderung der Querkontraktion der Scheiben
2. Durch Verwendung von Dickschichtkontakten:
- immer noch relativ große nichtaktive Masse, insbesondere bei sehr dünnen Scheiben (d < 0,2 mm)
- geringe Härte der Dickschicht (Ag/Pd) führt ebenfalls zur Verringerung der Steifigkeit in axialer Richtung des Stapels
- Behinderung der Querkontraktion der Scheiben durch die Dickschichtkontakte
3. Durch die Verwendung von Kleberschichten:
- hoher Temperaturkoeffizient des Klebers geht in die Längenmeßtechnik ein (bei dieser Verwendung des Stapels)
- die Verringerung der Steifigkeit ist ebenfalls zu verzeichnen
4. Durch die Verwendung von Dünnschichtkontakten:
- neben den Vorteilen der extrem geringen nichtaktiven Masse und der Nichtbehinderung der Querkontraktion der Scheiben ergeben sich auch Nachteile:
- die vorhandene Oberflächenrauhigkeit der Keramik, die sich ebenfalls in der Dünnschicht widerspiegelt, macht wiederum einen Ausgleich durch das Einfügen von Metallzwischenlagen und/oder Kleber, um Zerstörungen im Mikroboreich (Kornausbrüche) zu verhindern, notwendig.
- die genannten Vorteile der einzelnen Scheibe sind daher im Stapel nicht nutzbar.
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Herstellen eines Stapels von piezokeramischen Scheiben zu realisieren, das weniger aufwendig bei der Montage des Stapels ist.
Die Aufgabe der Erfindui.j besteht darin, ein Verfahren gemäß Titel der Erfindung zu schaffen, das es gestattet, das elastische Verhalten des Stapels (Steifigkeit, Ε-Modul) dem Idealzustand des massiven Keramikmaterials möglichst nahe anzugleichen, wobei das Ziel der Erfindung zu beachten ist. Zur Herstellung des Stapels werden die einzelnen Scheiben über ihre flächenhaften Dünnschichtkontakte und über zusätzliche Verbindungsmittel, insbesondere Klebemittel, unter Druckeinwirkung miteinander verbunden.
Erfindungsgemäß werden piezokeramische Scheiben mit einer Oberflächenrauhigkeit Rn, < 5pm (Maximaldifferenz) und R, = 0,15 bis 0,5Mm (Mittelwert) verwendet. Durch ein an sich bekanntes Sputterverfahren werden auf die Scheiben beidseitig bis auf den Rand reichende Elektrodenschichten aus relativ hartem Material, insbesondere aus CuNi abgeschieden. Anschließend wird jeweils auf eine Scheibe in einem Punktraster Kleber mit einer Viskosität im Bereich von 100 bis 50OmPa · s aufgetragen und sofort danach die nächste Scheibe mit einem Druck im Bereich von 0,5 bis 1 MPa deckungsgleich aufgelegt, wobei der Druck bis zum Aushärten des Klebers beibehalten wird. Abschließend nach dem Aufkleben der letzten Scheibe des Stapels werden die Randkontaktflächen ebenfalls durch ein Sputterverfahren nochmals mit Elektrodenmaterial überschichtet. Durch den Auftrag des Klebers in einem Punktraster soll erfindungsgemäß erreicht werden, daß sich beim Aufeinanderlegen zweier Scheiben kein durchgängiger Kleberfilm ausbildet. Es sollen nur die durch die vorhandenen Rauhigkeiten beim Zusammenfügen der Scheiben entstehenden Hohlräume mit Kleber ausgefüllt werden. Dadurch wird ein „inniger" Keramik/ Keramik-Kontakt erreicht, ohne die negativen Eigenschaften einer Kleberzwischenlage hervorzurufen. Die Druckeinwirkung wird nicht nur bezüglich der Einwirkung des Klebers benötigt, sondern auch um diesen innigen Kontakt zwischen den Keramikoberflächen während des Aushärtens des Klebers und nach Fertigstellung des Stapels zu gewährleisten.
maximale Differenz Rn, = Mittelwert R, = 0,41 μπι.
des Stapels zu ermöglichen. Zur Herstellung des Stapels wird nun auf eine erste Scheibe punktförmig ein geeigneter Kleber, z. B.
lange beibehalten, bis der Kleber ausgehärtet ist.
den Stand der Technik darstellenden Translator gegenübergestellt werden:
| Erfindung | Stand d. Technik | |
| angelegte Spannung | 1000 V | 1000V |
| erreichte Längenänderung | 1 22 pm | 15Mm |
| Durchmesser d. Scheiben | 10mm | 10mm |
| Steifigkeit d. Stapels C | 150 N/Mm | 70 N/Mm |
| (in axiale Richtung) |
Auch der Wert für die Steifigkeit des erfindungsgemäßen Stapels (ohne Armatur) zeigt, daß dem angestrebten Wert für das massive Keramikmaterial nahegekommen wird. Sie betragen:
massives Material 290 N/Mm
erfindungsgemäßer Stapel 200-290 N/Mm (Stapel mit Dickschichtelektroden
und Metallzwischenlagen 100Ν/μτι).
Claims (1)
- Verfahren zum Herstellen eines Stapels von piezokeramischen Scheiben, bei dem die einzelnen Scheiben über ihre flächenhaften Dünnschich'.kontakte und über zusätzliche Verbindungsmittel, insbesondere Klebemittel, unter Druckeinwirkung miteinander verbunden werden, gekennzeichnet dadurch, daß piezokeramische Scheiben mit einer Oberflächenrauhigkeit Rn, < 5 μηη und Ra = 0,15 bis 0,5 pm verwendet werden, daß durch ein an sich bekanntes Sputterverfahren auf die Scheiben beidseitig bis auf den Seitenrand reichende Elektrodenschichten aus relativ hartem Material, insbesondere aus CuNi, abgeschieden werden, daß anschließend jeweils auf eine Scheibe der Kleber in einem Punktraster mit einer Viskosität im Bereich von 100 bis 500 mPa · s aufgetragen wird und sofort danach die nächste Scheibe mit einem Druck im Bereich von 0,5 bis 1 MPa deckungsgleich aufgelegt wird, wobei der Druck bis zum Aushärten des Klebers beibehalten wird, daß abschließend nach dem Aufkleben der letzten Scheibe des Stapels die Randkontaktflächen ebenfalls durch ein Sputterverfahren nochmals mit Elektrodenmaterial überschichtet werden.Anwendungsgebiet der ErfindungDie Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der piezoelektrischen Bauelemente. Sie betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Stapels von piezokeramischen Scheiben, bei dem die einzelnen Scheiben über ihre flächenhaften Dünnschichtkontakte und über zusätzliche Verbindungsmittel, insbesondere Klebemittel, unter Druckeinwirkung miteinander verbunden werden. Der Stapel findet Anwendung als Mikrotranslator, z. B. im Präzisionsgerätebau.
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